Architektur in und um Hamburg
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Das Einfache ist nicht immer das Beste, aber das Beste ist immer einfach – mit diesem Credo ist der Reformarchitekt Heinrich Tessenow (1876–1950) berühmt geworden.
In einer Zeit knapper Ressourcen und eines großen Bedarfs an bezahlbaren Wohnungen gewinnt dieser Satz für das Bauen wieder an Aktualität.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Anlässlich des 11. Hamburger Architektur Sommers wird ab Anfang Mai eine Ausstellung mit dem Titel „In die Tiefe gehen – Der neue Israelitische Tempel in der Poolstraße“ präsentiert, die dazu einlädt, den Ort und seine Geschichte zu entdecken.
Der Israelitische Tempel in Hamburg gilt als Wiege des weltweiten und dauerhaften Reformjudentums. Der Begriff bezieht sich historisch auf den einst bedeutenden Standort des 1817 gegründeten Israelitischen Tempelverbands. 65 Männer über 13 Jahre alt (Minjan) des gehobenen jüdischen Mittestands unterzeichneten den Gründungsvertrag.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Josef Frank schuf in der Zwischenkriegszeit im 13. Bezirk ein Stück Wiener Architekturgeschichte – ein Schlüsselwerk der sogenannten „Zweiten Wiener Moderne”. Nun eröffnete die Villa Beer Anfang März nach umfangreicher Sanierung. Damit wird das einzigartige Gebäude erstmals in seiner wechselhaften Geschichte öffentlich zugänglich.
Die Villa Beer liegt inmitten des Hietzinger Cottage, eines Villenviertels unweit von Schönbrunn. Als eines der beeindruckendsten Wiener Bauwerke der Zwischenkriegszeit, errichtet in den Jahren 1929/1930 von Josef Frank und Oskar Wlach, gilt die Villa als Meisterwerk der „Zweiten Wiener Moderne“, die Zeit des sozialdemokratisch geprägten „Roten Wien” zwischen 1919 und 1934.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Was bleibt von Bauwerken, wenn sie verschwunden sind? Welche Bedeutung haben Konstruktionen, die einst Städte und Landschaften prägten – und heute nicht mehr existieren?
Im Zentrum einer Ausstellung im „Roten Saal“ der Bauakademie in Berlin und einer VR-Präsentation im Internet steht interaktives Storytelling, das es ermöglicht, bedeutende, heute verlorene Bauwerke räumlich zu betreten und sie neu zu erleben. Ergänzt wird die virtuelle Erfahrung durch Ausstellungswände mit Infotafeln, historischen Fotografien, Originalplänen sowie weiteren Originalobjekten aus Archiven. So entsteht ein Dialog zwischen digitaler Rekonstruktion und materieller Überlieferung.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Schade oder Gott sei Dank, dass das nicht gebaut wurde! Je nach persönlicher Priorität und Perspektive ist das meist der erste Gedanke, den man bei der Lektüre dieses 600 Seiten langen Buches hat, eine Wundertüte voller bunter Pläne, Zeichnungen, historischer Fotos und großartiger Luftaufnahmen.
„Das ungebaute Hamburg“ ist aber vor allem ein aufschlussreiches Erinnerungsbuch über die baukulturellen Debatten und politischen Kämpfe der zukünftigen Stadtgestalt Hamburgs seit 1960, die zur gebauten Gegenwart geführt haben.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Das soeben im Verlag Urbanophil erschienene Buch „Haus Marlene Poelzig, Berlin. Abriss und Aufbruch“ setzt nicht nur dem titelgebenden Bau und seiner Architektin ein Denkmal, sondern entfaltet einen ganzen Fächer von aktuellen Reflexionen zu den Themen Denkmalschutz, Rollenbilder in der Architektur, Feminismus und Erinnerungskultur.
Insgesamt haben siebzehn Autorinnen und Autoren aus den Fachdisziplinen Architektur, Kunstgeschichte, Denkmalschutz darin ihre Gedanken formuliert.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Die Jarrestadt in Hamburg-Winterhude gehört zu den wichtigsten Siedlungen des modernen sozialen Wohnungsbaus der Weimarer Republik. Im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ arbeitet die Stadt Hamburg daran, das Erscheinungsbild dieses hundertjährigen Denkmals wieder näher an seine originalen Qualitäten heranzuführen.
Dieses Jahr soll mit der behutsamen Umgestaltung der öffentlichen Grünanlagen begonnen werden.
