Kultur Blog
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Im 6. Sinfoniekonzert 2026 bot das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck unter der Leitung seines GMD Stefan Vladar zwei sinfonische Schwergewichte im großen Konzertsaal der Musik- und Kongresshalle.
Das Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester A-Moll op. 102 von Johannes Brahms (1887) mit den Geschwistern Tanja und Christian Tetzlaff (Cello/Violine) und die 9. Sinfonie D-Moll, WAB 109, von Anton Bruckner (1896).
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- Geschrieben von: Anna Grillet -
Das Ende der Amtszeit von Mariano De Santis (berührend gespielt von Toni Servillo) als Präsident der italienischen Republik rückt näher. Der katholische Jurist, Witwer und Einzelgänger, muss noch über zwei Gnadengesuche entscheiden. Er grübelt, schiebt die Entscheidungen immer wieder hinaus. Persönliches und Politisches überschneiden sich.
Die Trauer um seine vor acht Jahren verstorbene Frau Aurora quält ihn Tag für Tag, aber mehr noch die Tatsache, dass sie fremd gegangen ist und er nicht weiß, mit wem. Dieser Verrat hat seine Beziehung zu Macht und Vergebung erschüttert. Regisseur Paolo Sorrentino („La Grande Bellezza“ 2013) konzentriert sich auf die Verlorenheit des Protagonisten; die Kamera verwandelt in frostigen Totalen die großen weitläufigen Räume des Amtssitzes in düstren Bastionen der Einsamkeit und formaler Strenge.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Die Kunstsammlung Cserni legt ihren Fokus auf österreichische Kunst seit den 1960er-Jahren mit Schwerpunkt auf Malerei und Skulptur.
In der Kunsthalle des Kunsthauses Nexus in Saalfelden am nördlichen Zipfel des Pinzgaus ist noch bis Ende Mai eine Auswahl aus der Sammlung zu sehen.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Josef Frank schuf in der Zwischenkriegszeit im 13. Bezirk ein Stück Wiener Architekturgeschichte – ein Schlüsselwerk der sogenannten „Zweiten Wiener Moderne”. Nun eröffnete die Villa Beer Anfang März nach umfangreicher Sanierung. Damit wird das einzigartige Gebäude erstmals in seiner wechselhaften Geschichte öffentlich zugänglich.
Die Villa Beer liegt inmitten des Hietzinger Cottage, eines Villenviertels unweit von Schönbrunn. Als eines der beeindruckendsten Wiener Bauwerke der Zwischenkriegszeit, errichtet in den Jahren 1929/1930 von Josef Frank und Oskar Wlach, gilt die Villa als Meisterwerk der „Zweiten Wiener Moderne“, die Zeit des sozialdemokratisch geprägten „Roten Wien” zwischen 1919 und 1934.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Als am 8. Dezember 1881 im Ring-Theater in Wien die Abendvorstellung von Offenbachs letztem Werk „Les contes d‘ Hoffmann“ / „Hoffmanns Erzählungen“ beginnen sollte, fing ein Schleiervorhang Feuer, das sich rasch in den Schnürboden hochfraß und volle 48 Stunden anhielt.
Als am 8. März 2026 im Theater Lübeck diese Oper erklang, war es das Publikum, das sofort Feuer fing.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
In der Hansestadt Lübeck, die unter anderem darauf spezialisiert ist, alte Koggen mit denkbaren Namen wie „Königin der Hanse“ aus dem Traveschlamm zu bergen, wurde jetzt eine der ersten Opern, die vor knapp vierhundert Jahren in der Lagunenstadt Venedig uraufgeführte „Krönung der Poppea“ (Originaltitel: „L’incoronazione“ von Claudio Monteverdi, auf großer Bühne wiedergeboren.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
In den Räumen des Lübecker St. Annen-Museums wird in den nächsten Monaten eine farbige und perspektivenreiche Schau über die Seidenstraße ausgestellt.
Von der Seidenstraße wird nicht allein in historischen Zusammenhängen gesprochen, sondern seit einigen Jahren auch in der aktuellen Politik, denn die Bemühungen der chinesischen Regierung um die Verkehrswege in westliche wie auch in südliche Länder werden als „Neue Seidenstraße“ zusammengefasst.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Immer wieder hat Ulrike Draesner (*1962 in München) die eigene Biografie mutig in Literatur verwandelt, in Gedichten, Essays und zuletzt im Roman Zu lieben (2024). Darin erzählt sie die Geschichte einer Adoption und von nicht leiblicher Elternschaft, aber auch vom Scheitern einer Ehe.
In ihrem neuesten Werk wagt sich Draesner an den Heldenmythos schlechthin, die Odyssee. Mit dem fordernden Postepos „Peneleopes Sch()iff“ (2025) deutet sie Penelope neu und schreibt damit feministische Geschichte.
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- Geschrieben von: Marc Peschke -
Nach Rothenburg ob der Tauber: Mal wieder, jetzt vor Ostern, einen Gang durch diese Gassen, einen Gang durch Raum und Zeit. Jetzt ist hier noch alles recht ruhig – der Blick hat Zeit, zu verweilen. Von der Stadtmauer aus betrachtet, öffnet sich die Sicht auf das Taubertal wie auf eine gemalte Landschaft der Romantik.
Diesmal entdecken wir insbesondere die jüdische Geschichte der Stadt. „Die Stadt als Ganzes ist Denkmal“, hat der Kunsthistoriker Georg Dehio bereits 1908 über Rothenburg geschrieben. Rothenburg sei schlichtweg die „Lieblingsstadt der Welt‘“, so drückte es Herbert Schindler in seinem Buch über die Romantische Straße aus, an der Rothenburg liegt.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Wie tief ist tief, wie hoch ist hoch und wie groß ist der Unterschied zwischen Stille und impulsivem Ausbruch? Es sind nur wenige Fragen, die zu stellen sind, wenn man sich mit den Kompositionen der in Russland geborenen und in Österreich lebenden Komponistin Alexandra Karastoyanova-Hermentin befasst.
Alexandra Karastoyanova-Hermentin stammt aus einer Moskauer Musikerfamilie und kam 1994 über Bulgarien (Sofia, 1988–1993) zum Studium ans Mozarteum nach Salzburg. Seither lebt sie in Wien. Zahlreiche Kompositionsaufträge, vor allem aus Österreich und Deutschland, trugen zu ihrem heutigen Werk bei.
