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Literatur Magazin

Literatur

Wir sind alle anders: Edith Bruck zum Trauma der Shoah im dritten Jahrtausend

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Geschrieben von: Aline Wetzelaer und Ineke Minuscoli - Mittwoch, 14. Dezember 2011 um 17:24 Uhr
Wir sind alle anders: Edith Bruck zum Trauma der Shoah im dritten Jahrtausend

Der deutsch klingende Name täuscht: Edith Bruck, Jahrgang 1932, ist eine italophone Schriftstellerin ungarischer Herkunft.
Sie entstammt einer kinderreichen jüdischen Familie in ärmlichen Verhältnissen, überlebte die Deportation nach Deutschland und ließ sich 1954 in Rom nieder. Im Alter von zwölf Jahren wurde sie in Auschwitz interniert, wo ihre Eltern und ihr Bruder starben. Nach der Befreiung zog sie zunächst nach Palästina/Israel und entschloss sich dort, nach Amerika aufzubrechen. Doch ihre Reise endete aus Geldnot bereits wieder in Italien: Sie blieb, heiratete den italienischen Autor und Filmregisseur Nelo Risi und schrieb auf Italienisch, einer ihr fremden Sprache, ihr erstes Buch, auf das weitere folgten. Brucks Werke sind stark vom Trauma der Shoah geprägt und thematisieren Momente der Trennung, des Zwiespalts und der Leidenschaft.

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Literatur

Jörgen Bracker: "Hinter der Nebelwand"

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Geschrieben von: Susanna Schöttmer - Freitag, 09. Dezember 2011 um 00:00 Uhr
Jörgen Bracker:

Der Titel ist gut gewählt - wie hinter einer Nebelwand spielen sich Ereignisse ab, die nur schemenhaft als verbunden erkennbar sind:
Der gewaltsame Tod eines jungen Fischers, eine bestürzend verlaufende Schiffstaufe, die Hexenjagd auf eine junge Frau aus dem Wanderarbeiter-Milieu, alles das ist eingebettet in den historischen Hintergrund der Vorweltkriegszeit. Beruhend auf einer wahren Begebenheit, angesiedelt im Jahre 1911, zeichnet das Buch das schon morbide Moral- und Sozialgefüge in einem eng begrenzten Bereich der süderdithmarscher Küste nach, in das jedoch die Tendenzen der Außenwelt, Kapitalismus, Kommunismus, Militarismus bereits hineinwirken. Das Wattenmeer mit seinen besonderen Reizen, aber auch seinen ständig lauernden, schwer erkennbaren Gefahren ist Kulisse und Paradigma zugleich.

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Literatur

Die große „Kleine Mutter“ aus Somalia - ein Interview mit Cristina Ubax Ali Farah

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Geschrieben von: Aline Wetzelaer und Ineke Minuscoli - Dienstag, 26. Juli 2011 um 18:07 Uhr
Die große „Kleine Mutter“ aus Somalia - ein Interview mit Cristina Ubax Ali Farah

Die italo-somalische Schriftstellerin Cristina Ubax Ali Farah gilt als weibliche Schlüsselfigur literarischer Migrationserfahrung aus dem ehemaligen italienischen Kolonialstaat Somaliland.
1973 in Verona/Italien als Tochter einer italienischen Mutter und eines somalischen Vaters geboren, verbringt sie ihre Kindheit in Mogadischu bis dort 1991 der Bürgerkrieg ausbricht. Seitdem erregt Somalia nicht nur durch seine dramatische politische Lage, sondern auch durch einen radikalen Islamismus und durch Piratenübergriffe vor der afrikanischen Küste sowie, als eine der Ursachen, die Hungerkatastrophen, internationales Aufsehen. Noch im gleichen Jahr flüchtet Ali Farah mit ihrem kleinen Sohn über Ungarn nach Verona. Schließlich lässt sie sich 1996 in Rom nieder, wo sie zwei weitere Kinder auf die Welt bringt und ein Literaturwissenschaftsstudium an der römischen Universität abschließt.

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Literatur

Harbour Front: Was Sehnsucht bewegt

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Geschrieben von: Carolin Peiseler - Samstag, 18. September 2010 um 16:02 Uhr
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Harbour Front - Sehnsucht und Hafen – das passt gut zusammen. Man guckt auf die Elbe und reist ein paar Sehnsuchtsaugenblicke an Bord eines der Containerschiffe mit.

