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Hamburger Architektur Sommer 2019

Musik

Die Kunst in den Zeiten der Pandemie

Was macht ein Regisseur, was macht Jan Dvořák, den ein Auftrag der Oper in Mannheim erreicht, Mozarts „Die Zauberflöte“ nicht nur in einer gekürzten Version, sondern auch unter den scharfen Regeln von Covid-19 auf die Bühne zu bringen?
Das was bei Fluggesellschaften und der Deutschen Bahn zum jetzigen Zeitpunkt die Regel ist – wenig bis kaum Abstand zum Nebenmann (-frau) – gilt noch lange nicht für Konzert-, Opern- und Kinosäle. Die Protagonisten auf der Bühne müssen singend mindestens 6 Meter Abstand halten, das Publikum kann auch nicht wie früher gewohnt, aufgereiht sitzen – am besten alle bleiben in einer Art maskierter Bewegungsstarre. Es läuft auf eine gewisse Statik heraus. Auf der Bühne zumindest solang, bis nur eine Sängerin oder ein Sänger diese für sich hat, dann kommt Bewegung ins Singspiel. Gut, dass sich die Opernmacher das System der White-Wall-Oper zunutze machen.

 
Musik

So ist das, wenn plötzlich die Wirklichkeit der Regie auf der Opernbühne diktieren darf, was noch geht und was grundlegend anders gemacht werden muss. Corona grätschte im Februar brutal mitten in die Vorbereitungen zur „Carmen“-Fassung der Hamburger Kammeroper, die vergangenen Freitag nun endlich Premiere feiern durfte.

Wie groß der Schnitt war, den der spanische Regisseur Alfonso Romero Mora am anderen Ende der Skype-Leitung in Madrid zusammen mit dem musikalischen Leiter und Bearbeiter Ettore Prandi, mit Intendant Marius Adam und dem Team der Hamburger Kammeroper am Allee Theater stemmen mussten, verdeutlichen schon wenige Zahlen: Statt der geplanten acht durften nur noch vier Sängerinnen und Sänger mitmachen.

 
Musik

Operette bewegt sich permanent (das legitimiert und speist ihren Zungenschlag) in wechselseitigem Austausch von herrschender Moral und „Leitkultur“ einerseits und ihrer anarchischen Lächerlichmachung andererseits. Der theatralische Witz ist nahezu immer – auch in feudalen Zeiten – der Witz über oder gegen das Bürgertum. Das gegenseitige Verständnis zwischen Louis XIV. und Molière, der in sonnenköniglichem Auftrag Stücke wie Der eingebildete Kranke oder Tartuffe schrieb, ist nur zu erklären mit der gemeinsamen Verachtung der Verhaltensweisen, Moralvorstellungen und Bigotterien des aufstrebenden Bürgertums – betrieben aus entgegengesetzten politischen Richtungen.

 
Musik
Regy Clasen Foto Jona Laffin

Meine kleine Schwester im Herzen, Regy Clasen, hat am vergangenen Samstag ihre Flügel ausgebreitet und ist davongeflogen wie das Rotkehlchen vor ihrem Fenster, über das sie sich noch ein paar Stunden zuvor gefreut hatte.
Bis zum letzten Moment ihres Lebens war sie – bewundernswert klar und bewusst – umgeben von ihrer Familie, Freundinnen und Freunden, Kollegen und Kolleginnen, die ihre letzten Monate im Hospiz auf außergewöhnliche Art und Weise begleiteten.

 
Musik
Aspekte Festival East and West – Was passiert, wenn sich Kulturen treffen

Das Ensemble C-Camerata Taipei gehört zu den interessantesten Kammerorchestern für Neue Musik und weist eine Reihe von Besonderheiten auf. Die Konzerte sind zuweilen lapidar mit „East and West“ (dt.: Ost und West) betitelt.
Dass sich heute, in einer globalisierten Welt, Fernöstliches und Westliches treffen ist natürlich mittlerweile und seit weit über einem Jahrhundert Normalität und nichts Besonderes – das gegenseitige Interesse aneinander ebenso. Um die Eigentümlichkeit herauszufiltern bedarf es mehr als einer geografischen, allgemeinen oder in Kilometern gemessenen Verortung!

