Kultur Blog
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
„Alles, was wir Ihnen heute Abend vorstellen werden, habe ich selbst erlebt“, so beginnt der Felix-Krull-Abend am Theater Lübeck. Das verblüfft. Denn auf der Bühne, vor dem blauen, für lange Zeit geschlossenen Vorhang agieren gleich drei Personen, alle drei sind Felix Krull.
Diese drei gestalten einen hinreißenden, kurzweiligen Thomas-Mann-Theaterabend in den Lübecker Kammerspielen und schlüpfen in sämtliche wichtigen Rollen des Romans.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Eine derart illustre Presserunde sah man selten in Hamburg. Ein ganzer Saal, genauer gesagt der Kleine Saal der Elbphilharmonie, voller Kollegen und Kolleginnen aus dem In- und Ausland. Sie alle waren begierig zu hören, was Generalintendant Christoph Lieben-Seutter, Architekt Pierre de Meuron, Kultursenator Carsten Brosda und die Perkussionistin Vivi Vassileva zum zehnjährigen Geburtstag der Elbphilharmonie zu verkünden hatten.
Moderatorin Muschda Sherzada ging dann auch gleich zur Sache und nannte eine jüngst veröffentlichte Liste der New York Times mit den umstrittensten Bauwerken der Welt.
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- Geschrieben von: Claus Friede und Redaktion -
Die Kestner Gesellschaft in Hannover präsentiert mit „A Pronoun of B“ die erste umfassende Einzelausstellung von Min Yoon. Der in Südkorea geborene Künstler lebt und arbeitet in Wien. Er studierte von 2011 bis 2018 an der Universität für angewandte Kunst und an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
In Zeichnungen, Malereien und Skulpturen setzt er sich mit den Prozessen des Kunstschaffens sowie mit den institutionellen Strukturen auseinander, die die Kunst und ihre Produktion bestimmen. Seine Arbeiten entfalten sich oft in raumgreifenden, vielteiligen Installationen, deren spielerische Strukturen eine Vielzahl von Themen, Kontexten und Materialien miteinander verweben.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
„Unser Zusammenleben in Wien ist jetzt recht angenehm. Es ist jede Woche eine Schubertiade.“ (Schubert an Josef von Spaun, 7.12.1822) „Man denkt sogar an eine öffentliche Schubertiad.“
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- Geschrieben von: Gabriele Haefs -
„Könnte ich nicht auch ein Wolkenschwimmer werden?“, so lautet eine vielzitierte Frage der jungen Bettine von Arnim, eine der beiden Hauptpersonen in diesem biographischen Roman.
Schon oft wurde über Bettines Freundschaft mit der fünf Jahre älteren Dichterin Karoline von Günderrode geschrieben (und darüber spekuliert); im neuen Buch von Kerstin Campbell kommen sie beide zu Wort, immer abwechselnd, von Kapitel zu Kapitel.
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- Geschrieben von: Florian Maaß -
Die lettische Künstlerin Zaiga Putrāma benötigt keine Worte, um das Publikum zum Mitmachen einzuladen. Sie streckt die Hand aus, macht einen Schritt vor, einen zurück – mitten im Foyer der Rigaer Kongresshalle, unter jenem sechs Meter hohen Kronleuchter, der einst sowjetische Parteikader beeindrucken sollte.
Wer sich auf ihren Tango einlässt, erhält danach kein Kompliment, sondern ein Bild: Aus ihren abstrakten Punktgemälden wählt jeder Tanzpartner spontan jenes aus, das der eigenen Stimmung am nächsten kommt – geschenkt bekommt man es meist gleich dazu. Es ist eine der leisesten, aber eindrücklichsten Szenen des Eröffnungsabends des Survival Kit 17, des lettischen Kunstfestivals, das in diesem Jahr der heilenden Kraft der Kunst nachspürt.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Schon wieder Tina Turner? Ja, aber diesmal ganz anders. „Simply The Best“ im HANSA Theater Hamburg setzt ausschließlich auf Musik, Originalaufnahmen und eine überragende Hauptdarstellerin. Im Vergleich zum Tina-Turner-Musical im Operettenhaus vor ein paar Jahren ist dieser Abend kleiner, aber sehr authentisch.
Eine beeindruckend dichte Revue durch das Leben der Legende.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Was für ein Glück, ein Buch wie dieses zu lesen! „Wir alle“ von Kerstin Preiwuß ist ein feinsinniger, ästhetischer Roman über Menschen, die etwas anders ticken als „wir alle“.
Wir lernen vier Menschen kennen, deren Gedanken, Taten und Zustände möglicherweise über das normale Maß hinausschießen. Sie muten sich zu viel zu oder gar nichts mehr, sind in Schockstarre verfallen, vielleicht für immer. Vielleicht aber wollen sie am liebsten doch wieder ins Leben zurückgeholt werden…
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Eine der bislang größten Retrospektiven mit dem Titel „The Liberated Camera“ (Dt.: Die befreite Kamera) der Fotografin Eva Besnyö, die dem 20. Jahrhundert ein Gesicht gab, ist ab morgen im Fotomuseum in Den Haag zu sehen.
Die Fotografin Eva Besnyö (1910–2003) war nicht nur Zeugin, sondern auch eine treibende Kraft der Emanzipation der Fotografie. Gemeinsam mit ihren Zeitgenossen experimentierte sie frei mit einer neuen Bildsprache, die sich von der Malerei weg und hin zur Realität bewegte und von echter Dynamik und Unmittelbarkeit geprägt war.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Tschechien ist diesjähriges Gastland der Frankfurter Buchmesse. Welch glücklicher Zufall: 2026 ist auch das Jahr, in dem Marek Torčíks Romandebüt „Was die Zeit nicht nimmt“ (Originaltitel: Rozložíš paměť) in der Übersetzung von Mirko Kraetsch auf Deutsch im Anthea Verlag erschienen ist.
Bei diesem Coming-of-Age- und Coming-out-Roman handelt es sich um den seit Jahrzehnten erfolgreichsten in Tschechien erschienenen Roman. Derzeit wird das Buch in 27 Sprachen übersetzt.