Kultur Blog
- Details
- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
In den Räumen des Lübecker St. Annen-Museums wird in den nächsten Monaten eine farbige und perspektivenreiche Schau über die Seidenstraße ausgestellt.
Von der Seidenstraße wird nicht allein in historischen Zusammenhängen gesprochen, sondern seit einigen Jahren auch in der aktuellen Politik, denn die Bemühungen der chinesischen Regierung um die Verkehrswege in westliche wie auch in südliche Länder werden als „Neue Seidenstraße“ zusammengefasst.
- Details
- Geschrieben von: Marion Hinz -
Immer wieder hat Ulrike Draesner (*1962 in München) die eigene Biografie mutig in Literatur verwandelt, in Gedichten, Essays und zuletzt im Roman Zu lieben (2024). Darin erzählt sie die Geschichte einer Adoption und von nicht leiblicher Elternschaft, aber auch vom Scheitern einer Ehe.
In ihrem neuesten Werk wagt sich Draesner an den Heldenmythos schlechthin, die Odyssee. Mit dem fordernden Postepos „Peneleopes Sch()iff“ (2025) deutet sie Penelope neu und schreibt damit feministische Geschichte.
- Details
- Geschrieben von: Marc Peschke -
Nach Rothenburg ob der Tauber: Mal wieder, jetzt vor Ostern, einen Gang durch diese Gassen, einen Gang durch Raum und Zeit. Jetzt ist hier noch alles recht ruhig – der Blick hat Zeit, zu verweilen. Von der Stadtmauer aus betrachtet, öffnet sich die Sicht auf das Taubertal wie auf eine gemalte Landschaft der Romantik.
Diesmal entdecken wir insbesondere die jüdische Geschichte der Stadt. „Die Stadt als Ganzes ist Denkmal“, hat der Kunsthistoriker Georg Dehio bereits 1908 über Rothenburg geschrieben. Rothenburg sei schlichtweg die „Lieblingsstadt der Welt‘“, so drückte es Herbert Schindler in seinem Buch über die Romantische Straße aus, an der Rothenburg liegt.
- Details
- Geschrieben von: Claus Friede -
Wie tief ist tief, wie hoch ist hoch und wie groß ist der Unterschied zwischen Stille und impulsivem Ausbruch? Es sind nur wenige Fragen, die zu stellen sind, wenn man sich mit den Kompositionen der in Russland geborenen und in Österreich lebenden Komponistin Alexandra Karastoyanova-Hermentin befasst.
Alexandra Karastoyanova-Hermentin stammt aus einer Moskauer Musikerfamilie und kam 1994 über Bulgarien (Sofia, 1988–1993) zum Studium ans Mozarteum nach Salzburg. Seither lebt sie in Wien. Zahlreiche Kompositionsaufträge, vor allem aus Österreich und Deutschland, trugen zu ihrem heutigen Werk bei.
- Details
- Geschrieben von: Marion Hinz -
Der promovierte Philosoph Frank-Peter Hansen ist auch Autor von spannenden Flensburg-Krimis. Sein neuestes Werk „Schausende Tod“ ist der achte Krimi in dieser Reihe und zugleich der sechste Fall des Ermittlerpaares Blaschke und Schmuhl. Diesmal geht es um einen, vielleicht sogar um mehrere Mordfälle – wer weiß das schon am Anfang eines Buches. Und das Ende darf hier natürlich nicht verraten werden. Die Spannung erfasst uns beim Lesen…
- Details
- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Das Hamburger Thalia Theater hat einen neuen Publikums-Hit: Regisseur Bastian Kraft verwandelte Hans Christian Andersens Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ in ein schillerndes, glitzerndes, dabei bitteraktuelles Gleichnis auf queere Identität und Trans-Erfahrung. Das Ergebnis: Ein wahnwitzig gut gemachter Mix aus Drag-Revue, Musik-Show und ganz realer Verletzlichkeit. Unbedingt ansehen!
Hans Christian Andersens „Kleine Meerjungfrau“ wird in der Literaturwissenschaft längst als autobiographische Schlüsselgeschichte verstanden
- Details
- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Demis Volpi hat diesen Ballettabend noch in seiner turbokurzen Amtszeit als Intendant des Hamburg Balletts konzipiert. Nun wirkt „Fast Forward“ wie sein künstlerisches Vermächtnis: Vier Handschriften, vier ästhetische Welten – vom neoklassischen Kanon bis zur zeitgenössischen Uraufführung.
Vielfalt als Prinzip, das könnte in Hamburg Zukunft haben. Mehr davon!
- Details
- Geschrieben von: Claus Friede -
Das aspekteFestival war und ist kein Festival für das Alter. Weder, dass bereits verstorbene oder betagte Komponist*innen im Mittelpunkt der Aufführungspraxis stünden, noch dass das Publikum im Alter deutlich über 50 Jahre alt liege.
Eine Studie[1] der Universität Limoges aus dem Jahr 2020 gibt für Frankreich und die Schweiz das Durchschnittsalter von Konzert- und Opernbesucher*innen mit ca. 61 Jahren an. Für Österreich und Deutschland gibt es vergleichbare Ergebnisse. Langfristig ist jedoch spätestens ab 2030 ein Strukturwandel zu erwarten, da jüngere Generationen eine andere musikalische Sozialisierung erfahren haben. Neuere Berichte (2022/2024) zeigen also, dass Menschen unter 35 Jahren vermehrt klassische Musik hören, was die Hoffnung auf ein diverseres Publikum erhellt.
Jedoch ist das junge Publikum eher städtisch[2].
- Details
- Geschrieben von: Redaktion -
Dabei spielen internationale Positionen aus dem Ostseeraum eine große Rolle. Die Formensprache bewegt sich zwischen Figuration und Abstraktion.
- Details
- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Im Schauspielhaus Hamburg hat die lettische Theaterregisseurin Yana Ross „Die Möwe“ von Anton Tschechow auseinandergenommen und als eine Art absurdes Sittenbild unserer Gegenwart wieder zusammengesetzt.
Komisch und tragisch zugleich. Das Ensemble spielt zum Niederknien gut.