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Die Kunsthistorikerin Dr. Astrid Reuter wechselt zum 1. November 2022 von Karlsruhe an den Main

Ihre Forschungsschwerpunkte liegen vor allem im Bereich der französischen und deutschen Zeichenkunst und Druckgrafik vom 15. bis zum 19. Jahrhundert. Darüber hinaus bilden die Beschäftigung mit Künstlerinnen sowie der Sammlungs- und Mediengeschichte Akzente ihrer Arbeit. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen und wissenschaftlicher Beiträge. Astrid Reuter tritt die Nachfolge von Dr. Martin Sonnabend an, der als Sammlungsleiter der Graphischen Sammlung Ende September in den Ruhestand treten wird.

 
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Die Schriftstellerin Dörte Hansen aus Husum ist mit dem Kunstpreis des Landes ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Daniel Günther überreichte ihr heute (22. September) in Kiel die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung. Den mit 5.000 Euro dotierten Förderpreis erhielt die Autorin Zara Zerbe aus Kiel.

 
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Während die Kölner Politik sich mitten in den Haushaltsverhandlungen befindet, bangen wichtige Player aus der Kölner Filmszene um ihr Fortbestehen.
Entscheidende Fragen zur Fördersituation der Sparte sind nicht geklärt. Neben aktuell drängenden Themen wie Pandemie, Kostensteigerungen und Energiekrise, hat der Wegfall der Stabsstelle Medien 2019 eine Lücke in die Förderstruktur gerissen, für die die Stadt Köln bis heute keine Lösung gefunden hat.

 
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Die Jury hat diese sechs Romane für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2022 ausgewählt:

 
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Hamnburg begrüßt die Musikwelt zum größten Club-Festival Europas – vielfältiges Programm mit USA als Partnerland

 
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Stellungnahme von Kulturinstitutionen und Freischaffenden anlässlich der anstehenden Wahl der oder des Dresdner Beigeordneten für Kultur und Tourismus


Viele Akteur:innen der Kulturszene verfolgen die aktuellen Vorgänge um die anstehende Wahl der Beigeordneten der Landeshauptstadt Dresden mit Sorge.

Als Vertreter:innen der Kulturszenen möchten wir in dieser Stellungnahme einige Eckpunkte benennen, die bei der Besetzung des Amts der oder des Beigeordneten für Kultur und Tourismus berücksichtigt werden sollten. Diese basieren auf den fachlichen Anforderungen und praktischen Erfahrungen, die unser Netzwerk in den zurückliegenden Jahren mit der städtischen Kulturpolitik gemacht hat.

Eine moderne städtische Kulturpolitik muss nach unserer Einschätzung die zentrale Bedeutung der Kultur für die zukünftige positive Entwicklung Dresdens im Verbund mit anderen Bereichen wie Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft oder Tourismus deutlich sichtbar machen. Sie muss die Werte unserer städtischen Kultur erhalten und fördern und diese gleichzeitig mit dem globalen Horizont unserer Gegenwart in einen produktiven Austausch bringen. Die gewachsenen Strukturen sollten erhalten und traditionelle Kulturformen respektiert werden, während gleichzeitig der notwendige Raum für Experimente und Innovationen geschaffen wird.

Die städtische Kulturpolitik muss den unterschiedlichen kulturellen Akteuren ermöglichen, ihr kreatives Potential für das gedeihliche Zusammenleben einer divers zusammengesetzten Stadtgesellschaft zu entfalten und insbesondere auch ein junges nachwachsendes Publikum mitzunehmen. Dabei sollte sie die Dresdner Kulturlandschaft in ihrer ganzen Vielfalt aktiv fördern, indem sie die strukturellen Voraussetzungen und finanziellen Mittel für ihre Weiterentwicklung bereitstellt und für die Zukunft sichert. Eine Voraussetzung dabei ist, dass sie diskurs- und konfliktfähig handelt, um die Beteiligung der Stadtgesellschaft in ihrer Breite und Widersprüchlichkeit an einer lebendigen, innovativen und diversen zeitgenössischen Kulturlandschaft zu gewährleisten.

