Kultur, Geschichte & Management

Tiere kennen selbst keine Mimik und schauen schon deshalb nicht in das Gesicht. Für sie sind neben der Blickrichtung der Augen die Bewegungen viel wichtiger.

Antilopen wissen genau, wann ihre Fressfeinde auf der Pirsch sind, und ängstigen sich nicht bei dem Anblick eines gesättigten und entsprechend entspannt durch das Gras schweifenden Leoparden. Und in Tierparks, in denen man Tieren frei begegnen kann, berichten die Wärter, dass Wildtiere wie Rehe und Wildschweine auf Menschen mit dem Down-Syndrom anderes reagieren: Sie fürchten sich weniger. Ganz offensichtlich empfinden sie diese Menschen aufgrund ihres Bewegungsbildes als weniger zudringlich und gar nicht als aggressiv.

 
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Unser Bewegungsablauf beim Gehen besteht in einem steten Wechsel zwischen Stand- und Spielbein – wer diesen Wechsel nicht beherrscht, wer nicht abwechselnd mal das eine, mal das andere Bein belastet, der kann auch nicht gehen.

Weil es kein Tier gibt, das in dieser Weise geht, wird seit langem der aufrechte Gang als eines der Alleinstellungsmerkmale des Menschen genommen.

 
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Warum befasst sich ein amerikanischer Historiker mit einem osmanischen Herrscher des 16. Jahrhunderts, den im Westen – in Nordamerika und in Europa – kaum jemand kennt? Und warum erregt er damit Aufsehen?

In dem Jahr, in dem sich der Angriff auf die Twintowers in New York zum zwanzigsten Mal jährt, schreibt Alan Mikhail kritisch über die Islamophobie, die sein Land bereits seit den Tagen des Kolumbus gefangen halte. Und dazu zielt sein Buch auf nichts weniger als auf eine Neudeutung der Renaissance, in der sich Europa zum Herrscher der Welt aufschwang – in seiner Deutung: getrieben, ja gehetzt von der Übermacht des Osmanischen Reiches. Ach, und die Reformation wäre ohne Selim den Gestrengen auch nicht denkbar gewesen.

 
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In der Familie wurde er nur HWB genannt, für die Kinder war er schlicht der „China-Onkel“. Hermann Waldemar Breuer (1884-1973) ging mit 22 Jahren für das Bremer Übersee-Haus Melchers & Co. nach Shanghai und blieb dort bis zum Ende seiner Berufslaufbahn.

Seine Großnichte Christine Maiwald legt nun bei Dölling und Galitz ein ebenso schweres wie lesenswertes Buch über Breuer vor: „Das schwierige schöne Leben. Ein deutscher Kaufmann in Shanghai 1906 bis 1952“.

 
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Befindet sich immer alles im Wandel? Stimmt es, dass sich fortwährend alles verändert – das eine allmählich, das andere rasend schnell; manches sprunghaft, anderes fließend; das Leblose wie das Lebendige…

Bleibt nichts, wie es ist? Ist es also der Wandel, der die Realität, der unsere Realität ausmacht?

 
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Gibt es eine allumfassende Kontinuität? Zieht sich eine einzige Kette durch das Leben und alle seine Formen, oder gibt es verschiedene Arten des Lebens, die durch eine tiefe Kluft voneinander geschieden werden?

Wenn man zum Beispiel, wie es immer wieder geschieht, Menschen als Tiere bezeichnet („Menschen und andere Tiere“), dann bestreitet man eine radikale Trennung des Menschen von allen anderen Lebewesen auf dieser Erde. Und wenn man Bäume oder Blumen oder sogar einzelne Körperzellen als intelligent ansieht, dann will man nichts wissen von einer tiefen Kluft zwischen animalischem Leben und der Welt der Pflanzen.

 
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Der Schmerz nicht dazu zu gehören, ist untergründig das Leitmotiv dieser Biographie des jüdische Ehepaares Emma und Henry Budge. Ihre Geschichte spiegelt Konflikte und Verwerfungen der jahrhundertealten deutsch-jüdischen Beziehung.

