Kultur Blog
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- Geschrieben von: Anna Grillet -
In Todesnähe entdecken, wer wir wirklich sind: „Sirāt“ ist ein dystopisches Roadmovie, surreal, spirituell und zugleich von radikaler verstörender Authentizität. Der französisch-spanische Regisseur Óliver Laxe („Fire Will Come“, 2019) kreiert Bilder, die uns wie ein Blitz durchbohren.
Die Wüste, ihre gespenstische Erscheinung und Kangding Rays Kompositionen verwandeln sich zu Landschaften unseres Bewusstseins. Ästhetisch wie inhaltlich sperrt sich das Rave-Drama gegen jede Art der Vorhersehbarkeit. Wenn, dann erinnert es uns vielleicht an Millers „Mad Max“-Reihe oder Antonionis „Zabriskie Point“. In Cannes wurde „Sirāt“ mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Das soeben im Verlag Urbanophil erschienene Buch „Haus Marlene Poelzig, Berlin. Abriss und Aufbruch“ setzt nicht nur dem titelgebenden Bau und seiner Architektin ein Denkmal, sondern entfaltet einen ganzen Fächer von aktuellen Reflexionen zu den Themen Denkmalschutz, Rollenbilder in der Architektur, Feminismus und Erinnerungskultur.
Insgesamt haben siebzehn Autorinnen und Autoren aus den Fachdisziplinen Architektur, Kunstgeschichte, Denkmalschutz darin ihre Gedanken formuliert.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Es gibt wohl kaum ein Werk, das so stark von seiner Entstehungs- und Aufführungsgeschichte geprägt ist wie die 7. Sinfonie von Dimitri Schostakowitsch. „Das erste wirklich monumentale Werk sowjetischer Kunst“ schrieb die Zeitung „Sowjetskaja Sibri“ nach dessen Aufführung im belagerten Leningrad 1941 über dieses Werk.
Diese Sinfonie wurde symbolisch als Widerstand gegen Nazi-Deutschland verstanden und machte Schostakowitsch in einem Siegeszug durch die Welt berühmt.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Ein sperrigeres, unverständlicheres Stück hätte man sich zur Eröffnung des Internationalen Sommerfestivals 2025 auf Kampnagel in Hamburg kaum vorstellen können.
Marlene Monteiro Freitas vielfach gerühmte Choreographie „Nôt“ ließ ein durch die Bank ratloses, vielfach verstörtes Publikum zurück. Was war das nun? „State of the Art im zeitgenössischen Tanz“, wie im Programmheft zu lesen, war es jedenfalls nicht.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Mit rund 200 Künstlern und Künstlerinnen gehört die NordArt in Büdelsdorf bei Rendsburg längst zu den größten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst im europäischen Raum.
Auch die 26. Ausgabe kann sich sehen lassen. Die Werke sprechen für sich, beeindrucken auf vielfältige Weise. Zu erleben sind die vielfältigen Kunstwerke, angefangen von Gemälden über Skulptur, Installation bis hin zu neuartigen, spannenden Videos im Bilderrahmen noch bis zum 5. Oktober auf dem Gelände der ehemaligen Eisengießerei im „Kunstwerk Carlshütte“.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
„Willkommen bei Mozart y Mambo in der Trave-Philharmonie“, begrüßte scherzend Christian Kuhnt, Intendant des Schleswig-Holstein-Musikfestivals, die Zuhörer in der großen Bootshalle der Böbs Werft in Travemünde.
Mit diesem Wort-Anker setzte er die Stimmung in der ausverkauften maritimen Halle. Das Publikum applaudierte lachend und die Lach-Möwen antworteten vom Wasser her rhythmisch korrekt.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Als Retabel wird meist ein Bild der rückwärtigen Schauwand eines Altaraufsatzes bezeichnet. Die beiden Flügel des Altars werden meist vor Ostern zugeklappt (verbergen die prächtige Seite, meist mit Schnitzereien) und präsentieren dann ein von den Geschichten der Bibel oder von Heiligenlegenden diktiertes Bildprogramm.
Wochen später, wenn die Wandlung vollzogen wird, werden die beiden Flügel aufgeklappt und zeigen den oft geschnitzten und dazu bunt bemalten Altar in seiner vollen Schönheit.
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- Geschrieben von: Christoph Muhr / Marc Peschke -
Im dreißigsten Jubiläumsjahr steht in der FabrikGalerie der LAUDA DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG die nächste Veranstaltungt der Reihe „Art After Work“ bevor: Am 6. August 2025 um 17:00 Uhr wird die vierte Ausstellung des Jahres feierlich eröffnet.
Die Berliner Künstlerin Sabine Dehnel präsentiert unter dem Titel „Wie gemalt“ einen Einblick in ihr kreatives Schaffen mit Werken aus den Serien „Vasen“ und „Stars“.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Die Jarrestadt in Hamburg-Winterhude gehört zu den wichtigsten Siedlungen des modernen sozialen Wohnungsbaus der Weimarer Republik. Im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ arbeitet die Stadt Hamburg daran, das Erscheinungsbild dieses hundertjährigen Denkmals wieder näher an seine originalen Qualitäten heranzuführen.
Dieses Jahr soll mit der behutsamen Umgestaltung der öffentlichen Grünanlagen begonnen werden.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Der 1956 in Tønsberg geborene Schriftsteller Ingvar Ambjørnsen, der seit 1985 in Hamburg lebte, ist am 19. Juli gestorben.
Er war einer der bekanntesten und beliebtesten Schriftsteller Norwegens. Auch in Deutschland war Ingvar Ambjørnsen berühmt, vor allem durch seine Romane über den Antihelden „Elling“, die auch verfilmt und als Theaterstück aufgeführt wurden.
