Bildende Kunst in und um Hamburg
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- Geschrieben von: Claus Friede und Redaktion -
Die Kestner Gesellschaft in Hannover präsentiert mit „A Pronoun of B“ die erste umfassende Einzelausstellung von Min Yoon. Der in Südkorea geborene Künstler lebt und arbeitet in Wien. Er studierte von 2011 bis 2018 an der Universität für angewandte Kunst und an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
In Zeichnungen, Malereien und Skulpturen setzt er sich mit den Prozessen des Kunstschaffens sowie mit den institutionellen Strukturen auseinander, die die Kunst und ihre Produktion bestimmen. Seine Arbeiten entfalten sich oft in raumgreifenden, vielteiligen Installationen, deren spielerische Strukturen eine Vielzahl von Themen, Kontexten und Materialien miteinander verweben.
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- Geschrieben von: Florian Maaß -
Die lettische Künstlerin Zaiga Putrāma benötigt keine Worte, um das Publikum zum Mitmachen einzuladen. Sie streckt die Hand aus, macht einen Schritt vor, einen zurück – mitten im Foyer der Rigaer Kongresshalle, unter jenem sechs Meter hohen Kronleuchter, der einst sowjetische Parteikader beeindrucken sollte.
Wer sich auf ihren Tango einlässt, erhält danach kein Kompliment, sondern ein Bild: Aus ihren abstrakten Punktgemälden wählt jeder Tanzpartner spontan jenes aus, das der eigenen Stimmung am nächsten kommt – geschenkt bekommt man es meist gleich dazu. Es ist eine der leisesten, aber eindrücklichsten Szenen des Eröffnungsabends des Survival Kit 17, des lettischen Kunstfestivals, das in diesem Jahr der heilenden Kraft der Kunst nachspürt.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Der armenische Maler, Grafiker und Bühnenbildner Minas Avetisyan (1928–1975) gilt bis heute als einer der interessantesten Künstler des Landes im Südkaukasus.
Der Sohn eines Schmieds wurde in einer kleinen Ortschaft namens Jajur, unweit von Gyumri, der heutigen zweitgrößten Stadt des Landes, in der Provinz Shirak, geboren.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Voller Anmut tanzt ein elegant gekleidetes Paar durch den Saal. Im Hintergrund wird getuschelt. Dabei fällt ein wenig schmeichelhafter Begriff für den jungen Mann ein: „Windbeutel!“ – Man muss unwillkürlich bei dieser Szene schmunzeln.
Die Darstellung gehört zu einer Bilderserie, die 1781 in einem Taschenkalender erschien. Sie verspricht, zwölf Möglichkeiten aufzuzeigen, „seine Liebe anzutragen – oder um ein Herz, oder eine Hand, oder einen Geldbeutel anzuhalten.“
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Gleich drei Ausstellungsneueröffnungen sind seit vergangenem Wochenende im Kunsthaus Kaufbeuren im Allgäu zu sehen:
Im Saal die Werkreihen von Julia Lübbecke, „Aftərmähdag“ von Nicola Reiter im Speicher und „KinderKunstNatur“ im Foyer.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Die ortsspezifische Installation „Dormir Comme Le Soleil“ (dt.: „Schlafen wie die Sonne“) des 1961 in Thonon-les-Bains am Südufer des Genfer Sees geborenen Adrien Vescovi im Centre de la Vieille Charité in Marseille bietet ein außerordentlich vielschichtiges Erlebnis.
Zum einen geht es in diesem Werk um einen Dialog mit der Architektur, zum anderen um ein Eintauchen in die Historie des Ortes. Die sinnliche Vielfalt der Materialien, der Farbigkeit, der Nuancen und der Unterschiede zwischen den Tageszeiten lässt „Dormir Comme Le Soleil“ wie ein poetisches Gesamtkunstwerk erscheinen.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Der lettische Künstler Jānis Avotiņš wird als zurzeit interessantester Maler aus dem kleinen Land im Baltikum gehandelt.
Zu seiner Einzelausstellung hat sich der Künstler die architektonische Ästhetik der großen ehemaligen Neorenaissance-Börsenhalle in Riga als Ausstellungsort gewünscht. Der Raum ist historisch bereits vordefiniert. Die großen Fenster in Richtung der Jēkaba Straße (iela) lassen nicht nur Tageslicht herein, sondern schaffen auch ein stimmungsvolles Stadtbild und einen Ausblick auf die Altstadt. Gegenüberliegend zeigen die großen Fenster in den glasüberdachten Innenhof.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Diego Rivera (1886–1957) war die einflussreichste Persönlichkeit der mexikanischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Über seine berühmten großen Wandgemälde (Muralismus) hinaus verkörperte seine Karriere den Weg einer ganzen Künstlergeneration, die die bildende Kultur des Landes neu definierte und damit den Grundstein für die Moderne in Mexiko legte.
