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Literatur Magazin

Literatur

Kerstin Campbell: In den Wolken schwimmen

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Geschrieben von: Gabriele Haefs - Freitag, 11. September 2026 um 08:00 Uhr

„Könnte ich nicht auch ein Wolkenschwimmer werden?“, so lautet eine vielzitierte Frage der jungen Bettine von Arnim, eine der beiden Hauptpersonen in diesem biographischen Roman.

 

Schon oft wurde über Bettines Freundschaft mit der fünf Jahre älteren Dichterin Karoline von Günderrode geschrieben (und darüber spekuliert); im neuen Buch von Kerstin Campbell kommen sie beide zu Wort, immer abwechselnd, von Kapitel zu Kapitel.

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Literatur

Kerstin Preiwuß: „Wir alle“

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Geschrieben von: Marion Hinz - Freitag, 04. September 2026 um 08:00 Uhr

Was für ein Glück, ein Buch wie dieses zu lesen! „Wir alle“ von Kerstin Preiwuß ist ein feinsinniger, ästhetischer Roman über Menschen, die etwas anders ticken als „wir alle“.

 

Wir lernen vier Menschen kennen, deren Gedanken, Taten und Zustände möglicherweise über das normale Maß hinausschießen. Sie muten sich zu viel zu oder gar nichts mehr, sind in Schockstarre verfallen, vielleicht für immer. Vielleicht aber wollen sie am liebsten doch wieder ins Leben zurückgeholt werden…

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Literatur

Marek Torčík: Was die Zeit nicht nimmt

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Geschrieben von: Marion Hinz - Dienstag, 01. September 2026 um 08:00 Uhr

Tschechien ist diesjähriges Gastland der Frankfurter Buchmesse. Welch glücklicher Zufall: 2026 ist auch das Jahr, in dem Marek Torčíks Romandebüt „Was die Zeit nicht nimmt“ (Originaltitel: Rozložíš paměť) in der Übersetzung von Mirko Kraetsch auf Deutsch im Anthea Verlag erschienen ist.

 

Bei diesem Coming-of-Age- und Coming-out-Roman handelt es sich um den seit Jahrzehnten erfolgreichsten in Tschechien erschienenen Roman. Derzeit wird das Buch in 27 Sprachen übersetzt.

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Literatur

Rachid Benzine: „Der Buchhändler von Gaza“

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Geschrieben von: Marion Hinz - Freitag, 07. August 2026 um 08:00 Uhr

Der vielfach preisgekrönte marokkanisch-französische Schriftsteller Rachid Benzine zählt zu den angesehensten Politologen und Islamwissenschaftlern Europas.

In seinem nur 124 Seiten umfassenden Roman „Der Buchhändler von Gaza“ beschreibt und umkreist er für uns Leser die menschlichen und politischen Verhältnisse zwischen Israelis und Palästinensern. Dies geschieht allerdings aus alleiniger Perspektive eines Palästinensers. Mit dieser Vorgehensweise vermittelt und verursacht der Autor unterschiedlichste Gefühle.

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Literatur

Line Baugstø: Evil Grandma

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Geschrieben von: Gabriele Haefs - Montag, 03. August 2026 um 08:00 Uhr

Die Anfangsszene ist typisch für Monas Leben: Ein Kollege aus dem Büro geht in den Ruhestand: große Feier, Abschiedsgeschenke, schöne Reden. Während Mona überlegt, ob es wohl für sie der Fall sein wird, dass sie in wenigen Jahren so weit ist, auch so einen Abschied geben wird, räumt sie leere Gläser zusammen.

Darauf eine junge Kollegin: „Schön, dass du aufräumst, wir wollen nämlich noch woanders hin.“

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Literatur

Eris von Lethe: Es gibt keinen Kaffee im Café del Boulevard

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Geschrieben von: Gabriele Haefs - Montag, 20. Juli 2026 um 08:00 Uhr

„Interessante Menschen zu treffen, gefällt mir immer.“

Das ist so einer der Sätze, die in diesem Roman sofort ins Auge springen: Ja, geht mir auch so, denkt der Leser entzückt und liest voller Spannung weiter. Es gibt noch mehr Sprüche dieser Art, die durchaus an Aphorismen heranreichen.

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Literatur

Kerstin Specht: „Mittelberge“. Ein zu Herzen gehender Roman

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Geschrieben von: Marion Hinz - Freitag, 10. Juli 2026 um 08:00 Uhr

Es ist doch immer so im Leben: Die einen haben zu viel, die anderen zu wenig. Das lässt sich vom Geld sagen und vom Glück und von fast allem anderen auch. So in etwa werden auch Bes und Vetter gedacht und gefühlt haben, die für Sophie wie Großeltern sind.

 

Sophie wächst in Armut in einem oberfränkischen Dorf der 1930er Jahre auf. Ihre Lebensgeschichte wird uns auf mitreißende, poesievolle Weise in „Mittelberge“ erzählt. Es ist der erste, von Anfang bis Ende überzeugende Roman der Theaterautorin Kerstin Specht, deren Stücke vielfach übersetzt und ausgezeichnet wurden.

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Literatur

Lidia Jorge „Die Stunde der Nelken“

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Geschrieben von: Marion Hinz - Freitag, 26. Juni 2026 um 08:00 Uhr

Lidia Jorge zählt seit vielen Jahren zu den bedeutendsten literarischen Stimmen Portugals. Jetzt wurde sie mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 2026 ausgezeichnet.

 

Ihr Roman „Die Stunde der Nelken“ (Originaltitel: „Os Memoráveis“) ist aktuell im Secession Verlag in der Übersetzung von Marianne Gareis erschienen.

