Bücher – wissen was zu lesen lohnt
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Die Autorin und Journalistin Hanka Meves erzählt in ihrem neuen Roman „Der Künstlerinnen-Klub“ locker und anschaulich ein Kapitel der Kölner Kunstgeschichte.
1911 bezieht die Malerin und Grafikerin Olga Oppenheimer ihr Atelier im fünften Stock des bekannten Gereonshauses im Zentrum der Stadt. Ihre Freundin Emmy Worringer (1878–1961) besucht sie dort, ist von den Räumen begeistert und schlägt vor, hier einen Künstlerinnen-Klub zu gründen, eigene und andere moderne Bilder zu präsentieren und einen Jour fixe einzurichten. Als die beiden ihrem Malerfreund Franz Jansen (1885–1958) den Plan erzählen, drängt er sie, ihn mit aufzunehmen. Alle drei stehen in Opposition zum konservativen Kunstgeschmack des Kölner Publikums, suchen nach neuen Ausdrucksformen und orientieren sich an den modernen Strömungen in Paris. Franz Jansen überzeugt die Freundinnen, keinen reinen Frauenclub zu gründen: „Dann kommen nur Leute, die sich für Stickereien oder Keramik interessieren. Wer soll eure Kunst kaufen?“
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Nikhil Krishnan schildert in einem temperamentvollen Buch die geistige Atmosphäre in Oxford im 20. Jahrhundert.
Ein Buch über die Geschichte der Philosophie in Oxford sollte eine ziemliche Überraschung sein, denn die Vertreter der analytischen Philosophie in Oxford, Cambridge und anderswo waren entschiedene Gegner einer historischen Behandlung der Philosophie.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Der britische Historiker Tim Blanning erzählt die Lebensgeschichte Augusts des Starken und erklärt zugleich den Ursprung noch heute aktueller Konflikte.
August der Starke (1670–1733) war nicht nur Kurfürst von Sachsen, sondern auch König von Polen. Zumindest ist sein Name bis heute fast jedem bekannt, aber was wissen wir wirklich über ihn als Person? War er wirklich so außergewöhnlich stark, dass er Hufeisen mit bloßer Hand verbiegen konnte, und hat er tatsächlich Hunderte von Kindern gezeugt?
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Der Historiker Volker Reinhardt beschreibt das Leben Jean-Jacques Rousseaus (1712–1778) aus kritischem Abstand.
Ein wenig weiß hierzulande jeder über Rousseau – auch wenn es nur das „Zurück zur Natur!“ sein mag. Wir alle kennen diesen Autor oder glauben ihn zu kennen, denn seine Werke und seine Ideen waren Teil unseres Schulunterrichts, ja, vielleicht sogar unseres Lebens, und dazu hat Rousseau viel mehr über sich selbst verraten als andere Autoren.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
„Der Fürst“: Das ist einerseits der Titel des berühmten Buches von Niccolò Machiavelli, andererseits scheint es eine Figur zu sein, die in diesen Tagen mehr denn je die internationale Politik dominiert.
Lassen sich diktatorisch regierende, obwohl vielleicht sogar demokratisch gewählte Präsidenten unserer Zeit wirklich als Fürsten bezeichnen?
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
In einem perspektivenreichen und anregenden Buch stellen die beiden Heidelberger Universitätslehrer Thomas Arnold und Thomas Fuchs ein Phänomen vor, das nach ihrer Ansicht unsere Zeit dominiert: den Narzissmus.
Beide Autoren lehren Philosophie. Arnolds Interesse gilt nach einer Promotion über Platon vor allem der antiken Philosophie, und dazu beschäftigt er sich mit der Phänomenologie Edmund Husserls. Fuchs – der Ältere von beiden – ist nicht nur Philosophieprofessor, sondern darüber hinaus ein renommierter Psychiater.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Kritisch, ja sogar ablehnend beschäftigt sich Joachim Vahland mit einem der wichtigsten Bücher der Philosophiegeschichte.
Der Titel täuscht nicht, und er soll auch nicht täuschen: Der Autor macht kein Geheimnis daraus, dass er nicht allein die Argumentation von Immanuel Kants großem Werk, sondern zugleich damit „die Person und ihre akademische Karriere angreifen“ möchte.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
„Die Welt ist doch schön! Wer kann, der gehe und bewundere sie!“ Mit diesem begeisterten Ausruf beschließt die Gräfin Paula Kollonitz 1864 ihren kenntnisreich und lebendig geschriebenen Bericht über ihre Reise nach Mexiko.