Das Phänomen „Sehnsucht“ im Rahmen des Harbour Front Literaturfestivals wurde am 17. September denn auch in unterschiedlichsten Facetten beleuchtet. Ganz pragmatisch mit Workshops z.B. zum Thema „Gefahren der Sehnsucht“ anhand der Elbphilharmonie und höchst unterhaltsam im Gespräch zwischen John von Düffel und Rainer Moritz.

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Literatur

Begegnung mit Nikola Anne Mehlhorn

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Geschrieben von: Dagmar Seifert - Mittwoch, 28. Juli 2010 um 17:22 Uhr
begegnung-mit-nikola-anne-mehlhorn-brachmond-sternwerdungssage-salzflut

Nikola Anne Mehlhorn hat neben anderen literarischen Arbeiten vor allem die Trilogie ‚Brachmond’, ‚Sternwerdungssage’ und ‚Salzflut’ veröffentlicht.
Sie erhielt bisher den Hamburger Literaturförderpreis, den Friedrich-Hebbel-Preis, das Stipendium der Arno-Schmidt-Stiftung, das Heinrich-Heine-Stipendium, das Stipendium der Kester-Haeusler-Stiftung, das Werkstattstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin und des Berliner Senats, das Ledig-House-Stipendium, New York sowie das Aufenthaltsstipendium des Literarischen Colloquiums Berlin und des Berliner Senats.

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Literatur

Zuflucht im Buddhismus und in der Literatur

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Geschrieben von: Dagmar Seifert - Sonntag, 02. Mai 2010 um 18:39 Uhr
Zuflucht im Buddhismus und in der Literatur

Gino Leineweber: das könnte man für ein geschickt gewähltes Pseudonym halten, nicht weit weg von Tonio Kröger, als Andeutung der Verquickung von romanischer Kreativität und nordischer Pragmatik.
Doch das stand schon auf seinem Türschild, als er noch die wirtschaftlichen und steuerlichen Probleme seiner Mandanten auseinandersortierte, ganz bürgerlich kurz gestutztes Haar trug und die dazugehörigen seriösen Anzüge.
Inzwischen ist er auch äußerlich in den klangvollen Namen hinein gewachsen: mit silberner Löwenmähne, die an Franz Liszt oder die Brüder Grimm erinnert, das Outfit dezent-malerisch, gern mal mit Stehkragen oder Lederhosen (langen, versteht sich!)

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Literatur

Im Gespräch: Dagmar Seifert mit dem Schriftsteller Uwe Friesel

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Geschrieben von: Dagmar Seifert - Montag, 19. April 2010 um 10:13 Uhr
Im Gespräch: Dagmar Seifert mit dem Schriftsteller Uwe Friesel

Uwe Friesel, Jahrgang 1939, ist Schriftsteller (u. a. Krimis, Romane, Hörspiele), Übersetzer (u. a. Nabokov, Updike) und Gründervater (u. a. AutorenEdition), also wahrlich ein Urgestein der deutschen Literatur.
Am 22. März wurde er zum Ehrenvorsitzenden des VS (Verband deutscher Schriftsteller) ernannt. Er lebte gut dreizehn Jahre in Italien, anschließend ungefähr dreizehn Jahre in Schweden und zog Anfang dieses Jahres, genau, als der Schnee am höchsten lag, nach Deutschland zurück.
Wieso eigentlich?

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Literatur

Das Weihnachtsverbrechen

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Geschrieben von: Dagmar Seifert - Freitag, 11. Dezember 2009 um 10:26 Uhr
"Aus unserer Werft" ist die neue Rubrik zum Jahreswechsel. Kultur-Port.De-Autoren berichten nicht nur über und rezensieren Kultur, sondern produzieren diese selbst.
Dagmar Seifert stellt bei Kultur-Port.De exklusiv eine Ihrer neuen Weihnachtsgeschichten vor: “Das Weihnachtsverbrechen”
Viel Spaß beim Lesen!

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Literatur

Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller: „Ich bin nicht als Schriftstellerin hier...

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Geschrieben von: Claus Friede - Mittwoch, 28. Oktober 2009 um 17:49 Uhr
Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller: „Ich bin nicht als Schriftstellerin hier...

