Festivals, Medien & TV

Jubelsturm für ein grandioses Theaterereignis mit Hindernissen: Gleich zweimal am Abend streikte die Technik bei „Agamemnon“ im Deutschen Schauspielhaus. Erst ging der Vorhang mit Verzögerung hoch, dann, mittendrin, wieder runter und unterbrach die schon fast hypnotische Intensität, die das Gastspiel des Residenztheaters München zu erzeugen vermochte.

 

Noch ist das Hamburger Theaterfestival nicht zu Ende, doch dieses Stück in der Regie von Ulrich Rasche ist zweifellos ein Höhepunkt.

 
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Es ist das erste seiner Art. Ein „Kunstschutzgebiet“, das mehrere Quartiere in Hamburg neu zu definieren versucht.

Unweigerlich denkt man an Naturschutz- oder Wasserschutzgebiete, die es in Deutschland seit den 1920er Jahren gibt. Überwiegend kleine Areale, die unter Schutz gestellt werden, die nicht die Größe von Naturparks oder Nationalparks haben. Geschützt werden sollen jene Reservoire, die unter- und überirdisch vor „zerstörerischen oder schädlichen Einflüssen“, wie es in der Verordnung sogar heißt, „streng geschützt“ werden sollen.

 

Nun kommt ein „Kunstschutzgebiet“ hinzu, das ohne rechtsverbindliche Grundlage auskommt, aber von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wird.

 
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„Gefährliche Liebschaften“ mal ganz anders – als Farce. Zum Auftakt des Hamburger Theaterfestivals spielen Caroline Peters und Martin Wuttke im St. Pauli Theater ihre komödiantischen Talente voll aus und überzeichnen den intriganten Geschlechterkampf von Choderlos de Laclos bis zur Groteske.

 

Zwei großartige Schauspieler und TV-Stars in einem ebenso berühmten wie skandalumwittertem Klassiker erotischer Literatur – ganz klar, dass die Karten für die „Gefährlichen Liebschaften“ bereits am ersten Tag des Vorverkaufs für das Hamburger Theater Festival vergriffen waren.

 
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Mit Carl Maria von Webers romantischer Oper „Der Freischütz“ begann 1951 die Geschichte der Eutiner Festspiele. Seitdem ist der Freischütz immer wieder ein Highlight im Programm.

Mehr als zweihundertmal wurde diese Oper hier aufgeführt, zuletzt 2016. Im Jahr 2024 wird der Freischütz neunmal zu sehen und zu hören sein.

 
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Das erste Mal, dass ich von „Imagined Garden“ hörte, das damals noch nicht diesen Titel trug, war 2019. In einem Gespräch über Pläne für das Programm der Sommerlichen Musiktage 2020 im niedersächsischen Hitzacker kam damals die Rede auf das Projekt der Sopranistin Sarah Maria Sun, bekannt für ihre Rolle in der zeitgenössischen Musik und mehrfach bei den Musiktagen zu hören.

 

Bei dem Projekt gehe es darum, die für Menschen unhörbaren Töne, mit denen Pflanzen kommunizieren, durch digitale Technik und im Rahmen eines Kunstwerks hörbar zu machen. Problem, hieß es damals – Corona war nicht in den wildesten Alpträumen absehbar – sei das Geld. Trotz einer Kooperation mit den Schwetzinger SWR Festspielen.

 
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Herausragende junge Musiker*innen werden oft mit dem Attribut „Talent“ versehen, in dem Wissen, dass selbiges noch gar nicht ausreichend existieren kann, sondern jenseits des Wissens, des Erlernten und des Geübten, zunächst eine Begabung für etwas Besonderes besteht.

 

Was können die älteren Generationen tun, um junge, zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten zu fördern?

Die „Austrian Composers Association“ (ACA) hat ein Programm um „die Förderung und Stärkung der gesellschaftlichen, kulturpolitischen und wirtschaftlich Positionen der Musikschaffenden in Österreich“ nachhaltig voranzutreiben.

 
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Das 2014 gegründete litauische Künstlerkollektiv Pakui Hardware wird auf der 60. Internationalen Kunstausstellung der Biennale di Venezia die Ausstellung „Inflammation“ präsentieren.