In New York wurde das kinderlose Paar reich, in ihren Heimatstädten Hamburg und Frankfurt machten sich beide als großzügige Stifter und Mäzene einen Namen.

 
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Die in Hamburg lebende Künstlerin Dagmar Nettelmann Schuldt stellt zeitgenössische Kunst im Museum für Hamburgische Geschichte aus. Erwähnenswert, ungewöhnlich und daher herauszustellen, weil es die seltenste Ausstellung dieser Art im Hause ist.

Das Konzept der Künstlerin ist konsequent fokussiert, durchdacht, vielschichtig angelegt und umgesetzt.

 
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Das Museum der Arbeit in Hamburg stellt sich der Vergangenheit des eigenen Hauses.

Seit Eröffnung des Berliner Humboldtforums steht die koloniale Vergangenheit Deutschlands wieder im Fokus des öffentlichen Interesses.

 
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Als ein Plädoyer für mehr Toleranz und Gelassenheit versteht sich eine Sonderausstellung im St. Annen-Museum in Lübeck.

 

Gegen sexuelle Vorurteile aller Art möchte eine Zusammenstellung des Lübecker Völkerkundemuseums angehen. Sie demonstriert, dass viele Kulturen mehr als nur zwei Geschlechter kennen, Homosexualität tolerieren und auch den Wechsel (vielleicht sogar mehrfachen Wechsel) zwischen den Geschlechtern akzeptieren. Als Beispiele dienen einerseits die fernöstlichen Kulturen – vor allem in China, Japan und Indien – sowie Afrika. Auch Lübeck kommt vor, denn als Hafenstadt fand sich in ihr seit dem Mittelalter Prostitution, und auch dieser gegenüber scheint es bis heute Vorurteile zu geben.

 
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In den vergangenen fünfzig Jahren fand, sichtbar für jedermann, von urbanen Metropolen bis kleineren Städten ein immenser Wandel statt.

Fokussiert werden soll in diesem (keinesfalls vollständigen thematischen) Beitrag jene Veränderungen, die die Idee und Nutzung von öffentlichen Räumen betreffen und Fragen nach Identität stellen.

 
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Lange Jahre schlief die recht ansehnliche Lübecker Völkerkundesammlung den Schlaf der Gerechten, will sagen: Sie wurde vor langer Zeit weggesperrt, und in der Folge wurden 2.600 Objekte nicht mehr gezeigt.

Aber im vergangenen Herbst deutete sich mit einer vielseitigen und interessanten Ausstellung über den Norden („Nordwärts / Südwärts“) bereits an, dass mit frischen Aktivitäten gerechnet werden kann.

 
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Erleben wir gerade den endgültigen Abgesang auf die europäische Arbeiterbewegung? So wie das marxistische Motto „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“ gegen Ende des 19. Jahrhunderts übersetzt als Hymne der Arbeiterklasse und als sozialistisches Kampflied für Menschenrechte – die sogenannte „Internationale“ (1871/1888) – vielsprachig und musikalisch um die Welt ging, wird es wohl nie mehr zu hören sein.

 

Das ist deshalb auch gut so, weil im 21. Jahrhundert die abhängig Beschäftigten, die heute im deutschsprachigen Raum „in Lohn und Brot“ stehen, längst am „Wohlstand für alle“ partizipieren und sich die vielfältigen Möglichkeiten zu arbeiten im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte immer wieder radikal verändert haben.

 
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Leben wir nicht in bequemen Zeiten? Schließlich sind heute ausgewiesene Spezialisten so nett, an unserer Stelle über unser richtiges Verhalten und unser rechtes Leben nachzudenken.

Der Deutsche Bundestag beruft schon seit vielen Jahren den „Deutschen Ethikrat“, deren Vorsitzende in der Presse als „Chefethikerin“ apostrophiert wird, und der Bundestagspräsident empfiehlt dringend, dessen Ratschläge zu befolgen.

 

 

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