Kultur Management Magazin
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- Geschrieben von: Claus Friede -
In der Archäologischen Staatssammlung in München gehen Wissenschaftler, Kuratoren und Experten in einer Ausstellung dem Phänomen eines noch heute sichtbaren Steinkreises nach, der vor etwa 5000 Jahren von Menschen im Südwesten des heutigen Englands angelegt wurde: Stonehenge.
Das eindrucksvolle Bauwerk aus der Steinzeit wurde zu einem der bekanntesten Monumente der Welt und wird von Millionen Menschen besucht. Noch immer liegen – und das bereits seit gut neun Jahrhunderten – viele Fragen unbeantwortet im Boden und in der Luft: z.B. wer es erbaut hat, wie und warum.
Antworten darauf zu finden, ist alles andere als einfach: Es gibt keine schriftlichen Quellen, und die berühmten Menhire – senkrecht aufgerichtete Langsteine – schweigen.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Was für ein außergewöhnliches Buch ist „I. Lettres“? Hier sind sechzig authentische Briefe aus den Jahren 1716–1899 versammelt. Herausgeber Michal Neruda hat sie aus mehr als 45.000 gelesenen Briefen ausgewählt.
Bevor ich in diesem gerade erschienenen E-Buch blätterte, fragte ich mich: Warum sollte ich, warum sollte jemand diese Briefe lesen, die von uns unbekannten Menschen verfasst wurden? Die Antwort zeigte sich mir schon nach wenigen gelesenen Seiten: Weil dahinter spannende Geschichten stecken.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Kolumbarium meint eine Urnenwand. Meist befinden sich solche Wände in Gebäuden, etwa unterhalb einer Kirche oder auf einem Friedhof. In Südeuropa sind Urnenwände das Übliche, aber wir Mittel- und Nordeuropäer, die wir Quartiersfriedhöfe in parkähnlicher, kultivierter oder bewachsener Art gewohnt sind, stehen solchen Orten meist eher fremd gegenüber.
Nur Stein, wenn nicht gar Beton, und bestenfalls einige Blumenimitationen aus Porzellan… Dazu sind viele Friedhöfe sehr ungepflegt oder sogar verwahrlost. Aber anrührend sind die Erinnerungen an die Toten, die in den Nischen vor den Gräbern aufbewahrt werden. Dem LKW-Fahrer etwa gibt man einen Spielzeuglaster mit auf den Weg, und natürlich finden sich viele Fotos.
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- Geschrieben von: Dagmar Reichardt -
Künstliche Intelligenz (KI) ist allgegenwärtig: Die meisten verstehen sie nicht, Milliarden nutzen sie, Zweifel haben alle. Inwieweit diese 3. Medienrevolution – nach dem Buchdruck und der Industriellen Revolution – uns als Gesellschaft verwirrt, überfordert oder verängstigt, gilt es somit zu hinterfragen.
Denn tatsächlich helfen uns digitale Ortungssysteme, soziale Netzwerke, Autokorrektursysteme, Übersetzungsapps oder Suchmaschinen längst dabei, unseren beruflichen und privaten Alltag zu erleichtern. Im besten Fall komplettieren sich unsere analogen und digitalen Welten sogar gegenseitig – und schaffen neue Communities, Diskurse und Gesellschaftsformen. So existieren beide nebeneinander: Künstliche Intelligenz und gelebte Konvivialität.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Insgesamt 34 Jahre lang hat Wilfried Eckstein für das Goethe-Institut gearbeitet, leitete sechs der Vertretungen in fünf Ländern. In seinem Buch „Freunde finden für Deutschland“ zieht er eine persönliche Bilanz und ermöglicht dadurch einen aufschlussreichen Blick auf die Grenzen und Möglichkeiten internationaler Kulturarbeit.
Als Wilfried Eckstein 1991 seinen Dienst als Leiter des Goethe-Instituts in Moskau antritt, ist der sogenannte Eiserne Vorhang gefallen, und in Europa keimt die Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Demokratie.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Vor 200 Jahren entstand mit Sachsen-Coburg und Gotha ein Doppelherzogtum, dessen regierende Dynastie bald europäische Prominenz erlangen sollte. Persönlichkeiten wie Queen Victoria und Prinz Albert sowie Leopold, der erste König der Belgier, sind bis heute bekannt.
Der Begründer des Doppelherzogtums, Ernst I., steht jedoch meist im Schatten seiner berühmten Verwandten.
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- Geschrieben von: Ulla und Heinz Lohmann -
Sie, eine Institution der hanseatischen Kulturgesellschaft, hat alles, was ihr wichtig war, in ihren Bildern festgehalten, unaufgeregt, fast nüchtern, jedoch immer mit äußerster Sorgfalt. Und sie bekam sie alle vor die Kamera: Mäzene, Museumsleiter, Galeristen, Ausstellungsmacher, Künstler, Sammler. Die Fotografin Isabel Mahns-Techau machte klar, dass diese Menschen für ihr Engagement stehen, Triebfedern der kulturellen Entwicklung in der Stadt sind und die enorme Vielfalt der Aktivitäten widerspiegeln. 2012 hat sie mit dem Buch „Kunstszene Hamburg“ eine Auswahl ihrer Fotografien und Porträts vorgelegt.
