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In sechszehn Porträts beschreibt der Journalist und Chefredakteur der „Welt-Gruppe“, Ulf Poschardt, was er sich unter Mündigkeit vorstellt.

Nicht wenige Begriffe scheinen in den letzten Jahrzehnten ihren Sinn verloren zu haben. Wer wollte die „Welt“ heute noch ein konservatives Blatt nennen?

 

„Conservativ“ wird in den Wörterbüchern des 19. Jahrhunderts als „die Erhaltung befördernd“ definiert, aber sowohl die Redakteure der angesprochenen Zeitung als auch Politiker der großen Parteien würden eine solche Qualifizierung als Unverschämtheit zurückweisen. Ausnahmslos alle haben sich den großen Wandel auf die Fahne geschrieben und stehen vorbehaltlos für Mobilität, Modernisierung und in den Worten ihres Chefredakteurs dafür, „fundamental wirklich alles zu ändern“. Das Schlimmste, was die Nachfahren der Konservativen kennen, ist in den Worten dieses Autors „Bremsendes und Entschleunigendes“.

 
Meinung

Hegel, Marx, der Stagirite,

Hartmann, Nicolai.

Warst gewiss kein Adornite,

Nein, ganz zweifelsfrei!

Nahmst sie mit auf deine Reisen,

Studierende, ein ganzer Tross.

Dafür werden all dich preisen,

Warst uns einer von den Weisen,

Heimgekehrter Peripatos.

Frank-Peter Hansen

 
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Sein Buch über Migrationslandschaften „Migrancy, Culture, Identity“ brachte ihm 1994 den (geistes-) wissenschaftlichen Durchbruch. Aber eigentlich fing alles mit seiner Studie über urbane Rhythmen, Popmusik und Popkultur an: Der musikaffine britisch-italienische Autor Iain Chambers, Jahrgang 1949, hat die Kulturwissenschaft als Disziplin mitbegründet und gilt heute als international ausgewiesener Forscher zum Thema Postkolonialismus und Mittelmeerstudien.

Nachdem er noch in den neunziger Jahren zusammen mit Paul Gilroy über Jimmy Hendrix, Hip-Hop und die „Unterbrechung des Gedankens“ publiziert hat, beschäftigt er sich in seinem letzten auf Italienisch erschienenen Titel mit der „Mittelmeerfrage“ („La questione mediterranea“, 2019): Dagmar Reichardt sprach mit dem Wahl-Neapolitaner darüber, warum wir heute lieber vom „Globalen Süden“ statt einer „Dritten Welt“ reden, was der sogenannte „Globale Süden“ eigentlich mit Globalisierung zu tun hat, und wo er denn liegt, wie und was er überhaupt ist?

 
CDs JazzMe

„Kraitis iš pelkės“ – lautet der Titel des neuen – zweiten – Albums der litauischen Frauengruppe Sen Svaja, das bereits 2018 in Litauen auf den Markt kam und nun auch im restlichen Europa zu erhalten ist. Eine „Mitgift aus dem Sumpf“ – so die deutsche Übersetzung des Albumtitels.
Die 2010 in Vilnius gegründete bis zu fünfköpfige Gruppe mit wechselnder Besetzung um die studierte Musikerin Agota Zdanavičiūtė, konzentriert sich primär auf alte litauische Volkslieder und -musik, integriert darüber hinaus Elemente südslawischer Volks- und Jazzmusik.

 
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Der Titel des neuen Romans von Leif Randt „Allegro Pastell“ macht neugierig. Grund genug, dieses Buch zu lesen.

Ein weiterer Grund: Literaturkritiker Ijoma Mangold hat diesen Liebesroman hochgelobt. Hätte er das nicht getan, dann wäre dieses coole, für den Leipziger Buchpreis nominierte Buch vielleicht an mir vorübergegangen. Ob das gut gewesen wäre? Nein, keineswegs!

 
CDs JazzMe

„Für mich fühlt sich Home wie die Fortsetzung desselben Buchs an... Es war gewissermaßen der Anfang, das klangliche Vorwort für die eigentliche Geschichte. Und Home ist nun eine Story mit einem richtigen Schluss, so dass das nächste Buch wieder von etwas vollkommen anderem handeln kann. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen, und jetzt bin ich gespannt, in welche Richtung Home mich und meine Musik als nächstes führen wird“, sagt Hania Rani.

