Film

Eine Pariser Notaufnahme als Spiegelbild der tiefen Kluft in der Gesellschaft: Catherine Corsini inszeniert die satirische Tragikomödie „In den besten Händen” zwischen Fiktion und knallharter Realität, voll nervös vibrierender Energie und Spannung. 

 

Auf dem Champs-Elysées demonstrieren die Gelbwesten gegen Präsident Macron, die französische Regisseurin konfrontiert uns mit Wut, Schmerz, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Armut, elitärer Überheblichkeit und Liebe nahe der Obsession. Momente von Ohnmacht und Bedrohung wechseln mit schwarzem Humor, absurd wie erschütternd. 

 
Kultur, Geschichte & Management

In Frühling und Sommer 2022 präsentiert die Lübecker Völkerkundesammlung eine zweite Ausstellung zum Thema Afrika – und wieder profitiert sie von dem erstaunlich reichhaltigen Nachlass des 2020 verstorbenen Kieler Holzhändlers Bernd Muhlack.

 

Ging es zunächst um „Tiere in den afrikanischen Kulturen“ (eigentlich geht es immer noch darum, denn die Ausstellung im Naturkundemuseum am Mühlenteich wurde verlängert), so werden jetzt ungefähr einhundertzwanzig Objekte gezeigt, in denen sich die Vielfalt afrikanischer Religionen spiegelt, aber auch ihre Verwobenheit mit den Religionen Europas und des Nahen Ostens demonstriert wird.

 
Kunsthandwerk, Grafik & Design

Kriegserfahrung ist auch in Kleidung eingeschrieben, davon ist Angelika Riley überzeugt. In der Ausstellung „Dressed“ zeigt die Leiterin der Abteilung Mode und Textil im Museum für Kunst und Gewerbe 200 Jahre Modegeschichte anhand der persönlichen Garderobe von sieben starken Frauen – ein Paradigmenwechsel.

 
Fotografie

Ohne diese Menschen wäre das deutsche Wirtschaftswunder kaum möglich gewesen. Der Istanbuler Fotojournalist Ergun Çağatay (1937-2018) dokumentierte 1990 in einer großangelegten Bildreportage das Leben sogenannter Gastarbeiter*innen in Hamburg, Köln, Werl, Berlin und Duisburg.

 

Mit „Wir sind von hier“ erinnert nach dem Ruhrt Museum in Essen (2021) nun auch das Museum für Hamburgische Geschichte nicht nur an das Anwerbeabkommen vor gut 60 Jahren zwischen Bonn und Ankara – das Haus am Holstenwall versteht die Ausstellung auch als ein Bekenntnis zur multikulturellen Gesellschaft.

 
Bildende Kunst

Till Nowak, 1980 in Bonn geboren und in den USA lebend, gilt als einer der innovativsten und fantasievollsten Künstler der digitalen Kunstszene.

Seine Werke sind in unterschiedlichen Techniken hergestellt: Videokunst, Bildwerke mit digitalen Druckverfahren, Objekte und Installationen – sowie im öffentlichen Raum, so z.B. HafenCity und Elbphilharmonie in Hamburg, an der Rendsburger Hochbrücke und dem Castello di Napoli in Neapel. Seine Kunstwerke sind in Sammlungen in Europa, Asien und Nordamerika vertreten.

 
Film

Jacques Audiard, der 69jährige Meister des französischen Kinos, erfindet sich neu, vielleicht stellt er auch nur unsere Vorstellungen von Paris, von Architektur und der Liebe auf den Kopf, dechiffriert derweil die widersprüchlichen Gefühle seiner jungen Protagonisten in der bewährten Tradition von Éric Rohmer.
„Wo in Paris die Sonne aufgeht” erzählt von der Suche nach sich selbst zwischen mobilen Dating Apps und Unverbindlichkeit, beruflichen Enttäuschungen, kleinen Erfolgen und großen Träumen. Ein Generationenporträt von berückender, rauer Schönheit. 

 
Fotografie

„Gute Aussichten“ heißt die Ausstellungsreihe, die nun schon zum 17. Mal den Nachwuchswettbewerb „Junge Deutsche Fotografie“ präsentiert, doch was die acht, Jury-gekürten Hochschul-Absolvent*innen im PHOXXI, dem temporären Haus der Photographie auf dem Gelände der Deichtorhallen, vorstellen, wäre treffender mit „Düstere Aussichten“ beschrieben: Es dominieren ernste, unheilvolle, ja apokalyptische Bilder.

 
Film

„Come on, Come on” ist ein poetisch philosophisches Roadmovie zwischen Realität und Fiktion, Zorn und Zärtlichkeit. 
Der kalifornische Regisseur Mike Mills schildert in leicht melancholischen Schwarz-Weiß-Bildern Stärke und Fragilität familiärer Bindungen, eröffnet neue ungewohnte Perspektiven auf Zukunft, Erinnerung und das Selbstbewusstsein unserer Kinder. Vor allem aber geht es um die Kunst des Zuhörens. 

 
Fotografie

Nicht weniger als 150 Fotos von 21 Fotografinnen präsentiert die Kunsthalle St. Annen auf der Suche nach dem weiblichen Blick.

Kann man es Fotos (diesen oder anderen) tatsächlich ansehen, ob sie von einem Mann oder einer Frau aufgenommen wurden?

Gibt es also wirklich den „weiblichen Blick“, den die Ausstellung im Titel führt? Und wenn es ihn gibt – können wir ihn erkennen, wenn wir uns in das Bild vertiefen, oder müssen wir zuvor einiges über die Fotografin wissen? Ich finde diese Themenstellung nicht ganz unproblematisch, denn seit wann ist die Persönlichkeit, sind Geschlecht, sexuelle Orientierung oder Herkommen Teil der Bewertung eines Kunstwerkes?

 
Kunsthandwerk, Grafik & Design

Sie sind jung, innovativ und bringen Menschen weltweit zum Staunen.

Lonneke Gordijn und Ralph Nauta, besser bekannt als DRIFT, verschmelzen Hightech und Natur zu purer Poesie. Zum 5. Geburtstag der Elbphilharmonie präsentiert das niederländische Künstlerduo im Museum für Kunst und Gewerbe „Moments of Connection“ – drei spektakuläre Raumskulpturen als Vorgeschmack auf die Drohnen-Performance „Breaking Waves“, die am 28. April 2022 die Elbphilharmonie in ganz neuem Licht zeigen soll.

 

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