 
Musik
„Die Zauberflöte“ in der Hamburger Kammeroper  Das Gute siegt, die dunklen Mächte der Finsternis gehen am Ende in einer Rauchwolke auf. Der Beifall ist riesig in Hamburgs phantasievollem kleinen Opernhaus, der Kammeroper im Allee-Theater an der Max-Brauer-Allee.  Sie hat unter der Intendanz von Marius Adam gewaltig Fahrt aufgenommen und stellt mit Mozarts „Zauberflöte“ eine Inszenierung auf ihre winzige Bühne, die man als Hamburger Opern-Fan unbedingt gesehen und gehört haben muss. Vielleicht ist es nicht mal zu hoch gegriffen, wenn man die großartige Kleinkunst hier im Hinterkopf vergleicht mit der opulenten Umsetzung derselben Oper im großen Haus an der Dammtorstraße – und feststellt: Da hat die Kammeroper durchaus in manchen Punkten die Nase vorn.  Die schlichte, eingängige Humanität des originalen Musik-/Text-Teams Mozart/Schikaneder ist bestens aufgehoben in den Regiehänden von Toni Burkhardt, dem angenehm reduzierten Bühnenbild von Kathrin Kegler, das selbst auf der Mini-Bühne mit überschaubarer Technik starke und zauberhafte Bilder fast aus dem Nichts hervorholt, in die sich die Kostüme von Lisa Überbacher unaufdringlich einfügen. Die stärkste Kammeropern-Poesie aber entlockt Ettore Prandi mit seinem Dirigenten-Zauberstab den gerade mal fünf (!) Musikern im Orchestergraben, die mit Oboe, Klarinette, Fagott, Horn und Klavier die perfekte Illusion eines kompletten Klangkörpers produzieren – bloß keine Angst: Ohren und Hirn des Zuhörers ergänzen Mozarts tönendes Urgestein mühelos zur großen Oper. Mozart selbst hatte ja keine Probleme mit der Reduktion seiner Partitur aufs Kammermusik-Format; aus der „Zauberflöte“ ließ er eine damals gängige Instrumentalfassung für Musikliebhaber mit schmaleren Budgets zusammenkürzen, seine „Harmoniemusik“ erfreute das Publikum an kleineren Höfen und kam sogar ganz ohne Sänger aus. Das aber wäre in der Hamburger Kammeroper diesmal wahrlich ein Frevel, denn das Stimm-Ensemble am Premierenabend glänzte mit den Strahlen des siebenfachen Sonnenkreises um die Wette. Keine Schwachstellen (sieht man von kleineren Verausgabungen gegen Ende der auch gekürzt noch kraftraubenden Partien ab). Die Kürzungen haben sinnvollerweise vor allem die länglichen Tempel- und Prüfungsszenen getroffen, unter deren zeitlicher Last auch hartgesottene Opernfreunde zeitweise ermüden. Damit entfallen auch die Chöre, vieles wird der Rollen des Sarastro zugeschlagen und von Bruno Vargas profund gespielt und gesungen. Aus den drei Damen (Svenja Schicktanz, Iva Krusic und Caitlin Redding) werden durch gewitztes Umdekorieren drei ebenso stimmgewaltige Knaben, die die Reiseleitung zu Sarastro übernehmen. Mit Ausnahme von Papagenos frecher Schnauze (Titus Witt auf den Leib geschrieben, so wie das Schikaneder einst für sich tat) sind die Texte nur minimal bearbeitet. Die Königin der Nacht, faszinierend sicher und bedrohlich, sang Juliet Petrus, den schwarzen Sarastro-Sklaven Monostatos Joshua Sprink. Und als Glanzlicht kam dazu der kräftige, aber gut dosierte lyrische Tenor von Gevorg Apérdants, der nicht nur Pamina Natascha Dwulecki schwach machte, sondern auch beim Publikum mehr als einmal für Gänsehaut-Feeling sorgte. Aber selbst die kleinste Rolle, die Mini-Auftritte von Papagena (Anne Elizabeth Sorbara), war stark