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Hamburger Architektur Sommer 2019

Architektur
Muehlenpfordt – Neue Zeitkunst. Reformarchitektur und Hochschullehre luebeck behnhaus

Eine Ausstellung im Lübecker Behnhaus gibt die Gelegenheit, über das Verhältnis von Tradition und Moderne in der Architektur nachzudenken.

Eigentlich ist er nicht einmal eine lokale Berühmtheit, weder in Lübeck, wo der Architekt die meisten seiner Bauten errichtete, noch in Braunschweig, wo er von 1918 an als Hochschullehrer arbeitete – aber Carl Mühlenpfordt (1878-1944) hat Großartiges geleistet, wie eine kleine Ausstellung im Erdgeschoss des Lübecker Behnhauses zeigt, und zumindest die Lübecker werden nicken, wenn sie die Fotos und Entwürfe seiner Bauten sehen. Es sind nämlich wichtige Gebäude dieser Stadt, die fast jeder kennt. Ergänzt wird die Ausstellung durch einige sehr schöne Bilder seiner Frau, der in Lübeck geborenen Malerin Anna Dräger-Mühlenpfordt (1887-1984). Vier großformatige Ölgemälde – drei davon zeigen die Marienkirche – sind vielleicht sogar der Höhepunkt der Ausstellung. Mit anderen Worten: Der Besuch lohnt sich.

 
Architektur

Was hat Rheinschwimmen mit Kunst und Lifestyle zu tun

Dieser Frage nachzugehen lohnt sich, denn Schwimmen gehört in Basel zur Alltagskultur – aber nicht nur dort, sondern an vielen weiteren Orten in der Schweiz!
Basel hat seinen Rhein, Zürich seine Limmat und Sihl, Genf seine Rhône und Arve und Bern seine wildere Aare! Überall geht man dort im Fluss baden, ob zu besonderen Anlässen, nach Feierabend oder als Treffpunkt für gemeinsame Aktionen. Das hat dort Tradition.

 
Architektur
Frau Architekt Museum der Arbeit Hamburg

Architektur ist immer noch eine Männerdomäne, selbst heute, im 21. Jahrhundert.
Wie sich Frauen diesen Beruf erkämpft haben, was sie an hervorragenden Bauwerken geschaffen haben, das zeigt derzeit „Frau Architekt“, eine ebenso opulente wie aufschlussreiche Ausstellung im Museum der Arbeit zum Hamburger Architektur Sommer 2019.

 
Architektur
Bauhaus in Hamburg Kuenstler, Werke, Spuren

Die Freie Akademie der Künste in Hamburg zeigt zum Hamburger Architektursommer 2019 die ebenso interessante wie umfangreiche Ausstellung „Bauhaus in Hamburg – Künstler, Werke, Spuren“ mit Fotografien, Zeichnungen, Architekturmodellen und Keramiken. Die Werke stammen von insgesamt mehr als 25 Leihgebern, unter ihnen die Gerhard Marcks Stiftung, Bremen, und das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.

 
Architektur
Vergessene Moderne Fotografien von Felix Krebs aus Indien

Vergessen und wieder zurück geholt? Wir vergessen vieles, weil es aus dem Blickpunkt entrückt ist, weil sich unser Fokus verschiebt, weil die Zeit und die Entfernung es vergessen machen oder auch, weil wir es vergessen möchten.

Der in Hamburg ansässige Fotograf Felix Krebs ist auf Sach- und Architekturfotografie spezialisiert. Sein Interesse gilt seit den frühen 2000er Jahre der architektonischen Moderne insbesondere in Indien. Anlässlich des Hamburger Architektur Sommers zeigen das Architekturbüro FMA Christoph Fischer, Felix Krebs Fotografie und das MOD Stadtforschungsinstitute Bangalore/Berlin die Ausstellung „Vergessene Moderne“ im AIT ArchitekturSalon Hamburg.

 
Architektur
Jean Molitor BauhausGlobal die Moderne in der Welt

2019 werden in Hamburg zwei Jubiläen begangen, die eng mit der Architektur verknüpft sind, national und darüber hinaus: die Gründung des Bauhauses vor 100 Jahren und 25 Jahre Hamburger Architektur Sommer. Dieses Festival der Baukultur, das alle drei Jahre stattfindet, hat weit über die Grenzen der Hansestadt hinaus Wirkung, denn die Architektur gibt allem ein Gesicht, in den unterschiedlichen Regionen, bei der Stadtplanung, beim Wohnen und Arbeiten, bei der Identifikation.
Unter dem Dach des Hamburger Architektur Sommers, der dieses Mal den Untertitel trägt „Ausgang offen – Moderne mit Zukunft?“, werden sich bis Ende Juli über 250, davon allein 60 Veranstaltungen mit dem Bauhaus und der Moderne beschäftigen. Der Deutsche Bundestag würdigte 2015 das Bauhaus als den „erfolgreichsten kulturellen Exportartikel Deutschlands“.

 
Architektur
Margiana – Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan

„Margiana“ – hört sich an wie der Titel eines neuen Fantasyfilms. Dabei ist es eine so gut wie unbekannte Zivilisation in Zentralasien 2300-1700 v. Chr., deren Ausgrabung Anfang der 1970er Jahre eine archäologische Sensation ersten Ranges war.
Nun stellt das Archäologische Museum (Helms Museum) in Hamburg-Harburg die geheimnisvolle Hochkultur erstmals in Norddeutschland vor: „Margiana – Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“. Eine imposante Schau mit über 200 Artefakten und beeindruckenden Fotografien von Herlinde Koelbl, die man nicht versäumen sollte.

