Literatur

Die Autorin Gabriele Haefs gehört zu den renommiertesten Übersetzerinnen für Skandinavistik im deutschsprachigen Raum. Die am Niederrhein geborene Haefs absolvierte ihr Studium der Volkskunde, Vergleichende Sprachwissenschaft, Skandinavistik und Keltologie an den Universitäten von Bonn und Hamburg, promovierte 1982 im Fach Volkskunde – Thema der Dissertation: „Das Irenbild der Deutschen“.

 

Gabriele Haefs ist mit dem norwegischen Schriftsteller Ingvar Ambjørnsen verheiratet und lebt in Hamburg. Sie ist Mitglied im Verband deutschsprachiger Übersetzer literarischer und wissenschaftlicher Werke.

 
Literatur

Im Rahmen der LiteraTourNord 2023/2024 las der österreichische Schriftsteller Tonio Schachinger, Träger des Deutschen Buchpreises 2023 in der Lübecker Buchhandlung Hugendubel aus seinem preisgekrönten Coming-of-Age-Roman „Echtzeitalter“.

In diesem Roman geht es um den fünfzehnjährigen Till Kokorda, der im Internet ein weltbekannter Gamer ist und sein analoges Dasein im snobistischen Umfeld eines elitären Wiener Internats verbringt.

 
Literatur

Charlotte Gneuss hat mit „Gittersee“ einen mitreißenden, spannenden Roman über einen (Vor-)Ort und dessen Bewohner in der ehemaligen DDR geschrieben. Im Dresdener Stadtteil Gittersee arbeiteten Menschen jahrzehntelang unter Tage. Bis 1967 wurde dort Kohlebergbau betrieben und in der Folge bis1989 die Förderung von Uranerz.

 

Bis heute sei dieser Ort strahlenbelastet, erzählt Charlotte Gneuss im Gespräch mit Lektorin Juliane Schindler über ihren Debütroman „Gittersee“, der in den 70er Jahren spielt. „Ich habe das Gefühl, dass auch die sozialen Beziehungen strahlenbelastet sind“, so die Autorin. Wichtig für diesen Roman, der auf viel Recherchearbeit und der persönlichen Geschichte ihrer Eltern beruht, seien auch Fragen gewesen wie: Was bleibt unter Tage, was bleibt über Tage? Was bleibt im Dunkeln? Was kommt ans Licht?

 
Literatur

Wann ist etwas vollendet? Gibt es überhaupt Vollendung in der Kunst, im Leben? Oder ist es gerade das Unvollendete, was unsere menschliche Existenz und was große Kunst ausmacht?

Derart wesentlichen Fragen geht seit Februar 2023 die offenen Gesprächsreihe „Fliegende Gedanken“ im Rahmen des Projektes „Die Unvollendeten“ im Hamburger Tonali Saal nach. Diesmal nahm die phantasiereiche, sprachmächtige Schriftstellerin Felicitas Hoppe auf dem gelben Tonali-Teppich Platz, auf dem immer auch ein gelber Stuhl freigehalten wird für Gäste aus dem Publikum. Ebenfalls wie immer führte Moderatorin Raliza Nikolov kenntnisreich und zugewandt durch den Abend. Dieser bildete den Schlusspunkt der Gesprächsreihe und zugleich den Auftakt für das große Tonali Festival vom 3. bis 9. Juli 2023 an verschiedenen Orten in Hamburg.

 
Literatur

Bereits zum 11. Mal bietet die LIT:Potsdam, diesmal vom 27. Juni bis 2. Juli 2023, ein zugkräftiges Programm. Fast im direkten Anschluss an die fast begegnungsfreie Corona-Zeit lautet das Motto des diesjährigen Lesefestivals passenderweise: „Wenn das vorbei ist /This Too Shall Pass“.

Wobei seit der ersten LIT:Potsdam – so auch diesmal – das (Über)Motto „Starke Worte. Schöne Orte“ Gültigkeit hat und Programm ist. Verantwortlich für das Programm ist erstmals Denis Scheck. Der wohl bekannteste deutsche Literaturkritiker („Druckfrisch“) hat bereits mehrfach dort moderiert und kennt die erste Festival-Kuratorin Karin Graf schon seit seiner Jugend.

 
Literatur

Stefan Çapaliku ist ein kosmopolitisch überzeugter Albaner und europafreundlicher, bitterbös-liebevoller Autor, der die Mikro-Makro-Geschichte unseres Kontinents aus Sicht der Balkanhalbinsel ins Visier nimmt. Seinen Schreibstil feierte die FAZ schon 2010 als „absurd komisch“. 1965 in Shkodra geboren, wo er Albanische Sprache und Literatur studiert hat, lebt und arbeitet Çapaliku heute als Professor für Ästhetik sowie als Theater- und Filmregisseur in der albanischen Hauptstadt Tirana. Sein auch international beachtetes Werk umfasst Gedichte, Essays, Monografien, Prosa und Theaterstücke. Sein Lieblingsthema: die Kultur Albaniens, der Balkan und der Rest der Welt.

