Kultur, Geschichte & Management
Das Oldenburger Wunderhorn

Gemeint ist nicht das jährlich stattfindende internationale Frauen-Handball-Turnier um das Oldenburger Wunderhorn; gemeint ist vielmehr ein Meisterstück der spätgotischen Goldschmiedekunst: Ein aus vergoldetem Silber gefertigtes Trinkhorn aus der Zeit um 1400, das unzählige miniaturartige Architekturbauten, Fabelwesen und Ungeheuer, Menschen und Symbole schmücken.
Es erzählt von Intrigen, von Kriegen, vom Kampf der skandinavischen Königreiche mit den hanseatischen Kaufleuten und den Vitalienbrüdern um Klaus Störtebeker und dem Triumph einer Königin.

 
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Die Hamburger Flora – vom Tanzpalast zum autonomen Kulturzentrum

Nach den G20-Krawallen in Hamburg im Juli 2017 hat die Flora eine traurige Berühmtheit erlangt. Als „Trutzburg Linksautonomer in Deutschland“, als „Freiraum autonomer Lebensverwirklichung“ ging sie durch die Presse.
Aber kennen Sie die wechselvolle Historie des Gebäudes aus der Gründerzeit, die sich auch in seiner heutigen Architektur widerspiegelt?

 
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200 Jahre Kunstverein in Hamburg

„Just what is it that makes today’s Kunstverein so different? So appealing?” Nach Charity Auktion (14.9.) und Festakt im Rathaus (22.9.) klingen mit einer Paneldiskussion unter dieser Fragestellung (23.9.) die offiziellen Jubiläumsfeierlichkeiten zum 200-jährigen Bestehen der ältesten Kunstinstitution Hamburgs im September aus.
Bettina Steinbrügge, Direktorin des ehrwürdigen Vereins, hat die Antwort indes längst parat: „Freiheit und Experimentierfreude“. Deshalb, so sagt sie, sei sie 2014 vom Wiener Museum für zeitgenössische Kunst, dem 21er Haus, an den Klosterwall nach Hamburg gewechselt: „Hier bin ich noch ein wenig in einem rechtsfreien Raum, in dem ich mehr ausprobieren kann“.

 
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Werner Bokelberg: Mein Dortmund vor 100 Jahren

Einer Umfrage des Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte zufolge gibt es in Dortmund immer mehr Jugendliche, die keine Ahnung haben, was „Maloche im Pütt“ wohl heißen mag. Sie sind in einem Dortmund aufgewachsen, das sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem international renommierten Technologie- und Wissenschaftsstandort entwickelte.
Kohle, Stahl und Bier beherrschen diese Stadt längst nicht mehr, die letzte Zeche auf Dortmunder Stadtgebiet wurde 1987 geschlossen, Fördertürme und Fabrikschlote sind entweder verschwunden oder zu Museen umfunktioniert. Und der Titel „Europas Bierstadt Nr. 1“ gehört auch schon eine Weile der Vergangenheit an.

 
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Luebeck vor 100 Jahren bokelberg.com

Sie gilt als „Königin der Hanse“ und süßeste Schatzkiste Norddeutschlands – und das nicht nur wegen des leckeren Marzipans, das ihren Namen in alle Welt trägt.
Lübeck ist so reich an kulturellem Erbe und Lebensqualität wie kaum eine andere Stadt Norddeutschlands. Sieben schmucke Kirchtürme prägen ihre markante Silhouette und mit ihren hunderten von Bauten in Backsteingotik, den verwunschenen Gässchen und dem trutzig-markanten Holstentor bietet sie ein wunderschön geschlossenes Bild, das seit 1987 den Titel UNESCO-Weltkulturerbe trägt.

 
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Der Schellfischtunnel – Ein Abstieg in die Unterwelt von Hamburg-Altona

Es ist ein schöner Sommertag im Juni 2017 mit mehr als 30 Grad. Die Sonne knallt vom blauen, wolkenlosen Himmel. Eine frische Brise spendet etwas Abkühlung. Eine Gruppe von etwa dreißig Leuten wartet geduldig am Check-In-Schalter der Autozugverladung in der Präsident-Krahn-Straße in Hamburg-Altona. Geplant ist eine Führung durch den sogenannten Schellfischtunnel.

Nicht Hades, der Gott der Unterwelt, nein eine freundliche Dame und ein Herr vom Verein „Hamburger Unterwelten e.V.“ nehmen die Wartenden mit auf die Wanderung durch die Altonaer Unterwelt, gelegen unter der heutigen Max-Brauer-Allee. Bewaffnet mit Taschenlampen und angetan von derben Schuhen geht es los.

 
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Werner Bokelberg „Kopenhagen vor 100 Jahren“

Entspannt, liberal, gastfreundlich, humorvoll, sozial und als „Grüne Hauptstadt Europas 2014“ auch noch ökologisch vorbildlich: Kopenhagen nimmt im Ranking der Metropolen mit der höchsten Lebensqualität zweifellos einen Spitzenplatz ein.
Insbesondere im Sommer hat die Stadt des Märchendichters Hans Christian Andersen und seiner kleinen Meerjungfrau ein unvergleichliches Flair.

