Meinung

So auch, wenn auch ganz anders, in der Mathematik. Der Physik. Oder der Chemie.

Kurz, in allen naturwissenschaftlichen Fächern. Gut. Grundlagenkenntnisse sind hier wie sonst unverzichtbar. Axiomatik, Dimensionenlehre, Protonen- und Neu­tronenzahlen, Kernbausteine, Anzahl der diversen Elektronen auf den Scha­len.

 
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Heinrich Steinfest hat bisher mehr als 20 Romane veröffentlicht. Zweimal schon wurde der Autor für den Deutschen Buchpreises nominiert – davon einmal für die Shortlist – und mehrfach mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet.

Dass er Kriminalromane schreiben kann, hat Romanautor Steinfest also hinlänglich bewiesen. Nun spielt er erstmals in einer Novelle, in der „Amsterdamer Novelle“, mit kriminalistischen Motiven. In Lübeck stellte der Autor dieses vergnügliche und zugleich spannende, kurze und kurzweilige Buch in der Buchhandlung Hugendubel vor. So geschehen im Rahmen der diesjährigen LiteraTour Nord in Kooperation mit dem Buddenbrookhaus.

 
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Einstein liest Nietzsche… Bitte?! Die Nietzschephilologen und -forscher greifen sich an den Kopf. „Worauf soll das hier hinaus?“, mögen sie sich fragen. Das Inkommensurable kommensurabel zu machen, mag in der Mathematik ja noch hingehen.

Wenngleich…

 

Doch das steht auf einem anderen Blatt. Aber wenn behauptet wird, der Genius der theoretischen Physik habe den unzeitgemäßen Kultur- und Geschichtskritiker auch nur flüchtig zur Kenntnis genommen, sich gar ernsthaft mit ihm beschäftigt… Also nein! Wir lassen uns doch nicht verhohnepipeln, und das geht entschieden zu weit! Unwilliges Kopf- und selbst Fäusteschütteln macht sich breit. Unverhohlen ärgerliches Gemurmel erfüllt den Raum. Der Sturm der Entrüstung ist kurz davor loszubrechen.

 
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Der Alt-Folk Musiker James Auger a.k.a. „A Choir of Ghosts“ (UK/SE) veröffentlicht am 19. November 2021 seine neue Single „Do You Remember?“.

 

„Der Song handelt im Wesentlichen von meiner seltsamen Angst, alt zu werden oder zu sterben, bevor ich das Gefühl hatte, mein Leben gelebt zu haben“, beschreibt James Auger seine Gefühle. „Es ist auch eine kleine Geschichte darüber, was meine Frau und ich in den letzten 8 Jahren durchgemacht haben.“

 
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Die Geschichte ist schnell erzählt. Eine junge Frau aus einem Vorstadtwohnghetto in Stockholm, eine dem Alkohol verfallene Mutter und ein Freund, der in seiner treuherzigen Liebe und unbeholfenen Zuneigung zu der unter Aggressionsschüben leidenden 20jährigen anrührend wirkt – stets bemüht und stets überfordert – bilden den Lebenshintergrund eines Dahinvegetierens ohne jede vertretbare Perspektive.

 

Das ganz normale Leben in der Tristesse des städtebaulichen Verfalls und der Verwahrlosung, wie es heute am Rand der Ballungszentren weltweit längst Standard ist. Die typische No-Future-Generation. Zu der auch diese Katarina gehört.

 
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Traditionelles Afrika und moderner Jazz? Das mutet zunächst wie eine verquere Mischung an.

Matthias Spillmann und Band haben mit Mbuso Khoza jedoch einen Musiker gefunden, der farbgebendes und verbindendes Element in der ungewöhnlichen Mixtur ist. Der Vokalartist aus Südafrika bringt die Werke königlicher Lobsänger aus seiner Heimat mit, die sogenannten „imbongi“. Speziell die Gesänge der Prinzessin Makogo kaDinzulu hat er sich ausgesucht.

 
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Was bleibt von einem Menschen nach seinem Tod? Dieser Frage geht der neue Roman von Angelika Klüssendorf nach.

Schon ihre Roman-Trilogie „Das Mädchen“, „April“ und „Jahre später“ begeisterte Kritik und Lesepublikum. Das könnte auch ihrem neuen Roman „Vierunddreißigster September“ so ergehen. Das tragikomische Buch stellte die Autorin dem Lübecker Publikum im Rahmen der LiteraTour Nord in der Buchhandlung Hugendubel vor. Die dortigen Zuhörer waren jedenfalls hingerissen. Dies zeigte sich am Applaus und an den interessierten Fragen, die von der Autorin im Anschluss an die Lesung überzeugend wahrhaftig beantwortet wurden.