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- Geschrieben von: Marc Peschke -
Der Name klingt, bis heute. Aber es ist schwierig, über die Stadt zu schreiben. So viel wurde schon geschrieben. „Eine Stadt, deren Gesicht auf eine Postkarte gepresst wurde“, so Hans Dieter Schmidt in seinem sehr lesenswerten Taubertal-Buch „Melusine und schwarze Wasser“.
Oder der Kunsthistoriker Georg Dehio: Die Stadt sei „als Ganzes ein Kunstwerk“ schreibt er. Und Herbert Schindler in seinem Buch über die Romantische Straße, an der Rothenburg liegt: Rothenburg, das sei schlichtweg die „Lieblingsstadt der Welt“.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Stararchitekten wie Norman Foster und Zaha Hadid haben sich in der ikonischen Skyline von Dubai verewigt. Das in Dubai beheimatete Architektenbüro Killa Design entwarf eines der schönsten Gebäude. Designjuwelen des Modernismus der vergangenen Jahrzehnte sowie nachhaltige Neubauten prägen die einzigartige Architekturlandschaft der Strandmetropole.
Der Burj Al Arab, das Superlativhotel in Segelform, feiert dieses Jahr seinen 25. Geburtstag und hat sich, zusammen mit dem Burj Khalifa – seit 2010 das höchste Gebäude der Welt – längst einen festen Platz in der Architekturwelt gesichert.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Seit der Eingliederung in die spanische Krone im 15. Jahrhundert hat sich auf den Kanarischen Inseln nach und nach ein einzigartiger architektonischer Stil herausgebildet.
Die Kolonisatoren brachten eine neue Lebensweise mit sich, die die Gepflogenheiten der einheimischen Bevölkerung ablöste. Zahlreiche Einflüsse von Einwanderern unterschiedlicher Herkunft wurden in der Welt der Architektur und Kunst sichtbar und hinterließen ihre Spuren in mitunter prächtigen Bauwerken. Von der ersten Besiedlung der Kolonialherren zeugen noch heute zahlreiche Gebäude auf dem Archipel, die die Zeit überdauert haben.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Erik Wegerhoff findet in seinem neuen Buch „Automobil und Architektur“ eine ganz eigene Perspektive, die Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts zu erzählen.
Ausgehend vom Begriffspaar Statik und Dynamik entwickelt er eine komplexe Beziehungsgeschichte zwischen Verkehr, exemplarischen Bauten und Architekturdiskurs – detailliert, elegant wortreich und unterhaltsam geschrieben, angereichert mit vielen Abbildungen. „Die Beziehung von Architektur und Automobil ist am Ende und damit reif für die Geschichte“ schreibt der Architekturkritiker in der Einleitung seines Buches. Angesichts von verstopften Ausfallstraßen und zersiedelten Landschaften weiß man, er hat Recht.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Seit 70 Jahren bereichert staatlich beauftragte Kunst unser Leben und unseren Alltag. In nahezu allen Einrichtungen des Bundes, der Länder und Kommunen gibt es Kunst am Bau, gleichwohl sind nur die wenigsten Arbeiten allgemein bekannt.
Die Wanderausstellung „70 Jahre Kunst am Bau in Deutschland“ präsentiert im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg knapp 60 Arbeiten – darunter Skulpturen, Wandarbeiten, Installationen und Platzgestaltungen.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Im Einklang mit Natur und Kunst zu leben, ist spätestens seit der Industrialisierung ein Traum vieler Bürger. Er fand ab 1900 Ausdruck in zahlreichen ländlichen Künstlerkolonien und Siedlungsprojekten.
Der Gartenhistoriker Joachim Schnitter hat in der niedersächsischen Heidelandschaft südlich von Hamburg die Spuren einer bisher unbekannten Landhauskolonie entdeckt und den „Erlebnis- und Empfindungsraum“ ihrer Bewohner rekonstruiert. In seinem Buch „Eine Ahnung kommender Lebenskunst“ beschreibt er die Gestaltung ihrer Häuser und Gärten und ordnet sie in den Kontext der Lebensreformbewegung um 1900 ein.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Das Künstlerhaus Maetzel in Hamburg-Volksdorf ist eines der seltenen Denkmäler der Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Umgeben von einer waldigen Brooklandschaft und einem großen Garten vermittelt es die Aura der Einheit von Architektur und Natur, Kunst und Leben.
Es war der Familiensitz des Künstlerpaares Emil Maetzel (1877–1955) und Dorothee Maetzel-Johannsen (1886–1930), diente als Maleratelier und Keramikwerkstatt, war ein Treffpunkt der Hamburger Sezessionisten.