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- Geschrieben von: Dagmar Reichardt und Laura Spinelli -
In Sizilien gibt es ein Brot, das die Herzen nicht nur deutscher Brotliebhaber – und auch nicht nur zu Ostern – höherschlagen lassen dürfte. Wie kaum eine andere präsentiert und serviert die postmoderne sizilianische Küche unserem Auge, Verstand und Gaumen einen transkulturellen Mix aus traditionellem Kunst- und Kulturverständnis, regional ausgewiesener Kulinarik und einem mediterran ebenso weltoffenen wie bodenständigen Way-of-Life.
Und das liegt nicht nur daran, dass „Brot“ seit Anbeginn unserer Zivilisation als „das“ Grundnahrungsmittel des Menschen schlechthin gilt und dass fremdländische Essgewohnheiten seit jeher beständig in andere lokal verankerte Gastronomien ein- und überfließen. Das Brot miteinander zu teilen, prägt seit den ersten zivilisatorischen Errungenschaften unsere Kulturen: ob in Afrika, Europa, Asien, Australien, Nord- oder Südamerika.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
In den Räumen des Lübecker St. Annen-Museums wird in den nächsten Monaten eine farbige und perspektivenreiche Schau über die Seidenstraße ausgestellt.
Von der Seidenstraße wird nicht allein in historischen Zusammenhängen gesprochen, sondern seit einigen Jahren auch in der aktuellen Politik, denn die Bemühungen der chinesischen Regierung um die Verkehrswege in westliche wie auch in südliche Länder werden als „Neue Seidenstraße“ zusammengefasst.
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- Geschrieben von: Marc Peschke -
Nach Rothenburg ob der Tauber: Mal wieder, jetzt vor Ostern, einen Gang durch diese Gassen, einen Gang durch Raum und Zeit. Jetzt ist hier noch alles recht ruhig – der Blick hat Zeit, zu verweilen. Von der Stadtmauer aus betrachtet, öffnet sich die Sicht auf das Taubertal wie auf eine gemalte Landschaft der Romantik.
Diesmal entdecken wir insbesondere die jüdische Geschichte der Stadt. „Die Stadt als Ganzes ist Denkmal“, hat der Kunsthistoriker Georg Dehio bereits 1908 über Rothenburg geschrieben. Rothenburg sei schlichtweg die „Lieblingsstadt der Welt‘“, so drückte es Herbert Schindler in seinem Buch über die Romantische Straße aus, an der Rothenburg liegt.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Im Jahr 1901 als „Volksbibliothek“ gegründet und mit gerade einmal 300 Bänden im Bestand, gehört die Pirmasenser Stadtbücherei zu den ältesten in Rheinland-Pfalz.
Nach mehreren Standortwechseln wurde die Bücherei im Zweiten Weltkrieg durch Fliegerangriffe völlig zerstört und 1948 wiedereröffnet. 1949 umfasste die Bücherei bereits wieder 1700 Bände. 1953 wurde erstmals eine „Jugend-Freihandbücherei“, zunächst noch räumlich getrennt von der Bücherei, eingerichtet (die erste in Rheinland-Pfalz). Beide Abteilungen wurden in den Jahren 1957/58 im Messehochhaus in der Dankelsbachstraße – dem heutigen Domizil – zusammengeführt.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Was für ein Ereignis: Die GEDOK, das europaweit größte Netzwerk von Künstlerinnen aller Sparten und Kunstfördernden, feiert ihren 100. Geburtstag. Das Jubiläumsjahr steht unter der Schirmherrschaft von Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Das ganze Jahr wird dieses Ereignis in den 23 Regionalgruppen mit den verschiedensten öffentlichen Veranstaltungen und Projekten gefeiert. Hierfür wurde sogar ein spezieller Kalender entwickelt, der ständig aktualisiert wird. Ein Video zur Geschichte der GEDOK ist online anzuschauen. Briefmarken mit dem „100 Jahre GEDOK - Künste · Frauen · Netzwerk“-Motto zieren als Motiv jetzt so manche Postsendung. Der Bundesverband, mit Präsidentin Béatrice Portoff, hat zudem eine Festschrift und ein Buchprojekt initiiert und realisiert.
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- Geschrieben von: Julia Landgrebe und Claus Friede -
Die Archäologische Staatssammlung in München widmet sich in einer Sonderausstellung den Gladiatoren des römischen Imperiums.
Der Gladiator ist die populärste Figur der römischen Welt. Er verkörpert den Kampf auf Leben und Tod, die extreme Unterhaltung, das maximale Risiko, aber auch die Aussicht auf größten Ruhm. Gladiatorenkämpfe lieferten spezifisch römische Antworten auf Fragen zum Leben und zum Tod. Sie führten exemplarisch und vor der größtmöglichen Öffentlichkeit vor Augen, wie man dem Tod entgegentreten solle: nämlich mit Tapferkeit und Todesmut!
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- Geschrieben von: Claus Friede und Cornelia Stegner -
Mehr als 135 Jahre nach seiner Erfindung kehrt ein Stück deutscher Industriekultur und Innovationsgeist an seinen Ursprungsort zurück: Auf der Veste Coburg wird die originalgetreue Rekonstruktion des „Coburger Elektrowagens von 1888 nach Andreas Flocken“ öffentlich vorgestellt.
Das Projekt würdigt den Coburger Maschinenbauer Andreas Flocken, der 1888 mit seinem elektrisch angetriebenen Fahrzeug Pionierarbeit leistete – lange bevor das Automobil mit Verbrennungsmotor seinen Siegeszug begann.
