Kultur Kolumne
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- Geschrieben von: Redaktion -
„Todo Tempo“ heißt das neue Album von João Afonso. Nach seinen früheren Veröffentlichungen Sangue Bom und Livros beschäftigt sich dieses Werk mit universellen Themen, die für den Singer-Songwriter von großer Bedeutung sind, darunter Freiheit, Liebe, Sehnsucht und Unruhe.
Man kann sagen, dass João Afonso mit diesem Album sein sensibelstes und ausgereiftestes Werk präsentiert und dabei ein einzigartiges musikalisches Universum schafft.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Die Musik bringt Klarheit und Tiefe in einen nachhaltigen Fokus und steht als großes künstlerisches Statement einer der markantesten zeitgenössischen Jazzstimmen Kanadas.
Die in Montreal, Kanada, lebende Pianistin und Komponistin Gentiane MG veröffentlicht ihr lang erwartetes viertes Album „Can You Hear the Birds?“. Als vollständig ausgearbeitete und klanglich wie emotional dichte künstlerische Aussage markiert das Album ein prägendes Kapitel in der Karriere der preisgekrönten Pianistin.
Im Zentrum des Albums steht eine leitende Idee, die Gentiane als „Verbindung mit dem Anderen in all seinen Formen“ beschreibt: mit Menschen, mit der natürlichen Welt, mit der Kreativität selbst und mit Teilen der eigenen Persönlichkeit, die noch entdeckt werden. Anstatt konkrete Geschichten zu erzählen, schafft die Musik weite emotionale Räume, in denen sich die Hörer frei zwischen Unruhe und Ruhe, Trauer und Freude, Verletzlichkeit und Stärke bewegen können.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Eine von Soul durchdrungene Stimme, geprägt vom Süden und unverkennbar seine eigene. Warm, großzügig und tief verwurzelt im gelebten Leben und voller Groove, Anmut und leiser, tiefgründiger Songkunst.
Der Sänger, Songwriter und Keyboarder Charlie Wood hat schon immer dort gelebt, wo Grenzen verschwimmen. Seine Musik schöpft frei aus Jazz, Blues, Soul, Pop und Americana und formt diese Traditionen zu etwas zutiefst Persönlichem und warm Menschlichem um. Verwurzelt und doch rastlos, vertraut und zugleich unverkennbar seine eigene.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
In einem interessanten Buch stellt der in Cambridge lehrende australische Historiker und Preußenkenner Christopher Clark einen Skandal im Königsberg des 19. Jahrhunderts dar: Eine deutschlandweit beachtete Diffamierungskampagne führte zum Ruin zweier engagierter Pastoren in einer entlegenen Provinz.
Clark spricht, wie wir aus dem Bildungsfernsehen wissen, hervorragend Deutsch. Er ist ein Spezialist für die Geschichte Preußens, aber zugleich ein Weltreisender, der uns insbesondere die kulturellen Glanzlichter Europas, des Nahen Ostens und Südamerikas näherbringt.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Dreht die Lautsprecher auf! Eine elektrische Gitarre ist immer dann am schönsten, wenn sich ihr Saitenglühen in die Hörmembran einbrennt und der Ton sich in der Verstärkung selbst transzendiert. Noch schöner wird es lediglich dann, wenn die zwei Berliner Gitarristen Christian Kögel und Kalle Kalima ihre Instrumente elektrisch singen lassen, wie auf dem Doppelalbum „M.
In Christian Kögels Kompositionen wechseln sich treibende 1970er-Jahre-Battles mit viel Raum lassenden Klangteppichen ab.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Ursprünglich bezeichnete das Wort „Casino“ im Italienischen ein kleines Gesellschaftshaus oder Landgut, in dem sich Angehörige gehobener Schichten zu Unterhaltung, Gesprächen, Musik und geselligen Zusammenkünften trafen.
Erst im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus das, was wir heute unter einem Casino verstehen: ein speziell regulierter Ort für organisiertes Glücksspiel und öffentliche Spielkultur.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Die österreichische Musikerinnengruppe „Anja Om Plus“ bewegt sich mit ihrem neuen Album Tiny Little Boat mit erstaunlicher Leichtigkeit und klanglicher Präzision durch die Untiefen menschlicher Beziehungen.