Schriftstellerin bin ich am Schreibtisch und dort bin ich allein“, sagte sie zu Beginn der ersten Lesung nach Bekanntgabe, den Literaturnobelpreis gewonnen zu haben.
Herta Müller präsentierte am 27. Oktober im Rolf-Liebermann-Studio des NDR in Hamburg ihren aktuellen Roman „Atemschaukel".
Voll wurde es bei der Veranstaltung, zu der das Literaturhaus Hamburg und NDR Kultur einluden, und nicht jeder Interessierte konnte eine der knapp 450 Karten erhalten.
Bevor Herta Müller zwei Kapitel las, sprach der Journalist und Literaturkritiker Hubert Winkels mit ihr über den momentanen Seinszustand der Preisträgerin, er fragte nach Dazugehörigkeiten, nach herzlichen Gratulanten und Neidern - und er sprach mit ihr über ihre rumänisch-deutschen Wurzeln.

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Literatur

„Eisenvogel" oder wie man Gebirge überwindet

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Geschrieben von: Claus Friede - Freitag, 25. September 2009 um 14:31 Uhr

„Wenn der Eisenvogel fliegt und die Pferde auf Rädern rollen, dann wird das Volk der Tibeter wie die Ameisen über die ganze Welt verstreut, und die buddhistische Lehre wird das Land des roten Mannes erreichen“, besagt eine Prophezeiung des „Lotusgeborenen“ und Begründers des tibetischen Buddhismus, die aus dem 8. Jahrhundert stammen soll.

 

Schicksale eines ganzes Volkes oder einer Religionsgemeinschaft wirken oft deshalb abstrakt, weil sie auf statische Zahlen und anonyme Fakten reduziert werden.

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Literatur

Wenn es dunkel wird, kommen die Bilder

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Geschrieben von: Claus Friede - Dienstag, 01. September 2009 um 23:00 Uhr

Den Hannoverschen Bahnhof in Hamburg gibt es nicht mehr. Einst, im späten 19. Jahrhundert, verband er Hamburg mit dem Süden, mit Harburg und Hannover, mit dem Ruhrgebiet bis zum niederländischen Venlo und weiter nach Paris.

Nach 1906, als die Hamburger ihren Hauptbahnhof bekamen wurde der Hannoversche Bahnhof zum Güterbahnhof und knapp 10 Jahre später zum Truppenbahnhof des Ersten Weltkriegs.

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Literatur

Rezensiert! "Der Einbrecherkönig"

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Geschrieben von: Dagmar Seifert - Donnerstag, 30. Juli 2009 um 13:45 Uhr
Der Einbrecherkönig von Ernst Stummer

"Der Einbrecherkönig" von Ernst Stummer (Co-Autor Reinhard M. Czar).
Dies sind die Memoiren eines Diebes, der alles in allem etwa dreißig Jahre seines Lebens in Haft verbringt und in der Zeit dazwischen versucht, es zu schaffen: mit einem Porno-Verlag etwa, mit Partnerschaftsvermittlung, mit Katalogen und kleinen Druckereien, häufig, indem er das benötigte Material entwendet, selten legal.

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Literatur

Bonaviris Bücher bleiben

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Geschrieben von: Dagmar Reichardt - Montag, 23. März 2009 um 17:40 Uhr

Der 1924 in Mineo bei Catania geborene sizilianische Dichter und Prosaist Giuseppe Bonaviri ist am 21. März in seinem Wohnort Frosinone bei Rom verstorben.

Er gilt als einer der großen italienischen Nachkriegsautoren und neben Italo Calvino und dem Sizilianer Leonardo Sciascia als einer der im Ausland bekanntesten Vertreter belletristisch hoch anspruchsvoller Literatur aus Italien. Der seit 1980 wiederholt für den Literaturnobelpreis vorgeschlagene Schriftsteller, der diesen Sommer 85 Jahre alt geworden wäre, hinterlässt ein ungewöhnlich reichhaltiges Lyrik- und Romanwerk, das im Italienischen rund vierzig Bucherscheinungen umfasst und in viele Sprachen der Welt, darunter Chinesisch und Arabisch, übersetzt worden ist.

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Literatur

Jonathan Littell: Die Wohlgesinnten

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Geschrieben von: Claus Friede - Montag, 02. Februar 2009 um 17:14 Uhr

Dramatische Lesung in 34 Folgen. 

Seit dem 7. November 2008 stellt der in Hamburg lebende Schauspieler Stephan Benson im Jüdischen Salon am Grindel eindringlich und nuancenreich die Figur des SS-Offiziers Maximilian Aue vor, die in dem 1.350 Seiten langen Epos des französischen Schriftstellers amerikanischer Herkunft Jonathan Littell ein vielschichtiges Bild des Zweiten Weltkriegs und der Verfolgung und Vernichtung der Juden durch die Nationalsozialisten beschreibt.

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