Bildende Kunst

Der bekannte Unbekannte oder der unbekannte Bekannte? Die jüngere Generation jedenfalls dürfte den Namen Nay bislang kaum gehört haben, dabei ist er in der Kunstwelt durchaus klangvoll.

Mit der großartig inszenierten Ausstellung „Ernst Wilhelm Nay. Retrospektive“ in der Hamburger Kunsthalle wird einem der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhundert nach langer Zeit wieder die Referenz erwiesen, die er verdient.

 
Bildende Kunst

Till Nowak, 1980 in Bonn geboren und in den USA lebend, gilt als einer der innovativsten und fantasievollsten Künstler der digitalen Kunstszene.

Seine Werke sind in unterschiedlichen Techniken hergestellt: Videokunst, Bildwerke mit digitalen Druckverfahren, Objekte und Installationen – sowie im öffentlichen Raum, so z.B. HafenCity und Elbphilharmonie in Hamburg, an der Rendsburger Hochbrücke und dem Castello di Napoli in Neapel. Seine Kunstwerke sind in Sammlungen in Europa, Asien und Nordamerika vertreten.

 
Bildende Kunst

Wie überholt man ein Museum bei laufendem Betrieb? Wie bringt man ein zweihundertjähriges Bürgerhaus auf Vordermann, lässt aber trotzdem Besucher die Bilder bestaunen?

Nein, das geht natürlich nicht. Wo gearbeitet wird, da kann das Publikum nicht durch die Räume wandern, und so reduziert sich die Fläche des Museums auf die Hälfte. Es heißt ja „Behnhaus-Drägerhaus“, und so wird sich die ständige Ausstellung in das benachbarte Drägerhaus zurückziehen müssen, wo sonst nur die Hälfte der Bilder untergebracht ist.

 
Bildende Kunst

Jahrelang war sie aus dem Blickfeld der Kunstwelt verschwunden, nun feiert sie mit einer geradezu kongenialen Inszenierung ein furioses Comeback: Anhand von 17 raumgreifenden Objekten zeigt das Bucerius Kunst Forum Meisterwerke der Minimal Art. Eine Kunst, die für sich in Anspruch nimmt, für alle gleich erfahrbar und verständlich zu sein.

 
Bildende Kunst

Um Arbeiten der großartigen Künstlerin Anita Albus herum hat die Kunsthalle Kiel eine ungefähr hundert Arbeiten umfassende Neupräsentation ihrer Sammlung zum Thema Natur in der Kunst arrangiert, in der noch zusätzlich die Stellung von Künstlerinnen reflektiert wird.

 

In dreizehn Räumen werden Gemälde, Aquarelle, Grafiken und Plastiken zu diesen Themen gezeigt – Arbeiten unter anderem von Gerhard Richter, Emil Nolde, Paula Modersohn-Becker und Max Pechstein.

 
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Mit Mary Warburg erinnert das Ernst Barlach Haus in Hamburg an eine weitgehend unbekannte Künstlerin.

Der Ausstellungstitel „Auf Augenblicke frei und glücklich“ hätte dabei nicht treffender gewählt sein können: Mary Warburgs (1866-1934) kleinformatige Pastelle, Aquarelle und Zeichnungen vermitteln tatsächlich die Leichtigkeit und Intensität eines flüchtigen Glücksmoments.

 
Bildende Kunst

Klasse Titel für eine erstklassige Schau niederländischer Genremalerei des 17. Jahrhunderts, die vor allem eine Klassengesellschaft abbildet. Heute noch relevant?

„Selbstverständlich“, sagt Sandra Pisot, Leiterin der Sammlung Alter Meister in der Hamburger Kunsthalle. Gleichsam zur Beweisführung hat sie Lars Eidinger und Stefan Marx eingeladen, den „Alltag im Blick niederländischer Meister“ mit Fotografien, Videos und Schriftbildern zu spiegeln. Und in der Tat: Zwischen Gestern und Heute gibt es immer noch erstaunliche, mitunter auch traurige Parallelen.

 
Bildende Kunst

Wie umgehen mit Künstlern, die zwar bedeutend, aber politisch und moralisch alles andere als korrekt waren und sind? Totschweigen und aus fertigen Filmen herausschneiden wie im Missbrauchs-Skandal um US-Star Kevin Spacey? Eine fragwürdige Lösung, die stark an totalitäre Praktiken erinnert.

