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Hamburger Architektur Sommer 2019

Meinung
Leipziger Buchmesse 2019 – Drei Tage in der Welt der Bücher

Wer hätte das gedacht: Die Leipziger Buchmesse 2019 konnte ihre Besucherzahl gegenüber 2018 sogar steigern. 286.000 Leser kamen in diesem Jahr, 2018 waren es 271.000. Ein gutes Zeichen in Zeiten, in denen oftmals von sinkenden Buchverkaufszahlen die Rede ist und von immer weniger Lesern. Davon war vor Ort rein gar nichts zu merken, weder auf dem Messegelände noch auf den Veranstaltungen des großen Lesefestes „Leipzig liest“.
Ganz im Gegenteil: Menschenmassen und jede Menge Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt sprachen eine andere Sprache. 2.547 Austeller aus 46 Ländern waren diesmal auf dem Messegelände präsent. Insgesamt 3.400 Veranstaltungen wurden vom 21.-24. März 2019 in Leipzig geboten.

 
Meinung
Leipziger Buchmesse – Impressionen

Leipzig im März 2019, Donnerstag und Freitag. Rechtzeitig aufgewacht, rechtzeitig losgefahren, keine wesentlichen Staus, denn es ist noch früh. (Früh ist gut, dann sollte es nicht nur auf den Straßen, sondern auch in den Messehallen noch ‚relativ leer‘ sein.) Viele andere sind jedoch ebenfalls früh. Autoschlangen wälzen sich auf die Parkplätze der Leipziger Buchmesse, sorgfältig geteilt und dirigiert von gelbgekleideten Personen und rotweißgestreiften Hütchen auf den Wegen.
Aus den Autos ergießt sich der Publikumsstrom auf die Halleneingänge zu. Davor steht das Wachpersonal in kleinen weißen Pavillons und durchwühlt Taschen, Rucksäcke und Köfferchen. Das ist ja einsehbar: ich möchte schließlich auch nicht gern mitten in einem literarischen Gespräch von einer kulturfeindlichen Bombe hinweggefegt werden.

 
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Geist über Materie. Die erstaunliche Wissenschaft, wie das Gehirn die materielle Realität erschafft Dawson Church

Ausbruch aus der Trance. Eine satirische Buchbetrachtung von Harry Popow.

„Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht“. Heinrich Heine wirkt fort. Aber auch in den Tagträumen eines Menschen wie dem Max, eines Ewiggestrigen, wie man ihn und andere gleicher Gesinnung nach Abbruch eines friedlichen Lebens im Osten Deutschlands hämisch grinsend zu nennen pflegt.

Schuld daran ist ein Buch mit dem Titel „Geist über Materie“ von einem Dawson Church. Max, den Titel kritisch lesend, nahm er die Lektüre nur mit spitzen Fingern in die Hand. Aber nicht ohne eine gewisse Neugier. Des Abends dann verfiel er dem Lesen. Immer mit der Frage im Kopf, wie wohl der Geist über alles und jedes bestimmen sollte. Oder hat sich hier ein moderner Schamane in die Spur der Verklärung der menschlichen Hirne begeben?

 
Meinung
125 Jahre Hansa-Theater

Es ist in Hamburg allgemein bekannt, dass Thomas Collien und Ulrich Waller zu Feiern verstehen – nicht nur die großen Geburtstage. Sonnenklar also, dass sie das Jubiläum ihrer geliebten „Schmuckschatulle“ am Steindamm nicht ohne Gala verstreichen lassen: „125 Jahre Hansa-Theater“ - da sprach sogar der Bürgermeister.

 
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Joachim Kühn Melodic Ornette Coleman

Geburtstage begeht jeder anders. Der Jazz-Pianist Joachim Kühn beschenkt sich selbst mit Melodien seines früheren Kollegen, der Free-Jazz-Legende Ornette Coleman. Ihm wird eine Menge Produktivität nachgesagt, daher überrascht es nicht, dass er zahlreiche, einst gemeinsam mit Coleman interpretierte Titel neu einspielte. Und so kommen die Melodien aus dieser Metamorphose: impulsiv, enervierend, eindringlich und doch unbeschwert, einer betörender als der andere.

 
CDs JazzMe
Abikso Lights: Point of View

Hört man dieses neue Album des Quintetts Abisko Lights" namens „Point of View" einmal ganz durch, so glaubt man, es mit Filmmusik zu tun zu haben, denn es werden viele Bilder, vermeintliche Szenen und Sequenzen vor dem inneren Auge abgerufen.

 
CDs JazzMe
Das Rainer Trio

Es geht also auch in einer kleinen Besetzung: Nach dem beachtlichen Erfolg des Quintett-Albums „Gravitational Waves" (Absilone/Socadisc, 2018), hat der französische Saxophonist Rémi Dumoulin und sein langjähriger Freund, der Pianist Bruno Ruder, gemeinsam mit Arnaud Biscay an den Drums ein neues Album vorstellt – Das Rainer Trio.

 
CDs JazzMe
Vladyslav Sendecki & Atom String Quartet: Le Jardin Oublié My Polish Heart

Das Jahr mit ein paar Tüpfelchen aus anderen Musikstilen zu bereichern, das passt gut in unsere Zeit. Vladyslav Sendecki, Pianist der NDR-BigBand, versucht, mit dem Atom String Quartet und dem Album „Le Jardin Oublié/My Polish Heart“ neben Klassik auch ein wenig Folk in den Jazz zu mixen.

