Kultur Blog
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Eigentlich hatte die „Edition Nautilus“ geplant, anlässlich von Ingvar Ambjørnsens 70. Geburtstag am 20. Mai 2026 dessen neues Buch zu veröffentlichen. Doch dann verstarb der Autor im Juli 2025 nach langer Krankheit in Norwegen.
Das Buch ist nun – vorgezogen – bereits im März dieses Jahres erschienen. In „Niemand da“ leuchtet noch einmal die große Erzählkunst des norwegischen Schriftstellers auf, der seit vielen Jahren mit seiner Ehefrau und seiner Übersetzerin Gabriele Haefs in Hamburg lebte. Es ist wahrscheinlich das letzte Buch dieses Autors – es sei denn, im Nachlass tauchen noch weitere schwarze Perlen auf, wie eine norwegische Rezensentin schrieb, die für die Leserschaft aufgereiht werden wollen.
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- Geschrieben von: Dagmar Reichardt und Laura Spinelli -
In Sizilien gibt es ein Brot, das die Herzen nicht nur deutscher Brotliebhaber – und auch nicht nur zu Ostern – höherschlagen lassen dürfte. Wie kaum eine andere präsentiert und serviert die postmoderne sizilianische Küche unserem Auge, Verstand und Gaumen einen transkulturellen Mix aus traditionellem Kunst- und Kulturverständnis, regional ausgewiesener Kulinarik und einem mediterran ebenso weltoffenen wie bodenständigen Way-of-Life.
Und das liegt nicht nur daran, dass „Brot“ seit Anbeginn unserer Zivilisation als „das“ Grundnahrungsmittel des Menschen schlechthin gilt und dass fremdländische Essgewohnheiten seit jeher beständig in andere lokal verankerte Gastronomien ein- und überfließen. Das Brot miteinander zu teilen, prägt seit den ersten zivilisatorischen Errungenschaften unsere Kulturen: ob in Afrika, Europa, Asien, Australien, Nord- oder Südamerika.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Das Stadtmuseum in Kaufbeuren widmet sich in einer Ausstellung noch bis Mitte April 2026 den Anfängen der Fotografie mit „Allgäuer Fotopioniere. Auguste Städele und die Heimhuber-Brüder“.
Die in Kooperation mit dem Haus der Bayerischen Geschichte, dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und der Stadt Kaufbeuren entstandene Präsentation vereint Vintage-Abzüge und mittelformatige, vergrößerte, naturholzgerahmte Drucke aus der Zeit um die Jahrhundertwende 1900.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Nach dem Kultfilm nun das Kultmusical – zumindest hat „Zurück in die Zukunft – Das Musical“ im Stage Operettenhaus auf der Hamburger Reeperbahn das Zeug dazu: Hier stimmt einfach alles
Es gibt tatsächlich Musicals, die glücklich machen. „Der König der Löwen“, „Mama Mia“, „Tina Turner“ gehören dazu – und jetzt auch „Zurück in die Zukunft“.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Im 6. Sinfoniekonzert 2026 bot das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck unter der Leitung seines GMD Stefan Vladar zwei sinfonische Schwergewichte im großen Konzertsaal der Musik- und Kongresshalle.
Das Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester A-Moll op. 102 von Johannes Brahms (1887) mit den Geschwistern Tanja und Christian Tetzlaff (Cello/Violine) und die 9. Sinfonie D-Moll, WAB 109, von Anton Bruckner (1896).
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- Geschrieben von: Anna Grillet -
Das Ende der Amtszeit von Mariano De Santis (berührend gespielt von Toni Servillo) als Präsident der italienischen Republik rückt näher. Der katholische Jurist, Witwer und Einzelgänger, muss noch über zwei Gnadengesuche entscheiden. Er grübelt, schiebt die Entscheidungen immer wieder hinaus. Persönliches und Politisches überschneiden sich.
Die Trauer um seine vor acht Jahren verstorbene Frau Aurora quält ihn Tag für Tag, aber mehr noch die Tatsache, dass sie fremd gegangen ist und er nicht weiß, mit wem. Dieser Verrat hat seine Beziehung zu Macht und Vergebung erschüttert. Regisseur Paolo Sorrentino („La Grande Bellezza“ 2013) konzentriert sich auf die Verlorenheit des Protagonisten; die Kamera verwandelt in frostigen Totalen die großen weitläufigen Räume des Amtssitzes in düstren Bastionen der Einsamkeit und formaler Strenge.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Die Kunstsammlung Cserni legt ihren Fokus auf österreichische Kunst seit den 1960er-Jahren mit Schwerpunkt auf Malerei und Skulptur.
In der Kunsthalle des Kunsthauses Nexus in Saalfelden am nördlichen Zipfel des Pinzgaus ist noch bis Ende Mai eine Auswahl aus der Sammlung zu sehen.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Josef Frank schuf in der Zwischenkriegszeit im 13. Bezirk ein Stück Wiener Architekturgeschichte – ein Schlüsselwerk der sogenannten „Zweiten Wiener Moderne”. Nun eröffnete die Villa Beer Anfang März nach umfangreicher Sanierung. Damit wird das einzigartige Gebäude erstmals in seiner wechselhaften Geschichte öffentlich zugänglich.
Die Villa Beer liegt inmitten des Hietzinger Cottage, eines Villenviertels unweit von Schönbrunn. Als eines der beeindruckendsten Wiener Bauwerke der Zwischenkriegszeit, errichtet in den Jahren 1929/1930 von Josef Frank und Oskar Wlach, gilt die Villa als Meisterwerk der „Zweiten Wiener Moderne“, die Zeit des sozialdemokratisch geprägten „Roten Wien” zwischen 1919 und 1934.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Als am 8. Dezember 1881 im Ring-Theater in Wien die Abendvorstellung von Offenbachs letztem Werk „Les contes d‘ Hoffmann“ / „Hoffmanns Erzählungen“ beginnen sollte, fing ein Schleiervorhang Feuer, das sich rasch in den Schnürboden hochfraß und volle 48 Stunden anhielt.
Als am 8. März 2026 im Theater Lübeck diese Oper erklang, war es das Publikum, das sofort Feuer fing.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
In der Hansestadt Lübeck, die unter anderem darauf spezialisiert ist, alte Koggen mit denkbaren Namen wie „Königin der Hanse“ aus dem Traveschlamm zu bergen, wurde jetzt eine der ersten Opern, die vor knapp vierhundert Jahren in der Lagunenstadt Venedig uraufgeführte „Krönung der Poppea“ (Originaltitel: „L’incoronazione“ von Claudio Monteverdi, auf großer Bühne wiedergeboren.