 
CDs KlassikKompass
Ein Musiker findet zu sich selbst. Auch so hätte eine mögliche poetische Überschrift zu diesem Artikel lauten können.

Pascal Schumacher, luxemburgischer Vibraphonist und Komponist veröffentlicht sein erstes Soloalbum. Das ist gleich aus mehreren Gründen einer besonderen Erwähnung wert.

 
CDs JazzMe

Mit dieser gerade erschienenen Veröffentlichung von träumendem Gras präsentiert der dänische Bassist und Komponist Jonathan Andersen erstmals ein vielfältiges improvisations-melodisches Universum auf CD.

„Tiny Grass Is Dreaming“ ist quasi der Höhepunkt einer mehrjährigen Arbeit und kulminiert im perfekten Zusammenspiel der vier Musiker und Instrumente: Klavier, Altsaxophon, Schlagwerk und Kontrabass.

 
CDs JazzMe

„Folk und mehr aus Russland“ steht in der Unterzeile dieser Doppel-CD, die einen Einblick gibt in die Volksmusik und Liedgut des flächenmäßig größten Landes der Erde. Über einhundertfünfzig Völker leben auf dem Territorium der Russischen Föderation, da fällt es nicht leicht den Überblick zu behalten, wenn es um die Volksmusiken geht, zumal viele der Völker teilweise in (teil-)autonomen Republiken und Regionen leben und der größte Teil der jeweils eigenen Geschichte mit dem „Russischen“ nichts zu tun hat.

 
Meinung

Da, meines Wissens, aus Anlass des Todes Klaus Christian Köhnkes am 24. Mai 2013 in der Kulturredaktion des Flensburger Tageblatts sich niemand dazu verstanden hat, über den gebürtigen Flensburger, dessen geistiger Höhenflug wahrhaft atemberaubend gewesen ist, etwas personen- und fachbezogenes zu Papier zu bringen, war es mir, vor allem aus Dankbarkeit, ein Bedürfnis, mit etwas Verspätung in diesem Sinne das Unterbliebene nachzuholen.

 
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Wie übersetzt man die Sprache der Mathematik in Metaphern und Vergleiche? Kann man sich bildlich vorstellen, wie das Innere eines Atoms aussieht?
Um die Erfahrung einer verborgenen Realität in Sprache und Bildern geht es in „Das blinde Licht“ des noch jungen chilenischen Autors Benjamín Labatut.

 
CDs JazzMe

Kurz bevor das Reisen Corona-bedingt nicht mehr möglich war, legte die dänische Musikerin Mette Juul eine weitere Aufnahme vor, die schon Monate zuvor zeitgleich zu „Change“ (09/2019) recorded wurde. Das Album New York – Copenhagen zeigt sich als willkommene Erinnerung, die Konzertbesuche, Ferienausflüge und Städtetouren gedanklich zurückruft. Es erinnert an Abende, die beim Plaudern mit Herzensfreunden ausklangen und an denen das Lachen kein Ende nahm – warm und herzlich. Essenziell in diesen Zeiten, so scheint es.

 
Klartext

Ein offener und öffentlicher Brief an den Intendanten des Norddeutschen Rundfunks

Herrn Joachim Knuth
Rothenbaumchaussee 132
20149 Hamburg

Betr.: Meldung über das 300 Mio. Sparprogramm

 
CDs KlassikKompass

 

Das hier vorgestellte Album ist nicht nur eine Hommage an eine besondere musikalische Zeit und eine legendäre Sopranistin, sondern insbesondere ein Beleg für ein engmaschiges Netzwerk um Wolfgang Amadeus Mozart. Gleichzeitig ist dies eine Österreich-Reise, ins Wien der Habsburger Monarchie des 18. und frühen 19. Jahrhunderts.
Vor dem Hintergrund der Aufklärung zur Regentschaftszeit von Maria Theresia über Joseph II. bis zu Franz II. in denen es in Wien zum Kulturkampf und neuen kulturellen Theorien und Orientierungen kam, stellt die Sopranistin Sarah Traubel, gemeinsam mit dem Orchester der PKF- Prague Philharmonia unter der Leitung von Jochen Rieder, eine Reihe von Arien dieser Epoche vor.

 

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