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Herausgeber und Autor Wilfried Handwerk versandte kürzlich ein Buch mit dem wunderschönen Titel „Die Augen von Anna“. Der Untertitel lautet: Deutsche Poeten über den Frieden. Diese publizistische Lektüre wurde 2024 in Moskau veröffentlicht.

 

Linksseitig befinden sich die deutschen Texte, rechtsseitig die übersetzten Texte in russisch. Die Auswahl der Zitate traf der Greifswalder Uwe Durak und die Gestaltung des Buches traf Vladimir Fadejew, laut Klappentext in Abstimmung mit dem Russischen Schriftstellerverein.

 
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Unser Leben wird nicht nur immer künstlicher, sondern damit auch ärmer – je weiter wir uns von der Natur entfernen, desto eintöniger werden die Sinneseindrücke, die auf uns einströmen, ebenso wie die Bewegungen, die wir uns selbst abverlangen.

 

Das Leben in einer Welt aus Beton und Blech, Glas und Asphalt fordert uns nicht. Es ist unmöglich, dass es unsere Sinne anregt, denn der „Vielgestalt der Erscheinungen“, die der Dichter Gustav Aschenbach in Thomas Manns „Tod in Venedig“ sucht, begegnen wir kaum jemals.

 
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Bisher ist der in Hamburg lebende Psychologe und Autor Tom Diesbrock mit Karriere- und Lebensratgebern in die Öffentlichkeit getreten. Jetzt hat er mit „Ein Vogel namens Schopenhauer“ seinen ersten Roman geschrieben.

 

Das Buch handelt von einer Pilgerreise, die allerdings nicht religiös motiviert ist. Es geht auch nicht zu Fuß nach Mekka oder Lourdes, sondern mit dem Rad von Italien nach Deutschland. Genauer gesagt, über die Berge nach Burghausen in Bayern. Begleitet wird der Pilger auf seiner Reise von einem Vogel, der eines Morgens plötzlich und offensichtlich verletzt in Matteos Garten steht und den er Schopenhauer nennt.

 
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Für ihren Debütroman „Upe“ (dt.: „Der Fluss“) wurde die 1984 geborene Lettin Laura Vinogradova 2021 mit dem „Europäischen Literaturpreis“ ausgezeichnet. Jetzt liegt das Buch in der Übersetzung von Britta Ringer unter dem Titel „Wie ich lernte, den Fluss zu lieben“ auch auf Deutsch vor.

Es ist ein kleiner, feiner Roman mit einem Umfang von nur 124 Seiten. Die aber haben es in sich, wollen – wenn möglich – in einem einzigen Lesefluss gelesen werden.

 
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Es grenzt an ein Wunder: Mit 75 Jahren schickt Jane Campbell ihre erste Kurzgeschichte ungebeten an die renommierte „London Review of Books“ und die Story wird prompt veröffentlicht. Daraufhin ermutigte die begeisterte Verlegerin die in Oxford lebende Autorin, die Psychoanalytikerin Jane Campbell, weitere Geschichten zu schreiben.

 

Zum Glück für uns Leserinnen hat Jane es getan und mit 80 Jahren ihr erstes Buch veröffentlicht. „Kleine Kratzer“ heißt der wunderbare Band mit Erzählungen, der in der kongenialen Übersetzung von Bettina Abarbanell nun auch auf Deutsch vorliegt.

 
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Schon mit ihrem mehrfach ausgezeichneten Debütroman „Hier ist noch alles möglich“ beeindruckte Gianna Molinari Leserschaft und Fachwelt. Mit ihrem zweiten Roman „Hinter der Hecke die Welt“ könnte ihr das genauso gelingen.

Das Setting ist auch diesmal außergewöhnlich. Wir erleben zwei Parallelwelten. Die eine Welt besteht aus einem Dorf, das Angst vor dem Verschwinden hat. Die andere Welt erlebt eine Frau, die sich ihren Traum erfüllt und auf einem Forschungsschiff an einer Expedition in die Arktis teilnimmt. Beide Welten sind vom Verschwinden bedroht.

 
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Mit dem generischen Maskulinum beschäftigt sich ein Buch des renommierten Linguisten Eckhard Meineke. Mit großer Kompetenz argumentiert er gegen die feministische Linguistik und gegen die Umsetzung ihrer Dogmen durch den Journalismus.

Warum ärgert mich das Gendern so sehr? Weil ich nicht vergessen kann, ein Mann zu sein und deshalb von vornherein Partei bin? Weil es mich nicht freut, dass ich jetzt mehr und mehr auf das Privileg verzichten muss, direkt angesprochen zu werden?

 
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In einem liebevoll gestalteten, großzügig illustrierten Bändchen stellt der bekannte Affenforscher Volker Sommer Affen vor – alle möglichen Arten mit Ausnahme der Menschenaffen. Das kleinformatige Buch ist bereits die 94. Nummer der von Judith Schalansky herausgegebenen „Naturkunden“.