 
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„Denn ausnahmslos bewährt sich jenes Unglück, daß alles verrostet werden kann mit betriebsamer Interessantheit, sich anpreisender Mode und ästhetischer Geschmäcklerei. Entgiftet, entspannt, vernichtet wird in dieser Zeit besonders gern durch Lob, das ist eine ausgezeichnete Taktik, wobei solche Bücher wie der Geist der Utopie, oder Das Prinzip Hoffnung (…) selbstverständlich keine Ausnahme darstellen können.“

(Gespräche mit Ernst Bloch, edition Suhrkamp, S. 164f.)

 
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„Das Gesicht legt sich nun so glatt wie möglich, der Angestellte will so schlank, so faltenlos sein wie sein Kleid und hält sich danach. Er setzt sich damit in Vorteil, aber in jenen, den die wirklichen Herrn von dem kleinen Mann haben. Also wirft ihn das Glas (des Spiegels, F.-P.H.) nicht einmal zurück, wie er sich selber wünscht, sondern eben wie er gewünscht wird. Dergleichen ist genormt gleich den Handschuhen im Laden, gleich dem Ladenlächeln des Verkäufers, das zum allgemeinen und vorgeschriebenen geworden ist. Unter Angst und Öde lächeln, das ist jetzt das amerikanische Zeichen der Herren, die keine sind. Gewollt ist damit, sie sollen sich gleichen wie ein Ei dem anderen, und lauter Hühner kriechen aus. (…) Zum Zweck, daß dadurch der Herzenswunsch des Geschäftsmanns selber erfüllt werde: Profit zu machen.“ (Das Prinzip Hoffnung, Erster Band, stw, 1973, S. 396/398)

 
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Gefeiert, vergessen, wiederentdeckt

Aphra Behn (1640-1689) ist die erste Schriftstellerin Englands, die vom Schreiben leben konnte. Sie gilt als Erfinderin des realistischen Romans. Ihre Werke waren erfolgreich, einflussreich und radikal zukunftsweisend. Ihre Themen reichten von Gender bis Zivilisationskritik. Das Schöne und Gute daran ist: Ihre Texte sind auch heute noch lesenswert. Deshalb entsteht derzeit in England eine neue Gesamtausgabe ihrer Werke, die „Cambridge Edition oft he Works of Aphra Behn“.

 
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Edmund Husserl ist niemals populär gewesen, aber wohl trotzdem der einflussreichste Philosoph des 20. Jahrhunderts.

Der Niederländer Toon Horsten erzählt, wie sein umfangreicher Nachlass von dem belgischen Pater Hermann Leo Van Breda gerettet wurde.

 
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Das Folk-Trio „AySay“ verbindet lyrisch und musikalisch unterschiedliche Kulturen.

Migrationsprozesse, ob in Dänemark – woher AySay stammt – oder anderswo in Europa, haben insbesondere kulturell erstaunliche Effekte. Gesellschaften wird schnell klar, dass Integration nie so funktioniert, dass eine Kultur oder gar Kulturen in einer anderen vollkommen aufgehen. Es bleiben Fragmente oder entstehen Beeinflussungen, neue Haltepunkte und Verbindungslinien.

 
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Was haben das Videospiel „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“ und Joni Mitchells Album „Hejira“ gemeinsam? Nun: Sie nehmen ein eigentlich etabliertes Genre, verknüpfen es gleichwertig mit neuen Einflüssen und erschaffen ein zeitloses Kunstwerk.

Gleichwertig ist das Stichwort: Auf ihrem Album „Ekual“ schaffen Yumi Ito & Szymon Mika nämlich ein ebensolches Phänomen. Mit der Vielfalt von Stimme sowie Saiteninstrumenten kreiert das polnisch-japanisch-schweizerische Gesangs-Gitarren-Duo Welten aus Flageolett, Akkorden, Gesangsmelodien und Stimmimprovisationen. Dabei drängt sich kein Element in den Vordergrund.

 
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„Das Dunkel des gerade gelebten Augenblicks dagegen bleibt in seiner Schlafkammer; aktuelles Bewußtsein ist gerade nur in bezug auf ein eben vergangenes oder für ein erwartet anrückendes Erlebnis und seinen Inhalt da. Der gelebte Augenblick selber bleibt mit seinem Inhalt wesenhaft unsichtbar, und zwar desto sicherer, je energischer Aufmerksamkeit sich darauf richtet: an dieser Wurzel, im gelebten Ansich, in punktueller Unmittelbarkeit ist alle Welt noch finster.“ (Das Prinzip Hoffnung, Erster Band, stw, 1973, S. 338)

 

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