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Hamburger Architektur Sommer 2019

Bildende Kunst

Die beeindruckende Sammlung spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Kunstwerke des Lübecker St. Annen-Museums konnte durch einen schönen „Hieronymus im Gehäuse“ ergänzt werden.

Sophronius Eusebius Hieronymus (347-420) war einer der vier Kirchenlehrer, wahrscheinlich mehr als bloß eine Legende und bedeutend durch seine Übersetzungsarbeit, mit der er die Bibel aus dem Griechischen ins Lateinische übersetzte. Damit war er einer der Schöpfer der „Vulgata“, der in einem eher volkstümlichen Latein verfassten Heiligen Schrift. Einerseits steht er vor uns als religiöser Asket, andererseits als ein Gelehrter, und in der Gegensätzlichkeit seiner Anlagen liegt wohl auch der Grund, warum diese Figur in einer Zeit des Übergangs den Wechsel von einem gottgefälligen Leben zu der Existenz eines Forschers symbolisieren konnte.

 
Bildende Kunst

Das Internet kann uns verbinden und uns separieren, es wird emanzipiert und polarisiert, was sowohl Gutes als auch irreversibel Schlechtes verursacht. Es ist widersprüchlich, exponentiell wachsend, interkulturell und kann eine unerschöpfliche Inspirationsquelle sein.

In Form einer Ausstellung – als jährlich wiederkehrendes Kunstereignis – präsentiert INDERNET in diesem Jahr die Parallelen und Interaktionen zwischen digitaler und indischer Kultur im virtuellen Raum.

 
Bildende Kunst

Das Leben eines der eigenwilligsten Maler des 20. Jahrhunderts schildert Eberhard Schmidt in einer guten Biographie.

Franz Radziwill (1895-1983) war als junger Mensch ein sehr eigener Kopf und später ein knorriger alter Mann, und auf jeden Fall ging er über Jahrzehnte hinweg seinen Weg und schuf ein Werk von großer Erkennbarkeit. Ein Meister der „Neuen Sachlichkeit“, lud er seinen Realismus mit Symbolen auf, so dass die Bilder zu seinem Ärger mal dem „Magischen“, mal dem „Symbolischen Realismus“ zugerechnet wurden oder werden. Ihre dramatischen, an den Expressionismus erinnernden (Falsch-) Farben und Szenerien haben von Anfang an das Publikum angesprochen, und noch heute heben sie Radziwills Gemälde aus der Fülle der Bilder heraus.

 
Bildende Kunst

Noch bis tief in den Herbst hinein zeigt das Schweriner Landesmuseum in zwei großen Sälen fünfundfünfzig Bilder dänischer Künstler, die dem Land von dem Mäzen Christoph Müller übergeben wurden.

Schon einmal erhielt das Landesmuseum eine großzügige Schenkung Christoph Müllers. Die damalige Sammlung umfasste 155 Werke niederländischer Kunst, die in das Staatliche Museum Schwerin eingingen und dort erstmals 2013 in einer großen Ausstellung präsentiert wurden. Das passte, denn in Schwerin liegt schon seit dem 18. Jahrhundert der Focus auf niederländischer Kunst, weil bereits die Herzöge Niederländer sammelten und sogar Künstler und Vermittler engagiert hatten, die für sie in die Niederlande reisten und einkauften.

 
Bildende Kunst

Vor 100 Jahren gehörten Emil Maetzel (1877-1955) und seine Frau Dorothea Maetzel-Johannsen (1886-1930) zu den zentralen Persönlichkeiten der Hamburger Kunstszene. Die Galerie Renate Kammer zeigt nun eine opulente Schau teils unbekannter Gemälde und Druckgraphiken aus dem Nachlass: „Lebenswelten – Dorothea Maetzel-Johannsen und Emil Maetzel, ein Künstlerpaar der Moderne“.

 
Bildende Kunst

„Aus aktuellem Anlass“ heißt es immer so schön in den Nachrichten. Aus aktuellem Anlass ist die Ausstellung „Trauern“ in der Hamburger Kunsthalle die Schau der Stunde.
Eine Aktualität, die niemand erahnt und die niemand gewünscht hat. Denn seit der Corona-Virus die Welt fest im Griff hat, sind die Ängste vor Verlust und Veränderung, Trennung und Tod allgegenwärtig. Die von Brigitte Kölle kuratierte Schau mit Werken von 28 Künstler*innen könnte dem einen oder anderen vielleicht helfen, das Corona-Trauma zu verarbeiten. Ab dem 7. Mai 2020 zeigt die opulente Themenausstellung nun wieder, wie unterschiedlich persönliche und kollektive Trauer je nach Kultur und Religion empfunden wird und, dass sie nicht zuletzt auch humorvolle, ja groteske Aspekte bieten kann.

