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Hamburger Architektur Sommer 2019

Musik
Regy Clasen Foto Jona Laffin

Meine kleine Schwester im Herzen, Regy Clasen, hat am vergangenen Samstag ihre Flügel ausgebreitet und ist davongeflogen wie das Rotkehlchen vor ihrem Fenster, über das sie sich noch ein paar Stunden zuvor gefreut hatte.
Bis zum letzten Moment ihres Lebens war sie – bewundernswert klar und bewusst – umgeben von ihrer Familie, Freundinnen und Freunden, Kollegen und Kolleginnen, die ihre letzten Monate im Hospiz auf außergewöhnliche Art und Weise begleiteten.

 
Festivals, Medien & TV
Psycho Pass

Ein spannender Cyperpunk-Thriller, angesiedelt im 21ten Jahrhundert und gepaart mit actiongeladener Science-Fiction erzählt von drei verschiedenen Fällen rund um das Sybil-System, welches das Gewaltpotential eines Menschen erkennen kann. Angelehnt an die erfolgreiche japanische Anime-Serie Psycho-Pass werden unter dem Untertitel „Sinners of the System“ einzelne Charaktere aus dem Psycho-Pass-Kosmos in einer Trilogie in den Vordergrund gerückt.

Psycho-Pass: Sinners of the System ist eine Trilogie von Anime-Filmen, die auf den Figuren aus der Psycho-Pass-Fernsehserie basiert. In dem SciFi Anime von Naoyoshi Shiotani werden drei Fälle in einem großen Film behandelt.

 
Kunsthandwerk, Grafik & Design
BuchDruckKunst 2020 – Das Magazin

Menschen, Bücher, Sensationen: An diesem Wochenende, vom 27. bis 29. März 2020, sollte die renommierte BuchDruckKunst im Museum der Arbeit stattfinden. Ein Highlight im Kulturleben Hamburgs, normalerweise.
Doch was ist schon normal in Zeiten, in denen Menschen unvermittelt ihrer Existenzgrundlage beraubt sind. Das Magazin zur Messe jedoch ist erschienen. Ein Kunstwerk für sich, konzipiert und verlegt von Klaus Raasch, einer Institution in der Norddeutschen Buchkunstszene. Allen, die „Erlesenes auf Papier“ zu schätzen wissen, sei es wärmsten empfohlen.

 
Festivals, Medien & TV
Eoin Moore und Anika Wangard eine Begegnung

Eigentlich bin ich nicht besonders scharf auf Krimis. Wenn sie allerdings sehr gut sind, relativiert sich das. Wahrscheinlich befinde ich mich tief im Mainstream mit der Aussage: „Früher hab ich den Tatort ziemlich regelmäßig angeguckt.“ Richtig gern sah ich aktuell nur noch den Polizeiruf 110 aus Rostock mit Charly Hübner und Anneke Kim Sarnau.

Was ich schon gar nicht mochte, war Nick Tschiller. Über Til Schweiger kann man ja verschiedener Meinung sein. Doch – kann man. Ich hab ihn zweimal im Tatort erlebt, einmal aus Versehen und einmal wegen Fahri Yardim. Schweigers Selbstverständnis als Bruce Willis mit Locken, cool und unverwundbar wie Bugs Bunny, hat mich nervös gemacht.

 
Film
Waves

„Waves” ist ein visuell waghalsiger Kraftakt, überwältigend, mitreißend, voller Zärtlichkeit, trügerischer Hoffnungen und zerborstener Träume. US-Regisseur Trey Edward Shults demontiert kühn das Konzept der Heldensagas Hollywoods: Er inszeniert sein vor Energie pulsierendes Melodram über zwei afroamerikanische Teenager als Spirale des Scheiterns und Lovestory des stillen Widerstands.
Metaphysische Sinnsuche zwischen wummernden Pop-Songs unter der flirrenden Sonne Floridas, die Kamera zieht in Höchstgeschwindigkeit ihre Kreise. Manche Filmkritiker fühlen sich an Terrence Malick erinnert, aber „Waves” ist genau das Gegenteil. Zwar hat Shults in dem Team des legendären Regisseurs gearbeitet, doch was er von dem Meister lernte, war eine eigene, unverwechselbare Sprache zu entwickeln.

