Kultur Kolumne
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- Geschrieben von: Redaktion -
Madame Pele, die mächtige hawaiianische Göttin der Blitze, des Feuers, des Windes und der Vulkane als treibende Energie hinter diesem Album. Britta Rex sucht diese wilde Energie und wir wohnen unmittelbar einem musikalischen Urknall bei, aus dem sich alles Weitere ergibt.
Eine große Stimme ist ein Geschenk. Doch selbst wenn man über besondere vokale Voraussetzungen verfügt, bedarf es auch der Fähigkeit, des Willens und nicht zuletzt des Selbstvertrauens, sie in ein expressives Medium zu transformieren, mit dem man nicht nur Melodien, sondern auch Texte und nonverbale Gefühlszwischenräume ausdrücken kann. Dass Britta Rex über all diese Gaben verfügt, hat sie bereits auf mehreren Alben bewiesen. Umso überraschender ist es, wenn sie nun auf ihrer neuen Platte „She Who Shapes The Land“ mit dem ihr gegebenen Instrumentarium in ganz neue Sphären aufbricht.
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- Geschrieben von: Hasko Witte -
Es gibt Orte, die einen nicht loslassen. Für den Mainzer Oboisten Juri Vallentin ist es das Conservatoire de Paris – jenes ehrwürdige Haus, durch dessen Gänge die Geschichte der französischen Musik noch immer zu wehen scheint.
Gabriel Fauré, Maurice Ravel, Paul Dukas, Olivier Messiaen – sie alle wirkten hier. „Das Conservatoire ist ein wahnsinnig energetischer, aufgeladener Ort. Wenn man dort durch die Gänge geht, spürt man die Geschichte all dieser Komponisten", erinnert sich Vallentin an die Zeit seines Studiums in Paris.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Auf ihrem Debütalbum ‚Unspoken‘ erzählt LīVA mit Trompete und Flügelhorn von Emotionen und persönlichen Erlebnissen. Eigene Kompositionen treffen auf Einflüsse aus Jazz, lettischer Pop- und Volksmusik sowie auf ein Billy-Joel-Cover.
Eine Leidenschaft, zwei Instrumente. Līva Strazdiņa, Ur-Berlinerin mit lettischen Wurzeln, spielt Trompete und Flügelhorn und komponiert außerdem. Zu welchem Instrument Līva greift, hängt davon ab, welche Stimmung sie übertragen möchte.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Der britische Historiker Tim Blanning erzählt die Lebensgeschichte Augusts des Starken und erklärt zugleich den Ursprung noch heute aktueller Konflikte.
August der Starke (1670–1733) war nicht nur Kurfürst von Sachsen, sondern auch König von Polen. Zumindest ist sein Name bis heute fast jedem bekannt, aber was wissen wir wirklich über ihn als Person? War er wirklich so außergewöhnlich stark, dass er Hufeisen mit bloßer Hand verbiegen konnte, und hat er tatsächlich Hunderte von Kindern gezeugt?
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Verwurzelt in der türkischen Folkmusik, verbindet die dänisch-türkische Sängerin, Songwriterin und Komponistin Hilal Kaya mit ihrem Debütalbum „Sümbül“ Elemente aus Rock, Jazz und Psychedelia und interpretiert traditionelle anatolische Klangwelten neu durch einen modernen und freien musikalischen Ausdruck.
Mit den bereits veröffentlichten Singles „Perişan“, „Sultan“ und „Harabe“ hat sich Hilal Kaya als eine der spannendsten neuen Stimmen der europäischen Anatolian-Psych-Szene etabliert. Mikrotonale Melodien, akustische Instrumente, improvisatorische Strukturen und kraftvolle Vocals prägen den Sound von „Sümbül“, der zugleich tief verwurzelt und überraschend zeitgenössisch wirkt.
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- Geschrieben von: Arcis Saxophon Quartett -
Schick gemacht – auf ins Nachtleben! Quirky Nightclub Chronicles beginnt dort, wo der Tag seine Einzigartigkeit verliert. Die Türen öffnen sich, das Licht wird künstlicher, die Konturen werden weicher und plötzlich erscheinen Körper, Erinnerungen und Klänge in einem anderen Aggregatzustand.
