Literatur

Eine Ausstellung im Lübecker St. Annen-Museum macht die Besucher mit der Thematik und dem historischen Umfeld eines großen Romans vertraut, mit Heinrich Manns „Der Untertan“.

Verantwortet wird die Schau vom Buddenbrookhaus, das in diesen Tagen umgebaut wird und deshalb auf ein Ausweichquartier angewiesen ist.

 
Literatur

Seit 2010 wird der Thomas Mann Preis der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste im jährlichen Wechsel in Lübeck und München verliehen. Diesmal findet die Preisverleihung in Lübeck statt.

 

Der hochkarätige Literaturpreis geht in diesem Jahr an den amerikanischen Schriftsteller Jonathan Franzen. Karten für die Veranstaltung in den Kammerspielen des Lübecker Theaters gibt es an der Theaterkasse und online.

 
Literatur

Hat Balzac 1833 – also vor der Zeit seiner großen Erfolge, als er noch vorwiegend journalistisch arbeitete – tatsächlich eine „Theorie des Gehens“ vorgelegt?

Nein, seine „Theorie des Gehens“, die er gleich im ersten Satz vollmundig „die allerneueste Wissenschaft“ nennt, ist überhaupt keine Abhandlung, sondern doch wohl eher eine Satire. Aber was für eine!

 
Literatur

Eine schöne Sammlung seiner in den vergangenen Jahrzehnten entstandenen Lyrik hat der in Zürich lebende Hochschullehrer und als Romanautor bekannte Wolfgang Marx vorgelegt. Auf ein wenig mehr als einhundert Seiten versammeln sich Gedichte, die zu einem ruhigen und wiederholten Lesen einladen.

Wie konnte es dazu kommen, dass mit dem Ginkgo ein ostasiatischer Baum in Deutschland populär wurde?

 
Literatur

Das populäre Günter Grass-Haus in der Lübecker Glockengießerstraße, das in diesem Herbst zwanzig Jahre alt wird, hat sich eine Generalüberholung gegönnt und feiert den Nobelpreisträger für Literatur, mehr noch aber den Graphiker und Bildhauer mit einer runderneuerten Dauerausstellung.

 
Literatur

„Der Sprache den Freipass geben, damit sie laufe…“ Dieser Satz aus Günter Grass Erzählung „Das Treffen in Telgte“ bildete die Grundlage für Titel und Inhalt der sechsbändigen Reihe „Freipass“.

 

Seit 2015 erschien der „Freipass“ alljährlich im Ch. Links Verlag, als Periodikum veröffentlicht von der Günter und Ute Grass Stiftung. Mit dem sechsten Band geht diese Reihe nun zu Ende. Sozusagen mit dem Tod Ute Grass. Sie starb am 24. April 2021 und folgte ihrem Mann, dessen Tod die literarische und literaturinteressierte Welt seit dem 13. April 2015 betrauert.

 
Literatur

Einer der größten seiner Zunft: 100 Jahre wäre der portugiesische Romancier, Lyriker, Essayist, Kurzgeschichtenerzähler, Dramatiker, Kolumnist und Literaturnobelpreisträger José Saramago kommendes Jahr 2022 alt geworden.

Das literarische Ausnahmetalent lebte insgesamt 17 Jahre auf Lanzarote, verliebte sich unsterblich in die Insel und verfasste dort insgesamt zehn Romane. Aufgrund dieser besonderen Verbindung feiern die Kanarischen Inseln den Autor Saramago im kommenden Jahr auf besondere Weise. Wer dem deutschen Corona- und Winter-Blues entfliehen möchte, kann im sonnenverwöhnten UNESCO-Biosphärenreservat den Spuren Saramagos folgen.

 
Literatur

Ausstellungen mit expressionistischer Malerei gehen immer, ja sind sogar oft genug geradezu überlaufen; aber expressionistische Dichtung? Spielt sie heute überhaupt noch eine Rolle?

