Kultur Kolumne
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Das Schweizer Trio Duboule | Tavelli | Oester (D | T | O) gehört zu den eigenwilligsten und innovativsten Ensembles der aktuellen Jazzszene.
Geleitet von Gitarrist Théo Duboule und Schlagzeuger Noé Tavelli und geprägt von ihrer tiefen Verbundenheit mit afro-diasporischen Traditionen, kühner experimenteller Improvisation und einem radikal-künstlerischen Geist, kreiert das Trio einen rohen und dringlichen Sound.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Mit tiefer Verwurzelung im fruchtbaren Boden der afro-amerikanischen Musik begibt sich die französische Band „The Buttshakers“ auch auf dem neuen Album „Lessons In Love“ tief ins Herz ihrer von Nostalgie durchwirkten Soulmusik.
Ihre Botschaft ist zuversichtlicher geworden und hat der Musik eine tiefgehende, von Liebe umhüllte und vom Blues getränkte Ausgeglichenheit und Harmonie verliehen. Angeführt von Sängerin Ciara Thompson, die es 2008 aus ihrer Heimat USA nach Lyon zog, wirkt der neue musikalische Ansatz intimer, so, als ob sein Kompass inmitten des Chaos in der Welt nur eine Richtung kennt: zum Licht.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Es ist eine Reise ins Innere – nicht nur geografisch, sondern auch musikalisch und seelisch. „Inside the Island“, das neue Album von Quadro Nuevo, ist mehr als eine Sammlung von Stücken: Es ist ein klingender Reisebericht, geboren auf der griechischen Insel Samos.
Dort, wo Wellen, Licht und Sonne die Landschaft formen, wo alte Dörfer in den Hügeln schlummern und ein Kafenion der Treffpunkt für Einheimische bleibt, haben sich die vier Musiker zurückgezogen, um Musik zu schreiben, die nach Zitronen, wildem Rosmarin und der heiteren Melancholie des Südens duftet.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Mit ihrem zweiten Album „Circles“ legt die Schweizer Akkordeonistin Lea Gasser ein Werk vor, das intime Klangmalereien und rhythmische Vielschichtigkeit in den Mittelpunkt stellt.
Die Kompositionen entstanden während einer mehrwöchigen Residenz in Island. Ein erster Aufenthalt auf der Insel hatte bereits tiefe Eindrücke hinterlassen, die sie nun hörbar gemacht hat. In den Stücken spiegeln sich raue Landschaften, melancholische Weite und die Bewegung von Natur und Zeit wider.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Ausdrucksstarke Musik für Kopf und Seele mit Cello, Stimme und Akkordeon. Elegant und songorientiert zwischen den Genres entstehen instrumentaler und gesanglicher Farbenreichtum, tiefgründige Stimmungen und strahlende Momente.
Mit dieser Reduktion auf natürliche Klänge hat das virtuose Duo aus Wien erstmals vor fünf Jahren Publikum und Medien verblüfft und begeistert. „Metamorphosis“, das Debütalbum von Marie Spaemann und Christian Bakanic, wurde 2020 weithin gelobt.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Die Kulturwissenschaftlerin Andrea Gnam unternimmt in ihrem neuen Buch einen komprimierten historischen Streifzug durch die Welt der Kunst und ihrer Zeichen. Schon der Titel sagt knapp und präzise, worum es geht: „Bilder und Wörter. Kleine Kulturgeschichte einer brillanten Allianz“.
Von den ersten geritzten Felszeichnungen der frühen Menschheitsgeschichte bis zu den grell gesprühten Graffitis auf den Zügen und Hauswänden moderner Großstädte untersucht Gnam die Frage, ob und wie sich die Bedeutung dessen, was man sieht, entschlüsseln lässt. Je länger die Entstehung eines Werks zurückliegt, umso mehr entsteht Raum für Missverständnisse. Denn was man sieht, ist nicht immer das, wonach es scheint. Das belegt die Autorin kenntnisreich, analytisch präzise und in einer angenehm klaren Sprache, die den Lesern die komplexe Beziehung zwischen Wort und Bild einleuchtend und kurzweilig nahebringt.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Die Victoire-de-la-Musique-Preisträgerin Vanessa Wagner ist eine prägende Figur der französischen Musikszene, künstlerische Leiterin der Festivals in Chambord und Giverny und ebenso bekannt für ihre Interpretationen von Tschaikowsky, Mozart, Debussy oder Dusapin wie für ihre genreübergreifenden Projekte mit elektronischen Musikproduzenten wie Murcof oder Rone.
Mit ihrem innovativen und mutigen Ansatz hat sich Wagner als maßgebliche Stimme der zeitgenössischen Klassik etabliert. Sie überschreitet musikalische Grenzen und eröffnet neue, inspirierende Wege.
