CDs KlassikKompass

Der venezianische Barockkomponist Antonio Caldara komponierte rund 3.400 Werke – kein Wunder also, dass es noch jede Menge Unbekanntes in seinem Œuvre gibt, das sich zu entdecken lohnt.

Genau das hat der junge Bratscher und Bassbariton Alexandre Baldo getan: er hat bislang verschollene Bass-Arien Caldaras entdeckt – und aufgenommen.

 
CDs KlassikKompass

„Als ich das erste Mal eine Laute in der Hand hatte – ich war 16 oder 17 – habe ich mich sofort in den Klang verliebt.“ erzählt der Tiroler Lautenist David Bergmüller und fährt fort: „Nur vom leere Saiten spielen bekam ich Gänsehaut und konnte nicht genug davon bekommen.

Und das ist heute im Grunde immer noch so.“ Am 18. August 2023 veröffentlicht David Bergmüller bei Berlin Classics ein Solo-Album mit französischer Lautenmusik.

 
CDs KlassikKompass

Mit der Gründung des Kopenhagener Tivoli-Gartens im Jahr 1843 wurde der dänische Komponist und Dirigent Hans Christian Lumbye (1810-1874) schnell zum international anerkannten und gefeierten König der Tänze Walzer und Galopp. Lumby leitete sein Orchester im Tivoli von der Violine aus.

 

Der Titel des neuen Albums, das nicht nur H.C. Lumbye, sondern auch seiner Lebenseinstellung gewidmet ist, lautet passend: Champagner! Der Klang von Lumbye und seinen Idolen.

 
CDs JazzMe

Die Nightwalker-Suite basiert auf Träumen und Erlebnissen, auf Geisteszuständen, die wir alle haben, mit ihren plötzlichen Veränderungen und oft dramatischen Bogen, den wir nicht verstehen, weil wir erst im Nachhinein begreifen können, was passiert ist und warum die Dinge sich genau so entwickelt haben.

Die gesamte Suite schrieb der 1952 in Oslo geborene Ketil Bjørnstad im Laufe des Winters, des Frühlings und des Sommers 2022. Das Album enthält neben der ursprünglichen Nightwalker-Suite auf der ersten CD dieselbe Suite auf der zweiten CD – interpretiert auf dem klassischen Fender Rhodes Piano. Durch genauso klassische Leslie Lautsprecher zum Leben erweckt entsteht eine einzigartige Atmosphäre und fast geisterhafte Intensität, die der Suite eine komplett eigene Stimmung verleiht.

 
Follow Book

Bereits 1999 hat Dieter Stolz ein Buch über das literarische Gesamtwerk von Günter Grass veröffentlicht. 2005 folgte eine zweite Fassung. Längst zum Standardwerk aufgestiegen, liegt nunmehr eine nochmals aktualisierte, erweiterte Neuausgabe von Günter Grass / Der Schriftsteller (dtv) vor.

Dieses Buch ist die Quintessenz aus jahrzehntelanger Forschung und vielseitigem Kontakt des Autors zu seinem berühmten Kollegen, dem Literaturnobelpreisträger Günter Grass. Diese dritte Fassung bindet neue Erkenntnisse und Betrachtungen ein, klammert dabei auch kritische Sachverhalte nicht aus. Mit dem letzten Kapitel hat Dieter Stolz diesmal einen persönlichen Schlusspunkt gesetzt. Dieser Epilog darf durchaus als literarische Liebeserklärung an Grass gelesen werden.

 
art&weise

Zahlreiche Künstler aus ganz verschiedenen Sparten zittern derzeit vor dem enormen Datendiebstahl durch Künstliche Intelligenz auf der ganzen Welt. In Amerika streiken bereits erste Autoren, sodass wir in Zukunft wohl auf die neue Staffel unserer Lieblingsserien etwas länger warten müssen. KI wird zu Hause beispielsweise schon dazu benutzt, das eigene Gesicht digital zu verschönern und dann ins Internet hochzuladen.

 
CDs KlassikKompass

Das Mozarteumorchester Salzburg blickt auf eine über 180jährige Geschichte zurück. Gegründet wurde es im Jahr 1841 unter der Mitwirkung von Constanze Mozart.

