Kultur Kolumne
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Ein dickes Buch schildert, wie Fürsten sich im 16. und 17. Jahrhundert von gebildeten Kaufleuten bei der Zusammenstellung von Kabinetten und Museen helfen ließen.
Um Dürer geht es allein im ersten von vier Teilen. Und vorgestellt wird dort nicht in erster Linie der Künstler, sondern der Mensch, der um Anerkennung kämpft und sich mit Auftraggebern auseinandersetzen muss; oder der Handwerker auf der Suche nach den richtigen Farben.
Das Buch der in Cambridge lehrenden, bereits mit etlichen Preisen ausgezeichneten deutschen Autorin Ulinka Rublack ist nämlich keine kunsthistorische Studie, sondern eine kulturgeschichtliche, ein Werk, aus dem wir sehr viel über den Alltag wie das Selbstverständnis, über Ausbildung wie Interessen von Künstlern, Kunsthandwerkern und auch Kaufleuten erfahren können. Nur eben der Künstler Albrecht Dürer kommt nur am Rande vor…
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- Geschrieben von: Claus Friede -
„Praise“ (dt.: „Lob“) heißt das neue und dritte Album des Quartetts um die aus Ludwigsburg stammende Sängerin, Pianistin und Komponistin Sophia Oster.
Nach „Jubilation“ (2021) und „All Smiles“ (2023) ist „Praise“ gepägt von einigen Eigenkompositionen und/oder Texten aus der Feder der in Hamburg lebenden Musikerin. Wer oder was Lob verdient hat, bleibt offen. Vielleicht ist es das Lob an die lyrische Intimität, an rhythmische Raffinesse und künstlerische Reife.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Warum ein Debütalbum mit einem Jazz-Standard beginnen, wenn es doch eine Reihe eigener Stücke zu entdecken gibt? Wer Thomas Quendlers Version des Duke Ellington-Gassenhauers „It Don’t Mean a Thing“ hört, versteht schnell, was den Pianisten, Komponisten und Arrangeur aus Graz auf diese Idee gebracht hat.
In seiner unkonventionellen, dabei zutiefst respektvollen Fassung kommt viel von dem zusammen, was den Österreicher ausmacht: eine Freude an Jazz-Traditionen, ein origineller, ganz eigener Zugriff, spieltechnische Klasse, ein packendes Energielevel und die perfekte Verzahnung einer exzellenten, gerade auch rhythmisch findigen Gruppe.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Im Oktober des Jahres 2023 feierte ein, von der Houston Grand Opera in Auftrag gegebenes Werk, namens „Intelligence“, seine Weltpremiere im Wortham Theater Center in Houston/Texas.
„Intelligence“ ist eine Oper des in San Francisco lebenden Komponisten und Pianisten Jake Heggie, des Librettisten Gene Scheer und der amerikanischen Regisseurin und Choreografin Jawole Willa Jo Zollar, Gründerin der „Urban Bush Women“.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Die französische Kuratorin Véronique Wiesinger, Direktorin der Fondation Alberto und Annette Giacometti, legt ein schmales, aber enorm faktenreiches Buch über den Schweizer Bildhauer und Maler Alberto Giacometti vor.
Für die Mehrzahl der Interessierten – so auch für den Rezensenten – war Giacometti einer der wichtigsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts, aber tatsächlich war er noch wesentlich mehr. Bei der Lektüre des Buches fällt besonders die Offenheit dieses Künstlers ins Auge, der sich stets aufmerksam umschaute und so ungezählten Anregungen begegnete. Natürlich, zunächst und vor allem war Alberto Giacometti Bildhauer, dazu aber auch Maler und gelegentlich sogar so etwas wie ein Innenarchitekt.
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- Geschrieben von: Peter D. Schmidt -
Meine erste Begegnung mit ihm hatte ich als Politiker. 1979 reiste ich mit meiner CDU-Bürgerschaftsfraktion nach London. Bei einem Gesellschaftsabend in unserem Hotel wurde er als ARD-Korrespondent an meiner Seite platziert, da ich für die Medien in Partei und Fraktion zuständig war.
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- Geschrieben von: Hasko Witte -
Die Metamorphose eines Schmetterlings ist ein Bild, das in der Literatur seit jeher für Transformation, Entfaltung und die Überwindung von Grenzen steht. Für die französisch-ägyptische Bratschistin Sindy Mohamed ist dieses Sinnbild mehr als nur eine poetische Metapher – es beschreibt ihren eigenen künstlerischen Werdegang und die Entstehung ihres ersten Albums, das sie treffend „Farasha“ – das arabische Wort für Schmetterling – genannt hat.