besetzt. Und alle, wirklich alle Stimmen fanden ihren Weg durch diese Oper auf derselben Augenhöhe – niemand, der dieses starke Ensemble eingetrübt hätte. Ein Glücksgefühl und ein Glücksabend. Und ein Triumph für den Intendanten und sein Team, die das so auf ihre Vorzeige-Bühne geholt haben. Eingebettet hat das Operngeschehen der Regisseur, seit 2016 Operndirektor am Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin, in den Traum eines Jungen (Benjamin Valet), vielleicht die klügste Idee, mit den vielen Widersprüchlichkeiten und der Handlung umzugehen, ohne dauernd die nächste absurde Wendung neu erklären zu müssen. So wird die grundlegende, in der echten Welt ständig bedrohte Humanität erkennbarer und größer, und die autoritären Züge von Sarastro und seiner Widersacherin, der Königin der Nacht werden zu Recht vom stärksten Umbruch dieser Zauber-Oper besiegt: von der Liebe zwischen Mann und Weib, die höher ist als alles andere und die das absurde Prüfungsritual von Sarastros scheinheiliger Priesterkaste ratz, fatz aushebelt. Möchte man etwas kritisieren, so wäre es höchstens der Endspurt in einen Schluss, bei dem es doch zu einigen inhaltlichen Holprigkeiten kommt in dem Versuch, alle Handlungsfäden ordentlich und sinnvoll abzuschließen.  Den wunderbaren Gesamteindruck kann das nicht stören. Wer sich gleich zu Beginn hat einfangen lassen von dem Verwirrspiel zwischen Damen, Knaben, Vogel- und schwarzen Menschen, von Rachekönigin und Priesterdiktator, der wird das Reich der Phantasie nur ungern verlassen mögen. Sängern und Musikern und Theatermachern möchte man am liebsten noch in den Schlussakkord zurufen: „Da capo!“  Wolfgang Amadeus Mozart: „Die Zauberflöte“  Musikalische Leitung und Bearbeitung: Ettore Prandi Regie: Toni Burkhardt Bühne: Kathrin Kegler Kostüme: Lisa Überbacher Besetzung:  Sarastro: Bruno Vargas/Gökmen Şahin | Tamino: Gheorghe Vlad/ Gevorg Aperánts/Ljuban Živanović | Königin der Nacht: Megan Brunning/ Juliet Petrus | Pamina:  Luminita Andrei/ Natascha Dwulecki | Erste Dame/Erster Knabe:  Natascha Dwulecki/ Svenja Schicktanz | Zweite Dame/Zweiter Knabe: Iva Krušić/ Maria Margarethe Brunauer | Dritte Dame/Dritter Knabe: Caitlin Redding/ Feline Knabe | Papageno: Titus Witt/ Robert Elibay-Hartog | Papagena: Anne Elizabeth Sorbara | Monostatos: Joshua Spink | Träumer: Nicolai Dwulecki/Benjamin Valet Ensemble: Dirigat: Ettore Prandi/ Bruno Merse | Oboe: Heidemarie Meyer, Natsuki Ogihara, Volker Kraus | Klarinette: Sonja Jünemann, Michael Wagener | Fagott: Ulrich Augstein, Christian Elsner, Christian Ganzhorn | Horn: César Cabañero Martínez, Björn Glänzer | Klavier: Eva Barta, Henriette Zahn Vorstellungen bis zum 02. Mai 2020 Wiederaufnahme: 22. Mai 2020 Letzte Vorstellung: 14. Juni 2020 Hamburger Kammeroper, Max-Brauer-Allee 76, 22765 Hamburg Im Theater für Kinder am selben Ort steht „Die kleine Zauberflöte“ für Kinder ab fünf Jahren auf dem Programm. Alle Informationen dazu, die Termine und die Tickets, gibt es im Webshop unter www.alleetheater.de oder unter Tel.: 040 3829 59.                                                               YouTube-Video: DIE ZAUBERFLÖTE in der Hamburger Kammeroper (1:34) https://www.youtube.com/watch?v=7DN2TJ8TNug&feature=emb_logo   Abbildungsnachweis: Foto: Dr. Joachim Flügel

