Kultur Kolumne
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Die französische Kuratorin Véronique Wiesinger, Direktorin der Fondation Alberto und Annette Giacometti, legt ein schmales, aber enorm faktenreiches Buch über den Schweizer Bildhauer und Maler Alberto Giacometti vor.
Für die Mehrzahl der Interessierten – so auch für den Rezensenten – war Giacometti einer der wichtigsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts, aber tatsächlich war er noch wesentlich mehr. Bei der Lektüre des Buches fällt besonders die Offenheit dieses Künstlers ins Auge, der sich stets aufmerksam umschaute und so ungezählten Anregungen begegnete. Natürlich, zunächst und vor allem war Alberto Giacometti Bildhauer, dazu aber auch Maler und gelegentlich sogar so etwas wie ein Innenarchitekt.
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- Geschrieben von: Peter D. Schmidt -
Meine erste Begegnung mit ihm hatte ich als Politiker. 1979 reiste ich mit meiner CDU-Bürgerschaftsfraktion nach London. Bei einem Gesellschaftsabend in unserem Hotel wurde er als ARD-Korrespondent an meiner Seite platziert, da ich für die Medien in Partei und Fraktion zuständig war.
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- Geschrieben von: Hasko Witte -
Die Metamorphose eines Schmetterlings ist ein Bild, das in der Literatur seit jeher für Transformation, Entfaltung und die Überwindung von Grenzen steht. Für die französisch-ägyptische Bratschistin Sindy Mohamed ist dieses Sinnbild mehr als nur eine poetische Metapher – es beschreibt ihren eigenen künstlerischen Werdegang und die Entstehung ihres ersten Albums, das sie treffend „Farasha“ – das arabische Wort für Schmetterling – genannt hat.
Am 29. August 2025 erscheint dieses außergewöhnliche Debüt bei Berlin Classics und dokumentiert eine künstlerische Reise, die von kultureller Vielfalt, musikalischer Neugier und persönlicher Entwicklung geprägt ist.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Ein Debüt und eine Suite, die für sich selbst spricht. Es ist ein Versprechen in die Zukunft eines Musikers, der gerade erst Witterung aufgenommen hat. Vom ersten bis zum letzten Ton lebt Max Treutners Album von einer beispiellosen inneren und äußeren Gelassenheit
Braucht Musik einen Ort, an dem sie entstehen und sich ausbreiten kann, oder entwirft sie selbst die Topografie, innerhalb derer sie sich verortet? Der junge deutsche Saxofonist Max Treutner tendiert eindeutig zur zweiten Annahme, denn auf seinem Debütalbum führt er uns in Zen Garden, der nur durch seine musikalische Vision existiert. Mit einem hingebungsvollen Sinn für Bewegung und Detail entführt er seine Hörerschaft aus ihrem jeweiligen Alltag an diesen besonderen Schauplatz, um den immerwährenden Trott mit all seinen Sorgen und Konflikte abzuwerfen, durch eine Luke zu schlüpfen und sich einfach im Sog der Musik fallenzulassen. Vom ersten bis zum letzten Ton lebt Treutners Album von einer beispiellosen inneren und äußeren Gelassenheit. „Zen Garden“ ist eine Einladung, den vier Musikern auf dem Album so viel Vertrauen entgegenzubringen, um aus einem passiven Hörvergnügen ein aktives Moment der Sensibilisierung und Fokussierung zu machen.
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- Geschrieben von: Redaktion -
John McLaughlin feiert sein Comeback mit „Live at Montreux Jazz Festival 2022“. Dieses „The 4th Dimension“ in Musik und Film wieder.
Am 11. Juli 2022 kehrten John McLaughlin und „The 4th Dimension“ gemeinsam mit der kubanischen Künstlerin Jany McPherson, die den Auftritt mit ihrem Gesang und ihrem Klavierspiel bereicherte, zum Montreux Jazz Festival zurück. Zusammen boten sie dem Publikum im Stravinski Auditorium ein beeindruckendes Konzert und spielten Lieblingsstücke wie „New Blues Old Bruise“, „El Hombre Que Sabia“ und Pharoah Sanders' „The Creator Has a Master Plan“, die das Publikum begeisterten.
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- Geschrieben von: Christopher Walsh Sinka -
Der Riga Project Choir veröffentlicht das Debütalbum „Already Bloomed“ (dt.: Bereits erblüht) mit Weltpremieren zeitgenössischer Werke für gemischten Chor von verschiedenen lettischen Komponistinnen u.a. Gundega Šmite, Ruta Paidere, Evija Skuķe, Līva Blūma, Lauma Kazaka und Irīna Mihailovska.
In der reichen Geschichte der Chormusik Lettlands standen Komponistinnen ihren männlichen Kollegen in nichts nach und leisteten einen gleichwertigen Beitrag zum Repertoire.