Weiterhin sollte die Kulturpolitik tragfähige Lösungen für gesamtgesellschaftliche Probleme erarbeiten, die auch die Kulturinstitutionen in ihrem Bestand betreffen, wie z.B. ganz aktuell die Folgen der Pandemie, die Inflation, steigende Energiepreise und die Herausforderungen der Digitalisierung. Eine langfristige Strategie zu zentralen Fragen der Kultur in unserer Stadt muss daher von einem tagesaktuellen Management der anstehenden Probleme mit hoher Fachkompetenz verlässlich begleitet werden. Angesichts der immensen aktuellen Herausforderungen, die sowohl durch den Krieg in der Ukraine und die bevorstehende Energiekrise hervorgerufen werden als auch die fortdauernde Bewältigung der Pandemie, ist es aus unserer Sicht dringend erforderlich, die künftige Besetzung dieses Ressorts zeitnah und fachkompetent zu regeln.

Der Geschäftsbereich Kultur und Tourismus hat in den letzten Jahren das oben beschriebene anspruchsvolle Aufgabenspektrum mit einer großen fachlichen Kompetenz und Sachkenntnis wahrgenommen. Dafür möchten wir ausdrücklich danken.

Quelle: Netzwerk Kultur Dresden: netzwerk-kultur-dresden.de
u.a. mit
Das Erich Kästner Haus für Literatur e.V.
Filminitiative Dresden e.V. Filmfest Dresden
Gedenkstätte Bautzner Straße
Kreative Werkstatt Dresden e.V.
Künstlerbund Dresden e. V.
riesa efau. Kultur Forum Dresden
Scheune e.V.
Servicestelle FREIE SZENE
Zentralwerk e.V. und weitere

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Der in der Türkei zu lebenslanger Haft verurteilte Menschenrechtsaktivist und Kulturförderer Osman Kavala wird mit dem diesjährigen „ifa-Preis für den Dialog der Kulturen“ geehrt. Die Auszeichnung wird am 10. November 2022 im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Allianz Forum in Berlin vergeben. Dr. Wolfgang Schäuble, MdB und ehemaliger Bundestagspräsident, hält die Laudatio.

 
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Die Spielzeiteröffnung der Staatsoper Hamburg 2022/23 auf der Großen Bühne ist am 17. September 2022 die Premiere der Neuinszenierung von Georges Bizets Oper Carmen. Zeitversetzt wird sie am Premierenabend in Hamburg am Jungfernstieg und in Harburg am Rathausmarkt open air gezeigt. Der NDR plant eine Übertragung am 24. September ab 19.00 Uhr auf NDR Kultur und im Videostream auf www.ndr.de.

 
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Der Deutsche Musikrat (DMR), die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft (DMtG) und die Deutsche Gesellschaft für Musikgeragogik (DGfMG) bringen gemeinsam die Bundesinitiative „Musik und Demenz“ auf den Weg. Ziel der Initiative ist es, in ganz Deutschland bedarfsgerechte musiktherapeutische, musikgeragogische und musikalisch-künstlerische Angebote für Menschen mit demenziellen Veränderungen nachhaltig sicherzustellen.

 
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Die in Damaskus geborene Künstlerin Simone Fattal (*1942) – Arbeits- und Lebenspartnerin der Künstlerin Etel Adnan (1925-2021) – wird mit dem diesjährigen Rosa-Schapire-Kunstpreis der Freunde der Kunsthalle e. V. ausgezeichnet. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis für eine bemerkenswerte Künstlerpersönlichkeit der Gegenwart ist derzeit eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Künstler*innen in Deutschland überhaupt.

Fattals meist figürliche Skulpturen aus Keramik oder Ton wirken überzeitlich, und doch ist in ihnen Geschichte akkumuliert. Die diesjährige Jurorin Susanne Pfeffer – seit 2018 Direktorin des Museums für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt am Main – hatte Fattal ausgewählt. Pfeffer beschreibt die Stärke von Fattals Arbeiten mit der »Einfachheit und Direktheit ihrer Figuren«. Das Handgeformte unterstreiche dabei die Reflektion des Menschen in seiner vollkommenen Archaik. Die Auszeichnung wird in Erinnerung an die außergewöhnliche Kunsthistorikerin Rosa Schapire (1874–1954) vergeben. Die Freunde der Hamburger Kunsthalle e. V., mit über 17.000 Mitgliedern zu den mitgliederstärksten Freundeskreisen im deutschsprachigen Raum zählend, loben den Rosa-Schapire-Kunstpreis jährlich aus. Mit Zuwendungen in Höhe von rund 500.000 Euro unterstützten die Freunde zudem die Kunsthalle jedes Jahr beim Erwerb von Kunstwerken und der Ausstellungsfinanzierung.

