Film

„House of Gucci” inszeniert Regisseur Ridley Scott als schillernde italienische Lovestory mit mörderischem Ausgang. Ein quirlig dreister, eleganter Mix aus Gesellschaftsporträt, Familientragödie, Wirtschaftskriminalität, Mode, Glamour und Satire. Letzteres beabsichtigt, aber offensichtlich nicht goutiert von der englischsprachigen Presse.

 

Vom Sex auf dem Schreibtisch direkt an den Traualtar – der 84-jährige Scott setzt auf harte Cuts, Widersprüche und Kontraste. Lady Gaga spielt nicht Patrizia Reggiani, sie ist es, jene energiegeladene geltungssüchtige Femme Fatale. Das Objekt ihrer Begierde: Gucci Sprössling Maurizio, wundervoll verkörpert von Adam Driver mit sanftem ungelenk selbstironischem Charme.

 
Bildende Kunst

Welches sind die Denkmäler, Orte und Räume, in denen es sich anhäuft, und durch welche Praktiken wird es geformt, weitergegeben, angeeignet?

Gemeinsam mit Albert Oehlen und Martin Kippenberger bildete er das Hamburger Dreigestirn der 80er Jahre. Dadaistisch, ironisch, politisch. Apologeten der „schlechten Malerei“ wurden Werner Büttner und seine Kollegen genannt.

 
Festivals, Medien & TV

Der gesellschaftskritische Body-Horror-Animationsfilm aus Südkorea
Mithilfe des Beauty Waters kann man sein vermeintlich hässliches Äußeres in wahre Schönheit verwandeln. Dabei geht es nicht bloß um die Reduzierung von Pickeln oder Augenringen, sondern es lässt sich die gesamte Gesichtsstruktur wie Lehm völlig neu modellieren.

 
Theater - Tanz

„Ach ist das schön!“, rief die Dame neben mir bei der ersten Varieté-Nummer und man kann ihr nur zustimmen: Die alljährliche Wintershow im Hansa Theater ist wirklich zu und zu schön!

Ein Abend in dieser „Schmuckschatulle“ fühlt sich an wie ein Vorweihnachtsgeschenk – und ist die beste Therapie gehen Corona-Blues.

 
Festivals, Medien & TV

Sie galt als eine der Nordafrika-Kennerinnen und ihr Wissen, ihr Sachverstand über bedrohte Nomadenvölker, über Zusammenhänge in der westlichen Sahara-Zone und ihre Liebe für die Menschen und Gebiete in der Region waren etwas, was sie prägte. Darin ging sie auf. Désirée von Trotha starb am 27. November 2021 im Alter von nur 59 Jahren in München.

 
Literatur

Ausstellungen mit expressionistischer Malerei gehen immer, ja sind sogar oft genug geradezu überlaufen; aber expressionistische Dichtung? Spielt sie heute überhaupt noch eine Rolle?

Immerhin scheint sich eine berühmte Anthologie expressionistischer Lyrik von 1920 („Menschheitsdämmerung. Symphonie jüngster Dichtung“) bis heute gut zu verkaufen. Zu den Dichtern dieses wichtigen Buches gehört auch Yvan Goll (1891-1950), aber der ist heute vergessen. Oder?

 
Kunsthandwerk, Grafik & Design

Nein, hier sind keine Malerarbeiten im Gange. Die hohen Leitern und die transparenten Zäune sind Konzept, der Baustellen-Charme ist gewollt. Herzlich Willkommen zur Messe 2021 im Museum für Kunst und Gewerbe.

 

Wie soll sich eine Messe präsentieren, die für sich Weltniveau beansprucht? Zwei Jahre diskutierten die Veranstalter, die Justus Brinckmann Gesellschaft und das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, über ein neues Erscheinungsbild.

 

Im Frühjahr 2020, als alle noch dachten, Corona sei eine Sache von wenigen Wochen, war klar, dass die Messe pausieren würde. Begründung: Man brauche Zeit für ein neues Konzept. Kurator sollte der Berliner Pascal Johanssen sein. Doch sein Gastspiel dauerte nur wenige Wochen. Anfang 2021 erklärte Direktorin Tulga Beyerle den Neustart der Messe zur Chefsache – mit klar definiertem Ziel: „jünger, frischer, internationaler“.

 
Festivals, Medien & TV

Justin Peach (39) hat 2009 mit „Kleine Wölfe“ – eine bewegende Dokumentation über Straßenkinder in Nepal gedreht – und mit dieser beim Internationalen Film Festival Hannover up-and-coming gewonnen.

Ende November 2021 schließt sich ein weiterer Kreis. Als ehemaliger Gewinner sitzt jetzt Peach selbst in der Festivaljury, die Deutschlands talentierteste Nachwuchsfilmer sucht. 2021 wurde außerdem der 2. Teil seiner Filmdokumentation vorgestellt, mit dem Titel „street line“.

Mit Justin Peach sprachen Ilona Lütje und Andreas Daebeler über die Anfänge, den Aufstieg, Knutschen und Knistern im Kinosessel und ein digitales Festival in Corona-Zeiten.

 
Bildende Kunst

Seit 2013 gibt es die „add art – Hamburgs Wirtschaft öffnet Türen für Kunst“, gegründet von Hubertus von Barby. Auch in Corona-geschüttelter-Zeit ändert sich nichts daran, dass Unternehmen in Hamburg verstehen, was der Austausch zwischen der Welt der Kultur und der der Wirtschaft bedeutet, wo es Unterschiede, aber auch Überschneidungen gibt, an welchen Punkten man sich gegenseitig befruchtet, voneinander lernt und miteinander kommuniziert.

 

Vom 18. bis 21. November 2021 findet die „add art“ in Hamburg statt und holt in vielerlei Hinsicht das nach, was 2020 aufgrund der Pandemie-Regelungen ausfallen musste.

 
Film

„Lieber Thomas” erzählt von den umkämpften Welten eines radikal Unangepassten: Thomas Brasch (1945-2001), dem Dichter, Rebellen, Filmemacher, Fabrikarbeiter, Häftling, Frauenhelden, gefeiert und fast vergessen. Sein Leben war eng mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts verbunden. In der DDR konnte der Künstler nicht bleiben und im Westen wollte er nicht sein. 
Regisseur Andreas Kleinert und Drehbuchautor Thomas Wendrich kreieren ein magisch suggestives Leinwand-Epos zwischen Traum und Wirklichkeit. In betörenden Schwarz-Weiß-Bildern ist ein frappierendes Porträt über Deutschland entstanden, erschreckend eindringlich und zugleich doch von jener unglaublichen Leichtigkeit, die an Jean-Luc Godards „Außer Atem” erinnert. 

 

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