„Die Oberpfalz ist reich an kreativen Köpfen, außergewöhnlichen Ideen und Menschen, die den Mut haben, daraus etwas Besonderes zu machen: Wilhelm Koch hat mit dem Luftmuseum in Amberg und dem EUROPA-TEMPEL in Etsdorf zwei einzigartige Kunstprojekte verwirklicht. Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler zeigen in Adlmannstein, wie sich lebendige Kunstvermittlung und innovative Nachlassarbeit verbinden lassen. Ich freue mich, Wilhelm Koch in der Kategorie Kulturbotschafter und Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler in der Kategorie Besonderer Ort mit dem Bayerischen Kunstpreis auszuzeichnen.“ Das gab Kunstminister Markus Blume heute in München bekannt.
Kunstminister Markus Blume über Wilhelm Koch: „Bayerische Wurzeln, europäischer Weitblick und unerschöpfliche kreative Kraft – das ist Wilhelm Koch! Er trägt den freien und eigenwilligen Geist Bayerns weit über die Landesgrenzen hinaus: Das Luftmuseum in Amberg ist weltweit einzigartig, der EUROPA-TEMPEL mit seinen 47 Säuleneichen ein eindrucksvolles Zeichen für Demokratie und europäischen Zusammenhalt. Rund ein Vierteljahrhundert hat Koch an dieser außergewöhnlichen Vision festgehalten, bis sie Wirklichkeit wurde – mit beeindruckender Ausdauer, Überzeugungskraft und viel schöpferischer Energie. Er versteht es, aus ungewöhnlichen Ideen Orte und Kunstwerke zu machen, die Menschen begeistern und zum Nachdenken einladen. Er macht bayerische Kunst und Kultur weit über die Region hinaus sichtbar und schlägt Brücken nach Europa. Ein Kulturbotschafter im besten Sinne!“
Kunstminister Markus Blume über Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler: „In Adlmannstein bekommt Kunst ein Zuhause: Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler haben einen Ort geschaffen, der Kunst, Architektur und Natur auf ganz besondere Weise verbindet. Herzstück ist das eigens entworfene Schaulager: Hier werden bedeutende Künstlernachlässe erhalten und so präsentiert, dass sie für ein breites Publikum zugänglich sind. Ihr Anspruch: Kunst soll nicht im Depot verschwinden, sondern im Austausch mit neuen Positionen lebendig bleiben. Das ist ein beeindruckendes Beispiel für visionäre Kunstvermittlung, außergewöhnliches privates Engagement und einen Kunstort, der in seiner Verbindung von Bewahren, Entdecken und Erleben seinesgleichen sucht!“
Große Bühne für Bayerns Kunstszene im Bergson Kunstkraftwerk München
Der Bayerische Kunstpreis würdigt in insgesamt acht Kategorien herausragende Leistungen und besondere Verdienste um die Kunst- und Kulturlandschaft in Bayern: Ausstellung, Stimme, Kreatives Schaffen, Innovation, Programm, Kulturbotschafter, Performance und Besonderer Ort. Hinzu kommt der undotierte Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten. Der Bayerische Kunstpreis ist mit 10.000 Euro je Kategorie dotiert und wird vom bayerischen Kunstminister auf Empfehlung einer fachkundigen Jury vergeben. Die Fachjury des Bayerischen Kunstpreises setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Kultur- und Medienbereiche zusammen, darunter Angelika Diekmann (Mediengruppe Bayern GmbH), Anna Kleeblatt (Initiative Kulturzukunft Bayern), Ellen Trapp (Bayerischer Rundfunk), Franz Löffler (Bayerischer Bezirketag), Katrin Bittl (Hochschulrat der Akademie der Bildenden Künste München), Mon Muellerschoen (MM-Artmanagement), Nora-Eugenie Gomringer (Internationales Künstlerhaus Villa Concordia), Susanne Hermanski (Süddeutsche Zeitung GmbH) sowie Till Hofmann (Münchner Lustspielhaus).