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- Geschrieben von: Harry Popow -
In diesem Sachbuch setzt der Autor Wolfgang Bittner dem Kriegsgeschrei der westlichen „Wertegemeinschaft“ eine Vielzahl bisher weitgehend verschwiegener Wahrheiten entgegen.
Das Buch umfasst 144 Seiten und fordert jeden denkenden Menschen in Deutschland und auch in Europa dazu auf, sich nicht von kriegswütigen politisch blinden Profitjägern und größenwahnsinnigen Vertretern der Kapitalinteressen ins Bockshorn jagen zu lassen und damit in den Untergang.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Das Cleveland Orchestra und sein Musikdirektor Franz Welser-Möst veröffentlichen eine neue räumliche Audioaufnahme von Mozarts Klavierkonzert Nr. 27 mit dem Pianisten Garrick Ohlsson, gepaart mit der Sinfonie Nr. 29 des Komponisten.
Die ausschließlich digital erhältliche Aufnahme wurde live in der Mandel Concert Hall des Severance Music Center aufgenommen und zeigt die Anmut, Klarheit und expressive Brillanz von Mozarts Musik aus zwei deutlich unterschiedlichen Perioden seines Lebens.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Mit „Trance“ und „Schussfahrt“, den beiden ersten Bänden seiner Cric Crac Saga, hat der Hamburger Arzt und Autor Konrad Rippmann einen schier atemberaubenden Abenteuerroman quer durch ein Jahrhundert Weltgeschichte vorgelegt.
Ebenso unterhaltsam wie lehrreich. Kurz: Genau die richtige Urlaubslektüre.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Am 07. August 2025 wird der aus Mannheim stammende Musiker, Arrangeur, Produzent, Komponist und Buchautor Adax Dörsam 70 Jahre alt. Zum Geburtstag schenkt er sich und seinem Publikum ein neues Buch und ein ganz besonderes Album namens „25“.
Mit seinem wahren Kaleidoskop an Zupfinstrumenten wie Saz, Baglama, Oud, Saturn 63, einer bislang nur drei Mal überhaupt gebauten Harfencister, einer Rickenbacher Lap Steel, Streichpsalter, Mandoline, Klassik- und Steelstring sowie E-Gitarre und Maultrommel gibt Adax einen Einblick in seine von vielen Reisen und Klängen inspirierte Musikwelt von Hawaii über Bhutan bis nach Liverpool und den heimischen Odenwald.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Musik und Poesie sind seit jeher die Brücken zwischen den Kulturen – eine universelle Sprache, die Grenzen überwindet und Herzen verbindet. „Looking for New Horizons” ist eine weltmusikalische Reise, die von den zerklüfteten Fjorden Norwegens bis zu den mystischen Ländern des Osmanischen Reiches reicht – eine Reise durch Zeit und Klang, die an die Schritte mittelalterlicher Reisender, Pilger, Dichter und Minnesänger erinnert, die einst auf diesen Pfaden wandelten.
Im Mittelpunkt dieser Odyssee stehen Arianna Savall mit ihrer himmlischen Sopranstimme, der Harfe und Lyra, Petter Udland Johansen mit seiner Tenorstimme, Hardangerfiedel, Guiterne und der Lyra, die den Geist der Nordmänner verkörpert.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Männer, die wie Frauen singen, gibt es in der Oper jede Menge. Früher übernahmen das in der Regel Kastraten. Die gibt es aus naheliegenden Gründen nicht mehr, aber ihre Rollen sind lebendiger denn je.
Die südafrikanische Sängerin Megan Kahts widmet sich auf ihrer neuen CD einem der einst berühmtesten Kastraten, Giovanni Carestini (1700–1760), sowie einer Frau, die wohl als die erste Diva der Operngeschichte gelten kann und den Kastraten ihren Platz als unumstrittene Opernstars streitig gemacht hat: die Venezianerin Faustina Bordoni (1697–1781).
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- Geschrieben von: Redaktion -
In Fabia Mantwill‘s Musikverständnis gibt es nichts, das nicht geht. Ihr steht ein Farbspektrum zur Verfügung, das seinesgleichen sucht. Bei aller Komplexität bleibt IN.SIGHT immer leicht und zugänglich, es ist das bedingungslose Bekenntnis zu einer absoluten Musik.
Es gibt Musik, angesichts derer die Transportwege vom Ohr über das Hirn ins Sprachkontrollzentrum komplett versagen. Wie also etwas beschreiben, das sich nicht oder zumindest nur schwerlich beschreiben lässt? Versuchen wir es trotzdem.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Elegant-energetischer Jazz trifft hier auf ‚Latin‘ mit arabesker Verzierung und feingliedrigen Balladen. Auch wird z. B. Miles Davis‘ Nardis als subtil orientalisch groovende Nocturne interpretiert.
Mulo Francel ist Saxophonist und Weltenbummler, kreativer Wirbelwind von Quadro Nuevo. Seit vielen Jahren bereist er mit seiner Musik die Länder dieser Erde - von den Alpen über das indische Bangalore bis Buenos Aires.