Im April desselben Jahres hatte sie in Triest die österreichische Fregatte „Novara“ bestiegen, um als Hofdame die Erzherzogin Charlotte und ihren Gemahl, den habsburgischen Erzherzog Ferdinand Max, auf der Fahrt nach Mexiko zu begleiten.
Dort wartete die Kaiserkrone auf Ferdinand Max, eine Regentschaft, die schon von Zeitgenossen als das „Abenteuer Mexiko“ bezeichnet wurde und am 19. Juni 1867 mit der Erschießung Kaiser Maximilians durch ein republikanisches Kommando endete.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
In einem dicken Buch stellt der britische Journalist und Menschenrechtsaktivist Steve Crawshaw die Bemühungen dar, verbrecherische Politiker und Militärs vor Gericht zu bringen.
Leider scheint kaum ein Thema heute wichtiger oder drängender, denn nicht nur vereinzelte kleine Länder, sondern vor allem die Giganten Russland, die USA und China setzen sich in dem Bewusstsein, dass ihnen doch niemand auf die Finger schlagen kann, über das internationale Recht (die „regelbasierte Ordnung“) hinweg. In letzter Zeit bekennen sie sich sogar ganz offen zum Rechtsbruch, indem sie selbst betonen, sie wollten sich auf ihre „eigene Moral“ und sonst auf gar nichts verlassen. „I don’t need international law“, verkündet der amerikanische Präsident – und verhält sich entsprechend.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
In einem interessanten Buch stellt der in Cambridge lehrende australische Historiker und Preußenkenner Christopher Clark einen Skandal im Königsberg des 19. Jahrhunderts dar: Eine deutschlandweit beachtete Diffamierungskampagne führte zum Ruin zweier engagierter Pastoren in einer entlegenen Provinz.
Clark spricht, wie wir aus dem Bildungsfernsehen wissen, hervorragend Deutsch. Er ist ein Spezialist für die Geschichte Preußens, aber zugleich ein Weltreisender, der uns insbesondere die kulturellen Glanzlichter Europas, des Nahen Ostens und Südamerikas näherbringt.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Der bereits 1984 verstorbene Ideenhistoriker Michel Foucault dürfte noch immer einer der einflussreichsten Autoren der Gegenwart sein. Schon deshalb verdient eine Veröffentlichung aus seinem Nachlass – „Der Diskurs der Philosophie“ – große Aufmerksamkeit.
Es handelt sich bei diesem Buch um einen Essay, den Foucault unmittelbar nach der Veröffentlichung von „Die Ordnung der Dinge“ (1966) begonnen hatte. In ihm wollte er die Thesen seines umfangreichen Hauptwerkes noch einmal in veränderter und deutlich verschlankter Form darstellen. Jetzt liegt das Fragment, das erst 2023 im französischen Original erschien, auch in deutscher Übersetzung vor. Bemerkenswert ist die Arbeit der Herausgeber, die mit ausufernden Hinweisen und Kommentaren am Ende jedes Kapitels die kritische Auseinandersetzung mit den Überlegungen Foucaults erleichtert.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
„Frauenprobleme“: Unter dieser Überschrift sprechen 27 Frauen zwischen Mitte 30 und Mitte 50 darüber, wie es ihnen gerade geht, wie sie sich fühlen, was sie beschäftigt, wie und was sie über ihr Leben denken.
Danach gefragt hat sie Lina Muzur, Verlagsleiterin von Hanser Berlin. Sie hat die Antworten zu einem Buch versammelt, wobei – und das ist wichtig – diese als Sprachnachrichten verfasst wurden.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
In einer Art Doppelbiografie schildert der australisch-amerikanische Journalist Sebastian Smee das Leben der französischen Impressionisten Édouard Manet und Berthe Morisot.
Ist es wirklich ein Buch über den Impressionismus? Über lange Strecken ist es eher ein Buch über das Leben einiger bedeutender Künstler vor dem Hintergrund des ebenso turbulenten wie gewalttätigen politischen Geschehens in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Zu ihrem 100. Geburtstag hat die GEDOK sich selbst und allen Kunstinteressierten ein großartiges Geschenk gemacht: Ein Buch zum Jubiläum, in dem das vielfältige Schaffen der in der GEDOK beheimateten Künstlerinnen in den Fokus gerückt wird.
Das Jubiläumsbuch vereint auf 303 Seiten in einem vielstimmigen kreativen Dialog die Werke von 145 Künstlerinnen aus 23 Regionalgruppen. Vorgestellt wurde das Buch „Künste • Frauen • Netzwerk“ (Projektverlag) am 28. Januar in der Galerie der GEDOK Hamburg inmitten der Regionalgruppen-Ausstellung „…da blüht uns was“, die dort bis zum 28. Februar zu sehen ist.