Kultur Blog
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Neun spannende, meisterhaft geschriebene Kurzgeschichten erzählt Milena Michiko Flašar in ihrem neuen Buch „Der Hase im Mond“. Es sind neun Begegnungen mit dem Unheimlichen. Die preisgekrönte japanisch-österreichische Schriftstellerin lässt die Protagonisten ihrer Geschichten etwas erleben, das ihnen ihr vertrautes, wohlgeordnetes Alltagsleben plötzlich fremd werden lässt.
Sie sind alle ganz normale Menschen in irgendeiner japanischen Großstadt, Angestellte, Unternehmer, eine Hausfrau, Studenten, die sich in ihrer Lebensgestaltung auf die Traditionen und sozialen Konventionen des modernen Japans verlassen.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -
Mit dem Film „Silent Friend“ der ungarischen Regisseurin Ildikó Enyedi („Körper und Seele“, 2017) entdecken wir unsere Welt neu, und vielleicht auch uns selbst. Worte erweisen sich als wenig tauglich, um den Zauber, die Sinnlichkeit und die betörende Schönheit der zögerlichen, unbeholfenen Begegnungen zwischen Mensch und Natur zu beschreiben.
Im Herzen des botanischen Gartens der mittelalterlichen Universitätsstadt Marburg steht ein majestätischer Ginkgobaum. Seit über 100 Jahren ist er stiller Zeuge und Beobachter der leisen, tiefgreifenden Veränderungen unserer Protagonisten. Die miteinander verflochtenen Handlungsstränge und Zeitebenen öffnen den Blick auf die radikal unterschiedlichen Wahrnehmungen. Jede Epoche hat Ihren eigenen unverwechselbaren Stil, ihre eigene Ästhetik.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Was für ein Ereignis: Die GEDOK, das europaweit größte Netzwerk von Künstlerinnen aller Sparten und Kunstfördernden, feiert ihren 100. Geburtstag. Das Jubiläumsjahr steht unter der Schirmherrschaft von Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Das ganze Jahr wird dieses Ereignis in den 23 Regionalgruppen mit den verschiedensten öffentlichen Veranstaltungen und Projekten gefeiert. Hierfür wurde sogar ein spezieller Kalender entwickelt, der ständig aktualisiert wird. Ein Video zur Geschichte der GEDOK ist online anzuschauen. Briefmarken mit dem „100 Jahre GEDOK - Künste · Frauen · Netzwerk“-Motto zieren als Motiv jetzt so manche Postsendung. Der Bundesverband, mit Präsidentin Béatrice Portoff, hat zudem eine Festschrift und ein Buchprojekt initiiert und realisiert.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
2026 präsentiert das Taipei Fine Arts Museum in Taiwans Hauptstadt Taipeh zwei internationale Kooperationsausstellungen, die sich der Erweiterung des Spektrums künstlerischer Wahrnehmung widmen sowie weiteren Themenausstellungen.
Ryuichi Sakamoto: „seeing sound, hearing time“ untersucht die bahnbrechende künstlerische Praxis des verstorbenen Komponisten und Künstlers Ryuichi Sakamoto (1952–2023) seit den 2000er Jahren.
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- Geschrieben von: Luigi Saitta -
Die italienische Autorin Dacia Maraini – geboren in der Toskana, aufgewachsen in Japan und auf Sizilien und seit Beginn ihrer schriftstellerischen Karriere in den 1950er Jahren in Rom wohnhaft – hat wie kaum eine andere europäisch-kosmopolitische Intellektuelle unsere postmoderne Zeit mitgeprägt. Dieses Jahr wird die auch in Deutschland viel gelesene Dichterin, Roman- und Theaterschriftstellerin 90 Jahre alt und bereist weiterhin mit vollem Terminkalender die Welt.
Insbesondere sind die zahlreichen Übersetzungen ihrer Werke weltweit ein von ihr gern genutzter Anlass. Ein kürzlich erschienener Band über „Die vielen Übersetzungen des Werks von Dacia Maraini“ (Berlin, Peter Lang, 2024) hat sich nun mit der Quantifizierung dieses globalen Widerhalls beschäftigt und gleichzeitig die Frage untersucht, wie, was, wann und mit welchen Wirkungen sprachlich und literarisch „übersetzt“ wird – oder im weiteren kulturellen Kontext überhaupt „übersetzt“ werden kann.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Wenn vom Impressionismus die Rede ist, denkt man an Frankreich, an Claude Monet, an Lichtreflexe auf dem Wasser und vielleicht an die berühmten Seerosen. Doch die Bewegung hatte viele Gesichter – auch jenseits der bekannten Zentren.
Die neue Sonderausstellung „Wege des Impressionismus – Die Slowenische Moderne und Dachau“ in der Gemäldegalerie Dachau widmet sich erstmals in Deutschland dem slowenischen Impressionismus und seinen engen Verbindungen zu Dachau und München.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Die Belcanto-Oper „I Puritani“ des sehr jung verstorbenen sizilianischen Komponisten Vincenzo Bellini (1801–1835) bildet den Auftakt einer Reihe von im Kino live übertragenen Opern aus der Metropolitan Opera in New York.
„I puritani e i cavalieri“ („Die Puritaner und die Kavaliere“) – so der eigentliche Titel – ist ein Glanzstück, mit dem die Met den Jahreswechsel im Rahmen einer glanzvollen Gala-Premiere am 10. Januar 2026 feiert und auf über 200 Leinwände in Deutschland und Österreich übertragen wird.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Das Leben und Werk von Joseph Beuys (1921–1986) sind eng mit der Kunsthalle Tübingen verbunden. Der Künstler war von Anfang der 1970er-Jahre bis zur Jahrtausendwende nicht nur mehrmals in Ausstellungen in der Universitätsstadt – Werke von ihm befinden sich auch in der hauseigenen Sammlung.
Der Blick auf das Werk und die Person Joseph Beuys hat sich in den letzten Jahren in Wissenschaft und Öffentlichkeit stark verändert.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Eine pinkfarbene Bauernrose – oder ist es eher eine edle Päonie? - ziert das Cover von Natascha Wodins neuem Roman „Die späten Tage“. Wer das Buch aufschlägt, liest statt der üblichen Inhaltsangabe beachtlich-schöne Buchzitate auf der linken Umschlagsseite.
Ein kurzes Beispiel: Jeden Tag nach dem Aufwachen, wenn das Bewusstsein langsam einsetzt, der Schock: Du bist alt, du wirst bald sterben. Sätze wie diese stimmen uns ein auf all das, was uns in diesem Buch erwartet
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Mit „Anders Zorn – Schwedens Superstar“ zeigt die Hamburger Kunsthalle rund 150 Werke eines schillernden und überaus wandlungsfähigen Jahrhunderttalentes, das in Deutschland jahrzehntelang in Vergessenheit geriet.
Wer das TV-Historiendrama „Martha Liebermann – Ein gestohlenes Leben“ von Stefan Bühling gesehen hat, dem ist auch der Name Anders Zorn nicht entgangen.