Heute genießt es eine weltweite Reputation für seine lebendigen und zielbewussten Mozart-Interpretationen.

 
CDs KlassikKompass

„Ein Mann muss Phantasie haben, eine Frau muss sich an Regeln halten. Tut sie es nicht, ist sie keine Frau, tut sie es aber, ist es der Beweis, dass sie keine Phantasie hat.“

So hat Robert Schumann, das Dilemma komponierender Frauen beschrieben – dessen Frau Clara Schumann immerhin eine gefeierte und auch komponierende Konzertpianistin war.

 
CDs JazzMe

Die Dämmerung (fin.: Hämärä) ist für das Trio von Sähköpaimen (dt.: Elektro-Hirte) ein melodiöser Moment zwischen Licht und Schatten, Tag und Nacht, Nacht und Tag sowie Neuem und Altem.

Die 2011 gegründete finnische Gruppe spielt moderne Folkloremusik, die Extreme verbindet und Gegensätze zusammenschweißt: alte Tradition trifft auf moderne Technik, Organisches verschmilzt mit Elektrischem, Improvisation trifft auf Akkord.

 
Follow Book

Gemeinsame Spielformen des Erzählen – Balladen, Gedichte, Aquarelle.

Aus Stein gehauen sind diese Bilder und Texte nicht. Sie sind so leicht wie Schnee oder Zuckerwatte und so bedeutungsvoll wie Leben und Träume. Die Kombination der Balladen und Gedichte von Christoph Ransmayr mit Illustrationen von Anselm Kiefer sind ein Glücksfall für uns Leser.

 

In dem wunderschön und opulent gestalteten großformatigen Bild-Gedichtband „Unter einem Zuckerhimmel“ präsentieren die beiden ein weiteres künstlerisches Ergebnis ihrer jahrzehntelangen Freundschaft in diesem ihrem zweiten gemeinsamen Buch.

 
CDs JazzMe

„Sefarad – In the heart of Greece” ist das dritte Album der fünfteiligen Serie, mit der Mara Aranda die Sephardische Kultur sowohl auf iberischem Boden als auch in den verschiedenen Regionen der Diaspora wiederentdeckt.

Die beiden vorangegangenen Werke wurden von der Transglobal World Music Chart als „Bestes europäisches Album des Jahres“ ausgezeichnet.

 
CDs KlassikKompass

Rone ist zurück mit seinem mit Spannung erwarteten Album L(oo)ping, einer Sammlung alter, aktueller und unveröffentlichter Titel, neu arrangiert von Romain Allender, live aufgenommen mit dem Orchestre National de Lyon unter der Leitung von Dirk Brossé.

L(oo)ping ist eine Geschichte, die mit großem Zögern und einer anfänglichen höflichen Absage begann und vielleicht nie erzählt wurde. Als die Philarmonie de Paris 2017 Rone bat, mit einem Orchester aufzutreten, lehnte der Elektromusiker zunächst ab und zog es vor, ein besonderes Konzert mit Gästen wie François Marry de Frànçois, The Atlas Mountains und Battles-Schlagzeuger John Stanier zu geben.

 
Kolumne

Sayaka Shoji schafft das bei Licht besehen Unmögliche, also genau das, was die Musik wie keine andere Kunst vermag: Disparateste Stimmungslagen, womöglich gleichzeitig (s.u.), in den emotionalen Raum der selbstverlorenen Befangenheit des unverhofften Sich-gefunden-habens zu stellen.

Oder das Dunkel des erlebten Augenblicks, wenn auch für Momente nur, real werden oder aufscheinen zu lassen. Also dort – in diesem Sehnsuchtsland – angekommen zu sein, von dem Ernst Bloch ganz am Ende von Das Prinzip Hoffnung sagt, es entstehe „in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.“

 
Meinung

Als der Intendant der Hamburgischen Staatsoper, Gustav Everding, 1975 überraschend seinen Wechsel nach München verkündete, kam es zu einer Sondersitzung des Ausschusses für Wissenschaft und Kunst der Hamburgischen Bürgerschaft.

Die Sitzungen waren seinerzeit noch nicht öffentlich, der Ablauf vertraulich. Den Parlamentsmitgliedern drohten Sanktionen, wenn sie Informationen nach draußen trugen.

 

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