Was als kammermusikalisches Kollektiv in Wien über die Jahre gewachsen ist, bleibt auch heute der Kern des Projekts: ein Ensemble, das mit feinem Humor und vokaler Vielschichtigkeit große emotionale Themen kompromisslos erkundet.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Der bereits 1984 verstorbene Ideenhistoriker Michel Foucault dürfte noch immer einer der einflussreichsten Autoren der Gegenwart sein. Schon deshalb verdient eine Veröffentlichung aus seinem Nachlass – „Der Diskurs der Philosophie“ – große Aufmerksamkeit.
Es handelt sich bei diesem Buch um einen Essay, den Foucault unmittelbar nach der Veröffentlichung von „Die Ordnung der Dinge“ (1966) begonnen hatte. In ihm wollte er die Thesen seines umfangreichen Hauptwerkes noch einmal in veränderter und deutlich verschlankter Form darstellen. Jetzt liegt das Fragment, das erst 2023 im französischen Original erschien, auch in deutscher Übersetzung vor. Bemerkenswert ist die Arbeit der Herausgeber, die mit ausufernden Hinweisen und Kommentaren am Ende jedes Kapitels die kritische Auseinandersetzung mit den Überlegungen Foucaults erleichtert.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
„Frauenprobleme“: Unter dieser Überschrift sprechen 27 Frauen zwischen Mitte 30 und Mitte 50 darüber, wie es ihnen gerade geht, wie sie sich fühlen, was sie beschäftigt, wie und was sie über ihr Leben denken.
Danach gefragt hat sie Lina Muzur, Verlagsleiterin von Hanser Berlin. Sie hat die Antworten zu einem Buch versammelt, wobei – und das ist wichtig – diese als Sprachnachrichten verfasst wurden.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Das britische Label Gearbox Records fügt seinem erstaunlichen Archiv wichtiger Juwelen der größten Jazz-Musiker aller Zeiten eine weitere Produktion hinzu, die von den Original-Masterbändern (sorgfältig aus dem Arthur-Blakey-Nachlass aufbewahrt) stammt und noch nie zuvor veröffentlicht wurde.
Die Aufnahme „Strasbourg 1982" ist die früheste Live-Dokumentation in voller Länge der Blanchard/Harrison-Besetzung der Messengers – einer Formation, die die Band für die nächsten Jahre prägen und dazu beitragen sollte, die Young-Lions-Bewegung vom Revivalismus zu etwas Tieferem zu entwickeln. Mit 62 Jahren wurde der ehemalige Bergarbeiter Art Blakey mit zunehmendem Alter sicherlich nicht ruhiger. Wenn überhaupt, dann verdoppelte er seine Bemühungen.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
In einer Art Doppelbiografie schildert der australisch-amerikanische Journalist Sebastian Smee das Leben der französischen Impressionisten Édouard Manet und Berthe Morisot.
Ist es wirklich ein Buch über den Impressionismus? Über lange Strecken ist es eher ein Buch über das Leben einiger bedeutender Künstler vor dem Hintergrund des ebenso turbulenten wie gewalttätigen politischen Geschehens in der Mitte des 19. Jahrhunderts.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Kaum eine andere Band hat die mitteleuropäische Jazzszene in den letzten Jahren so auf den Kopf gestellt wie Shake Stew.
Hier ist etwas ins Rollen gekommen, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Und es macht keine Anstalten, langsamer zu werden!
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Das sechste Album der französischen Indie-Rock-Band Exsonvaldes erscheint mit englischen und französischen Texten. Nach mehreren Single-Auskopplungen seit Mai 2025 wird das neue Album „Ninety Seconds to Midnight“ nun im Februar 2026 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Bereits das Vorläufer-Album „Maps" aus dem Jahr 2023 wurde gelobt.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Stéphan Elmas ist eine außergewöhnliche Gestalt sowohl in der armenischen als auch in der europäischen Musikgeschichte.
Nach ihrem erfolgreichen Debütalbum „The Soul of Smyrna“ (2023) vollendet die armenische Pianistin Heghine Rapyan nun ihre konsequente Wiederentdeckung der Klaviermusik von Stéphan Elmas (Geburtsname: Elmassian; Ստեփան Էլմաս, 1862–1937). Sie bezeichnet Elmas als „Chopin Armeniens".
