Kultur Kolumne
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- Geschrieben von: Redaktion -
Ausdrucksstarke Musik für Kopf und Seele mit Cello, Stimme und Akkordeon. Elegant und songorientiert zwischen den Genres entstehen instrumentaler und gesanglicher Farbenreichtum, tiefgründige Stimmungen und strahlende Momente.
Mit dieser Reduktion auf natürliche Klänge hat das virtuose Duo aus Wien erstmals vor fünf Jahren Publikum und Medien verblüfft und begeistert. „Metamorphosis“, das Debütalbum von Marie Spaemann und Christian Bakanic, wurde 2020 weithin gelobt.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Die Kulturwissenschaftlerin Andrea Gnam unternimmt in ihrem neuen Buch einen komprimierten historischen Streifzug durch die Welt der Kunst und ihrer Zeichen. Schon der Titel sagt knapp und präzise, worum es geht: „Bilder und Wörter. Kleine Kulturgeschichte einer brillanten Allianz“.
Von den ersten geritzten Felszeichnungen der frühen Menschheitsgeschichte bis zu den grell gesprühten Graffitis auf den Zügen und Hauswänden moderner Großstädte untersucht Gnam die Frage, ob und wie sich die Bedeutung dessen, was man sieht, entschlüsseln lässt. Je länger die Entstehung eines Werks zurückliegt, umso mehr entsteht Raum für Missverständnisse. Denn was man sieht, ist nicht immer das, wonach es scheint. Das belegt die Autorin kenntnisreich, analytisch präzise und in einer angenehm klaren Sprache, die den Lesern die komplexe Beziehung zwischen Wort und Bild einleuchtend und kurzweilig nahebringt.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Die Victoire-de-la-Musique-Preisträgerin Vanessa Wagner ist eine prägende Figur der französischen Musikszene, künstlerische Leiterin der Festivals in Chambord und Giverny und ebenso bekannt für ihre Interpretationen von Tschaikowsky, Mozart, Debussy oder Dusapin wie für ihre genreübergreifenden Projekte mit elektronischen Musikproduzenten wie Murcof oder Rone.
Mit ihrem innovativen und mutigen Ansatz hat sich Wagner als maßgebliche Stimme der zeitgenössischen Klassik etabliert. Sie überschreitet musikalische Grenzen und eröffnet neue, inspirierende Wege.
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- Geschrieben von: Redaktion -
triosence malen Musik aus Geschichten, die das Leben schreiben. Eine Reise in Klangbildern mit Strukturen, die immer wieder in Stil, Tempo und Stimmung variieren, mal laut oder leise, verträumt oder kraftvoll.
Das Album „Stories of Life“ des Genregrenzen neu definierenden Pianotrios triosence, ist ein musikalisches Porträt von Momentaufnahmen aus dem Leben. In jedem Titel erkundet triosence-Bandleader und Komponist Bernhard Schüler die Tragik und Schönheit von Geschichten aus dem Alltag und malt diese Erlebnisse in betörend melodiöse, mitreißende Instrumentalkompositionen. Große Freude und tiefer Schmerz, scheinbar Banales und wahrhaft Lebensveränderndes liegen oft überraschend nah beieinander.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Die Sechs Sonaten für Solo-Violine, op. 27 – komponiert im Jahr 1923 – sind nach eigenen Aussagen von Eugène Ysaÿe inspiriert von Johann Sebastian Bach.
Der Belgier Eugène Ysaÿe war so fasziniert vom Violinspiel des amerikanischen Geigers Joseph Szigeti (1892–1973) ungarischer Herkunft, dass er in rascher Reihenfolge einen Zyklus für Sologeige komponierte. Jedes einzelne Stück widmete er damaligen (Nachwuchs-)Geigern, im Einzelnen Jacques Thibaud, George Enescu, Fritz Kreisler, Mathieu Crickboom, Manuel Quiroga und selbstredend natürlich auch Joseph Szigeti.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Wir alle leben in einer eigenen Blase, heißt es. Aufgrund der Macht von sozialen Medien und Algorithmen sind wir in einer Welt gefangen, in der wir immer nur das Gleiche hören wollen. Aber stimmt das wirklich?
Matti Klein und sein Soul Trio beweisen mit ihrem dritten erscheinenden Album „Soul Trio Bouncin’ In Bubbleverse“: Es kann unglaublich viel Spaß machen, mit den verschiedensten Blasen aus den Bereichen des Jazz, des Funk, des HipHop oder des Space-Rock zu jonglieren, ihre Grenzen auszuloten und sie lustvoll zum schillernden Zerplatzen zu bringen. Um so den Blick auf Neues freizumachen.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Das Buch „Die Erfindung Preußens“ erzählt die Lebensgeschichte eines zu Unrecht gering geschätzten Herrschers anhand der Entstehung seiner wichtigsten Bauten.
Peter Stephan ist sowohl Historiker als auch Kunsthistoriker, also doppelt qualifiziert, und das muss er auch sein, wenn er den Weg Preußens zu einem deutschen Königreich an den Bauten eines vergessenen Königs aufzeigen will.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Nach Norden ausgerichtet, europäisch, offen, persönlich und melancholisch – das sind alles Begriffe, die sich mit Kari Bremnes‘ Musik verbinden lassen.