Immerhin scheint sich eine berühmte Anthologie expressionistischer Lyrik von 1920 („Menschheitsdämmerung. Symphonie jüngster Dichtung“) bis heute gut zu verkaufen. Zu den Dichtern dieses wichtigen Buches gehört auch Yvan Goll (1891-1950), aber der ist heute vergessen. Oder?

 
Literatur

Die japanische Autorin Mieko Kawakami ist bei uns 2020 mit ihrem Roman „Brüste und Eier“, bekannt geworden.

Darin sinnieren drei Frauen über künstliche Befruchtung und andere heikle Themen. Jetzt hat der Verlag den Debütroman der 45jährigen Autorin aus dem Jahr 2009 von Katja Busson übersetzen lassen. Ein Glücksfall. „Heaven“ ist ein vielschichtiger, verstörender, fast schon philosophischer Roman zum Thema Mobbing. Es ist aber auch ein Roman über eine Trost und Wärme spendende Freundschaft, die trotz allem immer und überall möglich ist.

 
Literatur

Groß der Kummer überm Feld.

Rosenblüte, sie zerfällt.
Kaum geblüht und schon verwelkt.

 

 
Literatur

Ein Besuch in der Hölle. Mehr als eine Göttliche Komödie

Franziska Meier und Kurt Flasch machen uns mit der „Göttlichen Komödie“ bekannt.

Dante Alighieri als der große Nationaldichter Italiens ist ein Gigant wie Shakespeare, Goethe oder Cervantes, eine alles überragende, eine singuläre Gestalt. Aber wenn die meisten von uns wirklich Goethe gelesen oder Don Quichote wenigstens auf seiner Rosinante vor Augen haben und Shakespeare schon im Theater oder im Kino begegnet sind, so hat sich doch kaum einer von uns tatsächlich um die „Göttliche Komödie“ bemüht.

 
Literatur

„News of the World” erschien 2016 in den USA. Ein Roman von nur 209 Seiten. Paulette Jiles erzählt lyrisch minimalistisch von jener ungewöhnlichen Freundschaft mitten in dem nach Ende des Bürgerkriegs immer noch gespaltenen Amerika, von Feindseligkeiten, extremer Armut, Rassenhass, Machtgier, Seuchen, Ausbeutung und Menschenhandel. Unvereinbare politische Gegensätze prallen im Texas des 19. Jahrhunderts aufeinander.

 

Frappierend zu beobachten, wie Regisseur Paul Greengrass in seinem bildgewaltigen elegischen Westerndrama dem poetischen Realismus der Autorin folgt, spannender vielleicht noch, in welchen Punkten Film und Buch sich voneinander unterscheiden oder ergänzen.

 

 
Literatur

Es klingt fast wie ein Wintermärchen: Vor über drei Jahrzehnten kam dem aus Sizilien nach Frosinone in Mittelitalien umgesiedelten Dichter und Romancier Giuseppe Bonaviri (1924-2009) eines Tages die Idee, seinem Nachbardorf Arpino ein Gedicht zu schenken. Es wurde der Auftakt zu einem großangelegten europäischen Lyrikprojekt: Ein einzigartiger öffentlicher Gedichtepark war geboren. 2021 feiert die Ortschaft Arpino nun schon das 37. Jahr von Bonaviris dichterischem Vermächtnis „Das Buch aus Stein”.

 
Literatur

Anne Weber, geboren 1964 in Offenbach, lebt seit 1983 in Paris. Sie übersetzt aus dem Deutschen ins Französische und umgekehrt. Auch ihre eigenen Bücher schreibt sie in beiden Sprachen.

Für ihren jüngsten Roman „Annette, ein Heldinnenepos“ wurde die Autorin mit dem Deutschen Buchpreis 2020 ausgezeichnet. Mit diesem herausragenden Buch setzt sie einer stillen Heldin ein literarisches Denkmal noch zu Lebzeiten. Das ist ungewöhnlich. So ungewöhnlich wie das Buch selbst.

 

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