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- Geschrieben von: Redaktion -
triosence malen Musik aus Geschichten, die das Leben schreiben. Eine Reise in Klangbildern mit Strukturen, die immer wieder in Stil, Tempo und Stimmung variieren, mal laut oder leise, verträumt oder kraftvoll.
Das Album „Stories of Life“ des Genregrenzen neu definierenden Pianotrios triosence, ist ein musikalisches Porträt von Momentaufnahmen aus dem Leben. In jedem Titel erkundet triosence-Bandleader und Komponist Bernhard Schüler die Tragik und Schönheit von Geschichten aus dem Alltag und malt diese Erlebnisse in betörend melodiöse, mitreißende Instrumentalkompositionen. Große Freude und tiefer Schmerz, scheinbar Banales und wahrhaft Lebensveränderndes liegen oft überraschend nah beieinander.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Die Sechs Sonaten für Solo-Violine, op. 27 – komponiert im Jahr 1923 – sind nach eigenen Aussagen von Eugène Ysaÿe inspiriert von Johann Sebastian Bach.
Der Belgier Eugène Ysaÿe war so fasziniert vom Violinspiel des amerikanischen Geigers Joseph Szigeti (1892–1973) ungarischer Herkunft, dass er in rascher Reihenfolge einen Zyklus für Sologeige komponierte. Jedes einzelne Stück widmete er damaligen (Nachwuchs-)Geigern, im Einzelnen Jacques Thibaud, George Enescu, Fritz Kreisler, Mathieu Crickboom, Manuel Quiroga und selbstredend natürlich auch Joseph Szigeti.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Wir alle leben in einer eigenen Blase, heißt es. Aufgrund der Macht von sozialen Medien und Algorithmen sind wir in einer Welt gefangen, in der wir immer nur das Gleiche hören wollen. Aber stimmt das wirklich?
Matti Klein und sein Soul Trio beweisen mit ihrem dritten erscheinenden Album „Soul Trio Bouncin’ In Bubbleverse“: Es kann unglaublich viel Spaß machen, mit den verschiedensten Blasen aus den Bereichen des Jazz, des Funk, des HipHop oder des Space-Rock zu jonglieren, ihre Grenzen auszuloten und sie lustvoll zum schillernden Zerplatzen zu bringen. Um so den Blick auf Neues freizumachen.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Das Buch „Die Erfindung Preußens“ erzählt die Lebensgeschichte eines zu Unrecht gering geschätzten Herrschers anhand der Entstehung seiner wichtigsten Bauten.
Peter Stephan ist sowohl Historiker als auch Kunsthistoriker, also doppelt qualifiziert, und das muss er auch sein, wenn er den Weg Preußens zu einem deutschen Königreich an den Bauten eines vergessenen Königs aufzeigen will.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Nach Norden ausgerichtet, europäisch, offen, persönlich und melancholisch – das sind alles Begriffe, die sich mit Kari Bremnes‘ Musik verbinden lassen.
Und immer mit einer großen Nähe zu den Menschen und ihren Schicksalen. Die vielfach preisgekrönte Singer-Songwriterin, für die einzelne Genre-Schubladen immer zu eng waren und sind, schreibt seit fast vierzig Jahren Songs, die auf neunzehn Soloalben veröffentlicht sind. Derzeit hat sie ein größeres Publikum als je zuvor, in ihrem Heimatland und weit darüber hinaus.
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- Geschrieben von: Frank-Peter Hansen -
„Die Chaconne ist mir eines der wunderbarsten, unbegreiflichsten Musikstücke. Auf ein System für ein kleines Instrument schreibt der Mann eine ganze Welt von tiefsten Gedanken und gewaltigsten Empfindungen. Hätte ich das Stück machen, empfangen können, ich weiß sicher, die übergroße Aufregung und Erschütterung hätten mich verrückt gemacht.“ (Johannes Brahms)
Mit diesem Solostück für die Violine, der Chaconne aus der Partita d-Moll, BWV 1004, hat Johann Sebastian Bach das Disparateste in eine Einheit seligen Selbstvergessens überführt.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Seit mehr als 15 Jahren zählt Frederik Köster zu den prägnanten Figuren der deutschen Jazzszene. Der Kölner Trompeter und Komponist wurde unter anderem in Trilok Gurtus Band auch international bekannt und als Bandleader und Instrumentalist mehrfach ausgezeichnet.
Beispielsweise erhielt Köster den WDR- und den Westfahlen-Jazzpreis sowie zwei Jazz-Echos, einen davon für das intime Duo-Album Canada mit Pianist Sebastian Sternal, der auch zu Kösters Quartett „Die Verwandlung“ gehört.
