Kultur Blog
- Details
- Geschrieben von: Claus Friede -
Diego Rivera (1886–1957) war die einflussreichste Persönlichkeit der mexikanischen Kunst des 20. Jahrhunderts. Über seine berühmten großen Wandgemälde (Muralismus) hinaus verkörperte seine Karriere den Weg einer ganzen Künstlergeneration, die die bildende Kultur des Landes neu definierte und damit den Grundstein für die Moderne in Mexiko legte.
In der Villa Caffarelli der Kapitolinischen Museen in Rom sind 140 Werke Diego Riveras und vieler seiner Zeitgenossen zu sehen. Ein faszinierender Einblick in die Kunst der Moderne Mexikos.
- Details
- Geschrieben von: Marion Hinz -
Lidia Jorge zählt seit vielen Jahren zu den bedeutendsten literarischen Stimmen Portugals. Jetzt wurde sie mit dem Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur 2026 ausgezeichnet.
Ihr Roman „Die Stunde der Nelken“ (Originaltitel: „Os Memoráveis“) ist aktuell im Secession Verlag in der Übersetzung von Marianne Gareis erschienen.
- Details
- Geschrieben von: Dagmar Reichardt -
Nach den neuesten Kinoerfolgen aus und in Italien – wie das tiefgreifendere fiktionale Drama La Grazia (2025) von Oscar-Preisträger Paolo Sorrentino oder der derzeit umsatzstärkste Kassenerfolg aller Zeiten auf italienischem Boden nach James Camerons Avatar (2009), nämlich die Unterhaltungskomödie Buen Camino (2025) mit Multitalent und Komiker Checco Zalone als Protagonisten – besinnt sich der italienische Autorenfilm auf kreative Kräfte des weiblichen Geschlechts. – Hat damit die Stunde eines noch auszurufenden „Autorinnenfilms“ geschlagen? Und wie könnte dieser aussehen?
Diese und andere Fragen drängten sich dem Publikum im Rahmen der bereits zum fünften Mal ausgetragenen US-amerikanischen Internationalen Konferenz über Kino und Medien in Italien (Fifth International Conference of the Journal of Italian Cinema & Media Studies) unweigerlich auf.
- Details
- Geschrieben von: Marion Hinz -
Herrlich komisch und crazy kommt sie daher, die aktuelle Open-Air-Produktion des Theater Lübeck. Mit Blick auf die Lübecker Altstadt, auf einer Bühne am Traveufer, zeigt das Theater Lübeck bis Anfang Juli fast täglich die fast dreihundert Jahre alte Komödie „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni.
Diese Inszenierung von Maja Delinic überzeugt mit einem modernen Konzept, mitreißendem Ensemblespiel und live musizierten italienischen Schlagermelodien. Die eignen sich, wie sich schon bei der Premiere zeigte, durchaus auch zum Mitsingen und Mitfreuen. Viel Applaus gab’s dafür vom Publikum.
- Details
- Geschrieben von: Claus Friede -
Vor 200 Jahren entstand mit Sachsen-Coburg und Gotha ein Doppelherzogtum, dessen regierende Dynastie bald europäische Prominenz erlangen sollte. Persönlichkeiten wie Queen Victoria und Prinz Albert sowie Leopold, der erste König der Belgier, sind bis heute bekannt.
Der Begründer des Doppelherzogtums, Ernst I., steht jedoch meist im Schatten seiner berühmten Verwandten.
- Details
- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -
Riesige Gesichter in Schwarzweiß. Gesichter, nur halb erkennbar, aber von magischer Intensität. Wer sie einmal gesehen hat, vergisst sie nicht. Kaum zu glauben, dass die erste Einzelausstellung von Valentin van der Meulen in der Hamburger Galerie Hengevoss-Dürkop, seine erste in Deutschland damals, schon zehn Jahre her ist.
Seitdem ist der Pariser Künstler eine feste Größe in der Galerie am Klosterwall 13; eine zweite Soloschau ließ jedoch lange auf sich warten. Aber nun: „Birds. Zeichnungen“ lautet der schlichte Titel der gegenwärtigen Präsentation, die noch bis zum 25. Juli zu sehen ist. Und wieder ist es ein Erlebnis von umwerfender Eindringlichkeit.
- Details
- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
1926 wurden mit einem großen Festzug die 700 Jahre „Reichsfreiheit“ der Stadt Lübeck gefeiert, die nur noch wenige Jahre andauern sollten – bis 1937. Und heute? In einer interessanten Ausstellung wird nicht an die verlorene Reichsfreiheit, sondern allein an den Festzug gedacht.
Und seines Regisseurs. Inszeniert worden war der Festzug von Alfred Mahlau (1894–1967), der bis zu diesem Zeitpunkt am Theater in Breslau beschäftigt war. Er war in Lübeck bekannt, nachdem er schon 1921 für die Stadt gearbeitet hatte, und durfte deshalb den Festzug planen, der in eindrücklichen Bildern und mit Hilfe von mehr als 1000 Teilnehmern, die zumindest anfänglich prachtvolle und bis zum Schluss anekdotenreiche Geschichte der Stadt darstellten. Geplant oder entworfen wurde der Festzug von ihm in Form von Aquarellen auf 36 Papierbögen, die zusammengeklebt eine Rolle von 18 Metern ergaben, die jetzt erstmals im Obergeschoss des Behnhauses präsentiert wird.
- Details
- Geschrieben von: Claus Friede -
L’École, School of Jewelry Arts, präsentiert seit einigen Tagen in Paris eine Ausstellung, die dem amerikanischen Künstler Daniel Brush (1947–2022) gewidmet ist.
Daniel Brush, die Kunst der Linie und des Lichts (französischer Originaltitel: „Daniel Brush, l’art de la ligne et de la lumière“) zeigt mehr als 75 Schmuckstücke, Gemälde und Skulpturen des Künstlers, von denen einige zum ersten Mal sein New Yorker Atelier verlassen.
- Details
- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Olevano ist ein italienisches Städtchen östlich von Rom, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts große Anziehungskraft auf deutsche Künstler ausübte. Golo Maurer erzählt die Geschichte dieser ersten deutschen Künstlerkolonie.
Es treten zwar auch einige der Großen im Buch auf, etwa Ludwig Richter (1803–1884) oder Julius Schnorr von Carolsfeld (1794–1872), aber im Zentrum der Erzählung steht ein nur Fachleuten und Kennern geläufiger Name. Denn vor allem geht es um den Zeichner und Maler Franz Theobald Horny (1798–1826) und damit um einen zweifellos sehr begabten Künstler, der jedoch bereits als Mittzwanziger starb, viel zu jung, um sein Talent voll zu entwickeln.
- Details
- Geschrieben von: Redaktion -
Seit 25 Jahren zählt das MuseumsQuartier (MQ) zu den größten Kulturarealen Europas. Die früheren kaiserlichen Hofstallungen sind zum Open-Air-Wohnzimmer der Stadt geworden.
Die Mischung aus großen Museen, kleinen Kulturinitiativen und trendigen Lokalen ist eine Erfolgsgeschichte, die 2026 im Jubiläumsjahr groß gefeiert wird.
