Kultur Blog
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- Geschrieben von: Gintarė Kavaliūnaitė -
Vilnius war gerade Schauplatz eines der einzigartigsten Kulturfestivals Europas – und in diesem Sommer steht noch mehr auf dem Programm.
Da Reisende zunehmend nach authentischen kulturellen Erlebnissen suchen, bietet Vilnius, die litauische Hauptstadt, die seltene Gelegenheit, eine der wertvollsten noch lebenden baltischen Traditionen mitzuerleben. So versammelten sich beispielsweise diese Woche 24.000 junge Künstler in Vilnius, um ein von der UNESCO anerkanntes Kulturerbe aus Gesang und Tanz zu feiern. Viele weitere Sommerfestivals erwartet das Publikum in der Stadt am Neris Fluss, die für seine sommerlichen Open-Air-Veranstaltungen und Traditionen bekannt ist.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Der lettische Künstler Jānis Avotiņš wird als zurzeit interessantester Maler aus dem kleinen Land im Baltikum gehandelt.
Zu seiner Einzelausstellung hat sich der Künstler die architektonische Ästhetik der großen ehemaligen Neorenaissance-Börsenhalle in Riga als Ausstellungsort gewünscht. Der Raum ist historisch bereits vordefiniert. Die großen Fenster in Richtung der Jēkaba Straße (iela) lassen nicht nur Tageslicht herein, sondern schaffen auch ein stimmungsvolles Stadtbild und einen Ausblick auf die Altstadt. Gegenüberliegend zeigen die großen Fenster in den glasüberdachten Innenhof.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Anastasia Kobekina und das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Karina Canellakis eröffneten mit dem Cellokonzert in h-Moll op. 104 von Antonin Dvorak das SHMF in der Lübecker Musik- und Kongresshalle (MuK).
Jung, unbeschwert und gleichzeitig kraftvoll-entschlossen.
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- Geschrieben von: Dagmar Reichardt -
„Haiku on a Plum Tree“ (2016/2018) entführt die Zuschauer auf eine fiktionale Reise nach Japan. Die beiden italo-amerikanischen Drehbuchautorinnen Mujah Maraini-Melehi und Deborah Belford de Furia widmen sich in diesem Biopic mit dem malerischen Titel der kosmopolitischen Familiengeschichte rund um die bekannteste lebende italienische Gegenwartsautorin Dacia Maraini, deren Werke auch in zahlreichen Übersetzungen ins Deutsche vorliegen, aus ganz eigener Perspektive.
Zugleich entwirft dieser Arthouse-Film eine stilistisch bemerkenswerte künstlerische Handschrift mit weiblicher Konnotation.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Diego Rivera (1886–1957) war die einflussreichste Persönlichkeit der mexikanischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Über seine berühmten großen Wandgemälde (Muralismus) hinaus verkörperte seine Karriere den Weg einer ganzen Künstlergeneration, die die bildende Kultur des Landes neu definierte und damit den Grundstein für die Moderne in Mexiko legte.
In der Villa Caffarelli der Kapitolinischen Museen in Rom sind 140 Werke Diego Riveras und vieler seiner Zeitgenossen zu sehen. Ein faszinierender Einblick in die Kunst der Moderne Mexikos.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Lidia Jorge zählt seit vielen Jahren zu den bedeutendsten literarischen Stimmen Portugals. Jetzt wurde sie mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 2026 ausgezeichnet.
Ihr Roman „Die Stunde der Nelken“ (Originaltitel: „Os Memoráveis“) ist aktuell im Secession Verlag in der Übersetzung von Marianne Gareis erschienen.
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- Geschrieben von: Dagmar Reichardt -
Nach den neuesten Kinoerfolgen aus und in Italien – wie das tiefgreifendere fiktionale Drama La Grazia (2025) von Oscar-Preisträger Paolo Sorrentino oder der derzeit umsatzstärkste Kassenerfolg aller Zeiten auf italienischem Boden nach James Camerons Avatar (2009), nämlich die Unterhaltungskomödie Buen Camino (2025) mit Multitalent und Komiker Checco Zalone als Protagonisten – besinnt sich der italienische Autorenfilm auf kreative Kräfte des weiblichen Geschlechts. – Hat damit die Stunde eines noch auszurufenden „Autorinnenfilms“ geschlagen? Und wie könnte dieser aussehen?
Diese und andere Fragen drängten sich dem Publikum im Rahmen der bereits zum fünften Mal ausgetragenen US-amerikanischen Internationalen Konferenz über Kino und Medien in Italien (Fifth International Conference of the Journal of Italian Cinema & Media Studies) unweigerlich auf.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Herrlich komisch und crazy kommt sie daher, die aktuelle Open-Air-Produktion des Theater Lübeck. Mit Blick auf die Lübecker Altstadt, auf einer Bühne am Traveufer, zeigt das Theater Lübeck bis Anfang Juli fast täglich die fast dreihundert Jahre alte Komödie „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni.
Diese Inszenierung von Maja Delinic überzeugt mit einem modernen Konzept, mitreißendem Ensemblespiel und live musizierten italienischen Schlagermelodien. Die eignen sich, wie sich schon bei der Premiere zeigte, durchaus auch zum Mitsingen und Mitfreuen. Viel Applaus gab’s dafür vom Publikum.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Vor 200 Jahren entstand mit Sachsen-Coburg und Gotha ein Doppelherzogtum, dessen regierende Dynastie bald europäische Prominenz erlangen sollte. Persönlichkeiten wie Queen Victoria und Prinz Albert sowie Leopold, der erste König der Belgier, sind bis heute bekannt.
Der Begründer des Doppelherzogtums, Ernst I., steht jedoch meist im Schatten seiner berühmten Verwandten.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Riesige Gesichter in Schwarzweiß. Gesichter, nur halb erkennbar, aber von magischer Intensität. Wer sie einmal gesehen hat, vergisst sie nicht. Kaum zu glauben, dass die erste Einzelausstellung von Valentin van der Meulen in der Hamburger Galerie Hengevoss-Dürkop, seine erste in Deutschland damals, schon zehn Jahre her ist.
Seitdem ist der Pariser Künstler eine feste Größe in der Galerie am Klosterwall 13; eine zweite Soloschau ließ jedoch lange auf sich warten. Aber nun: „Birds. Zeichnungen“ lautet der schlichte Titel der gegenwärtigen Präsentation, die noch bis zum 25. Juli zu sehen ist. Und wieder ist es ein Erlebnis von umwerfender Eindringlichkeit.