Kultur, Geschichte & Management

Wahrscheinlich ist alles, was Insekten ausmacht, für uns fremd und unverständlich, aber besonders ein Merkmal unterscheidet sie radikal von uns: Sie sind segmentiert, in einzelne Abschnitte unterteilt, tief eingekerbt.

Menschen dagegen fühlen und verstehen sich als eine Einheit, und sie schauen auf sich selbst als ein einziges Wesen zurück.

 
Kultur, Geschichte & Management

Spinnen, Schlangen, Antilopen – Eine Ausstellung mit Tierplastiken und Tiermasken bildet den Auftakt: insgesamt dreimal sollen 2022 unter dem Titel „Afrika in Lübeck“ die sehenswerten und viel zu lange unter Verschluss gehaltenen Bestände der Lübecker Völkerkundesammlung präsentiert werden.

 

Wie bereitet man sich auf eine Ausstellung des Jahres 2022 über afrikanische Plastiken vor?

 
Film

Als „Fabel nach einer wahren Tragödie” bezeichnet Pablo Larraín seine ästhetisch virtuose Horror-Farce „Spencer”. Der chilenische Regisseur und sein britischer Drehbuchautor Steven Knight befreien Lady Di (überragend Kristen Stewart) von ihrem ikonischen Image.
Endlich darf Diana, Princess of Wales, aus der Rolle fallen, muss nicht mehr um Sympathie buhlen, darf störrisch sein, ungerecht, kokett, zornig, verzweifelt, ihre Ängste ausleben, versagen wie eine Frau aus Fleisch und Blut. Sie stellt die ihr verhasste Märchenwelt auf den Kopf und ist betörender denn je. Eine Vogelscheuche am Feldrand avanciert zum Symbol der Suche nach Identität.   

 
Film

Wer an Hamburg denkt, denkt an Hafen und St. Pauli, an Pfeffersäcke und Speicherstadt. An Kino eher nicht.

Und doch ist Hamburg auch Filmstadt. Sicher nicht so berühmt wie Berlin oder München, dafür mit unverwechselbarem Charakter: Filme aus Hamburg sind schroff und urban, lebensnah und multikulti. Das Altonaer Museum blättert mit „Close-up“ nun Hamburgs Film- und Kinogeschichte(n) von den Anfängen bis zur Gegenwart auf.

 
Kultur, Geschichte & Management

Ist es denkbar, dass es Menschen gab oder gibt, die keinen Horizont kennen?

Die ihn nicht sehen, nicht wahrnehmen, die niemals bedenken, dass es hinter einer imaginären Linie weit draußen immer noch weitergeht? Die nicht realisieren, dass es dort hinten ganz anders aussehen könnte als bei ihnen? Oder zählt der Horizont zu den anthropologischen Konstanten, so dass ihn jeder Mensch kennen muss, so es sich wirklich um einen normalen und gesunden Menschen handelt?

 
Kultur, Geschichte & Management

Um 1900 hatte Hamburg weltweit nach London und New York den drittgrößten Hafen. Doch diese Erfolgsgeschichte von Hafen und Handel leidet bis heute unter einer kolonialen Amnesie.

 

Das Buch „Hamburg: Tor zur kolonialen Welt“ versucht, das Vergessene wieder ins öffentliche Bewusstsein zu holen. Darin präsentiert die Forschungsstelle „Hamburgs (post-)koloniales Erbe“ der Universität eine erste Zwischenbilanz ihrer Studien.

 
Bildende Kunst

Klasse Titel für eine erstklassige Schau niederländischer Genremalerei des 17. Jahrhunderts, die vor allem eine Klassengesellschaft abbildet. Heute noch relevant?

„Selbstverständlich“, sagt Sandra Pisot, Leiterin der Sammlung Alter Meister in der Hamburger Kunsthalle. Gleichsam zur Beweisführung hat sie Lars Eidinger und Stefan Marx eingeladen, den „Alltag im Blick niederländischer Meister“ mit Fotografien, Videos und Schriftbildern zu spiegeln. Und in der Tat: Zwischen Gestern und Heute gibt es immer noch erstaunliche, mitunter auch traurige Parallelen.

 
Kultur, Geschichte & Management

Zwei Themen stehen in Dostojevskis „Die Brüder Karamasoff“ in enger Verbindung: das Gehen (oder der Verlust der Fähigkeit dazu) und das Schamgefühl.

Vom Schamgefühl sagt eine Figur, dass von dessen Existenz sogar die Moral abhängig sei, denn wenn es kein Schamgefühl gäbe, dann wäre alles erlaubt, sogar „Menschenfresserei“. Dem sei, wie ihm wolle (soweit würde ich niemals gehen), aber es ist wahr, dass das Schamgefühl etwas ist, das den Menschen vor allen anderen Lebewesen dieser Welt auszeichnet und noch dazu mit der Moral in Verbindung steht. Vielleicht ist sie eine von mehreren ihrer Wurzeln?

 
Architektur

Was ist das Erbe unserer Städte? Welches sind die Denkmäler, Plätze und Räume, in denen sich dieses kumuliert, und durch welche Verfahren und Methoden wird es geformt, weitergegeben und sich angeeignet?

 

Der 1961 geborene und seit 2012 an der Universität Bamberg (Lehrstuhl für Denkmalpflege) lehrende Gerhard Vinken hat sich über einen Zeitraum von über 15 Jahren mit den Fragen beschäftigt, wie sich kulturelle Identität in Städten und welche denkmalpflegerischen Werte sich für die Gesellschaft entwickelt. Er fokussiert spezifisch zwölf internationale und nationale Metropolen und Städte.

 
Film

Das melancholische Mystery Drama „Lamb” spielt im Norden Islands auf einer abgelegenen Schafzüchterfarm, es erzählt von Liebe und schmerzlichem Verlust, Natur und Übernatürlichem, – der Sehnsucht nach einem Kind. Doch diese Sehnsucht birgt Gefahren in sich, Rache droht.

 

„Ein visuelles Gedicht” nennt Regisseur Valdimar Jóhannsson den Film und kreiert in der magisch anmutenden Landschaft seiner Heimat einen atemberaubenden geheimnisvollen Kosmos, dessen Horror im Verborgenen lauert, von uns Menschen unterschätzt und verkannt. 

 

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