Kultur, Geschichte & Management

Lange Jahre schlief die recht ansehnliche Lübecker Völkerkundesammlung den Schlaf der Gerechten, will sagen: Sie wurde vor langer Zeit weggesperrt, und in der Folge wurden 2.600 Objekte nicht mehr gezeigt.

Aber im vergangenen Herbst deutete sich mit einer vielseitigen und interessanten Ausstellung über den Norden („Nordwärts / Südwärts“) bereits an, dass mit frischen Aktivitäten gerechnet werden kann.

 
Bildende Kunst

Kaum nach zwei Wochen geöffnet, musste die Ausstellung „Georges Braque. Tanz der Formen“ im Bucerius Kunst Forum in Hamburg auch wieder schließen...

Doch dank des BKF Guides, der kostenlosen Smartphone-App des Hauses am Alten Wall, ist die fulminante Retrospektive des französischen Kubisten derzeit zumindest multimedial zu erleben. Sicher kein Ersatz für die Begegnung vor Ort, aber allemal besser als nichts.

 
Literatur

„News of the World” erschien 2016 in den USA. Ein Roman von nur 209 Seiten. Paulette Jiles erzählt lyrisch minimalistisch von jener ungewöhnlichen Freundschaft mitten in dem nach Ende des Bürgerkriegs immer noch gespaltenen Amerika, von Feindseligkeiten, extremer Armut, Rassenhass, Machtgier, Seuchen, Ausbeutung und Menschenhandel. Unvereinbare politische Gegensätze prallen im Texas des 19. Jahrhunderts aufeinander.

 

Frappierend zu beobachten, wie Regisseur Paul Greengrass in seinem bildgewaltigen elegischen Westerndrama dem poetischen Realismus der Autorin folgt, spannender vielleicht noch, in welchen Punkten Film und Buch sich voneinander unterscheiden oder ergänzen.

 

 
Kunsthandwerk, Grafik & Design

Von „AHA-Regeln“ und „Balkonklatscher“ bis zu „Schnutenpulli“ und „Zoomparty“ – die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden hat diesmal reichlich Auswahl für das „Wort des Jahres“ 2020.

Rund tausend neue Begriffe haben die Sprachforscher allein im vergangenen Jahr zum Thema „Corona“ zusammengetragen. Doch nicht nur die Sprache ist erfinderisch. Überall in der Welt entwickelten und entwickeln Kreative während der Pandemie und des Lockdowns neue Formate.

 
Festivals, Medien & TV

Das wohl berühmteste und eines der prägendsten Bilder des 20. Jahrhunderts ist eines des Malers und Hauptvertreters der Russischen Avantgarde, Kasimir Malewitsch (1878-1935).

Es heißt das „Schwarze Quadrat (auf weißem Grund)“[1], wurde 1915 erstmals ausgestellt und ist heute in der Moskauer Tretjakow-Galerie zu besichtigen.

 
Literatur

Es klingt fast wie ein Wintermärchen: Vor über drei Jahrzehnten kam dem aus Sizilien nach Frosinone in Mittelitalien umgesiedelten Dichter und Romancier Giuseppe Bonaviri (1924-2009) eines Tages die Idee, seinem Nachbardorf Arpino ein Gedicht zu schenken. Es wurde der Auftakt zu einem großangelegten europäischen Lyrikprojekt: Ein einzigartiger öffentlicher Gedichtepark war geboren. 2021 feiert die Ortschaft Arpino nun schon das 37. Jahr von Bonaviris dichterischem Vermächtnis „Das Buch aus Stein”.

 
Bildende Kunst

In einem schmalen Band schildert der prominente Kunsthistoriker und Museumsmann Werner Spies, wie Max Ernst zum Surrealismus fand. Oder erfand er ihn sogar?

 

Eine Biographie ist das Buch nicht, denn über Kindheit, Jugend und Ausbildung des 1891 in Köln geborenen, 1976 in Paris gestorbenen Künstlers verliert Werner Spies kaum ein Wort, sowenig wie über seine letzten Lebensjahrzehnte.

 
Kultur, Geschichte & Management

Erleben wir gerade den endgültigen Abgesang auf die europäische Arbeiterbewegung? So wie das marxistische Motto „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“ gegen Ende des 19. Jahrhunderts übersetzt als Hymne der Arbeiterklasse und als sozialistisches Kampflied für Menschenrechte – die sogenannte „Internationale“ (1871/1888) – vielsprachig und musikalisch um die Welt ging, wird es wohl nie mehr zu hören sein.

 

Das ist deshalb auch gut so, weil im 21. Jahrhundert die abhängig Beschäftigten, die heute im deutschsprachigen Raum „in Lohn und Brot“ stehen, längst am „Wohlstand für alle“ partizipieren und sich die vielfältigen Möglichkeiten zu arbeiten im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte immer wieder radikal verändert haben.

 
Musik

Anfang Oktober des jüngst vergangenen Jahres hätte die US-amerikanische Geigerin Hilary Hahn in der Berliner Philharmonie das Violinkonzert von Jean Sibelius, ungefähr vier Jahre nach ihrem letzten Gastspiel in der Hauptstadt, spielen sollen. Corona-bedingt ist es zu diesem ‚Ereignis‘ in des Wortes doppelter Bedeutung nicht gekommen.

Hilary Hahn – dies vorneweg – hat bereits als noch ganz junger Mensch zwei Dinge in sich vereint, die für Künstler jeglichen Metiers obligatorisch sind, oder jedenfalls sein sollten.

 
Kultur, Geschichte & Management

Leben wir nicht in bequemen Zeiten? Schließlich sind heute ausgewiesene Spezialisten so nett, an unserer Stelle über unser richtiges Verhalten und unser rechtes Leben nachzudenken.

Der Deutsche Bundestag beruft schon seit vielen Jahren den „Deutschen Ethikrat“, deren Vorsitzende in der Presse als „Chefethikerin“ apostrophiert wird, und der Bundestagspräsident empfiehlt dringend, dessen Ratschläge zu befolgen.

 

 

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