Bildende Kunst in und um Hamburg
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- Geschrieben von: Claus Friede und Dagmar Reichardt -
Eine Ausstellung im Schloßmuseum Murnau, südlich von München, widmet sich noch bis Anfang November dem Leben und Werk der russisch-jüdischen Künstlerin Olga Meerson (1882–1930). Die Exponate, die unter dem Titel „Olga Meerson. Schülerin von Kandinsky – Muse von Matisse“ in dieser Zusammenschau nun erstmals in Oberbayern zu sehen sind, bringen ans Tageslicht, warum Meersons Mal- und Graphikarbeiten das Inbild eines vor der Vergessenheit zu bewahrendes Lebenswerk darstellen.
Olga Meersons künstlerisches Schaffen und ihre weitverzweigten Verbindungen und Lebenswege heute wieder sichtbar zu machen, ist eine Aufgabe, die zum einen künstlerisch und kunstgeschichtlich, zum anderen auch im größeren europäischen Sozialkontext von aufklärerischer, emanzipatorischer und fortschrittszugewandter Bedeutung ist.
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- Geschrieben von: Cornelia Schiller, Jürg Lützelschwab -
An der Grenze zum Kanton Solothurn liegt im Kanton Baselland, rund 30 Autominuten vom Dreiländereck und von Basel entfernt, inmitten von sanften Jurahügeln das Kloster Schönthal, zugehörig der kleinen Gemeinde Langenbruck.
Das ehemalige Benediktinerkloster wurde 1986 von John Schmid erworben, einem Basler aus der Werbebranche, der eigentlich auf der Suche nach einem Bauernhof war.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Der Begriff „Dekonstruktion“ – als Nukleus der Postmoderne – wird in der Philosophie, Kulturwissenschaft und in der Architektur verwendet. Der Begriff hinterfragt sich kritisch selbst, formuliert aber auch Widersprüche zwischen Inhalt, Form, Text und Bild.
Der in Hamburg ansässige Architekt Viglas Schindel stellt seine digital verfremdeten Werke unter dem Titel „Urban Deconstruction“ bis Anfang August in der The Yard Gallery in Hamburg aus.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Das Kunstmuseum im südwestjütländischen Esbjerg präsentiert mit der Ausstellung „Billeddomino” (dt.: „Bilderdomino“) das im deutschsprachigen Raum kaum bekannte Werk der Malerin Inge Ellegaard.
Es ist die erste Museumsausstellung mit Werken von Inge Ellegaard (1953–2010) seit 24 Jahren, weil sie auch in ihrer Heimat in Vergessenheit zu geraten droht.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Der amerikanische Künstler Robert Longo (geb. 1953) setzt sich mit den Bildern der Massenmedien auseinander und reagiert damit oftmals direkt auf aktuelle Ereignisse, prekäre Situationen und Krisen.
Künstler wie auch sein Werk beschäftigen sich intensiv mit der vermeintlich wahren Natur und Wirkung von Bildern. Die aktuelle Einzelausstellung im Louisiana Museum of Modern Art im dänischen Humlebæk zeigt 53 schwarz-weiße Werke, die zwischen 1978 und 2024 entstanden sind.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Diesen Sommer präsentiert das Taipei Fine Arts Museum (TFAM) „Olafur Eliasson: Your curious journey“, (dt.: „Deine neugierige Reise“) die erste Einzelausstellung des isländisch-dänischen Künstlers in Taiwan.
Bis zum 21. September 2025 können Besucher die soeben eröffnete Ausstellung in Taipeh sehen. Über zwei Ebenen des Museums sind mehr als drei Jahrzehnte Kunst seit den 1990er Jahren des in Berlin und Kopenhagen lebenden Künstlers präsentiert. Die Retrospektive umfasst 17 Kunstwerke, die ein breites Spektrum unterschiedlicher Medien und Techniken abdecken, darunter Installationen, Malerei, Skulpturen und Fotografie. Diese Werke befassen sich mit Themen wie Wahrnehmung, kollaborative Beteiligung, Ökologie und nicht-menschliche Perspektiven – ein Ausdruck des Forschergeistes des Künstlers, der die Grenzen der künstlerischen Praxis verschiebt. Zum ersten Mal wird den Betrachtern im asiatisch-pazifischen Raum eine umfassende Einführung in Eliassons kreative Energie geboten.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Die als Retrospektive angekündigte Ausstellung im Nordfriesland Museum in Husum widmet sich dem Werk des 1945 in Knüppeldamm (Mecklenburg) geborenen und in Hamburg lebenden Künstlers Otto Beckmann.