Die Preisverleihung findet am 12. November 2026 im Bergson Kunstkraftwerk in München statt. Der Bayerische Rundfunk ist Medienpartner und zeigt die Veranstaltung ab 19 Uhr live im BR Channel in der ARD Mediathek. Das Event wird zudem am 15. November 2026 im BR Fernsehen ausgestrahlt. Die Verleihung wird von der 3sat Kulturzeit-Moderatorin Vivian Perkovic präsentiert.
Kunstminister Markus Blume betont: „Die Vorfreude wächst mit jedem Tag: Am 12. November versammelt sich im Bergson Kunstkraftwerk die bayerische Kunstszene zu ihrem großen Festabend. Dann heißt es Bühne frei für außergewöhnliche Talente, starke Stimmen und besondere Orte. Ich freue mich darauf, die Preisträgerinnen und Preisträger persönlich zu treffen und ihre Leistungen gemeinsam mit ihnen zu feiern. Der Countdown läuft!“
Wilhelm Koch: Oberpfälzer mit europäischem Weitblick
Wilhelm Koch wurde 1960 in Etsdorf im Landkreis Amberg-Sulzbach geboren. Er studierte Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt, anschließend Kunst an der Akademie der Bildenden Künste München und an der Städelschule in Frankfurt am Main, wo er Meisterschüler von Ulrich Rückriem war. Seit 1994 arbeitet er in Amberg. Als Künstler und Kommunikationsdesigner bewegt er sich zwischen Plastik, Installation, pneumatischen Objekten, Grafik, Architektur und Kunst im öffentlichen Raum. 2006 initiierte er das Luftmuseum in Amberg. Auf drei Stockwerken und 750 Quadratmetern widmet es sich der Kunst und Kultur rund um das Thema Luft. Mit der Eröffnung wurde Amberg zum Luftkunstort; seit 2009 trägt die Stadt diesen Titel offiziell. Zu Kochs weiteren Projekten zählen der Vesuna-Turm in Amberg - ein Symbol für die deutsch-französische Freundschaft -, der Asphaltsee im Münchner Arnulfpark sowie die Asphaltkapelle und das Europa-Museum in seiner Heimat Etsdorf. Mit dem EUROPA-TEMPEL hat Koch ein über Jahrzehnte verfolgtes Vorhaben verwirklicht: 47 Säuleneichen auf einem Betonsockel bilden einen Tempel unter freiem Himmel. Jeder Baum steht stellvertretend für ein Land Europas. Das Gemeinschaftswerk versteht sich als Zeichen für 2.500 Jahre Demokratie und den europäischen Gedanken. Koch engagiert sich darüber hinaus als Vorsitzender zweier Museen, Verleger und Ausstellungsmacher für die Kunst und Kultur seiner Heimatregion.
Kunstpartner Adlmannstein: Ein lebendiger Ort für die Kunst
Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler haben mit dem Projekt Kunstpartner in Adlmannstein ein eigenständiges Konzept für Galerie- und Nachlassarbeit entwickelt. Die beiden Kunstvermittler und Herausgeber waren Mitglieder des Regensburger Kartenhaus Kollektivs. Auf ihrem historischen Anwesen haben sie eine vielseitige Gemeinschaft und einen Ort für Kunst und Begegnung geschaffen. Das von Architekt Willi Schmid entworfene Schaulager bildet dafür einen außergewöhnlichen Rahmen: Dort bewahren und präsentieren sie Werke von Margot Luf, Susanne Böhm und Max Bresele und machen sie regelmäßig einem interessierten Publikum sowie Sammlern zugänglich. Zugleich beziehen sie aktuelle Künstlerinnen und Künstler in das Galerieprogramm ein. Das Projekt Kunstpartner verbindet die professionelle Auseinandersetzung mit künstlerischen Vor- und Nachlässen mit zeitgemäßen Präsentationsformen und einer offenen, gastfreundlichen Atmosphäre.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

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