Kultur Blog
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Schade oder Gott sei Dank, dass das nicht gebaut wurde! Je nach persönlicher Priorität und Perspektive ist das meist der erste Gedanke, den man bei der Lektüre dieses 600 Seiten langen Buches hat, eine Wundertüte voller bunter Pläne, Zeichnungen, historischer Fotos und großartiger Luftaufnahmen.
„Das ungebaute Hamburg“ ist aber vor allem ein aufschlussreiches Erinnerungsbuch über die baukulturellen Debatten und politischen Kämpfe der zukünftigen Stadtgestalt Hamburgs seit 1960, die zur gebauten Gegenwart geführt haben.
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- Geschrieben von: Julia Landgrebe und Claus Friede -
Die Archäologische Staatssammlung in München widmet sich in einer Sonderausstellung den Gladiatoren des römischen Imperiums.
Der Gladiator ist die populärste Figur der römischen Welt. Er verkörpert den Kampf auf Leben und Tod, die extreme Unterhaltung, das maximale Risiko, aber auch die Aussicht auf größten Ruhm. Gladiatorenkämpfe lieferten spezifisch römische Antworten auf Fragen zum Leben und zum Tod. Sie führten exemplarisch und vor der größtmöglichen Öffentlichkeit vor Augen, wie man dem Tod entgegentreten solle: nämlich mit Tapferkeit und Todesmut!
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Um das Thema Liebe ranken sich seit Jahrhunderten unendlich viele Gedanken und Gedichte. Immer wieder und unermüdlich beschreiben Dichter die Irrungen und Wirrungen der Liebe. Auf jeweils eigene Art besingen sie Freundschaft und Liebe, Nähe und Ferne.
Ein facettenreiches Beispiel für die lyrische Vielfalt der Thematik ist die Anthologie „Von Nähe und Ferne“. Herausgeberin Thea Caillieux hat dieses Lesebuch über die Liebe in acht Themenkomplexe gegliedert. Mit einem Geleitwort von Aleida Assmann ist das Buch in der „Kröner Edition Klöpfer“ erschienen.
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- Geschrieben von: Redaktion -
In ihrer Einzelausstellung „Waters call me home“ verwandelt die litauische Emilija Škarnulytė den Space01 des Kunsthauses Graz in eine poetisch-immersive Unterwasserwelt aus Video, Licht, Klang und Skulptur.
Wasser steht hier für Transformation und ein fluides Archiv und wird zugleich zur Metapher eines inklusiven Weltbildes. Škarnulytė verschränkt Wissenschaft und Mythologie, Realität und Fiktion und schafft im „Cosmic Belly“ mit „Waters call me home“ ein sinnliches Plädoyer dafür, unsere Beziehungen zu Erde und Kosmos neu zu denken.
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- Geschrieben von: Redaktion -
In der Tat kann man von einer Entdeckung sprechen: Nach 80 Jahren werden erstmals Fotografien der in Köln wirkenden Röntgenschwester Margarita Neiteler präsentiert.
In den Räumen der Michael Hornbach Stiftung ist eine Auswahl Schwarz-Weiß-Fotografien zu sehen, ergänzt um einige Briefe und Bücher, die vier Jahre zum Ende des Zweiten Weltkriegs und zum Neubeginn in Köln in den Fokus rücken.
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- Geschrieben von: Frauke Hartmann -
Agota Kristofs Roman „Das große Heft“ führt die Mechanismen des Kriegstraumas vor. Jetzt konfrontiert Karin Henkel am Deutschen Schauspielhaus die Literatur mit den Erlebnissen von Zeitzeugen des Hamburger Feuersturms.
Zunächst entsteht der Eindruck, in einem merkwürdigen schwarzen Konzertsaal zu sitzen: Notenständer, eine Dirigentin im karierten Hosenanzug mit 70er-Jahre-Brille, die herumläuft, aber keine Musiker, die spielen. Über allem schwebt eine überdimensionale Überwachungsanlage, ein metallener Ring, der an eine Drohne erinnert, bestückt mit Scheinwerfern, Lautsprechern, Kameras, Flutlicht. Dieser Raum von Katrin Brack ist schon mal alles andere als einladend.
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- Geschrieben von: Rosalie Siegl und Claus Friede -
Die diesjährige internationale Kyiv Biennale, die ihr zehnjähriges Bestehen feiert, versteht sich als transnationales Projekt, das künstlerische, politische und gesellschaftliche Fragestellungen miteinander verknüpft und auf Reflexion, Solidarität und kritische Auseinandersetzung zielt.
Die Schau im Lentos Kunstmuseum in Linz, Österreich, wurde auf Initiative und in Kooperation mit dem Verein tranzit.at realisiert und wird unter unterschiedlichen Titeln in verschiedenen europäischen Museen gezeigt.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Ich hab keine Muttersprache, / Weil ich eine Jüdin bin. Mit diesen Worten beginnt der Gedichtband „An die Deutschen“ von Julia Gourfinkel, der 1946 in Paris unter ihrem Pseudonym Julia Renner veröffentlicht wurde.
Erst jetzt, achtzig Jahre später, ist das Buch bei seinem Adressaten Deutschland angekommen. Verfasst ist es in deutscher Sprache – von einer Dichterin, die keine Deutsche war, sondern 1903 in Odessa, im damaligen Gouvernement Neurussland, geboren wurde. Bisher fanden die Gedichte in Deutschland keinerlei Echo. Sie tauchen nicht einmal in Anthologien mit Shoah-Texten auf.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Mit „Manga, Tout un art!“ (dt.: „Manga, eine Kunst für sich!“) strömen die weltweit gefeierten Helden der japanischen Comics auf die Place d'Iéna in Paris.
Die dreiteilige Ausstellung, die Mangas in den kulturellen Kontext ihrer Entstehung bis ins 13. Jahrhundert zurückversetzt und in Gegenüberstellung mit den Werken der Museumssammlung präsentiert, gehört zu den umfangreichsten jemals gezeigten und erstreckt sich über die drei Ausstellungsgalerien des Musée Guimet.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Die Musikstadt Lübeck mit ihrer langen Tradition von Tunder, Buxtehude, Furtwängler bis hin zu Dohnanyi hat eine neue Ikone: Stefan Vladar, Generalmusik- und Operndirektor am Theater Lübeck.
Er begeisterte als Pianist in der ausverkauften Musik- und Kongresshalle (MuK).