Kultur Kolumne
- Details
- Geschrieben von: Redaktion -
Junger Jazz, der seinen eigenen Fluss findet: Mit „Listen To The River“ präsentiert das Linus Rebmann Trio ein Debüt voller Spielfreude, Dynamik und wacher musikalischer Neugier.
Ein Debütalbum, das zeigt, wie lebendig und überraschend moderner Jazz klingen kann.
- Details
- Geschrieben von: Redaktion -
Im Grenzbereich der Stille: Die Kunst des Weglassens und die Kraft des Leisen. Das Kathrin Pechlof Trio zeigt, wie aus minimalen Impulsen maximale Klangräume entstehen.
Wie kann man etwas Kleines ganz groß, etwas Leises ganz laut und etwas sehr Intimes absolut umfassend erscheinen lassen?
- Details
- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Die malische Singer-Songwriterin und Gitarristin Fatoumata Diawara veröffentlicht ein neues Album mit dem Titel „Massa“.
Es ist ihr bis dato persönlichstes und introspektivstes Werk und behandelt das Thema der richtigen Balance in ihrem Leben als Künstlerin und als Mutter sowie die Missstände in unserer Gesellschaft, den Verfall menschlicher Beziehungen, Verrat, Enttäuschung und Eifersucht, vor allem in polygamen Familien.
- Details
- Geschrieben von: Claus Friede -
Am 5. Juni präsentiert der norwegische Pianist und Komponist Håkon Skogstad „24 Variationen für Klavier“ – ein lang angelegtes Solowerk, das seine künstlerische Identität jenseits von Traditionen und Genres widerspiegelt.
Skogstad arbeitete über ein Jahrzehnt an den Kompositionen, die nun sowohl einzeln als auch als Gesamtheit auf dem neuen Album zu hören sind. Diese Tatsache verleitet dazu, die vierundzwanzig Werke mehrfach anzuhören.
- Details
- Geschrieben von: Hasko Witte -
Welch ein Erlebnis, durch Robert Schumanns „Waldszenen“ zu spazieren und plötzlich auf ganz neue Pfade abzubiegen! So erging es dem Publikum, das beim Lucerne Klavier Fest 2023 Zeuge eines einzigartigen Austauschs zwischen der Pianistin Johanna Summer und Igor Levit wurde, welcher diese gemeinsame Begegnung im Anschluss zu seinen „künstlerisch erfüllendsten Momenten der letzten Jahre“ zählte.
Levit machte den Aufschlag und spielte das erste Stück des romantischen Zyklus im Original; Summer nahm den Faden der jeweiligen Miniatur auf und lieferte mit einer Improvisation über das Gehörte ein Paradebeispiel ihrer musikalischen Intuition.
- Details
- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Seit den 1970er Jahren hat Christof Lauer in den unterschiedlichsten Formationen seine Virtuosität, Originalität und Vielseitigkeit auf seinem Instrument, dem Saxophon, demonstriert, sei es im Duo, Trio, Quartett, Quintett oder bei der NDR-Bigband.
Mit der neuen Solo-Saxophon-Einspielung „Odyssea Sonorum“, die seit mehr als zehn Jahren seine erste unter seinem eigenen Namen ist, betritt Lauer ein für ihn neues Terrain. Ohne instrumentale Begleitung kreiert er mit Tenor- und Sopransaxofon einen Klangraum, den er allein musikalisch gestaltet. Das Album enthält Liveaufnahmen aus einer Konzertreihe, die Christof Lauer 2019 gemeinsam mit der Jazz-Initiative Frankfurt ins Leben gerufen hat.
- Details
- Geschrieben von: Redaktion -
Neha! ist mehr als eine Vokalformation – es ist ein lebendiges Porträt von Freundschaft, Mut und künstlerischer Freiheit.
Sechs Frauen, jede einzigartig, tiefgründig und komplex, vereinen ihre Stimmen zu einem polyphonen Klangteppich, der Grenzen überschreitet und Herzen berührt.
- Details
- Geschrieben von: Redaktion -
Welche Rolle spielt Musik heutzutage? Kann Poesie die Welt noch retten? Hatten Künstlerinnen und Künstler, die vor 100 Jahren lebten, auf diese Frage eine Antwort?