 
Architektur
Das Dänische Architektur Center im BLOX mit „Welcome Home“

Es ist gerade drei Monate her, da wurde das neue „Dansk Arkitektur Center“ (DAC) an der attraktiven Hafenfront Kopenhagens eröffnet. Aus einem modernisierten Speichergebäude etwas nördlich vom heutigen Ort kommend nun im sogenannten BLOX.
Im aus Glaskuben bestehenden BLOX-Gebäude – vom berühmten ‚OMA‘ (Office for Metropolitan Architecture) aus Rotterdam erdacht – sind neben dem Dänischen Architektur Center auch ein Design-Shop, Wohnungen, ein sogenanntes „Educatorium“, ein Restaurant, Büros, ein Parkhaus und ein Fitness-Studio untergebracht.

 
Architektur
Modernisti Architekturmuseum Riga

Eine kleine, aber feine Ausstellung ist im Lettischen Architekturmuseum in der Altstadt von Riga zu sehen. Gezeigt werden Arbeiten, Zeichnungen und Modelle des Architektenehepaars Edgars und Aina Šēnbergi (dt.: Edgar und Aina Schönberg) die Ende der 1950er- bis Ende der 1980er-Jahre, also während der Sowjetzeit, entstanden sind.

 
Architektur

Harry Maasz gehört im deutschen Kaiserreich und bis zum Beginn des Nationalsozialismus zu den führenden Gartenreformern, neben Alfred Lichtwark, Fritz Schuhmacher und Leberecht Migge.
Mit der Industrialisierung und der Urbanisierung des städtischen Raums gewinnen öffentliche Grünanlagen zunehmend an Bedeutung. Es ist die Geburtsstunde des Volksparks, ein Erholungsraum für alle sozialen Schichten mit Wald- und Wiesenflächen, mit Wanderwegen, Teichen, Spiel- und Sportflächen. Die neuen Ideen prägen nicht nur öffentliche Anlagen sondern auch Privatgärten, wie die von Harry Maasz geplanten Gärten im schleswig-holsteinischen Neumünster und der Hansestadt Lübeck.

 
Architektur
Franz Andreas Meyer – Hamburgs vergessener Stadtplaner

Kennen Sie die Heiligengeistbrücke über das Alsterfleet? Die Feenteichbrücke an der Außenalster? Die Brooksbrücke, die vom Katharinenviertel zur Speicherstadt führt? Die Hamburger Speicherstadt? Das ehemalige Wasserwerk auf der Elbinsel Kaltehofe?
Erbauer dieser und anderer Bauwerke war Franz Andreas Meyer (1837-1901), Oberbauingenieur und Leiter des Ingenieurwesens, der von 1872 bis zu seinem Tode das Hamburger Stadtbild prägte.

 
Architektur
Gustav Oelsner – Licht, Luft und eine grüne Lunge für Altona

Als Architekt, Stadtplaner und Bausenator prägte Gustav Oelsner in der Weimarer Republik das Stadtbild von Altona. Seine funktionale, moderne Architektursprache im Stil des „Neuen Bauens“ bewirkte eine Modernisierung der Stadt: Wohnquartiere für den kommunalen Wohnungsbau mit Grünanlagen entstanden, Reihen- und Doppelhäuser. Parkanlagen und der Elbwanderweg dienten als Naherholungsgebiete. Seine städtebauliche Devise mit dem Streben nach „Licht, Luft und Sonne“ verbesserte die Lebensqualität der damaligen Menschen.

 
Architektur
Historische Tankstellen – auf Spurensuche in Hamburg

Längst vorbei die Zeiten, als noch freundliche und hilfsbereite Tankwarte das Benzin in den Tank einfüllten, Ölstand und Luftdruck prüften und die Scheiben putzten. Mit der Entwicklung des Automobils begann auch der Siegeszug der Tankstellen.
Der Boom erfasste Anfang der 1920er-Jahre die Hansestadt Hamburg: Bürgersteigpumpen und Tank-Kioske eröffneten sowie die erste Großtankstelle an der Hudtwalckerstraße in Hamburg-Winterhude. Inzwischen gehört die gute alte „Tanke“ der Vergangenheit an; sie ist bis auf wenige Ausnahmen aus dem Hamburger Stadtbild verschwunden. Ein paar, in den Fünfzigerjahren erbaute Tankstellen stehen heute unter Denkmalschutz, wurden renoviert und einer anderen Nutzung zugeführt. Andere – die meisten – wegen Baufälligkeit abgerissen.

 
Architektur
„Back to the roots“ – der historische Eingang der Hamburg Kunsthalle reloaded

Mit neuem Eingang, sensibler Neuhängung und stark akzentuiertem Sammlungsschwerpunkt im 19. Jahrhundert besinnt sich die Hamburger Kunsthalle nach dreijähriger Umbauphase wieder auf ihre Ursprünge. Städteplanerisch mag das problematisch sein, das neue Entree jedoch ist traumhaft schön – und weist auch noch in die richtige Himmelsrichtung: Mit Blick über die Binnenalster sich hier auf den Stufen die Abendsonne ins Gesicht scheinen zu lassen, ist einfach ein Genuss.

 

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