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Am 17. Dezember 2026 eröffnet die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum die Ausstellung „Mascha Kalékos Berlin / Berlins Mascha Kaléko“. Sie erzählt von einer Dichterin, die Berlin nie vergessen konnte, und von einer Stadt, die Kaléko bis heute immer wieder neu entdeckt. In drei Kapiteln zeichnet die Ausstellung die wechselvolle Beziehung zwischen der Lyrikerin und Berlin nach. Gedichte, Briefe, Fotografien und weitere Objekte aus ihrem Nachlass machen diese Geschichte anschaulich. In Film- und Hörstationen ist Kaléko zudem selbst zu erleben.


Im ersten Ausstellungskapitel „Mascha findet sich in Berlin“ lernt man die junge Dichterin im Berlin der 1920er und 1930er Jahre kennen, zwischen osteuropäisch-jüdischem Scheunenviertel und der Künstlerwelt um den Savignyplatz in Charlottenburg, bevor sie 1938 in die USA emigrierte. Das zweite Ausstellungskapitel „Mascha verliert Berlin und findet den Weg zurück“ widmet sich ihren Wiederbegegnungen mit der Stadt ab 1956. Es beleuchtet Kalékos ambivalentes Verhältnis zu Berlin und fragt, was sie dazu bewegte, von ihren Wohnorten New York und Jerusalem aus immer wieder in die Stadt zurückzukehren. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Frage, wie sie sich Berlin und seinen Bewohnerinnen und Bewohnern nach der Emigration erneut annäherte. Das dritte Kapitel, „Berlin findet Mascha immer wieder“, richtet den Blick auf das Nachleben der Dichterin. Neuinterpretationen ihrer Werke sowie künstlerische und wissenschaftliche Auseinandersetzungen mit ihrem literarischen Erbe schlagen eine Brücke zum heutigen Berlin und zeigen, wie präsent Mascha Kaléko in der Stadt geblieben ist.


Die drei Ausstellungskapitel greifen zentrale Themen auf, die Mascha Kalékos Biografie, ihre wechselvolle Beziehung zu Berlin und die Rezeption ihres Werks nach ihrem Tod geprägt haben: Heimat und Heimatlosigkeit, Rollenbilder und Selbstinszenierung, das Jüdischsein sowie Sprache und Übersetzung. Diese Leitfragen bilden den kuratorischen Rahmen der Ausstellung. Sie bestimmen die Auswahl der Gedichte und Objekte und eröffnen unterschiedliche Zugänge zu Kalékos Leben und literarischem Erbe.

Eröffnung: Donnerstag, 17. Dezember 2026, 17 Uhr
Laufzeit: bis 24. Oktober 2027
Ort: Neue Synagoge Berlin, ehemalige Frauenempore, Oranienburger Str. 28–30, 10117 Berlin

Begleitprogramm
Das Begleitprogramm zur Ausstellung umfasst unter anderem Lesungen mit Katharina Thalbach und Lana Lux, ein Konzert mit Dota Kehr und Veranstaltungen mit Nicola Herweg vom Deutschen Literaturarchiv Marbach, Yves Kugelman, Chefredakteur des Aufbau-Magazins, sowie Eva Koralnik, langjährige Leiterin der Liepman Literary Agency und Begleiterin Kalékos. Die Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Partner
Unterstützt wird die Ausstellung vom Literaturhaus Berlin, wo auch ein Teil der Veranstaltungen stattfindet. Zudem freuen wir uns, dass das Aufbau-Magazin seine Dezemberausgabe ganz der Ausstellung widmen wird.

Parallel
Zeitgleich zeigt das Museum Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim in einer kleinen Präsentation Dokumente, Briefe und Postkarten zu Mascha Kalékos Charlottenburg.

 

Quelle: Neue Synagoge Berlin

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