Kultur, Geschichte & Management

Eine sehenswerte Ausstellung über das beliebteste Getränk der Welt bietet noch bis Ende Januar das St. Annen-Museum in Lübeck.

In den spätgotischen Räumen des ehemaligen Klosters wird nicht allein sakrale Kunst präsentiert, sondern das St. Annen-Museum ist in Lübeck auch der Ort für Ausstellungen über die Kulturgeschichte und das Alltagsleben. Zur ständigen Ausstellung gehören deshalb Geschirr und Küchengeräte, Möbel oder Kleidung einer Hansestadt vom Mittelalter bis zur Neuzeit. Jetzt wird die Geschichte, wie der Tee aus dem fernen China ins nördliche Mitteleuropa kam und dort das Alltagsleben veränderte, mit der Hilfe von 130 Objekten erzählt.

 
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Lippen aufspritzen, Fett absaugen, straffen, glätten, hungern. Was ertragen Frauen nicht alles, um einem höchst zweifelhaften Ideal zu entsprechen. Körpermodifikationen gibt es in allen Kulturen. Zum einen, um den jeweiligen Schönheitsvorstellungen zu entsprechen, zum anderen als Statussymbole und identitätsstiftende Zugehörigkeit zu sozialen und ethnischen Gruppen.

 

Das Museum am Rothenbaum (MARKK) in Hamburg wirft mit der Ausstellung „UnBinding Bodies – Lotosschuhe und Korsett“ nun einen differenzierten Blick auf dieses weltumspannende Phänomen, das in den gebundenen Füßen chinesischer Mädchen über tausend Jahre hinweg seine wohl drastischste und schmerzhafteste Ausprägung gefunden hat.

 
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Mit der zunehmenden Digitalisierung von Alltag und Arbeitswelt verschwimmen die Grenzen zwischen analogen und virtuellen Lebensräumen. Technologische Entwicklungen wie das Metaverse lassen die Grenzen zwischen analogem und virtuellem Erleben noch durchlässiger erscheinen.

 

Welche Chancen und Gefahren birgt diese Entwicklung – politisch, sozial und individuell? Unter dem Titel „Merging Realities: Leben im Hier und Netz” veranstaltete die Kreativgesellschaft Hamburg am 1. Oktober 2022 im Oberhafen-Quartier ihren alljährlichen Kongress, der diese Frage diskutieren und damit letztlich auch ihre eigene Arbeit reflektieren sollte.

 
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Es war Ende Juni 2022 als die dänische Königin, Margrethe II., in Anwesenheit von Robert Habeck (deutscher Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz) in einem kleinen dänischen Ort namens Oksbøl das „Dänische Flüchtlingsmuseum“ (Museum Flugt) eröffnete.

 

Die Geschichte um diesen kleinen Ort in der Gemeinde Varde, nordwestlich von Esbjerg, an der Westküste Jütlands gelegen, mit seinen gerade einmal knapp über 3.000 Einwohnern – aber mit Eisenbahnanschluss – reicht 100 Jahre zurück.

 
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Während in Venedig die 59. Internationale Kunstbiennale ihre Pavillons öffnet, feiert das Deutsche Studienzentrum in Venedig sein 50-jähriges Bestehen. Im Rahmen eines Festakts öffnete der Kapitelsaal der franziskanischen Bruderschaft Scuola Grande di San Rocco mit seinen überdimensionalen, wunderschönen Wandgemälden Tintorettos am 6. Mai seine Pforten.

 

Dagmar Reichardt sprach mit dem Festredner – dem deutschen Philosophen und Erfinder der „Transkulturalität“ Wolfgang Welsch – über Transdisziplinarität sowie die Rolle der Medien, Ökologie, Politik und Kunst in Zeiten der ausklingenden Postmoderne.

 

 
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Wie fing alles an? Warum versuchten sich Menschen erstmals mit der Landwirtschaft, warum gründeten sie Städte und später sogar Staaten, und wie kam es zur gesellschaftlichen Ungleichheit?

Kann man überhaupt herausfinden, wie alles begann?

 
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In Frühling und Sommer 2022 präsentiert die Lübecker Völkerkundesammlung eine zweite Ausstellung zum Thema Afrika – und wieder profitiert sie von dem erstaunlich reichhaltigen Nachlass des 2020 verstorbenen Kieler Holzhändlers Bernd Muhlack.

