Kultur Blog
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Mit dem Einsatz des widerstrebend-ringenden ersten Akkords von Mozarts Don-Giovanni-Ouvertüre entlud sich die von Schleswig-Holsteins Windrädern an diesem Tag erzeugte und offensichtlich in Omer Meir Wellber gespeicherte Energie klangprächtig.
Ein beeindruckend intensiver Konzertauftakt von Dirigent und Orchester.
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- Geschrieben von: Frank-Peter Hansen -
Carl Friedrich Zelter (1758–1832), der Berliner Freund Johann Wolfgang Goethes, der mehr als einmal den Versuch unternommen hatte, ihn an die Spree zu locken, war bis ins hohe Alter hinein – sein letzter Besuch in Weimar fand im Juli 1831 statt – dessen musikalisch gut unterrichteter Gesprächspartner.
Vor allem entsprach er Goethes Wunsch, ihm über das Berliner Musikleben ausführlich Bericht zu erstatten. Was sie einte: Den neuesten kompositorischen Entwicklungen gegenüber nicht unbedingt aufgeschlossen zu sein. Für Zelter mag das ohne Einschränkung zutreffen.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Insgesamt 34 Jahre lang hat Wilfried Eckstein für das Goethe-Institut gearbeitet, leitete sechs der Vertretungen in fünf Ländern. In seinem Buch „Freunde finden für Deutschland“ zieht er eine persönliche Bilanz und ermöglicht dadurch einen aufschlussreichen Blick auf die Grenzen und Möglichkeiten internationaler Kulturarbeit.
Als Wilfried Eckstein 1991 seinen Dienst als Leiter des Goethe-Instituts in Moskau antritt, ist der sogenannte Eiserne Vorhang gefallen, und in Europa keimt die Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Demokratie.
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- Geschrieben von: Gabriele Haefs -
„Interessante Menschen zu treffen, gefällt mir immer.“
Das ist so einer der Sätze, die in diesem Roman sofort ins Auge springen: Ja, geht mir auch so, denkt der Leser entzückt und liest voller Spannung weiter. Es gibt noch mehr Sprüche dieser Art, die durchaus an Aphorismen heranreichen.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Die ortsspezifische Installation „Dormir Comme Le Soleil“ (dt.: „Schlafen wie die Sonne“) des 1961 in Thonon-les-Bains am Südufer des Genfer Sees geborenen Adrien Vescovi im Centre de la Vieille Charité in Marseille bietet ein außerordentlich vielschichtiges Erlebnis.
Zum einen geht es in diesem Werk um einen Dialog mit der Architektur, zum anderen um ein Eintauchen in die Historie des Ortes. Die sinnliche Vielfalt der Materialien, der Farbigkeit, der Nuancen und der Unterschiede zwischen den Tageszeiten lässt „Dormir Comme Le Soleil“ wie ein poetisches Gesamtkunstwerk erscheinen.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Es gibt Fotografen, die ihre Zeit dokumentieren. Und es gibt welche, die das visuelle Gedächtnis ihrer Zeit prägen. F.C. Gundlach (16. Juli 1926 – 23. Juli 2021) gehörte zur zweiten Sorte.
Seine atmosphärischen, stilistisch reduzierten Modefotografien revolutionierten die Optik der jungen, prüden Bundesrepublik lange bevor Mode als Kulturgeschichte begriffen wurde. Sie erzählen vom Aufbruch der Nachkriegszeit, von Eleganz als Haltung, von weiblicher Emanzipation und dem Optimismus der Wirtschaftswunderjahre. Sie waren stilbildend – und sind es auch heute noch.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Augen, Monde und Katzen – Die Bildwelten von Christoph Hefti sind surreal, farbenprächtig und voller überraschender Verbindungen. Das Museum für Gestaltung Zürich widmet dem Schweizer Textilgestalter erstmals eine umfassende Einzelausstellung und lädt in einen Kosmos zwischen Design, Kunst und Handwerk ein.
Christoph Hefti (*1967) zählt zu den herausragenden Schweizer Textildesignern der Gegenwart. In seiner unverkennbaren Gestaltungssprache verbinden sich ungewöhnliche Erzählstrukturen mit handwerklicher Präzision. Geheimnisvolle Motive, markante Formen, intensive Farben und unterschiedliche Materialien verdichten sich zu eigenständigen Kompositionen.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Es ist doch immer so im Leben: Die einen haben zu viel, die anderen zu wenig. Das lässt sich vom Geld sagen und vom Glück und von fast allem anderen auch. So in etwa werden auch Bes und Vetter gedacht und gefühlt haben, die für Sophie wie Großeltern sind.
Sophie wächst in Armut in einem oberfränkischen Dorf der 1930er Jahre auf. Ihre Lebensgeschichte wird uns auf mitreißende, poesievolle Weise in „Mittelberge“ erzählt. Es ist der erste, von Anfang bis Ende überzeugende Roman der Theaterautorin Kerstin Specht, deren Stücke vielfach übersetzt und ausgezeichnet wurden.
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- Geschrieben von: Gintarė Kavaliūnaitė -
Vilnius war gerade Schauplatz eines der einzigartigsten Kulturfestivals Europas – und in diesem Sommer steht noch mehr auf dem Programm.
Da Reisende zunehmend nach authentischen kulturellen Erlebnissen suchen, bietet Vilnius, die litauische Hauptstadt, die seltene Gelegenheit, eine der wertvollsten noch lebenden baltischen Traditionen mitzuerleben. So versammelten sich beispielsweise diese Woche 24.000 junge Künstler in Vilnius, um ein von der UNESCO anerkanntes Kulturerbe aus Gesang und Tanz zu feiern. Viele weitere Sommerfestivals erwartet das Publikum in der Stadt am Neris Fluss, die für seine sommerlichen Open-Air-Veranstaltungen und Traditionen bekannt ist.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Der lettische Künstler Jānis Avotiņš wird als zurzeit interessantester Maler aus dem kleinen Land im Baltikum gehandelt.
Zu seiner Einzelausstellung hat sich der Künstler die architektonische Ästhetik der großen ehemaligen Neorenaissance-Börsenhalle in Riga als Ausstellungsort gewünscht. Der Raum ist historisch bereits vordefiniert. Die großen Fenster in Richtung der Jēkaba Straße (iela) lassen nicht nur Tageslicht herein, sondern schaffen auch ein stimmungsvolles Stadtbild und einen Ausblick auf die Altstadt. Gegenüberliegend zeigen die großen Fenster in den glasüberdachten Innenhof.