Beckmann, der eigentlich Freie Kunst in Karlsruhe studieren will, tritt auf Druck der Eltern Ende der 1960er Jahre ein Studium der Kunstpädagogik in Flensburg an. Parallel zum Schuldienst versucht er als Künstler, Grafiker und Maler zu arbeiten, was misslingt, und erst als er das vermeintlich wohlige Beamtenleben 1985 aufgibt, fühlt er sich wieder frei.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Am 13. Juni wird im Lübecker Museum für Natur und Umwelt eine Ausstellung über die First Nations von Nordamerika eröffnet werden, wie sie sich in der Sammlung „Kulturen der Welt“ darstellen.
Für die Vorbereitung hat der Kurator der Sammlung, der Ethnologe Lars Frühsorge, den kanadischen Künstler David Seven Deers eingeladen, im Innenhof des Lübecker Doms einen großen, in zwei Teile geschnittenen Granitfindling zu bearbeiten. Deers gestaltet genauer gesagt ein Relief in einer Plastik und alle dürfen zuschauen.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Der Horst-Janssen-Grafikpreis der Claus Hüppe-Stiftung ist mit 20.000 Euro die höchstdotierte Ehrung im Bereich Zeichnung und Druckgrafik. In diesem Jahr erwählte eine fünfköpfige Jury die Nachwuchskünstlerin Federle Maura Friede (*1997), die nun in der Hamburger Kunsthalle ihre eigenwilligen Arbeiten unter dem Titel „der saum löst sich“ präsentiert.
Ein überraschend minimalistischer erster Eindruck: 11 Arbeitsböcke stehen verteilt im Harzen-Kabinett der Galerie der Gegenwart, ein jeder belegt mit einem rechteckigen grauen Schaumstoffkissen. Darauf drapiert: Überaus zarte „Topografische Studien“, eigentlich eher flüchtige Notizen von Landschaft.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Denkt man an die Bildhauerei des Surrealismus, denkt man an Hans Arp, Constantin Brancusi, Max Ernst, Alberto Giacometti, Joan Miró oder Marcel Duchamp – an Männer.
Im Bucerius Kunst Forum rückt nun die Ausstellung „In Her Hands“ drei Bildhauerinnen des Surrealismus ins Rampenlicht, Die Tatsache, dass sie noch nicht Kunstgeschichte schrieben, hat nur einen Grund: Es sind Frauen.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Aus der Not geboren ist die Frühlings-Ausstellung in der Kunsthalle St. Annen in Lübeck, wenn auf drei Etagen Werke aus den Magazinen dreier Museen gezeigt werden.
St. Annen ist ein spätgotisches Kloster mit einem modernen Anbau. In seinen alten Teilen, und noch dazu ganz oben unter dem Dach, befindet sich sein Depot – nicht zuletzt aus Brandschutzgründen kein sehr geeigneter Ort für wertvolle Kunstwerke.
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- Geschrieben von: Marc Peschke -
Das Werk der 1908 in Berlin geborenen und 2006 in Erkrath-Hochdahl (Nordrhein Westfalen) verstorbenen Künstlerin Edith Hultzsch war beinahe vergessen – nun wird es wiederentdeckt.
Die erste Einzelausstellung des Werks seit mehreren Jahren findet ab Ende März für einen Monat in Klingenberg am Main statt. Ihr Werk umfasst – neben frühen Tuschfederzeichnungen für die Buchillustration –Tuschpinselzeichnungen in schwarz-weiß, Gouachen auf Papier sowie Ölbilder auf Leinwand.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Kann man Zeit zurückverfolgen? Ihr auf der Spur bleiben? Der Flüchtigkeit von Zeit stellen die beiden Künstler in ihrem Werk eingefrorene Momente gegenüber, selbst wenn es erkennbare Zeitachsen gibt.
Sogar im Fragment, im Detail und in dem kurzen Augenblick des Festhaltens ist die Welt zuhause.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Der Kunstpalast in Düsseldorf widmet sich in einer groß angelegten Werkschau dem äthiopischen Künstler Elias Sime (*1968). In dieser ersten Einzelausstellung im deutschsprachigen Raum kann die Entwicklung seiner Arbeiten von den frühen 2000ern bis heute nachvollzogen werden.
Spätestens seit Simes Teilnahme auf der Biennale in Venedig in der Ausstellung „The Milk of Dreams“ 2022 erfährt sein Werk international weitreichende Anerkennung. Seine Arbeiten befinden sich in bedeutenden Sammlungen wie dem Metropolitan Museum, New York, Saint Louis Art Museum und dem Israel Museum in Jerusalem.
