Kultur Kolumne
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- Geschrieben von: Redaktion -
Das britische Jazzensemble „Empirical“ kehrt mit einer Warnung für unsere unruhigen Zeiten zurück: seinem insgesamt achten Album mit dem unheilvollen Titel „Like Lambs: To The Slaughter“.
Nach der Übersiedelung des Vibraphonisten und langjährigen Bandmitglieds Lewis Wright in die USA besteht die preisgekrönte Band nun aus Nathaniel Facey am Altsaxophon, Tom Farmer am Kontrabass und Shaney Forbes am Schlagzeug.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Mit „Recent“ legt der Kölner Saxophonist und Komponist Fabian Dudek ein Album vor, das sich konsequent dem Moment verschreibt.
„Recent“ ist zugleich der Name der Band wie des Albums und beschreibt programmatisch Dudeks Arbeitsweise: „Ich arbeite stark im Moment – das ist Fluch und Segen zugleich; ich sehe meine Konzerte eher als Werkstatt: Man zeigt den aktuellen Stand, nichts ist endgültig.“
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- Geschrieben von: Redaktion -
„L’Adoration de la Terre“ – die Anbetung der Erde: Unter diesem Motto, mit dem Igor Strawinsky sein „Sacré du Printemps“ überschrieben hat, stellen die Pianisten Nadezda Pisareva und Georgy Tchaidze ihr erstes Album vor.
Das Duo Pisareva-Tchaidze eröffnet sein nicht eben alltägliches Programm mit diesem epochalen Werk, das ganze zwei Monate nach dem Wiener „Watschenkonzert“ das Pariser Publikum bekanntlich in ganz ähnliche Wallungen versetzte.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
„Der Fürst“: Das ist einerseits der Titel des berühmten Buches von Niccolò Machiavelli, andererseits scheint es eine Figur zu sein, die in diesen Tagen mehr denn je die internationale Politik dominiert.
Lassen sich diktatorisch regierende, obwohl vielleicht sogar demokratisch gewählte Präsidenten unserer Zeit wirklich als Fürsten bezeichnen?
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Das letzte Album „Bukovina“ von Tovte wurde für einen Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Im Sommer folgt nun das neue Album des Quintetts.
Es dreht sich um Wetter und Wolken, von „Cirrus“ bis „Mistral“, von „Nebulae“ bis zum griechischen Herrscher der Winde, „Aiolos“.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Die neue Aufnahme von Gustavo Dudamel und dem Simón-Bolívar-Sinfonieorchester aus Venezuela taucht in die facettenreiche Klangwelt von Manuel de Falla (1876–1946) ein und vereint drei seiner berühmtesten Werke: El amor brujo, Noches en los jardines de España und El sombrero de tres picos.
Zusammen bieten sie drei unterschiedliche und doch sich ergänzende Visionen von Andalusien und beleuchten Fallas Auseinandersetzung mit der spanischen musikalischen Identität.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Junger Jazz, der seinen eigenen Fluss findet: Mit „Listen To The River“ präsentiert das Linus Rebmann Trio ein Debüt voller Spielfreude, Dynamik und wacher musikalischer Neugier.
Ein Debütalbum, das zeigt, wie lebendig und überraschend moderner Jazz klingen kann.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Im Grenzbereich der Stille: Die Kunst des Weglassens und die Kraft des Leisen. Das Kathrin Pechlof Trio zeigt, wie aus minimalen Impulsen maximale Klangräume entstehen.
Wie kann man etwas Kleines ganz groß, etwas Leises ganz laut und etwas sehr Intimes absolut umfassend erscheinen lassen?
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Die malische Singer-Songwriterin und Gitarristin Fatoumata Diawara veröffentlicht ein neues Album mit dem Titel „Massa“.
Es ist ihr bis dato persönlichstes und introspektivstes Werk und behandelt das Thema der richtigen Balance in ihrem Leben als Künstlerin und als Mutter sowie die Missstände in unserer Gesellschaft, den Verfall menschlicher Beziehungen, Verrat, Enttäuschung und Eifersucht, vor allem in polygamen Familien.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Am 5. Juni präsentiert der norwegische Pianist und Komponist Håkon Skogstad „24 Variationen für Klavier“ – ein lang angelegtes Solowerk, das seine künstlerische Identität jenseits von Traditionen und Genres widerspiegelt.
Skogstad arbeitete über ein Jahrzehnt an den Kompositionen, die nun sowohl einzeln als auch als Gesamtheit auf dem neuen Album zu hören sind. Diese Tatsache verleitet dazu, die vierundzwanzig Werke mehrfach anzuhören.
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- Geschrieben von: Hasko Witte -
Welch ein Erlebnis, durch Robert Schumanns „Waldszenen“ zu spazieren und plötzlich auf ganz neue Pfade abzubiegen! So erging es dem Publikum, das beim Lucerne Klavier Fest 2023 Zeuge eines einzigartigen Austauschs zwischen der Pianistin Johanna Summer und Igor Levit wurde, welcher diese gemeinsame Begegnung im Anschluss zu seinen „künstlerisch erfüllendsten Momenten der letzten Jahre“ zählte.
Levit machte den Aufschlag und spielte das erste Stück des romantischen Zyklus im Original; Summer nahm den Faden der jeweiligen Miniatur auf und lieferte mit einer Improvisation über das Gehörte ein Paradebeispiel ihrer musikalischen Intuition.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Seit den 1970er Jahren hat Christof Lauer in den unterschiedlichsten Formationen seine Virtuosität, Originalität und Vielseitigkeit auf seinem Instrument, dem Saxophon, demonstriert, sei es im Duo, Trio, Quartett, Quintett oder bei der NDR-Bigband.
Mit der neuen Solo-Saxophon-Einspielung „Odyssea Sonorum“, die seit mehr als zehn Jahren seine erste unter seinem eigenen Namen ist, betritt Lauer ein für ihn neues Terrain. Ohne instrumentale Begleitung kreiert er mit Tenor- und Sopransaxofon einen Klangraum, den er allein musikalisch gestaltet. Das Album enthält Liveaufnahmen aus einer Konzertreihe, die Christof Lauer 2019 gemeinsam mit der Jazz-Initiative Frankfurt ins Leben gerufen hat.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Neha! ist mehr als eine Vokalformation – es ist ein lebendiges Porträt von Freundschaft, Mut und künstlerischer Freiheit.
Sechs Frauen, jede einzigartig, tiefgründig und komplex, vereinen ihre Stimmen zu einem polyphonen Klangteppich, der Grenzen überschreitet und Herzen berührt.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Welche Rolle spielt Musik heutzutage? Kann Poesie die Welt noch retten? Hatten Künstlerinnen und Künstler, die vor 100 Jahren lebten, auf diese Frage eine Antwort?
Rainer Maria Rilke, der vor genau 100 Jahren starb, konnte sich sicherlich nicht vorstellen, was die Menschheit in einem Jahrhundert alles durchmachen würde. Er hätte sich auch nicht vorstellen können, dass eine nach Deutschland ausgewanderte ukrainische Musikerin ein Jahrzehnt später sein Gedichtbuch aufmacht, über die Zeilen „Mein Dunkel, mein Dunkel, da steh ich mit dir...” stolpert und wie gefesselt von der Idee ist, dass es endlich jemanden gibt, der ihre Gefühle so sanft, präzise und elegant zum Ausdruck bringen kann, dass er mit seiner Poesie die Naturgesetze zu brechen scheint.