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Literatur

Der älteste Kriminalroman der Literaturgeschichte?

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Geschrieben von: Gabriele Haefs - Donnerstag, 21. Mai 2026 um 08:00 Uhr

Die Rede ist vom Roman „Der Mord an Maschinenführer Roolfsen“ des norwegischen Autors Maurits Christopher Hansen (1794–1842) aus dem Jahre 1839/40.

Wobei sich die Gelehrten streiten: Ist es wirklich der erste Kriminalroman oder vielleicht eher der erste Detektivroman? Der Streit erscheint müßig zu einem Zeitpunkt, zu dem sich das Genre gerade erst herausbildete, und im Buch begegnen uns weder Kriminalpolizei noch Detektive, einfach, weil es das alles noch nicht gab, als Hansen seinen Roman schrieb.

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Literatur

Ich erröte vom Schaft bis zur Sohle. Dreißig menschliche Schuhgeschichten

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Geschrieben von: Marion Hinz - Donnerstag, 23. April 2026 um 07:27 Uhr

Schuhe spielen eine zentrale Rolle im Buch „Ich erröte vom Schaft bis zur Sohle“. In dieser Sammlung von Schuhgeschichten sind sie nicht einfach nur Fußbekleidung, sondern Hauptdarsteller, also Dreh- und Angelpunkt der jeweiligen Handlung.

 

In dreißig Geschichten wird unterhaltsam, humorvoll, mitunter sogar Schicksale prägend von Schuhen und deren Trägern erzählt.

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Literatur

Kein Verlass auf Uhren und Gestirne. Lyrische Erinnerungen von Renate Schmidgall

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Geschrieben von: Marion Hinz - Mittwoch, 15. April 2026 um 08:02 Uhr

Erinnerungen kommen viele vor in diesem ersten Lyrikband von Renate Schmidgall, die bisher hierzulande vor allem als Übersetzerin aus dem Polnischen bekannt ist.

 

Das dürfte sich mit dem Erscheinen ihres ersten Lyrikbandes „Kein Verlass auf Uhren und Gestirne“ in naher Zukunft ändern. So sprachlich gelungen und emotional überzeugend sind diese Erinnerungen an Menschen, Vögel, Bäume und Räume, an innere und äußere Landschaften, an Jahres- und Lebenszeiten, an einst empfundene Liebe, Sehnsucht, Melancholie und Trauer. Um es mit den Worten der Dichterin zu sagen: „Man muss nur weit genug öffnen,/dann kommt ein Gedicht zum Fenster herein.“

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Literatur

Ingvar Ambjørnsen: „Niemand da“

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Geschrieben von: Marion Hinz - Montag, 06. April 2026 um 08:00 Uhr

Eigentlich hatte die „Edition Nautilus“ geplant, anlässlich von Ingvar Ambjørnsens 70. Geburtstag am 20. Mai 2026 dessen neues Buch zu veröffentlichen. Doch dann verstarb der Autor im Juli 2025 nach langer Krankheit in Norwegen.

 

Das Buch ist nun – vorgezogen – bereits im März dieses Jahres erschienen. In „Niemand da“ leuchtet noch einmal die große Erzählkunst des norwegischen Schriftstellers auf, der seit vielen Jahren mit seiner Ehefrau und seiner Übersetzerin Gabriele Haefs in Hamburg lebte. Es ist wahrscheinlich das letzte Buch dieses Autors – es sei denn, im Nachlass tauchen noch weitere schwarze Perlen auf, wie eine norwegische Rezensentin schrieb, die für die Leserschaft aufgereiht werden wollen.

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Literatur

Ulrike Draesner: Mutterschaft und Penelope

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Geschrieben von: Marion Hinz - Donnerstag, 12. März 2026 um 14:32 Uhr

Immer wieder hat Ulrike Draesner (*1962 in München) die eigene Biografie mutig in Literatur verwandelt, in Gedichten, Essays und zuletzt im Roman Zu lieben (2024). Darin erzählt sie die Geschichte einer Adoption und von nicht leiblicher Elternschaft, aber auch vom Scheitern einer Ehe.

 

In ihrem neuesten Werk wagt sich Draesner an den Heldenmythos schlechthin, die Odyssee. Mit dem fordernden Postepos „Peneleopes Sch()iff“ (2025) deutet sie Penelope neu und schreibt damit feministische Geschichte.

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Literatur

Frank-Peter Hansen: „Schausende Tod“. Blaschkes und Schmuhls sechster Fall

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Geschrieben von: Marion Hinz - Montag, 09. März 2026 um 08:04 Uhr

Der promovierte Philosoph Frank-Peter Hansen ist auch Autor von spannenden Flensburg-Krimis. Sein neuestes Werk „Schausende Tod“ ist der achte Krimi in dieser Reihe und zugleich der sechste Fall des Ermittlerpaares Blaschke und Schmuhl. Diesmal geht es um einen, vielleicht sogar um mehrere Mordfälle – wer weiß das schon am Anfang eines Buches. Und das Ende darf hier natürlich nicht verraten werden. Die Spannung erfasst uns beim Lesen…

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  • Francesco Piemontesi: Brahms – die nächste RundeSamstag, 05 September 2026 08:00
  • Kerstin Preiwuß: „Wir alle“Freitag, 04 September 2026 08:00
  • Eva Besnyö: The Liberated CameraDonnerstag, 03 September 2026 08:00
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  • 2. Internationale Konferenz über Transkulturelle Studien in Riga: „Geben“ und „Nehmen“Freitag, 28 August 2026 08:00
  • Hanka Meves: Der Künstlerinnen-KlubDonnerstag, 27 August 2026 08:00
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