Der Autor ist Professor in London und seit vielen Jahren ein profilierter Primatologe mit zahlreichen Exkursionen in die Wälder Asiens und Afrikas. Und dazu ist er ein umtriebiger und vielseitiger Autor – von Büchern wie von Artikeln für die verschiedensten, keinesfalls nur wissenschaftlichen Zeitschriften.

 
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War Karl May ein Rassist? Vertrat er imperialistische oder kolonialistische Positionen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein schmaler Band des Berliner Literarhistorikers Thomas Kramer.

Was soll man davon halten, dass ein Verlag bei einem ersten zaghaften Protest zurückschreckt und drei Publikationen zurückzieht? Sie begleiteten den Film „Der junge Häuptling Winnetou“, und es scheint, dass Indigene nicht mit der Darstellung ihrer Vorfahren einverstanden gewesen waren.

 
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Seinem letztjährigen Buch über das Verhältnis von Charles Darwin zu Alfred Russel Wallace lässt Heribert Illig jetzt eine Arbeit folgen, in der er nicht weniger versucht als ein Resümee der Leistungen der Evolutionstheorie.

 

Anders als noch vor hundert Jahren, als sich nicht wenige Wissenschaftler gegen die Evolutionstheorie wandten, scheint diese heute völlig unumstritten – sie ist Teil der Lehrpläne an Universitäten und Schulen, immer wieder wird Darwins Reise mit der „Beagle“ in Spielfilmen oder Dokumentationen vorgestellt, und Einwände findet man so gut wie nie.

 
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Das Fliegen und Reisen spielt im Leben der Protagonisten dieses klugen und spannenden Romans von Dana Vowinckel eine zentrale Rolle. Es geht um die so einfache wie schwerwiegende Frage: wo kann eine jüdische Familie gut leben?

Das heißt hier konkret: an welchem Ort hätte Margaritas Familie glücklich werden können?

 
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Dieser Roman steht zurecht auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2023. 196 Titel hatte die Jury im Vorfeld gesichtet, zwanzig davon auf die Longlist gesetzt. Jetzt sind es noch sechs Romane, die um diesen Preis wetteifern.

 

Eine sehr gute Chance dürfte Terézia Mora haben mit ihrem Roman „Muna oder Die Hälfte des Lebens“ – obwohl die Konkurrenz groß ist. Denn diese toxische Beziehungsgeschichte der 2018 bereits mit dem Georg Büchner ausgezeichneten Autorin ist absolut preiswürdig. Das meint auch die Jury: „Moras schnörkellose, lakonische Prosa entfaltet vom ersten Satz an einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann“, heißt es in der Begründung für die Shortlist-Nominierung. Und: „Muna oder die Hälfte des Lebens“ ist ein Roman, der nachhallt“. Das tut er, denn gekonnt wird hier mit all dem gespielt, was gute Literatur ausmacht.

 
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Zu den allerersten Anfängen der Philosophie führt uns ein Band des renommierten Marburger Philosophen Arbogast Schmitt, in dem er den Leser mit dem Gedicht des Parmenides bekannt macht.

 

Das Buch ist das erste einer dreiteiligen Reihe über die „Ontologie der Antike“, deren nächsten beiden Bände sich mit den Konzepten von Platon und Aristoteles beschäftigen werden. Während diese beiden etwas jüngeren Philosophen umfangreiche Werke hinterlassen haben, kennen wir von Parmenides allein sein Lehrgedicht „Über die Natur“, das uns in Fragmenten durch verschiedene antike Philosophen überliefert wurde – ein sowohl sprachlich als auch inhaltlich extrem schwieriger, vielfach kommentierter Text. Und ein extrem folgenreiches Werk, denn Parmenides war, wie sich Karl Vorländer ausdrückte, der „Bahnbrecher der Ontologie“ als dem Teilgebiet der Metaphysik, das sich mit den Grundstrukturen der Wirklichkeit befasst.

 
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Epische Gedichte bilden einen Reigen durch die Familiengeschichte.

In seinem Gedichtband „Das kleine Boot in meiner Hand nenn ich Narbe“ erzählt uns der arabisch-jüdische Autor Mati Shemoelof die Geschichte seiner Familie. Wie eine lyrische Erzählung fächert er in fünf thematisch unterteilten Poemen die mehrere Generationen umfassende Familiengeschichte auf. Mit diesem zweiten auf Deutsch erschienenen Lyrikband des in Haifa geborenen und heute in Berlin lebenden Schriftstellers liegt dank der parasitenpresse nun eine Auswahl der Texte vor, von Gundula Schiffer aus dem Hebräischen ins Deutsche übersetzt.

 

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