Und immer mit einer großen Nähe zu den Menschen und ihren Schicksalen. Die vielfach preisgekrönte Singer-Songwriterin, für die einzelne Genre-Schubladen immer zu eng waren und sind, schreibt seit fast vierzig Jahren Songs, die auf neunzehn Soloalben veröffentlicht sind. Derzeit hat sie ein größeres Publikum als je zuvor, in ihrem Heimatland und weit darüber hinaus.
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- Geschrieben von: Frank-Peter Hansen -
„Die Chaconne ist mir eines der wunderbarsten, unbegreiflichsten Musikstücke. Auf ein System für ein kleines Instrument schreibt der Mann eine ganze Welt von tiefsten Gedanken und gewaltigsten Empfindungen. Hätte ich das Stück machen, empfangen können, ich weiß sicher, die übergroße Aufregung und Erschütterung hätten mich verrückt gemacht.“ (Johannes Brahms)
Mit diesem Solostück für die Violine, der Chaconne aus der Partita d-Moll, BWV 1004, hat Johann Sebastian Bach das Disparateste in eine Einheit seligen Selbstvergessens überführt.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Seit mehr als 15 Jahren zählt Frederik Köster zu den prägnanten Figuren der deutschen Jazzszene. Der Kölner Trompeter und Komponist wurde unter anderem in Trilok Gurtus Band auch international bekannt und als Bandleader und Instrumentalist mehrfach ausgezeichnet.
Beispielsweise erhielt Köster den WDR- und den Westfahlen-Jazzpreis sowie zwei Jazz-Echos, einen davon für das intime Duo-Album Canada mit Pianist Sebastian Sternal, der auch zu Kösters Quartett „Die Verwandlung“ gehört.
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- Geschrieben von: Gennaro Avallone (Übersetzung und Vorspann von Dagmar Reichardt) -
Iain Chambers zieht in seinem neuen Buch eine kulturtheoretische Parallele zwischen Lampedusa und Gaza: In beiden sozial hochaufgeladenen Konfliktsituationen tickt gemäß des italienisch-britischen Postkolonialismus-Experten die „koloniale Uhr“. Er entdeckt sowohl im Fall Lampedusa als auch in der Gaza-Frage „unterbrochene Sprachen“. Seine Kernthese: In der Gewalt, die derzeit in Palästina stattfindet und sich gegen Migranten richtet, wird die Geschichte des Westens verdrängt.
Wie ein schmerzhafter Splitter im Auge verstellt uns die koloniale Frage, so Chambers, auch in Deutschland den ungetrübten Blick auf die Wahrheit: Obwohl die Deutschen für ihre historische Schuld gegenüber dem Judentum einstehen und gerade zehn Jahre „Wir schaffen das!“ feiern, sind wir blind für die Wurzel allen zeitgenössischen Übels. Diese lässt sich laut Chambers im historischen Sündenfall des Kolonialismus verorten, den wir ihm zufolge geschichtlich weit weniger gewissenhaft aufgearbeitet und verinnerlicht haben als die Shoah. Sein fremder Blick offenbart die nackte Tatsache: „Lampedusa“ und „Gaza“ müssen zusammengedacht werden, um der Vergangenheit gerecht zu werden, bevor eine friedliche Weltordnung global denkbar ist.
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- Geschrieben von: Salzburger Festspiele -
„Christoph von Dohnányi war ein Spezialist für Vieles, ein Grandseigneur unter den großen internationalen Dirigenten, denen die Salzburger Festspiele ihren Weltruf verdanken. Zwischen 1962 und 2014 gelangen ihm immer wieder unvergessliche Opern- und Konzertabende,“ erklärte Festspielintendant Markus Hinterhäuser zum Tod von Christoph von Dohnányi.
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- Geschrieben von: Uta Bretsch -
Als Ben Barritt sein bislang letztes Album Everybody’s Welcome im Frühjahr 2019 veröffentlichte, sah die Welt noch anders aus. Damals war der Sänger, Songschreiber und Musiker erst einige Jahre in Berlin zuhause, trotzdem schon gut in die Hauptstadtszene eingebunden.
Zuvor hatte der 1984 in London geborene Barritt in seiner alten Heimat mit Persönlichkeiten wie Bobby McFerrin und Kenny Wheeler gearbeitet, auf der Bühne der ehrwürdigen Royal Albert Hall geglänzt, Tourneen durch Europa und Asien unternommen.
Nach seinem Umzug in die deutsche Hauptstadt erhielt er auch hierzulande gute Resonanz.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Mit voller Kraft in die Zukunft des Jazz. Vollbrechts lyrischer Ton, getragen vom virtuosen Ensemble, macht jede Note zum Ereignis. Eingespielt live im legendären Bremer Sendesaal, entfaltet das neue Album „Bremen New York“ eine poetische Klangreise zwischen Ostküsten-Energie und norddeutscher Klangmagie.
Dem Saxofonisten Timo Vollbrecht ist es gelungen, sich unter dem denkbar passendsten Titel seine internationale Dream-Band zusammenzustellen.