In der Villa Caffarelli der Kapitolinischen Museen in Rom sind 140 Werke Diego Riveras und vieler seiner Zeitgenossen zu sehen. Ein faszinierender Einblick in die Kunst der Moderne Mexikos.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Riesige Gesichter in Schwarzweiß. Gesichter, nur halb erkennbar, aber von magischer Intensität. Wer sie einmal gesehen hat, vergisst sie nicht. Kaum zu glauben, dass die erste Einzelausstellung von Valentin van der Meulen in der Hamburger Galerie Hengevoss-Dürkop, seine erste in Deutschland damals, schon zehn Jahre her ist.
Seitdem ist der Pariser Künstler eine feste Größe in der Galerie am Klosterwall 13; eine zweite Soloschau ließ jedoch lange auf sich warten. Aber nun: „Birds. Zeichnungen“ lautet der schlichte Titel der gegenwärtigen Präsentation, die noch bis zum 25. Juli zu sehen ist. Und wieder ist es ein Erlebnis von umwerfender Eindringlichkeit.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
1926 wurden mit einem großen Festzug die 700 Jahre „Reichsfreiheit“ der Stadt Lübeck gefeiert, die nur noch wenige Jahre andauern sollten – bis 1937. Und heute? In einer interessanten Ausstellung wird nicht an die verlorene Reichsfreiheit, sondern allein an den Festzug gedacht.
Und seines Regisseurs. Inszeniert worden war der Festzug von Alfred Mahlau (1894–1967), der bis zu diesem Zeitpunkt am Theater in Breslau beschäftigt war. Er war in Lübeck bekannt, nachdem er schon 1921 für die Stadt gearbeitet hatte, und durfte deshalb den Festzug planen, der in eindrücklichen Bildern und mit Hilfe von mehr als 1000 Teilnehmern, die zumindest anfänglich prachtvolle und bis zum Schluss anekdotenreiche Geschichte der Stadt darstellten. Geplant oder entworfen wurde der Festzug von ihm in Form von Aquarellen auf 36 Papierbögen, die zusammengeklebt eine Rolle von 18 Metern ergaben, die jetzt erstmals im Obergeschoss des Behnhauses präsentiert wird.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Olevano ist ein italienisches Städtchen östlich von Rom, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts große Anziehungskraft auf deutsche Künstler ausübte. Golo Maurer erzählt die Geschichte dieser ersten deutschen Künstlerkolonie.
Es treten zwar auch einige der Großen im Buch auf, etwa Ludwig Richter (1803–1884) oder Julius Schnorr von Carolsfeld (1794–1872), aber im Zentrum der Erzählung steht ein nur Fachleuten und Kennern geläufiger Name. Denn vor allem geht es um den Zeichner und Maler Franz Theobald Horny (1798–1826) und damit um einen zweifellos sehr begabten Künstler, der jedoch bereits als Mittzwanziger starb, viel zu jung, um sein Talent voll zu entwickeln.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Seit 25 Jahren zählt das MuseumsQuartier (MQ) zu den größten Kulturarealen Europas. Die früheren kaiserlichen Hofstallungen sind zum Open-Air-Wohnzimmer der Stadt geworden.
Die Mischung aus großen Museen, kleinen Kulturinitiativen und trendigen Lokalen ist eine Erfolgsgeschichte, die 2026 im Jubiläumsjahr groß gefeiert wird.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Mit deutlich mehr als einhundert Arbeiten wird das Gesamtwerk des dänischen Künstlerpaares Carl-Henning Pedersen und Else Alfelt in der Lübecker Kunsthalle vorgestellt.
Alfelt (1910–1974) und Pedersen (1913–2007) zählen in ihrer Heimat zu den Großen der Kunst, sind aber hierzulande nur wenig prominent. Eine schöne Ausstellung in der Lübecker Kunsthalle kann jetzt vielleicht etwas daran ändern.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Die dialogische Ausstellung von zwei recht unterschiedlichen Werken, die im Lechner Museum Ingolstadt zu erleben ist, verbindet erstmals in einer Gegenüberstellung die gemauerten Skulpturen, grafischen Wandarbeiten und farbigen „Landing Hoops“-Siebdrucke der in Berlin lebenden und an der Kunstakademie in Dresden lehrenden Judith Hopf mit den Massivstahlskulpturen und den auf Büttenpapier collagierten und in Stahlrahmen gefassten klaren Formbildern von Alf Lechner (1925–2017).
Kuratorischer Leiter Dominik Bais lässt die Künstler – aus zwei sehr unterschiedlichen Generationen stammend – auf den beiden Museumsstockwerken mit achtunddreißig Werken in klarer und minimalistischer Sprache miteinander kommunizieren.