 

Ging es zunächst um „Tiere in den afrikanischen Kulturen“ (eigentlich geht es immer noch darum, denn die Ausstellung im Naturkundemuseum am Mühlenteich wurde verlängert), so werden jetzt ungefähr einhundertzwanzig Objekte gezeigt, in denen sich die Vielfalt afrikanischer Religionen spiegelt, aber auch ihre Verwobenheit mit den Religionen Europas und des Nahen Ostens demonstriert wird.

 
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Von September 1895 bis Mai 1896 unternahm der mittlerweile legendäre jüdische Kulturwissenschaftler und Hamburger Bankierssohn Aby Warburg eine ausgedehnte USA-Reise.

Ausgestattet mit Empfehlungsschreiben wichtiger Persönlichkeiten und einem Freifahrtschein der Eisenbahn machte er sich von New York aus auf den Weg Richtung Südwesten in die Bundesstaaten Colorado, New Mexiko und Arizona, um die Kunst und Kultur der dort ansässigen Pueblo-Gemeinschaften zu erforschen.

 
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Sechs Männer mit Tropenhelmen inmitten von riesigen Stoßzähnen und Bronzeskulpturen. Voller Stolz präsentieren sie ihre kostbare Beute aus dem prächtigen Palast des Königs von Benin dem Fotografen.

Diebe, Plünderer? Britische Soldaten auf „Strafexpedition“ 1897. Hamburg gibt seine damals ins Völkerkundemuseum gelangten Kunstschätze noch in diesem Jahr zurück und verabschiedet sie mit einer gleichsam inventarischen Überblicksschau: „Benin. Geraubte Geschichte“.

 
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Wahrscheinlich ist alles, was Insekten ausmacht, für uns fremd und unverständlich, aber besonders ein Merkmal unterscheidet sie radikal von uns: Sie sind segmentiert, in einzelne Abschnitte unterteilt, tief eingekerbt.

Menschen dagegen fühlen und verstehen sich als eine Einheit, und sie schauen auf sich selbst als ein einziges Wesen zurück.

 
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Spinnen, Schlangen, Antilopen – Eine Ausstellung mit Tierplastiken und Tiermasken bildet den Auftakt: insgesamt dreimal sollen 2022 unter dem Titel „Afrika in Lübeck“ die sehenswerten und viel zu lange unter Verschluss gehaltenen Bestände der Lübecker Völkerkundesammlung präsentiert werden.

 

Wie bereitet man sich auf eine Ausstellung des Jahres 2022 über afrikanische Plastiken vor?

 
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Ist es denkbar, dass es Menschen gab oder gibt, die keinen Horizont kennen?

Die ihn nicht sehen, nicht wahrnehmen, die niemals bedenken, dass es hinter einer imaginären Linie weit draußen immer noch weitergeht? Die nicht realisieren, dass es dort hinten ganz anders aussehen könnte als bei ihnen? Oder zählt der Horizont zu den anthropologischen Konstanten, so dass ihn jeder Mensch kennen muss, so es sich wirklich um einen normalen und gesunden Menschen handelt?

 
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Um 1900 hatte Hamburg weltweit nach London und New York den drittgrößten Hafen. Doch diese Erfolgsgeschichte von Hafen und Handel leidet bis heute unter einer kolonialen Amnesie.

 

Das Buch „Hamburg: Tor zur kolonialen Welt“ versucht, das Vergessene wieder ins öffentliche Bewusstsein zu holen. Darin präsentiert die Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe“ der Universität eine erste Zwischenbilanz ihrer Studien.

 
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Zwei Themen stehen in Dostojevskis „Die Brüder Karamasoff“ in enger Verbindung: das Gehen (oder der Verlust der Fähigkeit dazu) und das Schamgefühl.

Vom Schamgefühl sagt eine Figur, dass von dessen Existenz sogar die Moral abhängig sei, denn wenn es kein Schamgefühl gäbe, dann wäre alles erlaubt, sogar „Menschenfresserei“. Dem sei, wie ihm wolle (soweit würde ich niemals gehen), aber es ist wahr, dass das Schamgefühl etwas ist, das den Menschen vor allen anderen Lebewesen dieser Welt auszeichnet und noch dazu mit der Moral in Verbindung steht. Vielleicht ist sie eine von mehreren ihrer Wurzeln?

 

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