Bildende Kunst
Aus: Grüner Salon (8-teilig) IV, C-Print/Diasec/Aludibond, je 14x29cm. © Sabine Dehnel

Im dreißigsten Jubiläumsjahr steht in der FabrikGalerie der LAUDA DR. R. WOBSER GMBH & CO. KG die nächste Veranstaltungt der Reihe „Art After Work“ bevor: Am 6. August 2025 um 17:00 Uhr wird die vierte Ausstellung des Jahres feierlich eröffnet.

 

Die Berliner Künstlerin Sabine Dehnel präsentiert unter dem Titel „Wie gemalt“ einen Einblick in ihr kreatives Schaffen mit Werken aus den Serien „Vasen“ und „Stars“.

 

Sabine Dehnel, 1971 in Ludwigshafen am Rhein geboren, entwickelte bereits während ihres Studiums der Bildenden Kunst und Philosophie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz ihre charakteristische Position an der Schnittstelle von Malerei und Fotografie. Nach ihrer Ernennung zur Meisterschülerin setzte sie ihre Ausbildung von 2000 bis 2001 am renommierten Otis College of Fine Arts and Design in Los Angeles fort und erwarb dort den Master of Fine Arts.

 

Sabine Dehnel Mona V simone 80x110

Mona V (Simone de Beauvoir), 2011, C-Print, Forex 80x110cm; Auflage 3. © Sabine Dehnel

 

Die künstlerische Laufbahn der heute in Berlin lebenden und arbeitenden Künstlerin ist geprägt von zahlreichen Auszeichnungen und internationalen Stipendien. Bereits im Jahr 2002 erhielt sie den SCA-Art-Preis in Wien und Mannheim, 2005 den Förderpreis des Weldekunstpreises für Fotografie. Bedeutende Stipendien führten sie nach Mallorca, auf die Nordseeinsel Föhr und in das französische Pougues-les-Eaux.

Dehnels Werk bewegt sich konzeptuell zwischen den Medien und entwickelt dabei eine einzigartige Bildsprache. Ausgehend von fotografischen Vorlagen – oft Urlaubsschnappschüsse aus ihrer Kindheit – entstehen zunächst Gemälde, die anschließend in aufwendigen Inszenierungen wieder in die Fotografie zurückgeführt werden. „Jede Ähnlichkeit ist frei erfunden“, so der programmatische Titel einer ihrer Werkgruppen, der das zentrale Anliegen der Künstlerin verdeutlicht: Es geht nicht um realistische Nachahmung, sondern um Fiktion.

 

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In der Serie „Vasen“ untersucht Dehnel die Beziehung zwischen menschlichem Körper und Ornament. Als Ausgangspunkt dienen Vintage-Badeanzüge der 1970er Jahre, deren florale Muster sie als Malerei auf die Haut ihrer Modelle überträgt. „Ich wollte eigentlich nie etwas anderes als Menschen malen“, erklärt die Künstlerin diesen konzeptuellen Ansatz. Die Arbeiten thematisieren dabei nicht nur nostalgische Erinnerungen, sondern hinterfragen grundsätzlich, welche Muster sich in unsere Körper und unser Bewusstsein einschreiben.

 

Die Serie „Stars“ führt diese Reflexion über Identität und menschliches Bewusstsein weiter. Personen unterschiedlichen Alters und verschiedener Ethnien sind mit Theaterschminke bemalt und halten vor der Körpermitte jeweils einen Fotoabzug ihrer eigenen Augen. Dehnel bezieht sich dabei auf neurowissenschaftliche Erkenntnisse über das „Bauchhirn“ und schafft abstrakte, aquarellartig anmutende Aufnahmen durch mehrfache Abfotografierung der Augendetails.

 

Dehnels Arbeiten befinden sich in bedeutenden Sammlungen wie dem Museum Frieder Burda in Baden-Baden, der Columbus Art Foundation in Ravensburg oder dem Statens Museum for Kunst in Kopenhagen. Ihre internationale Präsenz dokumentieren Einzelausstellungen von Los Angeles bis Paris, von Kopenhagen bis Albuquerque. 2011 war sie Gründungsmitglied der LSD Galerie in Berlin, wo sie bis 2014 als Gesellschafterin aktiv war.

Die LAUDA FabrikGalerie bietet mit der Ausstellung „Wie gemalt“ die Gelegenheit, das vielschichtige Œuvre einer der interessantesten deutschen Künstlerinnen ihrer Generation kennenzulernen. Dehnels konzeptuelle Arbeitsweise verbindet kunsthistorische Reflexion mit zeitgenössischen Fragestellungen zu Identität, Erinnerung und medialer Konstruktion von Wirklichkeit.

Die Ausstellungseröffnung am 6. August 2025 um 17 Uhr ist auch für die Öffentlichkeit nach vorheriger Anmeldung zugänglich.


Sabine Dehnel: „Wie gemalt“

Zu sehen vom 7. August bis 23. September 2025 in der LAUDA FabrikGalerie, Laudaplatz 1, in

97922 Lauda-Königshofen

Öffnungszeiten nach Voranmeldung:

Mo bis Do: 9:00 bis 16:00 Uhr

Fr: 9:00 bis 14:00 Uhr

- Weitere Informationen (Fabrikgalerie)

- Zum Kontaktformular für die Anmeldung zur Eröffnung.

- Weitere Informationen (Künstlerin)

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