Kultur Blog
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- Geschrieben von: Wilhelm Koch / Marc Peschke -
Mit dem Europa-Tempel „Glyptothek Etsdorf“ in der ländlichen Oberpfalz eröffnet Anfang Mai 2026 ein neuer Ort für Kunst und Kultur, der weit über traditionelle Museumsformate hinausgeht.
Als Raum sozialer, politischer und kultureller Reflexion über die Fragen der europäischen Identität wird der Tempel zum Zentrum des Dialogs über die Zukunft Europas. Inmitten einer Region abseits der großen Kunstmetropolen ist hier ein Vorzeige-Projekt entstanden, das Kunst als lebendigen Diskurs versteht – als Werkzeug gesellschaftlicher Veränderung.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Das Art Concept: eine kuratierte Sammlung zwischen asiatischer Reduktion und europäischer Gegenwart im Hotel „The Florentin“.
Mit „The Florentin“ eröffnete die Althoff Collection ein Haus in Frankfurt, das Kunst als konzeptuelle Disziplin versteht. Initiiert und getragen von den Eigentümern als treibende Kraft der inhaltlichen Ausrichtung des Hauses, ist die permanente zeitgenössische Kunstsammlung als räumlich wirksames Narrativ gedacht: Sie strukturiert und verbindet Architektur, Interior und Atmosphäre. Kunst wird so zur stillen Ordnungskraft – als Mittel der Konzentration und zur intellektuellen Vertiefung von Raum und Aufenthalt.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Ein alter, nicht mehr vorhandener Hafenspeicher bildete den Ursprung für den Bau der Elbphilharmonie, die in der kommenden Saison 2026/27 ihren zehnten Geburtstag mit einem großen Jubiläumsprogramm feiern wird.
Längst ist die 2017 eingeweihte Elbphilharmonie fest verankert im Hamburger Kulturleben und zieht Konzertierende und Gäste aus aller Welt an. Das liegt nicht nur am imposanten Gebäude, sondern auch und vor allem am hochkarätigen Programm, das in den beiden Konzertsälen geboten wird. Das gilt natürlich auch für die Jubiläumssaison. Von Alter Musik über Jazz bis hin zu Elektronik ist für jeden Konzertliebhaber etwas dabei.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Anlässlich des 11. Hamburger Architektur Sommers wird ab Anfang Mai eine Ausstellung mit dem Titel „In die Tiefe gehen – Der neue Israelitische Tempel in der Poolstraße“ präsentiert, die dazu einlädt, den Ort und seine Geschichte zu entdecken.
Der Israelitische Tempel in Hamburg gilt als Wiege des weltweiten und dauerhaften Reformjudentums. Der Begriff bezieht sich historisch auf den einst bedeutenden Standort des 1817 gegründeten Israelitischen Tempelverbands. 65 Männer über 13 Jahre alt (Minjan) des gehobenen jüdischen Mittestands unterzeichneten den Gründungsvertrag.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -
Bei Julia Ducournaus neuem Film nicht auf eine Fortsetzung von „Titane“ oder „Raw“ spekulieren, sonst ist Enttäuschung vorprogrammiert. Die visionäre französische Regisseurin hat ihr Universum radikal entkernt von der schützenden Distanz der Genrekonventionen wie dem Body-Horror. Ducournau will Realität, Nähe schaffen zu uns, zu den Gefühlen, zur Vergangenheit.
Le Havre, in den 1980ern. Die 13-jährige Alpha (grandios Mélissa Boros) kommt von einer nächtlich wilden Party heim, auf ihrem Arm ein selbst geritztes Tattoo – der Buchstabe A. Sie erinnert kaum etwas, zu viel Alkohol, zu viel Rebellion. Ihre Mutter (Golshifteh Farahani), Ärztin und alleinerziehend, packt kaltes Entsetzen; sie fürchtet, die Tochter könnte sich durch die schmutzige Nadel einer Spritze mit dem überall grassierenden tödlichen Virus infiziert haben.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Die Sensation der amerikanischen Erstaufführung von Alban Bergs Oper „Wozzeck“ 1931 in Philadelphia – nur sechs Jahre nach der erfolgreichen Uraufführung in Berlin: die Anwesenheit George Gershwins.
Gershwin war ein leidenschaftlicher Verehrer Bergs und dessen Opern. Er besaß sogar die Partitur von Wozzeck. Sie galt als eines seiner wertvollsten Besitztümer. Die Sensation in Lübeck 2026: die glückliche Verpflichtung von Brigitte Fassbaender (Regie) und Bo Skovhus (Wozzeck).
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Eine unerhört packende Inszenierung zu einem nach wie vor aktuellem Thema: Mit „Deutschstunde – Biller in Flammen“ nach dem Roman von Siegfried Lenz ist dem Ohnsorg-Theater eine großartige Bühnenfassung gelungen! Unbedingt ansehen!
Zugegeben, die Autorin dieser Zeilen hat sich mit dem Roman „Deutschstunde“ (1968) von Siegfried Lenz (1926–2014) etwas schwergetan. Der 600 Seiten dicke Wälzer ist zweifellos ein Meisterwerk und gilt aus gutem Grund als klassische Schullektüre im Deutsch-Leistungskurs.
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- Geschrieben von: Hasko Witte -
Die Würth Philharmoniker setzen ihren Kurs der künstlerischen Kontinuität fort: Chefdirigent Claudio Vandelli verlängert seinen Vertrag um zwei weitere Jahre bis Juni 2029.
Mit dieser Entscheidung knüpft das Orchester an die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit der vergangenen Jahre an.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Schuhe spielen eine zentrale Rolle im Buch „Ich erröte vom Schaft bis zur Sohle“. In dieser Sammlung von Schuhgeschichten sind sie nicht einfach nur Fußbekleidung, sondern Hauptdarsteller, also Dreh- und Angelpunkt der jeweiligen Handlung.
In dreißig Geschichten wird unterhaltsam, humorvoll, mitunter sogar Schicksale prägend von Schuhen und deren Trägern erzählt.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Die Schubertiade in Schwarzenberg und Hohenems feiert 2026 ihr 50-jähriges Bestehen. Mit ihrem dichten Programm und rund 35.000 Besuchern jährlich gilt sie als das weltweit größte und renommierteste Festival rund um Franz Schubert.
Seit 1976 treffen hier die Weltstars des Liedgesangs sowie der Klavier- und Kammermusik auf ein internationales Publikum – und eine klare Definition: „die Werke Franz Schuberts (1797–1828) in einem kleinen Rahmen auf exemplarische Weise zur Aufführung zu bringen“. Dieser Idee des Festivalgründers Hermann Prey (1929–1998) ist die Schubertiade konsequent treu geblieben.
