Literatur
Bucchumschläge und Porträt Ulrike Draesner. Foto: © Mellie Wang

Immer wieder hat Ulrike Draesner (*1962 in München) die eigene Biografie mutig in Literatur verwandelt, in Gedichten, Essays und zuletzt im Roman Zu lieben (2024). Darin erzählt sie die Geschichte einer Adoption und von nicht leiblicher Elternschaft, aber auch vom Scheitern einer Ehe.

 

In ihrem neuesten Werk wagt sich Draesner an den Heldenmythos schlechthin, die Odyssee. Mit dem fordernden Postepos „Peneleopes Sch()iff“ (2025) deutet sie Penelope neu und schreibt damit feministische Geschichte.

 

Ich schreibe, um hörbar zu machen und in Sprache zu übersetzen, was gemeinhin nicht gesprochen wird und nicht sprechbar scheint.

Ulrike Draesner

 

Die vielfach ausgezeichnete Autorin (Christine Lavant Preis, Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung, Georg Dehio-Buchpreis, Ida-Dehmel Literaturpreis, u.a.) liest im dritten Literatur-Salon IDA der GEDOK Schleswig-Holstein aus diesen beiden Werken und diskutiert mit der Lübecker Autorin Charlotte Kerner (*1950) über Fragen wie: Was vereint oder trennt den Mythos Mutterschaft vom Heldenmythos? Wie erzählen wir vom eigenen Leben, von der Liebe und von der unsichtbaren „Care-Arbeit“?  Wohin wollen wir Frauen mit Penelope noch segeln?

 

Der Name des modernen Literatur-Salons IDA erinnert aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums der GEDOK im Jahr 2026 an die Gründerin der Künstlerinnenvereinigung Ida Dehmel (1870–1942) sowie an Lübecks Dichterfürstin Ida Boy-Ed (1852–1928). Ziel des Abends ist es, so die Organisatorinnen, Frauen in der Literatur sichtbarer zu machen mit Themen, die alle Generationen ansprechen und Literaturinteressierte miteinander ins Gespräch bringen.

 

Der Abend wird von Marion Hinz, Kulturjournalistin und Lyrikerin, moderiert. Die musikalische Begleitung des Abends übernimmt Jara Elena Eger mit ihrer Konzertharfe; die Buchhandlung Prosa richtet einen Büchertisch ein.


Ulrike Draesner: Mutterschaft und Penelope

13. März 206 um 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr).
Dank einer großzügigen Unterstützung durch die Possehl-Stiftung ist der Eintritt frei. Es gibt eine „Hutkasse“ und Getränke gegen Spende.

In der Kulturrösterei, Wahmstraße 43 (im Hinterhof), 23552 Lübeck 

Weitere Informationen (Autorin)

 

Das GEDOK-Jubiläum steht unter der Schirmherrschaft von Karin Prien, der Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. 

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