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„Vier Namen, vier ganz eigene Wege: Die Kunstförderpreise 2026 in der Sparte ‚Bildende Kunst‘ gehen an Philipp-Emanuel Eyrich aus Nürnberg, Thanh Vi Pham Nguyen aus Neufahrn und Songxing Wang aus München. Den Spezialpreis, der 2026 dem Thema „Soundart“ gewidmet ist, erhält Léa Manoussakis di-Bona aus München.“ Das gab Kunstminister Markus Blume heute in München bekannt.


„Junge Kunst bringt Bewegung in unseren Kulturstaat! Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen mit ihren Arbeiten, wie viel kreative Energie und Experimentierfreude in der jungen Bildenden Kunst Bayerns steckt. Mit den Kunstförderpreisen wollen wir diese besondere Kreativität würdigen und die jungen Talente darin bestärken, ihre eigene künstlerische Handschrift weiterzuentwickeln“, so Blume.


Die Verleihung der Bayerischen Kunstförderpreise 2026 findet am 12. November 2026 im Vorfeld des Bayerischen Kunstpreises im Bergson Kunstkraftwerk in München statt. Im Januar 2027 werden die Arbeiten der Preisträgerinnen und Preisträger in den Galerieräumen des Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler München und Oberbayern e.V. in München präsentiert.

Bayerische Kunstförderpreise in vier Sparten

Seit 1965 verleiht der Freistaat jedes Jahr Kunstförderpreise in den vier Sparten „Musik“, „Bildende Kunst“, „Darstellende Kunst und Tanz“ sowie „Literatur“. Die Preisträgerinnen und Preisträger, die am Beginn ihres Schaffens stehen, zeichnen sich durch eine außergewöhnliche künstlerische Begabung aus und können hervorragende Leistungen vorweisen. Der Preis ist mit jeweils 7.000 Euro (Einzelpersonen) bzw. mit bis zu 12.000 Euro (Ensembles) dotiert.

Die drei Preisträgerinnen und der Preisträger 2026 in der Sparte „Bildende Kunst“:
Philipp Eyrich wurde 1988 in Nürnberg geboren und studierte dort ab 2013 an der Akademie der bildenden Künste bei Ottmar Hörl und Michael Sailsdorfer. Diese Ausbildung erweiterte er 2018 durch ein zwischenzeitliches Gaststudium an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und schloss sie 2019 als Meisterschüler ab. Seine Arbeiten waren bisher in unterschiedlichen Einzel- und Gruppenausstellungen in Mailand, London, München und New York zu sehen. Sein besonderes Interesse gilt ortsspezifischen, architektonischen und historischen Kontexten, wie etwa in der Ausstellung "In Hope of Sentimental Seeds“ (2025) in der historisch belasteten Nürnberger Kongresshalle, oder in seinem Projekt „Before you beam, you have to dream” (2024) in der Rentei Stockheim realisiert im Rahmen des mobilen Ateliers des BBK Bayern.

Léa Manoussakis di-Bona, geb. 1992 in München, studierte zunächst Internationale Betriebswirtschaftslehre und Transmediale Kunst in Wien, bevor sie ihr Studium der Bildhauerei bei Prof. Gerry Bibby sowie Sound & Experiment bei Prof. Florian Hecker an der Akademie der Bildenden Künste München mit dem Diplom im Februar 2026 abschloss. Für ihre Diplomarbeit wurde sie mit dem Preis der Stiftung Kunstakademie München ausgezeichnet. Neben anderen Ehrungen erhielt sie 2025 das Deutschlandstipendium und 2023 das STIBET-Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Léa Manoussakis di-Bona nahm an verschiedenen Gruppenausstellungen, Performances und Residencies teil, u.a. in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München (2021 und 2025, im Farm Cultural Park, Favara (IT) (2024), Haus der Kulturen der Welt (HKW), Berlin (2021).

Thanh Vi Pham Nguyen, 1997 in Zwickau geboren, lebt und arbeitet mittlerweile in München. 2025 hat die Künstlerin ihr Kunstpädagogik-Studium in der Klasse von Sandra Schäfer mit dem Ersten Staatsexamen an der Akademie der Bildenden Künste München abgeschlossen. Ihre Abschlussarbeit „Immigrant Aesthetic“ wurde mit dem Examenspreis für herausragende künstlerische Leistungen des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst und des Akademieverein München e.V. ausgezeichnet. Im Frühjahr 2026 nahm sie an der Gruppenausstellung „DisIgnoranz – Sehen im rassistischen Nebelfeld“ im NS-Dokumentationszentrum München teil.

Songxing Wang, geboren 1993 in Hubei (China), lebt und arbeitet seit 2018 in Bayern. Nach einem Studium der Bildhauerei an der Zentralakademie der Schönen Künste in Peking schloss sie 2025 ihre Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste München in der Klasse von Prof. Nicole Wermers mit dem Diplom ab. 2022 war sie Gaststudentin in der Bühnenbildklasse von Prof. Lena Newton an der Kunstakademie Düsseldorf. Ihre Arbeiten wurden unter anderem im Kunstverein München, beim New Now Festival der Stiftung Zollverein, im Times Museum Chengdu sowie in Einzelausstellungen in München, Dortmund und Peking gezeigt. Für ihre künstlerische Arbeit erhielt sie mehrere Projekt- und Jubiläumsstipendien der Landeshauptstadt München sowie 2025 den Preis des Akademievereins zum Diplom. Im Oktober 2026 eröffnet sie ihre erste Galerie-Einzelausstellung bei Christine Mayer in München.

Die weiteren Preisträgerinnen und Preisträger in der Sparte „Darstellende Kunst und Tanz“ werden in den kommenden Wochen bekanntgegeben.

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

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