 
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Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal in Hamburg

„Wir wollen unsern alten Kaiser Wilhelm wieder haben…“, hallte es als Gassenhauer nach dem Tode Wilhelm I. durch die deutschen Lande.
„Wir“ haben ihn immer noch! In Erz gegossen, steht oder reitet er noch vereinzelt in einigen deutschen Städten. In den meisten Fällen erlitt er das Schicksal anderer großer Heroen: er wurde demontiert und eingeschmolzen. Falls er dieses Desaster überlebt hat, schmückt er als Relikt vergangener Kaiserherrlichkeit Plätze und Anlagen. In Hamburg stand sein Reiterstandbild einst auf dem Rathausmarkt. Heute hat seine kaiserliche Majestät, hinter Bäumen versteckt und von den Passaten übersehen, am Johannes-Brahms-Platz in den Wallanlagen von Planten un Blomen einen Platz gefunden.

 
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Jüdische Friedhofskultur in Hamburg: Der Jüdische Friedhof Ohlsdorf - Trauerhalle

 

Der Hamburger Zentralfriedhof Ohlsdorf ist einer der größten Parkfriedhöfe der Welt. Gestaltet nach Plänen des Architekten Johann Wilhelm Cordes, wurde er im Juli 1877 eingeweiht. An seiner Südwestseite liegt ein ebenfalls von Cordes entworfener, rund elf Hektar umfassender jüdischer Begräbnisplatz. Eröffnet im September 1883, ist er heute der größte jüdische Friedhof Hamburgs.

 
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Kubas Afrikanische Geister

Wer an Kuba denkt, denkt an Fidel Castro und Che Guevara, an Kaffee, Rum und Zuckerrohr, an Hemingway und dicke Zigarren. Vielleicht auch noch an Mambo, Rumba und sexy Mädchen.
Sicher nicht an Santeria und Palo Monte. Dabei ist die Insel durchdrungen von diesen beiden afro-kubanischen Religionen – in Castros marxistisch geprägtem Sozialismus waren sie nur jahrzehntelang unterdrückt. Mit „Kubas afrikanische Geister“ präsentiert das Hamburger Völkerkundemuseum derzeit eine hochspannende und sorgsam eingerichtete Ausstellung, die nicht nur hervorragend Einblick in die afro-kubanische Denk- und Lebensweise bietet, sondern mit einer unerhört faszinierenden Sammlung magischer Kultobjekte besticht. Geheimnisvollen Kraftfiguren, wie man sie in dieser Dichte noch nie außerhalb Kubas zu Gesicht bekam.

 
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Jüdische Friedhofskultur in Hamburg: Der Jüdische Friedhof Hamburg-Altona

Neben den kleineren jüdischen Friedhöfen in Wandsbek, Bornkamp, Langenfelde und Harburg, gehören der Jüdische Friedhof Königstraße in Hamburg-Altona und der Jüdische Friedhof Ohlsdorf an der Ilandkoppel zu den größten Begräbnisstätten in der Hansestadt Hamburg.
Dass die jüdische Sepulkralkultur nachhaltige Spuren hinterlassen hat, zeigt die Vielfalt der Grabsteine mit ihren Inschriften und Symbolen. Wie steinerne Archivalien erzählen sie die wechselvolle Geschichte jüdischer Familien sowie die kulturhistorische Entwicklung der Friedhöfe, die nach dem Verständnis des Judentums, als Ort für die Ewigkeit angelegt sind – als „Haus des Lebens“ oder „Haus der Ewigkeit“. Aufgegliedert in zwei Teile, beschäftigt sich KulturPort.De mit den jüdischen Friedhöfen in Altona und Ohlsdorf.

 
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Sie sind gefragt: Ihre ersten Erfahrungen mit und in der Elbphilharmonie

KulturPort.De möchte wissen, wie sie funktioniert – die neue Elbphilharmonie. Schreiben Sie uns! Wir sammeln Ihre seriösen Beiträge und Kommentare bis Mitte Februar und werden einige komplett oder in Auszügen bei uns veröffentlichen.

 
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Werner Bokelberg Unser Sylt vor 100 Jahren

Sie gilt als „Insel der Schönen und der Reichen“, als „Königin der Nordsee“ und als das „Saint Tropez“ des Nordes. Sylt ist für die meisten ihrer Fans viel mehr als ein Urlaubsort: Sylt ist eine Philosophie.
Seit der Playboy Gunter Sachs die größte deutsche Nordseeinsel Ende der 60er Jahre für sich entdeckte und hier mit Brigitte Bardot (seiner damaligen Frau) wilde Partys im legendären Pony und dem Gogärtchen feierte, kann der Sommer noch so verregnet und kalt sein – dem Sylt-Feeling tut das keinen Abbruch. Unverdrossen zieht es Promis und alle, die sich dafürhalten, an die (FKK)-Strände zwischen Kampen und Hörnum.

 
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Werner Bokelberg Unser Kiel vor 100 Jahren

„Gelb wird das Laub, es rötet sich die Frucht,
In blauer Stille liegt die Kieler Bucht,
Es schweigt der Wind, die Fläche zittert kaum,
Und nur die Möwen sind wie Wellenschaum...“


So beginnt das Gedicht von Theodor Fontane für den Hamburger Fabrikanten Heinrich Adolph Meyer und dessen Frau Marie – geschrieben nach einem Besuch im „Haus Forsteck“, dem Meyerschen Landsitz oberhalb der Kieler Förde.

 

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