 
Bildende Kunst
Museum of Now Virtual Edition 2020 Distant Bodies

In Zeiten von „Closed" an den Eingangstüren macht das Museum of Now einen OPEN CALL und setzt damit ein wichtiges Zeichen, entgegen dem allgemeinen Herunterfahren kultureller Institutionen: wir haben keine Zeit für Stornierungen, Schließungen und Verschiebungen und müssen unser Kunst- und Kulturleben vor einem Stillstand bewahren.

 
Bildende Kunst
David Hockney – die Tate zu Gast Foto Ulrich Perrey

Was gerade angesagt ist, hat ihn nie interessiert. David Hockney malte immer gegen den Trend – und wurde weltberühmt.
Ausgerechnet am Abend des Brexits eröffnete das Bucerius Kunst Forum die erste Retrospektive des gebürtigen Britten in Deutschland – mit Werken aus der fantastischen Sammlung der Londoner Tate. Eine starke Schau und ein starkes Zeichen in einem Europa, das immer mehr auseinanderzufallen scheint.

 
Bildende Kunst
Johannes und Hanna Jaeger Ein Kuenstlerpaar auf Reisen Kunsthalle St. Annen Luebeck

Seinen neunzigsten Geburtstag feiert noch im Februar Johannes Jäger, langjähriger Kunstlehrer am Lübecker Johanneum und dazu ein renommierter Maler. Anlässlich seines Ehrentages präsentiert die Kunsthalle St. Annen-Museum in Lübeck die Früchte seiner Urlaubsreisen in einer Doppelausstellung, in der man seine farbenfrohen Aquarelle zusammen mit den Arbeiten seiner verstorbenen Frau Hanna anschauen kann.

 
Bildende Kunst
Goya, Fragonard, Tiepolo – die Freiheit der Malerei

„Herzlich willkommen in der Hamburger Kunsthalle in unserer Ausstellung „Goya, Fragonard, Tiepolo – die Freiheit der Malerei“. Mit diesen Worten beginnt die Audio-Führung durch das Werk von vier Malergenies des 18. Jahrhunderts – und mit diesen Worten startet die Kunstvermittlung am Glockengießerwall ins digitale Zeitalter: Erstmals ist der Guide als App für Smartphones herunterzuladen. Wer will, kann jetzt und gleich den virtuellen Museumsrundgang durch die fulminante Schau beginnen – per Handy und völlig kostenlos.

 
Bildende Kunst
Impressionismus – Meisterwerke aus der Sammlung Ordrupgaard

Zum zweiten Mal zeigt die Hamburger Kunsthalle Meisterwerke aus dem dänischen Museum Ordrupgaard. Erst im Frühjahr war „Im Licht des Nordens“ zu Gast. Nun sind es Gemälde französischer Meister, deren Ausstellungs-Titel „Impressionismus“ zwar publikumswirksam sein mag, jedoch viel zu kurz greift.
Mit rund 60 Werken von 23 Künstler*innen wird hier ein ganzes Jahrhundert überblickt, vom Klassizismus bis zum Fauvismus und einem aufregend schönen Gauguin-Raum, dessen starkfarbigen, flächenhaften Bilder einen singulären Platz in der Kunstgeschichte beanspruchen.

 
Bildende Kunst

Kunstbetriebe3 Skulptur veraendert. Luebeck st annen Foto Michael Haydn

11 Künstlerinnen und Künstler – 11 Betriebe: Künstler und Betriebe der Region Lübeck zusammenzubringen, ist das Vorhaben der „KunstBetriebe“, das in diesem November zum dritten Mal stattfindet. Von Anfang an war es ein Projekt der Bildhauerin Bettina Thierig, die vor zehn Jahren erstmals die Industrie- und Handelskammer ansprach und auch in diesem Jahr als Kuratorin tätig war.

 
Bildende Kunst
Katrin Bethge Lichtdurchflutet Foto John Eckhardt

Seit Ende der 1990er Jahre inszeniert die in Hamburg lebende Künstlerin Katrin Bethge mit Licht – Innen- und Außenräume.
Seit dem Wochenende und noch bis zum 1. Advent ist eine umfangreiche Installation von ihr in der historischen Ev. Kirche St. Nicolai in Eckernförde zu sehen. Gut 100 Besucher wandelten zur Eröffnung durch den Kirchenraum, der, wie auf Gemälden der Flämischen Barockzeit, frei von Bänken und Gestühl geräumt wurde.

 
Bildende Kunst
Die jungen Jahre der Alten Meister – Baselitz, Richter, Polke, Kiefer

Es war die Zeit, in der die Malerei totgesagt war. Jeder, der sich zur Avantgarde zählte, suchte den Ausstieg aus dem Bild. Jeder? Nein. Vier junge Maler dachten Anfang der 60er Jahre gar nicht daran, den Pinsel aus der Hand zu legen – und machten die deutsche Malerei weltberühmt: Baselitz, Richter, Polke, Kiefer.
Mit diesen vier ‚Großkopferten‘ feiern die Hamburger Deichtorhallen nun ihr 30jähriges Jubiläum: „Die jungen Jahre der Alten Meister“.

 

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