Sie, eine Institution der hanseatischen Kulturgesellschaft, hat alles, was ihr wichtig war, in ihren Bildern festgehalten, unaufgeregt, fast nüchtern, jedoch immer mit äußerster Sorgfalt. Und sie bekam sie alle vor die Kamera: Mäzene, Museumsleiter, Galeristen, Ausstellungsmacher, Künstler, Sammler. Die Fotografin Isabel Mahns-Techau machte klar, dass diese Menschen für ihr Engagement stehen, Triebfedern der kulturellen Entwicklung in der Stadt sind und die enorme Vielfalt der Aktivitäten widerspiegeln. 2012 hat sie mit dem Buch „Kunstszene Hamburg“ eine Auswahl ihrer Fotografien und Porträts vorgelegt.
Die Dame mit der Kamera
Die angesehene, nicht nur in Hamburg geschätzte Fotografin war unermüdlich unterwegs. Bis zuletzt hat sie uns digital an ihren Erinnerungen teilhaben lassen. Charmant, selbstbewusst, überschritt sie die Grenzen zwischen den verschiedenen Kunstwelten. In experimentellen Räumen war sie ebenso zu Hause wie an etablierten Orten. Sie kannte jeden, einerlei, ob arriviert oder Newcomer. Und vor allem: jeder kannte sie. Die Dame mit der Kamera war aus der Kunstszene Hamburgs nicht wegzudenken. Niemand konnte ihr widerstehen. Warum? Weil sie nicht die kühl-distanziert-beobachtende Fotografin gab, sondern ganz selbstverständlich dazugehörte.
Jetzt ist Isabel Mahns-Techau fast 100-jährig gestorben. Sie wird fehlen. Wir sind traurig, aber auch glücklich über die vielen schönen Begegnungen.

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