Das Gute siegt, die dunklen Mächte der Finsternis gehen am Ende in einer Rauchwolke auf. Der Beifall ist riesig in Hamburgs phantasievollem kleinen Opernhaus, der Kammeroper im Allee-Theater an der Max-Brauer-Allee.
Sie hat unter der Intendanz von Marius Adam gewaltig Fahrt aufgenommen und stellt mit Mozarts „Zauberflöte“ eine Inszenierung auf ihre winzige Bühne, die man als Hamburger Opern-Fan unbedingt gesehen und gehört haben muss. Vielleicht ist es nicht mal zu hoch gegriffen, wenn man die großartige Kleinkunst hier im Hinterkopf vergleicht mit der opulenten Umsetzung derselben Oper im großen Haus an der Dammtorstraße – und feststellt: Da hat die Kammeroper durchaus in manchen Punkten die Nase vorn.

 
Musik
„Willkommen! Bienvenue! Welcome!“ – Cabaret tim Fischer Foto Schomburg

Hansa Theater ade, am Steindamm steht jetzt der Berliner Kit Kat Club.
Vergangenes Wochenende feierte das Erfolgsmusical „Cabaret“ in Deutschlands ältestem Varieté bejubelte Premiere und es schien, als hätte es immer schon in dieses wunderbar intim-plüschige Ambiente gehört. Dass man den Film mit Liza Minnelli schnell vergaß, lag vor allem an dem brillanten Conférencier Tim Fischer, sowie dem hinreißenden Liebespaar. Nein, nicht Sally Bowles und Cliff Bradshaw. Gemeint sind Fräulein Schneider und Herr Schulz, so anrührend verkörpert von Angela Winkler und Peter Franke, dass sie den Protagonisten im Handumdrehen die Show stahlen.

 
Musik
„Fruehlingsstuerme“. Wiederkehr nach 90 Jahren Dornroeschenschlaf an die Komischen Oper Berlin

Mit begeistertem Applaus honorierte das Premierenpublikum die Wiederaufführung von Jaromír Weinbergers Operette “Frühlingsstürme“ an der Komischen Oper Berlin.
90 Jahre ruhten die Frühlingsstürme. Die Originalpartitur blieb ebenso wie die Orchesterstimmen bis heute verschollen. Erhalten sind lediglich der gedruckte Klavierauszug und das detaillierte Regiebuch samt Libretto. Auf Grundlage dieses Materials und 1933 eingespielter Schallplattenaufnahmen einzelner Nummern hat Norbert Biermann mehr als zwei Jahre an der Rekonstruktion der Partitur gearbeitet und die Operette zum Teil neu arrangiert.

 
Musik
ueber die Mathematik des Wassers - Hamburgische staatsoper philharmonisches orchester Foto  Philippe Gontier

Pascal Dusapin, 1955 in Nancy geboren, ist einer der wichtigsten Impulsgeber der Gegenwartsmusik.
Im Gespräch zum 5. Philharmonischen Konzert des Philharmonisches Staatsorchesters Hamburg in der Elbphilharmonie gewährt er Einblicke in den Entstehungsprozess der Uraufführung von "Waves" und spricht dabei über Mathematik, Findungprobleme eines jeden Komponisten und seine Freude auf den Großen Saal in der Elbphilharmonie…

 
Musik
Halloween Opern-Slam im Opernloft Altona Foto Inken Rahardt

Ein ungewöhnlich schönes Ambiente, ganz erstaunliche Stimmen und ein Spaßfaktor, wie er in der klassischen Musik wohl einmalig ist: Der „Halloween“-Sängerkrieg im Opernloft Hamburg war so vergnüglich, dass die Zuschauer eine geschlagene Stunde an Zugaben einforderten.