 
CDs JazzMe
15 Fragen an Nesrine Belmokh

Jazz und Chanson, Soul und Pop, World und traditionelle arabische Musik: Die Klänge des Trios NES sind so vielfarbig, dass sich keine Schublade für eine Kategorisierung öffnen lässt. Stattdessen eröffnet diese Fusion dem Hörer immer wieder neue Welten, entführt in die algerische Heimat der Initiatorin Nesrine “Nes” Belmokh, lässt den Flamenco ihrer spanischen Kollegen Matthieu Saglio und David Gadea auftanzen und fasziniert ob des seltenen Jazz-Glücks gleich zweier Celli.
Dass Belmokh wie Saglio dabei beide von der Klassik kommen, macht dieses Ausloten der Stile zu einem sinnlichen Vergnügen der außergewöhnlichen Art – zumal die Franko-Algerierin auch als charismatische Sängerin zu betören weiß. Kein Wunder, dass selbst Placido Domingo von ihr schwärmt: „An exceptional artist, a wonderful voice.“

 
CDs JazzMe
Cæcilie Norby Sisters in Jazz

Die US-amerikanische Schauspielerin Katherine Hepburn sagte den schönen Satz: „Frauen von heute warten nicht auf Wunder – sie inszenieren sie selbst!“ Das würde ich für „Sisters In Jazz“ nun nicht gerade behaupten wollen. ABER: Diese Platte ist schon ein ziemlicher Knaller!

 
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Michelle Steinbeck – Eingesperrte Voegel singen mehr. Gedichtet und getraeumt

Ihr Debütroman „Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch“ stand 2016 auf der Shortlist des Schweizer Buchpreises und auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Im Feuilleton sorgte er für Furore.
Und nun hat Michelle Steinbeck ihren ersten Lyrikband vorgelegt – ihr Lyrik-Debüt. Die Gedichte in „Eingesperrte Vögel singen mehr“ sind ungezähmt und störrisch. Sie schreien, sind schrill, flüstern. Sie sind kunstvoll arrangiert, traumhaft notiert.

 
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Pina Bausch und das freie Theater – eine Reise in das Jahr 1983

Als ich Anfang der 80er Jahre aus Ostfriesland zum Studium nach Hamburg kam, da war im Tanz und im Theater schon seit einigen Jahren der Teufel los. Die Ölkrise, der Doppelbeschluss, die RAF-Anschläge, der Radikalen-Erlass hatten ihre Spuren auf den Bühnen der Republik hinterlassen. Nur wusste ich nichts davon.
Niels-Peter Rudolph hatte während der Sanierung und Auslagerung des Hamburger Deutschen Schauspielhauses die Intendanz übernommen und bespielte die leerstehenden Hallen der ehemaligen Maschinenfabrik Kamp und Nagel. Am Thalia Theater regierte Peter Striebeck unter dem Applaus des saturierten Bürgertums, gefolgt von Jürgen Flimm. Theater war für mich das gekonnte Aufsagen von Bühnen-Klassikern, Tanz war Ballett in Spitzenschuhen, hier: John Neumeier.
Doch dann sah ich in den damals rohen und unbeheizten Kampnagelhallen, in die es auch mal hineinregnete, so unglaubliche Dinge, dass ich ein für allemal dem Tanz und dem Theater verfiel.

 
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Karl-Heinz Otto: „Wunderwasser Harkány. Ein Gesundheitstrip & kulturhistorischer Ausflug in die Baranya – Heimat der Donauschwaben“

Den Jahren Leben geben...
Dieses Buch „Wunderwasser Harkány“ mit dem Untertitel „Ein Gesundheitstrip & kulturhistorischer Ausflug in die Baranya – Heimat der Donauschwaben“ könnte leicht in die irrige Annahme führen, es handele sich nur um die Gesundheit des Autors mit hinzugefügten Reiseerlebnissen.

Nein, es ist ein Plädoyer für die Liebe. Und so muss ich als Rezensent gleich jenen Schlusssatz des Autors Karl-Heinz Otto hervorheben, den ich für den tiefsinnigsten des in letzter Zeit gelesenen halte: „Es kommt nicht darauf an, dem Leben Jahre zu geben, sondern den Jahren Leben!“

 
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Saskia Henning von Lange: „Hier beginnt der Wald“ – ein Roman so mehrdeutig wie das Leben

„Hier sitzt er und würde doch lieber woanders sitzen“, so beginnt das dritte Buch der 42jährigen Autorin Saskia Henning von Lange. Der Mann befindet sich hinter dem Lenkrad eines Autos, genauer gesagt, am Steuer eines Lastwagens.
Der Mann denkt an seine Kindheit, an seine Mutter, an gemeinsame Autofahrten und wundert sich, dass er allein im Auto ist. Hinter ihm im Laderaum ist nur irgendeine Fracht, die genauso gut eine andere sein könnte. Und weil das so ist, interessiert die Fracht ihn auch überhaupt nicht. „Denn eigentlich fahre ich ja nur, damit ich fahren kann, denkt er, damit ich von dir wegkomme.“

 

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