Bildende Kunst

Neu denken, ungewöhnliche Perspektiven einnehmen, mehr Kreativität wagen. Das muss doch möglich sein, hatte sich Hubertus von Barby 2013 gedacht und add art gestartet, ein Format, das vier Tage lang Hamburger Wirtschaft und Hamburger Künstler*innen zusammenbringt und die Öffentlichkeit daran teilhaben lässt.

 

Es hat funktioniert! In diesem November feiert die „add art“ ihr zehnjähriges Bestehen – mit spannenden Newcomern aus der Wirtschaft und jeder Menge junger Kunst (16. bis 19.11.2023).

 
Architektur

Das Künstlerhaus Maetzel in Hamburg-Volksdorf ist eines der seltenen Denkmäler der Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Umgeben von einer waldigen Brooklandschaft und einem großen Garten vermittelt es die Aura der Einheit von Architektur und Natur, Kunst und Leben.

 

Es war der Familiensitz des Künstlerpaares Emil Maetzel (1877–1955) und Dorothee Maetzel-Johannsen (1886–1930), diente als Maleratelier und Keramikwerkstatt, war ein Treffpunkt der Hamburger Sezessionisten.

 
Bildende Kunst

Georges Hugo (1868-1925), der Enkel des berühmten französischen Dichters und Zeichners Victor Hugo (1802-1885), der als Kind durch den Gedichtband L'Art d'être grand-père (dt.: „Die Kunst, Großvater zu sein“) unsterblich wurde, war der erste Maler in einer Familienlinie, die bis heute fortgesetzt wird. Als äußerst talentierter Dilettant war er eine Art ‚proustianischer‘ Chronist seiner Zeit.

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Das Maison de Victor Hugo in Paris ehrt Georges Hugo mit einer ersten großen Retrospektive – knapp 100 Jahre nach seinem Tod – und lädt ab heute dazu ein, seinen Werdegang anhand von fast 300 Exponaten zu entdecken: Zeichnungen, Gemälde, Manuskripte, Tagebücher, Stiche, Fotografien aus dem Bestand des Museums, aus Privatsammlungen und insbesondere aus unveröffentlichten Familienarchiven.

 
Literatur

Charlotte Gneuss hat mit „Gittersee“ einen mitreißenden, spannenden Roman über einen (Vor-)Ort und dessen Bewohner in der ehemaligen DDR geschrieben. Im Dresdener Stadtteil Gittersee arbeiteten Menschen jahrzehntelang unter Tage. Bis 1967 wurde dort Kohlebergbau betrieben und in der Folge bis1989 die Förderung von Uranerz.

 

Bis heute sei dieser Ort strahlenbelastet, erzählt Charlotte Gneuss im Gespräch mit Lektorin Juliane Schindler über ihren Debütroman „Gittersee“, der in den 70er Jahren spielt. „Ich habe das Gefühl, dass auch die sozialen Beziehungen strahlenbelastet sind“, so die Autorin. Wichtig für diesen Roman, der auf viel Recherchearbeit und der persönlichen Geschichte ihrer Eltern beruht, seien auch Fragen gewesen wie: Was bleibt unter Tage, was bleibt über Tage? Was bleibt im Dunkeln? Was kommt ans Licht?

 
Bildende Kunst

Debatten über die Stellung der Frau in der Gesellschaft werden seit Jahrzehnten geführt, sie sind in den letzten Jahren im Zuge der Gender-Diskurse und der #MeToo-Bewegung aktueller denn je.

 

Die Ausstellung IKONA im Ikonen-Museum in Recklinghausen legt als erste Ikonen-Ausstellung einen breiten Fokus auf die Darstellung heiliger Frauen in der christlich-orthodoxen Kunst.

 
Bildende Kunst

Sie gilt als eines der größten Meisterwerke der deutschen Renaissance: Die Madonna des Bürgermeisters Jacob Meyer zum Hasen (1526–1528) von Hans Holbein dem Jüngeren. Ab dem 2. November 2023 wird das berühmte Gemälde in der großen Ausstellung „Holbein und die Renaissance im Norden“ im Städel Museum präsentiert. Damit ist das Werk nach mehr als 10 Jahren wieder in Frankfurt zu sehen.

 

Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war das Gemälde im Besitz der Großherzöge von Hessen und bei Rhein und bis 2003 im Schlossmuseum Darmstadt gezeigt worden, ehe es ab dem Jahr 2004 im Städel Museum ausgestellt wurde.

 
Film

Mit dem Titel ihres Gerichtsdramas „Anatomie eines Falls“ spielt die französische Regisseurin Justine Triet auf Otto Premingers US-Klassiker „Anatomie eines Mordes“ von 1959 an und setzt so bewusst das Kinopublikum auf die erste von vielen falschen Fährten.

 

Der packende, seltsam verstörende Thriller über eine zerrüttete Paarbeziehung erhielt in Cannes die Goldene Palme. Überragend Sandra Hüller in der Rolle der Angeklagten: Kühl, überlegen, distanziert, völlig undurchschaubar. Als „Monster“ hatte sie der Ehemann zu Lebzeiten bezeichnet, und doch, wir, in der Rolle Geschworenen, ergreifen für sie Partei.  

 
Kultur, Geschichte & Management

Der Buddhismus ist eine der großen religiösen und philosophischen Traditionen der Menschheit. Meditation, Achtsamkeit, Yoga – viele buddhistische Praktiken haben Einzug in unseren westlichen, heutigen Alltag gefunden.

 

Doch wo liegen die Anfänge des Buddhismus? Wie verbreitete er sich in der Welt und was macht die Anziehung für das westliche Publikum aus?

 

Bis zum 28. April 2024 widmet sich das Übersee-Museum Bremen mit einer großen Sonderausstellung der Verbreitung und kulturellen Vielfalt des Buddhismus. Anhand von rund 250 Exponaten aus der eigenen Sammlung des Museums spürt die Schau „Buddhismus“ der ungebrochenen Faszination für diese Weltreligion nach.

 
Musik

Die spätromantische Oper „Der Rosenkavalier" von Richard Strauss feiert erstmals im Opernloft Hamburg Premiere. Nicht prunkvoll, nicht verspielt und überhaupt kein bisschen romantisiert, überschwemmt uns das Bühnenbild mit einer Müllflut an Plastiktüten, PET-Flaschen und Bechern.

 

Auf Schritt und Tritt hört man es unter den Fußsohlen der Protagonisten knirschen, sobald sich diese ihren Weg über die Bühne durch das Plastikmeer bahnen. Von der Bühnendecke hängen zu einem Kreis angeordnet sieben himmelblaue Tücher, die einen sofort an die „Flying Pilates"-Kurse in einem Hamburger Sportstudio erinnern.

 
Bildende Kunst

„Mode ist so hässlich, dass man sie alle sechs Monate ändern muss“, spottete Oscar Wilde einst. Cindy Sherman muss dieser Satz inspiriert haben, denn in ihren Fotografien treibt sie die Hässlichkeit der Mode auf die Spitze – und das seit bald einem halben Jahrhundert.

 

Die Deichtorhallen Hamburg (Sammlung Falckenberg) zeigen in Hamburg-Harburg nun die erste Ausstellung zu dem Thema: „Cindy Sherman. Anti-Fashion“, mit rund 50 großformatigen Bilder von 1975 bis 2019. Unbedingt sehenswert.

 

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