Rainer Maria Rilke, der vor genau 100 Jahren starb, konnte sich sicherlich nicht vorstellen, was die Menschheit in einem Jahrhundert alles durchmachen würde. Er hätte sich auch nicht vorstellen können, dass eine nach Deutschland ausgewanderte ukrainische Musikerin ein Jahrzehnt später sein Gedichtbuch aufmacht, über die Zeilen „Mein Dunkel, mein Dunkel, da steh ich mit dir...” stolpert und wie gefesselt von der Idee ist, dass es endlich jemanden gibt, der ihre Gefühle so sanft, präzise und elegant zum Ausdruck bringen kann, dass er mit seiner Poesie die Naturgesetze zu brechen scheint.
- Details
- Geschrieben von: Hasko Witte -
Das spanische Cuarteto Quiroga veröffentlicht ein besonderes Album: „Arriaga – The Complete String Quartets“.
Mit dieser Neuerscheinung lädt das Ensemble dazu ein, die drei Streichquartette von Juan Crisóstomo de Arriaga (1806–1826) in neuem Klanggewand zu entdecken.
- Details
- Geschrieben von: Hasko Witte -
Mit ihrem Debüt-Soloalbum TERRA kehrt die italienisch-amerikanische Pianistin Elenora Pertz an den Ursprung des Klangs zurück – in eine Welt, in der Musik unmittelbar aus der Erde und einem tiefen Bedürfnis nach Verbindung erwächst.
TERRA ist weit mehr als eine Sammlung von Klavierstücken: Es ist eine musikalische Meditation über Energie, Zyklen und das Urweibliche, inspiriert von intensiven Naturerfahrungen und dem Wunsch, die Trennung zwischen Werk und Leben, zwischen Kunst und Körper, zwischen Mensch und Erde zu überwinden.
- Details
- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
In einem perspektivenreichen und anregenden Buch stellen die beiden Heidelberger Universitätslehrer Thomas Arnold und Thomas Fuchs ein Phänomen vor, das nach ihrer Ansicht unsere Zeit dominiert: den Narzissmus.
Beide Autoren lehren Philosophie. Arnolds Interesse gilt nach einer Promotion über Platon vor allem der antiken Philosophie, und dazu beschäftigt er sich mit der Phänomenologie Edmund Husserls. Fuchs – der Ältere von beiden – ist nicht nur Philosophieprofessor, sondern darüber hinaus ein renommierter Psychiater.
- Details
- Geschrieben von: Hasko Witte -
„Unbound“, das neue Album des Ensembles "Ragnhild Hemsing VETRA“, ist soeben digital erschienen auf allen Streaming-Plattformen. Dieses Werk ist ein wilder, zugleich kontemplativer Gang durch die norwegische Musiktradition.
Es ist ein hörbares Abenteuer, eine Einladung, sich mitnehmen zu lassen in weite, nordische Klanglandschaften, in denen Jazz und norwegische Volksmusik einander begegnen.
- Details
- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Kritisch, ja sogar ablehnend beschäftigt sich Joachim Vahland mit einem der wichtigsten Bücher der Philosophiegeschichte.
Der Titel täuscht nicht, und er soll auch nicht täuschen: Der Autor macht kein Geheimnis daraus, dass er nicht allein die Argumentation von Immanuel Kants großem Werk, sondern zugleich damit „die Person und ihre akademische Karriere angreifen“ möchte.
- Details
- Geschrieben von: Claus Friede -
Die 1952 fertiggestellte 7. Sinfonie, die Prokofjew in einer für ihn schwierigen Zeit komponierte, da die sowjetische Führung ihn anfeindete und sein Gesundheitszustand kritisch war, sollte sein letztes vollendetes Hauptwerk sein.
Im Auftrag der sowjetischen Kinderradioabteilung komponiert und oft als „Kindersinfonie“ bezeichnet, ist Prokofjews Sinfonie Nr. 7 eine nostalgische Reflexion über die Jugend. Doch trotz ihrer wehmütigen Melodien und kindlichen Unschuld liegt in ihnen eine unterschwellige Traurigkeit. Mit durchgängigen melancholischen Nuancen und einem Ende, das an ein schlagendes Herz erinnert, mündet die Sinfonie in ein rätselhaftes Gefühl des Abschieds.