 
Bildende Kunst
Museum of Now Virtual Edition 2020 Distant Bodies

In Zeiten von „Closed" an den Eingangstüren macht das Museum of Now einen OPEN CALL und setzt damit ein wichtiges Zeichen, entgegen dem allgemeinen Herunterfahren kultureller Institutionen: wir haben keine Zeit für Stornierungen, Schließungen und Verschiebungen und müssen unser Kunst- und Kulturleben vor einem Stillstand bewahren.

 
Kultur, Geschichte & Management
Guenter Grass Mein Fußballjahrhundert

Günter Grass war ein Doppeltalent, ein bekannter Autor, der nicht nur schreiben, sondern auch ziemlich gut zeichnen und malen konnte und beides nur zu gerne tat.
Die Sonderausstellungen im Günter Grass-Haus in Lübeck sind folgerichtig Doppelbegabungen gleich ihm gewidmet – normalerweise. In diesem Jahr allerdings nicht, denn es geht hauptsächlich um Fußball und nur beiläufig um Dichtung und Kunst.

 
Festivals, Medien & TV
Die Stadt ohne Juden – von der Aktualitaet der Geschichte

Der Roman „Die Stadt ohne Juden“ sollte 1922 die damals symptomatische Mentalität der Einwohner Wiens und Österreichs beschreiben. Der österreichisch-amerikanische, vom Judentum zum Protestantismus konvertierte Autor und Journalist Hugo Bettauer (1872-1925) war radikal in vielen seiner Vorstellungen. Und er war präzise und personenbezogen in seinem Erfolgsroman, er nannte zwar Aliasnamen, aber jeder wusste genau, wer in der Ersten Republik gemeint war. Der Roman seziert demgegenüber auch allgemein menschliches Denken und Handeln in einer akuten (Wirtschafts-)Krise. Er ist Dystopie, Vision und Vorhersage und kommt doch bei weitem nicht an die tatsächliche Realität der Shoah heran. Der Schritt von der Vertreibung zur Vernichtung war damals noch jenseits des Vorstellbaren, obwohl in der einen oder anderen gleichnishaften Rede der handelnden Romanfiguren der verachtende Begriff „vertilgen“ fällt.

 
Kultur, Geschichte & Management

Die Beschreibung der Stoa der griechischen Stadt Megalopolis und ihrer Ausgrabung bietet ein schmales Buch mit zahlreichen Schwarzweißfotos und Zeichnungen.
Im Werk Oswald Spenglers, „Der Untergang des Abendlandes“, ist Megalopolis der von ihm geprägte Ausdruck für eine Riesenstadt, wie es sie zu seinen Lebzeiten noch gar nicht gab. Ob er wohl gewusst hat, dass es tatsächlich eine Stadt – aber eine ziemlich kleine Stadt – dieses Namens gab, noch dazu mit einem Ursprung in der Antike? Gegründet worden war sie als „Megalopolis“, aber im Verlauf von mehr als zwei Jahrtausenden verlor sie ihren Endkonsonanten und heißt deshalb heute nur noch „Megalopoli“.

 
Film

„La Vérité – Leben und lügen lassen” ist Hirokazu Kore-edas erster Film außerhalb seines Heimatlandes gedreht: Eine hinreißende Hommage an das französische Kino und Catherine Deneuve.
Auch hier in Paris bleibt die Familie zentrales Thema des japanischen Regisseurs. War die Kindheit an der Seite jener gefeierten Diva eine Kette von Enttäuschungen, die Mutterrolle nur lästige Pflicht? Oder betrügen uns die Erinnerungen? Mit subtiler Finesse inszeniert Kore-eda ästhetisch virtuos ein schillerndes Beziehungsgeflecht vermeintlicher Abgründe und verborgener Sehnsüchte zwischen Ironie, Trauer und Poesie.

 

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