Der Preis wird am 9. September 2022 im Rahmen der Saisoneröffnung für geladene Gäste im Thalia Theater vom Kunsthallen-Direktor Prof. Dr. Alexander Klar und dem Vorstandsmitglied der Freunde der Kunsthalle Barbara Mirow an die anwesende Simone Fattal übergeben. Die im Anschluss stattfindende Uraufführung „H“ 100 seconds to midnight ist unter anderem inspiriert von Texten der Malerin und Schriftstellerin Etel Adnan: Die Hamburger Kunsthalle hat jüngst drei Gemälde Adnans von der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen als Dauerleihgabe erhalten. Adnan und Fattal hatten sich in den 1960ern in Beirut kennengelernt.

Die Preisträgerin Simone Fattal wurde 1942 in Damaskus, Syrien geboren. Nach dem Philosophie-Studium in Beirut und Paris begann sie 1969, zurück in Beirut, als Malerin zu arbeiten und schuf abstrakte Landschaften in lichten Gelb-, Pink- oder Türkistönen. 1980, zermürbt vom Krieg im Libanon, ging sie nach Sausalito, Kalifornien, wo sie einen Verlag für experimentelle Literatur gründete und 1988 zur bildenden Kunst zurückkehrte. Ihre Skulpturen, Aquarelle, Gemälde und Collagen tragen Erinnerungen an ihre Geburtsstadt, an Beirut, die Wüste, Mesopotamien und die alten Hochkulturen in sich. Aus Ton formt Fattal unter anderem immer wieder Figuren mit Bezügen zum Gilgamesch-Epos, zur Odyssee oder der Bibel. In ihren archetypischen Gestalten sind die Ereignisse der jüngsten Geschichte wie der Irakkrieg, der libanesische und syrische Bürgerkrieg gleichermaßen aufbewahrt und machen ihre Arbeiten zeitlos und dennoch politisch. Fattal hatte im Frühjahr 2022 eine Einzelausstellung in der Londoner Whitechapel Art Gallery, war zeitgleich im Berliner Gropius Bau an Beirut and the Golden Sixties beteiligt und ist derzeit auf der 59. Biennale in Venedig eingeladen. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Paris.

Die Jurorin Susanne Pfeffer ist Kunsthistorikerin und Kuratorin, deren bisherige Stationen vom Künstlerhaus Bremen über die Kunstwerke in Berlin und das Museum Fridericianum in Kassel bis zum Museum für Moderne Kunst (MMK) in Frankfurt am Main reichen. Als Kommissarin des deutschen Pavillons bei der Venedig-Biennale 2017 erstritt sie mit der Arbeit von Anne Imhof den Goldenen Löwen für den besten Länderbeitrag. 2021 kürte sie das Kunstmagazin Monopol zur drittwichtigsten Persönlichkeit der internationalen Kunstwelt.

Rosa Schapire (1874-1954) gilt als große Vorkämpferin der zeitgenössischen Moderne, die sich mit Mut und Leidenschaft insbesondere für den Expressionismus eingesetzt hat. Der Rosa-Schapire-Kunstpreis ist dem unerschrockenen Geist seiner Namensgeberin verpflichtet. Er wird von jährlich wechselnden Juror*innen vergeben, die zuvor vom Direktorat der Kunsthalle berufen werden. Prof. Dr. Alexander Klar hatte Susanne Pfeffer für den Jury-Posten für das Jahr 2022 ausgewählt. Die vorangegangenen Preisträger*innen waren – vor einer Corona-bedingten Pause der Preisverleihung – 2019 die französische Bildhauerin und Installationskünstlerin Tatiana Trouvé, 2018 die polnische Pionierin der feministischen Kunst Natalia LL, 2017 die portugiesische Bildhauerin, Zeichnerin und Photographin Ana Jotta sowie 2016 der für seine raumgreifenden Zeichnungsinstallationen bekannte rumänische Künstler Dan Perjovschi.

Dr. Ekkehard Nümann, Vorsitzender der Freunde der Kunsthalle, betont: »Mit Simone Fattal wird eine außergewöhnliche Künstlerin prämiert, deren Leben und Werk entscheidend von den Kriegsszenarien in ihrem Heimatland geprägt wurde und deren tiefe Leidenschaft für Kunst und Literatur sie mit Rosa Schapire eint.«


Quelle: Hamburger Kunsthalle


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