Kultur Blog
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- Geschrieben von: Frauke Hartmann -
Das neue Mixed-Media-Projekt „Oh Europa! Dangerous Games“ des deutsch-italienischen Künstlerpärchens TÒ SU zeigt, wie politisch und berührend Theater sein kann.
Sie alle haben, jede und jeder für sich, eine Odyssee erlebt. Die 19jährige Abiturientin Yona, geboren in Palästina und aufgewachsen in Syrien, der 33jährige Frisörmeister Masoud, der als Afghane in Teheran nicht mehr sicher war, die 53jährige Irakerin Kafiya, die als 12jährige verheiratet wurde und einem Frauen und Menschen verachtenden System entfloh, der 15jährige, in Damaskus geborene und mittlerweile fünfsprachige Karim, der mit seiner Mutter zehn Jahre durch die Türkei irrte, und die 27jährige Mohadeseh aus Teheran, die mit ihrem Exfreund an der Grenze zu Griechenland selbst nach zehn brutalen Pushbacks nicht den Mut verlor.
Sie alle schafften es nach Hamburg und stehen Anfang Mai 2025 auf der Kampnagel-Bühne, um ihre haarsträubenden Geschichten zu erzählen, von denen jede einzelne schon abendfüllend sein könnte.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Les Très Riches Heures (dt.: Das Sehr Reiche Stundenbuch) des Jean de Valois, duc de Berry (Herzog von Berry, 1340–1416), ein bahnbrechendes Werk der spätmittelalterlichen Kunst, gehört zu den wertvollsten Besitztümern des Musée Condé im Château de Chantilly, nördlich von Paris.
Auf Wunsch ihres Stifters, Henri d’Orléans, duc d’Aumale (Herzog von Aumale, 1822–1897), darf diese empfindliche und unschätzbare Handschrift nicht außerhalb des Schlosses von Chantilly ausgestellt werden, wo sie in einer sicheren Umgebung vor den Augen der Öffentlichkeit aufbewahrt wird.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -
Familie und die mit ihr verbundenen Verluste, Enttäuschungen und Schmerzen standen immer wieder im Mittelpunkt der skurrilen Tragikomödien von Wes Anderson. „Die Royal Tenenbaums“ machten 2001 den Anfang, doch nun bricht mit „Der phönizische Meisterstreich" eine neue Ära an.
Wenn auch das Universum des US-amerikanischen Kultregisseurs gleichermaßen betört durch seine bühnenbildartigen Sets, symmetrischen Bildkompositionen und überbordende exzentrische Komik mitten im größten Chaos, erzählt Anderson ungewohnt linear und chronologisch von den Tücken moralischen Handelns im kapitalistischen System. Und von einer Vater-Tochter Beziehung, die auch unsere Welt verändern könnte.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -
Dieser Lyrikband ist etwas ganz Besonderes: „Das Mosaik der Nacht“ vereint zweisprachige Gedichte (griechisch-deutsch) von Ioulita Iliopoulou. Mit dieser Ausgabe ihres neuesten Werks erscheint erstmals eine vollständige Übertragung eines ihrer Bücher ins Deutsche.
Doch das ist längst nicht alles: Über einen QR-Code oder einen Link (Anm. der Red.: siehe unten) kann eigens für diesen Gedichtband von Giorgos Kouroupos komponierte Musik beim Lesen der Gedichte oder natürlich auch davon unabhängig gehört werden.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Die als Retrospektive angekündigte Ausstellung im Nordfriesland Museum in Husum widmet sich dem Werk des 1945 in Knüppeldamm (Mecklenburg) geborenen und in Hamburg lebenden Künstlers Otto Beckmann.
Beckmann, der eigentlich Freie Kunst in Karlsruhe studieren will, tritt auf Druck der Eltern Ende der 1960er Jahre ein Studium der Kunstpädagogik in Flensburg an. Parallel zum Schuldienst versucht er als Künstler, Grafiker und Maler zu arbeiten, was misslingt, und erst als er das vermeintlich wohlige Beamtenleben 1985 aufgibt, fühlt er sich wieder frei.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Die leidenschaftliche Begeisterung für die ästhetische Gestaltung von Landschaftsparks und Gärten führte im 18. Jahrhundert in Europa zu einer „Parkomanie“.
Der Jenischpark gilt bis heute als eine der schönsten und beliebtesten norddeutschen Parkanlagen und als ein bedeutendes nationales Gartenbaudenkmal.
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- Geschrieben von: Gloria Lauri-Lucente, Gaetana Marrone. Übersetzung: Dagmar Reichardt -
Der italienische Filmregisseur Francesco Rosi (1922–2015) hat sie alle gehabt: vom Goldenen Löwen von Venedig für „Die Hände über der Stadt“ („Le mani sulla città“, 1963) über die Goldene Palme in Cannes für „Der Fall Mattei“ („Il caso Mattei“, 1972) bis hin zum British Academy Film Award für „Christus kam nur bis Eboli“ („Cristo si è fermato a Eboli“, 1979).
Unter den mehr als 30 internationalen Film- und Festivalpreisen fehlen auch die Internationalen Filmfestspiele Berlin nicht, die Rosi 1962 gleich zum Karrierestart mit dem Silbernen Bären für die Kategorie Beste Regie von „Wer erschoss Salvatore G.?“ („Salvatore Giuliano“, 1961) und 2008 – sieben Jahre vor seinem Ableben – mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk auszeichneten.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
„Kunst ist eine Brücke, die Völker einander näherbringt“, lautet ein kongolesisches Sprichwort. Mit der Ausstellung „Bakuba Kunst – Geometrie des Lebens" hat das Museum am Rothenbaum einmal mehr diese Brücke gebaut.
Derzeit zeigt es über 100 Kunst- und Kulturschätze der Kasai-Region, gelegen im heutigen Südwesten der Demokratischen Republik Kongo, die einen vielschichtigen Einblick in das soziale und spirituelle Leben des ehemaligen Kuba-Königreiches geben.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Dies ist kein Konzertabend im herkömmlichen Sinn. Zum einen begründet im Auftrittsort: wir sitzen im Betsaal der Lübecker Synagoge. Zum anderen ist es der Zeitpunkt: vor achtzig Jahren wurde Deutschland von der Naziherrschaft befreit!
Auch die Worte „Seid Mensch“ der kürzlich verstorbenen Margot Friedländer und der eindringliche Apell des neugewählten Papstes „Nie wieder Krieg“ lassen diesen Abend zu einer Gedankenstätte werden. Zudem drängen sich Hannah Arendts Mahnungen in diesen Gedankenreigen, als unvermittelt die Klarinette erklingt. Und damit beginnt ein Abend meisterhafter Schönheit.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Am 13. Juni wird im Lübecker Museum für Natur und Umwelt eine Ausstellung über die First Nations von Nordamerika eröffnet werden, wie sie sich in der Sammlung „Kulturen der Welt“ darstellen.
Für die Vorbereitung hat der Kurator der Sammlung, der Ethnologe Lars Frühsorge, den kanadischen Künstler David Seven Deers eingeladen, im Innenhof des Lübecker Doms einen großen, in zwei Teile geschnittenen Granitfindling zu bearbeiten. Deers gestaltet genauer gesagt ein Relief in einer Plastik und alle dürfen zuschauen.
