NewsPort - Kunst & Kultur aktuell
Kulturmagazin für den deutschsprachigen Raum
Bachkantaten. Broken Eyes
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- Geschrieben von: Redaktion -
Auf seiner neuen Einspielung „Broken Eyes“ erkundet der österreichische Countertenor Alois Mühlbacher die spirituellen Paradoxien in Bachs Alt-Kantaten.
Gemeinsam mit seinem Mentor Franz Farnberger und dem 2023 gegründeten Ensemble Pallidor präsentiert er auf dieser Aufnahme Bachs Alt-Solokantaten BWV 82 und 170 sowie ausgewählte Arien aus BWV 125, 120 und 34.
Feinsinnige Anthologie „Von Nähe und Ferne“
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Um das Thema Liebe ranken sich seit Jahrhunderten unendlich viele Gedanken und Gedichte. Immer wieder und unermüdlich beschreiben Dichter die Irrungen und Wirrungen der Liebe. Auf jeweils eigene Art besingen sie Freundschaft und Liebe, Nähe und Ferne.
Ein facettenreiches Beispiel für die lyrische Vielfalt der Thematik ist die Anthologie „Von Nähe und Ferne“. Herausgeberin Thea Caillieux hat dieses Lesebuch über die Liebe in acht Themenkomplexe gegliedert. Mit einem Geleitwort von Aleida Assmann ist das Buch in der „Kröner Edition Klöpfer“ erschienen.
Emilija Škarnulytė: Waters call me home
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- Geschrieben von: Redaktion -
In ihrer Einzelausstellung „Waters call me home“ verwandelt die litauische Emilija Škarnulytė den Space01 des Kunsthauses Graz in eine poetisch-immersive Unterwasserwelt aus Video, Licht, Klang und Skulptur.
Wasser steht hier für Transformation und ein fluides Archiv und wird zugleich zur Metapher eines inklusiven Weltbildes. Škarnulytė verschränkt Wissenschaft und Mythologie, Realität und Fiktion und schafft im „Cosmic Belly“ mit „Waters call me home“ ein sinnliches Plädoyer dafür, unsere Beziehungen zu Erde und Kosmos neu zu denken.
Tribeqa: Sumu
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Mit „Sumu“ legt das Afro-Soul-, Jazz- und Hip-Hop-Quartett Tribeqa aus Nantes in Frankreich sein viertes Album vor. In diesen Zeiten wirkt es mit seinem mitreißenden optimistischen Groove, der großen Mischung aus unterschiedlichen Kulturen und überbordender Energie wie eine sehr willkommene frische Brise.
Im besten Picasso’schen Sinne findet Tribeqa immer den richtigen Groove, ohne ihn zu suchen – oder künstlich zu erzwingen.
Mallorcas Westen: Andratx und Peguera im Spätherbst
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- Geschrieben von: Marc Peschke -
Wenn der Sommer sich zurückzieht und das Licht sanfter wird, beginnt auf Mallorca die schönste Zeit des Jahres.
Im Spätherbst gehört die Insel an vielen Orten wieder ganz sich selbst. Das Meer hat die Wärme der vergangenen Monate gespeichert; die Strände liegen in nachsaisonaler Ruhe.
„Finding Margarita Neiteler“. Zerstörung und Wiederaufbau des Kölner Doms
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- Geschrieben von: Redaktion -
In der Tat kann man von einer Entdeckung sprechen: Nach 80 Jahren werden erstmals Fotografien der in Köln wirkenden Röntgenschwester Margarita Neiteler präsentiert.
In den Räumen der Michael Hornbach Stiftung ist eine Auswahl Schwarz-Weiß-Fotografien zu sehen, ergänzt um einige Briefe und Bücher, die vier Jahre zum Ende des Zweiten Weltkriegs und zum Neubeginn in Köln in den Fokus rücken.
„Das große Heft“. Der Preis des Überlebens
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- Geschrieben von: Frauke Hartmann -
Agota Kristofs Roman „Das große Heft“ führt die Mechanismen des Kriegstraumas vor. Jetzt konfrontiert Karin Henkel am Deutschen Schauspielhaus die Literatur mit den Erlebnissen von Zeitzeugen des Hamburger Feuersturms.
Zunächst entsteht der Eindruck, in einem merkwürdigen schwarzen Konzertsaal zu sitzen: Notenständer, eine Dirigentin im karierten Hosenanzug mit 70er-Jahre-Brille, die herumläuft, aber keine Musiker, die spielen. Über allem schwebt eine überdimensionale Überwachungsanlage, ein metallener Ring, der an eine Drohne erinnert, bestückt mit Scheinwerfern, Lautsprechern, Kameras, Flutlicht. Dieser Raum von Katrin Brack ist schon mal alles andere als einladend.
10. Kyiv Biennial 2025: Vertical Horizon
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- Geschrieben von: Rosalie Siegl und Claus Friede -
Die diesjährige internationale Kyiv Biennale, die ihr zehnjähriges Bestehen feiert, versteht sich als transnationales Projekt, das künstlerische, politische und gesellschaftliche Fragestellungen miteinander verknüpft und auf Reflexion, Solidarität und kritische Auseinandersetzung zielt.
Die Schau im Lentos Kunstmuseum in Linz, Österreich, wurde auf Initiative und in Kooperation mit dem Verein tranzit.at realisiert und wird unter unterschiedlichen Titeln in verschiedenen europäischen Museen gezeigt.
Juliette Pary: „An die Deutschen“. Authentische Gedichte als Mahnmal
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Ich hab keine Muttersprache, / Weil ich eine Jüdin bin. Mit diesen Worten beginnt der Gedichtband „An die Deutschen“ von Julia Gourfinkel, der 1946 in Paris unter ihrem Pseudonym Julia Renner veröffentlicht wurde.
Erst jetzt, achtzig Jahre später, ist das Buch bei seinem Adressaten Deutschland angekommen. Verfasst ist es in deutscher Sprache – von einer Dichterin, die keine Deutsche war, sondern 1903 in Odessa, im damaligen Gouvernement Neurussland, geboren wurde. Bisher fanden die Gedichte in Deutschland keinerlei Echo. Sie tauchen nicht einmal in Anthologien mit Shoah-Texten auf.
Axel Hutter: Sprachanalyse und Metaphysik
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Entstanden aus Vorlesungen an der Universität München, verspricht uns Axel Hutters Buch eine „Einführung in die moderne Philosophie“.
Unter dieser versteht der Autor allein die analytische Philosophie in der Tradition Ludwig Wittgensteins. Andere Richtungen und Methoden werden nicht erwähnt.