 

Die Schau befasst sich mit dem Thema der Klimakrise und dem Fieber, das den Planeten und seine Bewohner verzehrt, und setzt das Gespräch fort, das bereits durch den litauischen Pavillon 2019 angestoßen wurde, der mit dem Goldenen Löwen für die beste nationale Beteiligung ausgezeichnet wurde. Außerdem werden im litauischen Pavillon Werke der Malerin Marija Teresė Rožanskaitė (1933-2007) zu sehen sein.

 
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Im Sommer 1997 schrieb der heute 73-jährige französische Dichter und Dramaturg Jean-Pierre Siméon, der durch den vom Bürgerkrieg gemarterten Libanon reiste, sein Gedicht „Stabat Mater Furiosa“ (dt.: „Es stand die Mutter voller Wut“) für seine Landsmännin, die Schauspielerin Gisèle Torterolo.

 

Die Bilanz des libanesischen Bürgerkrieges: 170.000 Tote, 300.000 Verwundete und 800.000 Vertriebene sind für den Zeitraum von 1975–1990 zu beklagen.[1]

 
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Der Begriff „Aspekte“ im Sinne von Blickwinkel, Betrachtungsweise und Gesichtspunkt steht in diesem Jahr erneut, erweitert und scheinbar unverbraucht interpretiert im Zentrum des „aspekteFESTIVAL Salzburg 2024“.

Zu verdanken ist das dem Intendanten Ludwig Nussbichler. Er widmet sich heuer explizit Kompositionen und Aufführungen, die die Vokalmusik in einem besonderen Maß fokussieren und lädt zu einer faszinierenden und ambivalenten Reise ein.

„Wie hört sich die Welt an?“, schwebt hier als umfassende Frage über dem Festival.

 
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Die 14. Ausgabe des Festivals für zeitgenössische Kunst Survival Kit in Lettlands Hauptstadt Riga lädt zu einem „Markt zur Integration“ ein – und erinnert in vielen Bereichen an die Zeit afrikanischer Gaststudenten in der Sowjetunion.

„Kunst nur um ihrer selbst Willen – das ist nicht mein Anspruch“ meint Solvita Krese. Die Kulturmanagerin glaubt daran, dass Kunst etwas in der Gesellschaft bewegen kann und muss „und wenn es nur bei einem Einzelnen ist“.

 
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Apotheose aus Lust und Gewalt

Griechische Mythologie, Gynäkologie, Kaiserschnitt, Krieg, Klimawandel, Letze Generation, Machogehabe, Selbstverletzungen, Showbiz, Umweltverschmutzung, Vergewaltigung: Florentina Holzingers „Ophelia’s Got Talent“, spektakulärer Höhepunkt des Sommerfestivals 2023, ist ein Parforceritt durch den weiblichen Kosmos, in dem einfach alles durchdekliniert wird. Mehr geht nicht.

 
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Zeit, schon eine erste Bilanz zu ziehen, ob die „popkulturelle Erzählung über die Gegenwart“, wie András Siebold das Festival zusammenfasst, auch hält, was der Chef verspricht.

Mit 150 Veranstaltungen, darunter fünf Uraufführungen, ist das Internationale Sommerfestival 2023 in jedem Fall das umfangreichste seiner Geschichte, auch wenn es immer noch etwas schmerzt, dass Tanz und Theater die drei prallgefüllten August-Wochen auf Kampnagel (9. bis 27.8.) schon lange nicht mehr dominieren.

 
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Ein rein für die ARD Mediathek konzipiertes Comedy-Format mit schneller, moderner und visuell origineller Erzählweise.

Frank Stimpel (Comedian und Youtuber Phil Laude), 28-jähriger deutscheste aller Lehrer Deutschlands – korrekt, unbeirrbar, regelbesessen, genau und laktoseintolerant – darf endlich an einer Brennpunktschule unterrichten.

 
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„I'm picking up good vibrations. She‘s giving me exitations. Good, good, good, good vibrations…“ Salzburg vibriert zur Festspielzeit nur so vor Energie, was Wunder, dass einem der Beach-Boy-Song nicht mehr aus dem Kopf will.

 

Brücken und Busse sind beflaggt, die Einheimischen tragen Tracht und in den Gassen summt und brummt es wie in einem Bienenstock. Am Donnerstag, den 27. Juli 2023, eröffnet der österreichische Physiker und Nobelpreisträger Anton Zeilinger die Salzburger Festspiele und die versprechen mit 179 Aufführungen an 43 Tagen ebenso facettenreich wie furios zu werden.

 

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