 

Der Balkan...? Was wissen wir Nordeuropäer schon davon? – Vielleicht das: Nachdem mit der ersten Osterweiterung 2004 acht ehemals kommunistisch regierte Staaten in die EU aufgenommen wurden, 2007 Rumänien und Bulgarien folgten und 2013 Kroatien als 28. Mitgliedstaat beigetreten ist, um im Januar 2023 glücklich den Euro einzuführen, befinden sich die meisten Balkanländer immer noch weitgehend im statischen Wartestatus sogenannter EU-„Beitrittskandidaten“. Sie verharren gewissermaßen in einem offenen Entwicklungsprozess oder einer „stabilen Starre“: Das, so zeigt Çapaliku in seinem 2022 auf Deutsch erschienenen Roman „Jeder wird verrückt auf seine Art“, müsse man mit Witz und Humor nehmen.

 
Literatur

Zunächst mal schnell die Frage: Weiß jeder, wer oder was die GEDOK ist? Ja, das hatte ich mir gedacht.

 

Wenn man bei KulturPort.De danach sucht, findet man zwar zurzeit mehr als 30 Beiträge, die mit der GEDOK zu tun haben. Trotzdem ist das nicht unbedingt ein Begriff, der jedem – sogar jedem kulturell Interessierten – geläufig ist.

Die GEDOK also ist eine Vereinigung von Künstlerinnen. Nein, nicht von Künstler – Ping! – Innen. Sondern lediglich von weiblichen Künstlern. Soviel ich weiß, darf kein Mann in diesen Verband eintreten, außer als Förderer. Aber schließlich gibt es für männliche Künstler ja auch genügend andere Möglichkeiten dieser Art.

 
Literatur

Amelie Fried ist den meisten von uns nicht nur als Autorin, sondern auch als TV-Moderatorin bekannt. Seit 1984 moderierte sie Sendungen wie „Live aus der Alten Oper“ und „Stern-TV“. Von 1998 bis 2009 konnten wir sie gemeinsam mit Giovanni die Lorenzo in Deutschlands ältester Talkshow „3 nach 9“ erleben.

 

1995 erschien Amelie Frieds erstes Buch „Die Störenfrieds. Geschichten von Leo und Paulina". Damit begann ihre Erfolgsstory als Schriftstellerin: Sieben Romane wurden zu Bestsellern, vier der Romane verfilmt. Jetzt ist der 14. Roman von Amelie Fried erschienen. Auch er hat berechtigte Chancen, zum Bestseller zu werden.

 
Literatur

Eine Ausstellung im Lübecker St. Annen-Museum macht die Besucher mit der Thematik und dem historischen Umfeld eines großen Romans vertraut, mit Heinrich Manns „Der Untertan“.

Verantwortet wird die Schau vom Buddenbrookhaus, das in diesen Tagen umgebaut wird und deshalb auf ein Ausweichquartier angewiesen ist.

 
Literatur

Seit 2010 wird der Thomas Mann Preis der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste im jährlichen Wechsel in Lübeck und München verliehen. Diesmal findet die Preisverleihung in Lübeck statt.

 

Der hochkarätige Literaturpreis geht in diesem Jahr an den amerikanischen Schriftsteller Jonathan Franzen. Karten für die Veranstaltung in den Kammerspielen des Lübecker Theaters gibt es an der Theaterkasse und online.

 
Literatur

Hat Balzac 1833 – also vor der Zeit seiner großen Erfolge, als er noch vorwiegend journalistisch arbeitete – tatsächlich eine „Theorie des Gehens“ vorgelegt?

Nein, seine „Theorie des Gehens“, die er gleich im ersten Satz vollmundig „die allerneueste Wissenschaft“ nennt, ist überhaupt keine Abhandlung, sondern doch wohl eher eine Satire. Aber was für eine!

 
Literatur

Eine schöne Sammlung seiner in den vergangenen Jahrzehnten entstandenen Lyrik hat der in Zürich lebende Hochschullehrer und als Romanautor bekannte Wolfgang Marx vorgelegt. Auf ein wenig mehr als einhundert Seiten versammeln sich Gedichte, die zu einem ruhigen und wiederholten Lesen einladen.

Wie konnte es dazu kommen, dass mit dem Ginkgo ein ostasiatischer Baum in Deutschland populär wurde?

 
Literatur

Das populäre Günter Grass-Haus in der Lübecker Glockengießerstraße, das in diesem Herbst zwanzig Jahre alt wird, hat sich eine Generalüberholung gegönnt und feiert den Nobelpreisträger für Literatur, mehr noch aber den Graphiker und Bildhauer mit einer runderneuerten Dauerausstellung.

 
Literatur

„Der Sprache den Freipass geben, damit sie laufe…“ Dieser Satz aus Günter Grass Erzählung „Das Treffen in Telgte“ bildete die Grundlage für Titel und Inhalt der sechsbändigen Reihe „Freipass“.

 

Seit 2015 erschien der „Freipass“ alljährlich im Ch. Links Verlag, als Periodikum veröffentlicht von der Günter und Ute Grass Stiftung. Mit dem sechsten Band geht diese Reihe nun zu Ende. Sozusagen mit dem Tod Ute Grass. Sie starb am 24. April 2021 und folgte ihrem Mann, dessen Tod die literarische und literaturinteressierte Welt seit dem 13. April 2015 betrauert.

 

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