 
Musik
Wolfgang Amadeus Mozart Don Giovanni an der Staatsoper Hamburg

Das Bühnenbild zeigt Zerfall. Stéphane Laimé sorgt dafür, dass einem zuerst Venedig in den Sinn kommt anstelle von Sevilla. Zugemauerte Fenster geben alten Palazzi, von denen der Putz blättert, die triste Anmutung hoffnungslosen Zerfalls und fehlender Perspektiven.
„Don Giovanni“ ist der Abgesang für eine Gesellschaftsordnung, die keine zehn Jahre nach der Prager Uraufführung von „Der bestrafte Wüstling oder Don Giovanni“ in ganz Europa heftig von den Stürmen der französischen Revolution durchgeschüttelt werden wird. In ihrem Verlauf werden der französische König und seine aus Österreich stammende Königin enthauptet, Staaten ausradiert, Besitz- und Machtverhältnisse auf den Kopf gestellt, um am Ende – dem Adel entwunden – dem Bürgertum dienlich zu sein.

 
Musik
Internationaler Opern Award 2018 fuer drei Kurzopern von Ernst Krenek an der Oper Frankfurt

Auch wer diese Wiederaufnahme bereits erlebt hat: die drei Kurzopern von Ernst Křenek an der Frankfurter Oper sind einen erneuten Besuch wert. Das Regiekonzept von David Hermann funktioniert im Zusammenspiel mit dem Bühnenbild von Jo Schramm perfekt, bietet szenischen Genuss pur.
Das Frankfurter Opern- und Museumsorchester brilliert unter der Leitung von Lothar Zagrosek, lässt Křeneks Musik farbig und kontrastreich erklingen. Die Frankfurter Produktion, in der Regisseur David Hermann mit einer inhaltlichen Verknüpfung der Werke einen Bogen vom Aufstieg und Fall eines Diktators spannt, wurde bei den International Opera Awards 2018 als Wiederentdeckung des Jahres ausgezeichnet. Das liegt mit Sicherheit auch an Lothar Zagrosek, der bereits mehrere Opern des Komponisten einstudierte und alle Sinfonien Křeneks auf Platte aufgenommen hat.

 
Musik
Else Lasker-Schueler und ihr Stueck IchundIch Staatsoper Hamburg

„Der Fels wird morsch, dem ich entspringe und meine Gotteslieder singe...“
„IchundIch“, Else Lasker-Schülers letztes Theaterstück, entstanden während ihres Exils in Palästina drei Jahre vor ihrem Tod 1945, sollte eigentlich „Der bekehrte Satan“ heißen. Die Auftragsoper von Johannes Harneit wird ab 1. November in der Staatsoper Hamburg inszeniert.

In der Spanne zwischen diesen Titeln und ihren (ent)sprechenden Bedeutungsräumen inszeniert sich Weltpolitik, private Erlösungsphantasien und Poesie. Aber es inszeniert sich auch die Autorin selbst, indem im Titel bereits anklingt, wie sie sich als zwar gespaltene und verletzte, letzten Endes jedoch, nach lebenstragischen Phasen doch in großer eigensinniger Stärke einheitliche Person sah. Die Kraft ihres Jüdisch-Seins spielt hier eine große Rolle: obwohl sie stets mit „den Juden“ haderte, hat sie sich doch zuweilen selbst mit dem Begriff identifiziert.

 
Musik
Supertramp Foto Rob Shanahan

Vor zwei Jahren wurde er in Neumünster gefeiert, nun rockte Roger Hodgson die Kieler Sparkassen-Arena. Für die rund 5.000 Fans, die bereits bei den ersten Takten von „Take The Long Way Home“ mitklatschten, war das Supertramp-Revival zweifellos der Höhepunkt des diesjährigen Schleswig-Holstein-Musik-Festivals.

 

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