Der Nachtclub ist hier Ort der Zerstreuung und Resonanzraum für Bewegung, Groove und Melancholie, für flüchtige Begegnungen und Geschichten, die sich erst im Halbdunkel erzählen lassen.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Das lettische Label SKANi veröffentlicht Mitte Juli ein neues Album mit dem Titel „Maija Einfelde. Organ Music" (Dt.: Maija Einfelde. Orgelmusik) der lettischen Organistin Ilze Reine. Das Album, das von 2025 bis 2026 im Rigaer Dom aufgenommen wurde, enthält Kompositionen, die zwischen 1987 und 1999 von einer der heute anerkanntesten und bedeutendsten lettischen Komponistinnen, Maija Einfelde, entstanden sind.
Maija Einfelde, geboren 1939 in Valmiera, Lettland, entfaltete sich langsam, durchlief einen schwierigen Weg der Nichtanerkennung und erlebte schließlich in ihren reifen Jahren eine spektakuläre Welle der Wertschätzung, die bis heute anhält.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Zwischen Verführung und Aufbruch: Das Luzerner Kollektiv Phraim erfindet sich neu – und lädt in eine klangliche Zwischenwelt voller Spannung und Freiheit ein. Eine Klangsprache, die Raum lässt und bewusst Grenzen im Sound verschiebt.
Ein Neuanfang ist kein Bruch, sondern ein von Erfahrungen begleiteter, bewusster Richtungswechsel.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Der Historiker Volker Reinhardt beschreibt das Leben Jean-Jacques Rousseaus (1712–1778) aus kritischem Abstand.
Ein wenig weiß hierzulande jeder über Rousseau – auch wenn es nur das „Zurück zur Natur!“ sein mag. Wir alle kennen diesen Autor oder glauben ihn zu kennen, denn seine Werke und seine Ideen waren Teil unseres Schulunterrichts, ja, vielleicht sogar unseres Lebens, und dazu hat Rousseau viel mehr über sich selbst verraten als andere Autoren.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Das britische Jazzensemble „Empirical“ kehrt mit einer Warnung für unsere unruhigen Zeiten zurück: seinem insgesamt achten Album mit dem unheilvollen Titel „Like Lambs: To The Slaughter“.
Nach der Übersiedelung des Vibraphonisten und langjährigen Bandmitglieds Lewis Wright in die USA besteht die preisgekrönte Band nun aus Nathaniel Facey am Altsaxophon, Tom Farmer am Kontrabass und Shaney Forbes am Schlagzeug.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Mit „Recent“ legt der Kölner Saxophonist und Komponist Fabian Dudek ein Album vor, das sich konsequent dem Moment verschreibt.
„Recent“ ist zugleich der Name der Band wie des Albums und beschreibt programmatisch Dudeks Arbeitsweise: „Ich arbeite stark im Moment – das ist Fluch und Segen zugleich; ich sehe meine Konzerte eher als Werkstatt: Man zeigt den aktuellen Stand, nichts ist endgültig.“
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- Geschrieben von: Redaktion -
„L’Adoration de la Terre“ – die Anbetung der Erde: Unter diesem Motto, mit dem Igor Strawinsky sein „Sacré du Printemps“ überschrieben hat, stellen die Pianisten Nadezda Pisareva und Georgy Tchaidze ihr erstes Album vor.
Das Duo Pisareva-Tchaidze eröffnet sein nicht eben alltägliches Programm mit diesem epochalen Werk, das ganze zwei Monate nach dem Wiener „Watschenkonzert“ das Pariser Publikum bekanntlich in ganz ähnliche Wallungen versetzte.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
„Der Fürst“: Das ist einerseits der Titel des berühmten Buches von Niccolò Machiavelli, andererseits scheint es eine Figur zu sein, die in diesen Tagen mehr denn je die internationale Politik dominiert.
Lassen sich diktatorisch regierende, obwohl vielleicht sogar demokratisch gewählte Präsidenten unserer Zeit wirklich als Fürsten bezeichnen?
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Das letzte Album „Bukovina“ von Tovte wurde für einen Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Im Sommer folgt nun das neue Album des Quintetts.
Es dreht sich um Wetter und Wolken, von „Cirrus“ bis „Mistral“, von „Nebulae“ bis zum griechischen Herrscher der Winde, „Aiolos“.