Am 29. August 2025 erscheint dieses außergewöhnliche Debüt bei Berlin Classics und dokumentiert eine künstlerische Reise, die von kultureller Vielfalt, musikalischer Neugier und persönlicher Entwicklung geprägt ist.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Ein Debüt und eine Suite, die für sich selbst spricht. Es ist ein Versprechen in die Zukunft eines Musikers, der gerade erst Witterung aufgenommen hat. Vom ersten bis zum letzten Ton lebt Max Treutners Album von einer beispiellosen inneren und äußeren Gelassenheit
Braucht Musik einen Ort, an dem sie entstehen und sich ausbreiten kann, oder entwirft sie selbst die Topografie, innerhalb derer sie sich verortet? Der junge deutsche Saxofonist Max Treutner tendiert eindeutig zur zweiten Annahme, denn auf seinem Debütalbum führt er uns in Zen Garden, der nur durch seine musikalische Vision existiert. Mit einem hingebungsvollen Sinn für Bewegung und Detail entführt er seine Hörerschaft aus ihrem jeweiligen Alltag an diesen besonderen Schauplatz, um den immerwährenden Trott mit all seinen Sorgen und Konflikte abzuwerfen, durch eine Luke zu schlüpfen und sich einfach im Sog der Musik fallenzulassen. Vom ersten bis zum letzten Ton lebt Treutners Album von einer beispiellosen inneren und äußeren Gelassenheit. „Zen Garden“ ist eine Einladung, den vier Musikern auf dem Album so viel Vertrauen entgegenzubringen, um aus einem passiven Hörvergnügen ein aktives Moment der Sensibilisierung und Fokussierung zu machen.
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- Geschrieben von: Redaktion -
John McLaughlin feiert sein Comeback mit „Live at Montreux Jazz Festival 2022“. Dieses „The 4th Dimension“ in Musik und Film wieder.
Am 11. Juli 2022 kehrten John McLaughlin und „The 4th Dimension“ gemeinsam mit der kubanischen Künstlerin Jany McPherson, die den Auftritt mit ihrem Gesang und ihrem Klavierspiel bereicherte, zum Montreux Jazz Festival zurück. Zusammen boten sie dem Publikum im Stravinski Auditorium ein beeindruckendes Konzert und spielten Lieblingsstücke wie „New Blues Old Bruise“, „El Hombre Que Sabia“ und Pharoah Sanders' „The Creator Has a Master Plan“, die das Publikum begeisterten.
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- Geschrieben von: Christopher Walsh Sinka -
Der Riga Project Choir veröffentlicht das Debütalbum „Already Bloomed“ (dt.: Bereits erblüht) mit Weltpremieren zeitgenössischer Werke für gemischten Chor von verschiedenen lettischen Komponistinnen u.a. Gundega Šmite, Ruta Paidere, Evija Skuķe, Līva Blūma, Lauma Kazaka und Irīna Mihailovska.
In der reichen Geschichte der Chormusik Lettlands standen Komponistinnen ihren männlichen Kollegen in nichts nach und leisteten einen gleichwertigen Beitrag zum Repertoire.
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- Geschrieben von: Harry Popow -
In diesem Sachbuch setzt der Autor Wolfgang Bittner dem Kriegsgeschrei der westlichen „Wertegemeinschaft“ eine Vielzahl bisher weitgehend verschwiegener Wahrheiten entgegen.
Das Buch umfasst 144 Seiten und fordert jeden denkenden Menschen in Deutschland und auch in Europa dazu auf, sich nicht von kriegswütigen politisch blinden Profitjägern und größenwahnsinnigen Vertretern der Kapitalinteressen ins Bockshorn jagen zu lassen und damit in den Untergang.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Das Cleveland Orchestra und sein Musikdirektor Franz Welser-Möst veröffentlichen eine neue räumliche Audioaufnahme von Mozarts Klavierkonzert Nr. 27 mit dem Pianisten Garrick Ohlsson, gepaart mit der Sinfonie Nr. 29 des Komponisten.
Die ausschließlich digital erhältliche Aufnahme wurde live in der Mandel Concert Hall des Severance Music Center aufgenommen und zeigt die Anmut, Klarheit und expressive Brillanz von Mozarts Musik aus zwei deutlich unterschiedlichen Perioden seines Lebens.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Mit „Trance“ und „Schussfahrt“, den beiden ersten Bänden seiner Cric Crac Saga, hat der Hamburger Arzt und Autor Konrad Rippmann einen schier atemberaubenden Abenteuerroman quer durch ein Jahrhundert Weltgeschichte vorgelegt.
Ebenso unterhaltsam wie lehrreich. Kurz: Genau die richtige Urlaubslektüre.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Am 07. August 2025 wird der aus Mannheim stammende Musiker, Arrangeur, Produzent, Komponist und Buchautor Adax Dörsam 70 Jahre alt. Zum Geburtstag schenkt er sich und seinem Publikum ein neues Buch und ein ganz besonderes Album namens „25“.
Mit seinem wahren Kaleidoskop an Zupfinstrumenten wie Saz, Baglama, Oud, Saturn 63, einer bislang nur drei Mal überhaupt gebauten Harfencister, einer Rickenbacher Lap Steel, Streichpsalter, Mandoline, Klassik- und Steelstring sowie E-Gitarre und Maultrommel gibt Adax einen Einblick in seine von vielen Reisen und Klängen inspirierte Musikwelt von Hawaii über Bhutan bis nach Liverpool und den heimischen Odenwald.