Im Fall Emil Nolde stellt sich das Bucerius Kunst Forum in Kooperation mit der Nolde-Stiftung Seebüll der Widersprüchlichkeit von Werk und Person: „Nolde und der Norden“ sucht in Vorbildnern und den künstlerischen Anfängen des bedeutenden deutschen Expressionisten nach Erklärungen, räumt jedoch ein: „Der Widerspruch lässt sich nicht auflösen“.

 
Bildende Kunst

Das weltweit größte transportable Kunstwerk steht vor dem höchsten Gebäude der Welt.

Ausgestellt vor dem Burj Khalifa, dem höchsten Gebäude der Welt, am bekannten Burj Plaza – und parallel zur „Expo 2020 Dubai“– wird das „Global Gate“ des deutschen Malers Leon Löwentraut bis einschließlich März 2022 ausgestellt.

 
Bildende Kunst

Welches sind die Denkmäler, Orte und Räume, in denen es sich anhäuft, und durch welche Praktiken wird es geformt, weitergegeben, angeeignet?

Gemeinsam mit Albert Oehlen und Martin Kippenberger bildete er das Hamburger Dreigestirn der 80er Jahre. Dadaistisch, ironisch, politisch. Apologeten der „schlechten Malerei“ wurden Werner Büttner und seine Kollegen genannt.

 
Bildende Kunst

Seit 2013 gibt es die „add art – Hamburgs Wirtschaft öffnet Türen für Kunst“, gegründet von Hubertus von Barby. Auch in Corona-geschüttelter-Zeit ändert sich nichts daran, dass Unternehmen in Hamburg verstehen, was der Austausch zwischen der Welt der Kultur und der der Wirtschaft bedeutet, wo es Unterschiede, aber auch Überschneidungen gibt, an welchen Punkten man sich gegenseitig befruchtet, voneinander lernt und miteinander kommuniziert.

 

Vom 18. bis 21. November 2021 findet die „add art“ in Hamburg statt und holt in vielerlei Hinsicht das nach, was 2020 aufgrund der Pandemie-Regelungen ausfallen musste.

 
Bildende Kunst

Kunst aus West- und Ost-Deutschland einander gegenübergestellt – das ist mehr als dreißig Jahre nach der Wende das Konzept einer interessanten Doppelausstellung in Lübeck und Rostock, deren Lübecker Teil hier vorgestellt werden soll.

 

Warum es so lange gedauert hat, eine derartige Ausstellung zu organisieren – das weiß der Himmel... Hat es nicht nahe gelegen, die beiden damaligen Welten einander begegnen zu lassen? Und man weiß ja, dass eben dies auch immer geschehen ist – nur eben nicht in der Zusammenarbeit zweier renommierter Museen. Jetzt ist es soweit – endlich…

 
Bildende Kunst

Einen fast vergessenen Maler stellt in diesem Winter das Lübecker St. Annen-Museum vor – zusammen mit Arbeiten seines Lehrers Lucas Cranach werden 22 der 29 erhaltenen Werke Hans Kemmers präsentiert.

Hans Kemmer war ein gebürtiger Lübecker. Zwischen 1495 und 1500 geboren, lernte er in seiner Heimatstadt, um später als Geselle Lucas Cranachs Wittenberger Werkstatt anzugehören. Im Anschluss kehrte er an die Trave zurück, heiratete die Witwe des Malers Hermann Wickhorst und konnte sich dank dieser Verbindung selbstständig machen. Als Porträtist der Patrizier, aber auch mit seinen meist protestantisch ausgerichteten religiösen Bildern wurde er in der Folge so wohlhabend, dass er sich sogar ein Haus in der Königstraße leisten konnte. Jetzt – kaum 460 Jahre nach seinem Tod 1561 – erhält er seine allererste Einzelausstellung, die mit 42 Exponaten Cranachs sowie dessen Schülern und Nachfolgern ergänzt wird.

 
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Gemälde von Lyonel Feininger erkennt man auf den ersten Blick. Ihre kristallinen Formen sind unverwechselbar.

Er selbst bezeichnete seine Kunst einmal als „visionären Prisma-ismus“, um sich vom Kubismus abzugrenzen, dem er häufig zugerechnet wurde. Zum 150. Geburtsjahr des Bauhaus-Meisters und Pioniers der klassischen Moderne hat Andreas Platthaus bei Rowohlt eine facettenreiche Biografie veröffentlicht: „Lyonel Feininger. Porträt eines Lebens“. Darin kommt er dem introvertierten Künstler erstaunlich nahe, differenziert und mit Respekt, ohne die Schattenseiten auszulassen, und beschreibt anschaulich das Milieu, in dem er sich bewegte.

 

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