Kultur Blog
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Dramma per musica(l) an der Deutschen Oper Berlin
Schon nach seinem Operndebüt mit „Rinaldo“ in London wurde G.F. Händel zum führenden Musikdramatiker Englands. Sein furioses Bühnenspektakel wurde sogar als Vorwegnahme der Gattung Musical gehandelt. Diesem Ruf wird auch die Inszenierung von „Giulio Cesare in Egitto“ an der Deutschen Oper Berlin umfänglich gerecht.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Mit der Ausstellung „Schlafquartier“ lenkt der 11. Hamburger Architektursommer den Blick auf das Thema Obdachlosigkeit, ohne dabei auch nur einen einzigen obdachlosen Menschen zu zeigen.
Die Fotografen Lars Klingenberg und Julius C. Schreiner zeigen in den Schaufenstern des Architekturbüros Fehlig Moshfegi Aufnahmen öffentlicher Orte deutscher und europäischer Großstädte, die das Leben auf der Straße erfahrbar machen.
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- Geschrieben von: Ulla und Heinz Lohmann -
Sie, eine Institution der hanseatischen Kulturgesellschaft, hat alles, was ihr wichtig war, in ihren Bildern festgehalten, unaufgeregt, fast nüchtern, jedoch immer mit äußerster Sorgfalt. Und sie bekam sie alle vor die Kamera: Mäzene, Museumsleiter, Galeristen, Ausstellungsmacher, Künstler, Sammler. Die Fotografin Isabel Mahns-Techau machte klar, dass diese Menschen für ihr Engagement stehen, Triebfedern der kulturellen Entwicklung in der Stadt sind und die enorme Vielfalt der Aktivitäten widerspiegeln. 2012 hat sie mit dem Buch „Kunstszene Hamburg“ eine Auswahl ihrer Fotografien und Porträts vorgelegt.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
In diesem Jahr haben die Berliner Philharmoniker am 1. Mai ihr 144-jähriges Bestehen und 35 Jahre Europakonzert gefeiert. Ein Auftritt fand im Schloss Esterhazy in Eisenstadt (Burgenland) statt und drei weitere Abende in Berlin.
In der Bundeshauptstadt spielte das Orchester am 9. Mai das um Joseph Haydn reduzierte Konzert.
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- Geschrieben von: Marlene A. Schenk -
Der Kunstverein Friedrichshafen zeigt bis zum 14. Juni 2026 eine Einzelausstellung von Lisa Röing Baer mit dem Titel „spark“.
Tankstellen sind zu Symbolen der Gegenwart, zu Schnittstellen zwischen Alltag und System geworden. Lisa Röing Baer präsentiert im Kunstverein Benzin-Zapfsäulen aus den Erfolgszeiten der Petromoderne, einer Zeit, in der Erdöl reuelosen Fortschritt, Mobilität und Freiheit versprach. Die Zapfsäulen wirken im Ausstellungsraum wie Wächter, als hätten sie die Aufgabe, eine Ordnung zu sichern, die bereits zu verschieben beginnt.
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- Geschrieben von: Wilhelm Koch / Marc Peschke -
Mit dem Europa-Tempel „Glyptothek Etsdorf“ in der ländlichen Oberpfalz eröffnet Anfang Mai 2026 ein neuer Ort für Kunst und Kultur, der weit über traditionelle Museumsformate hinausgeht.
Als Raum sozialer, politischer und kultureller Reflexion über die Fragen der europäischen Identität wird der Tempel zum Zentrum des Dialogs über die Zukunft Europas. Inmitten einer Region abseits der großen Kunstmetropolen ist hier ein Vorzeige-Projekt entstanden, das Kunst als lebendigen Diskurs versteht – als Werkzeug gesellschaftlicher Veränderung.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Das Art Concept: eine kuratierte Sammlung zwischen asiatischer Reduktion und europäischer Gegenwart im Hotel „The Florentin“.
Mit „The Florentin“ eröffnete die Althoff Collection ein Haus in Frankfurt, das Kunst als konzeptuelle Disziplin versteht. Initiiert und getragen von den Eigentümern als treibende Kraft der inhaltlichen Ausrichtung des Hauses, ist die permanente zeitgenössische Kunstsammlung als räumlich wirksames Narrativ gedacht: Sie strukturiert und verbindet Architektur, Interior und Atmosphäre. Kunst wird so zur stillen Ordnungskraft – als Mittel der Konzentration und zur intellektuellen Vertiefung von Raum und Aufenthalt.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Ein alter, nicht mehr vorhandener Hafenspeicher bildete den Ursprung für den Bau der Elbphilharmonie, die in der kommenden Saison 2026/27 ihren zehnten Geburtstag mit einem großen Jubiläumsprogramm feiern wird.
Längst ist die 2017 eingeweihte Elbphilharmonie fest verankert im Hamburger Kulturleben und zieht Konzertierende und Gäste aus aller Welt an. Das liegt nicht nur am imposanten Gebäude, sondern auch und vor allem am hochkarätigen Programm, das in den beiden Konzertsälen geboten wird. Das gilt natürlich auch für die Jubiläumssaison. Von Alter Musik über Jazz bis hin zu Elektronik ist für jeden Konzertliebhaber etwas dabei.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Anlässlich des 11. Hamburger Architektur Sommers wird ab Anfang Mai eine Ausstellung mit dem Titel „In die Tiefe gehen – Der neue Israelitische Tempel in der Poolstraße“ präsentiert, die dazu einlädt, den Ort und seine Geschichte zu entdecken.
Der Israelitische Tempel in Hamburg gilt als Wiege des weltweiten und dauerhaften Reformjudentums. Der Begriff bezieht sich historisch auf den einst bedeutenden Standort des 1817 gegründeten Israelitischen Tempelverbands. 65 Männer über 13 Jahre alt (Minjan) des gehobenen jüdischen Mittestands unterzeichneten den Gründungsvertrag.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -
Bei Julia Ducournaus neuem Film nicht auf eine Fortsetzung von „Titane“ oder „Raw“ spekulieren, sonst ist Enttäuschung vorprogrammiert. Die visionäre französische Regisseurin hat ihr Universum radikal entkernt von der schützenden Distanz der Genrekonventionen wie dem Body-Horror. Ducournau will Realität, Nähe schaffen zu uns, zu den Gefühlen, zur Vergangenheit.
Le Havre, in den 1980ern. Die 13-jährige Alpha (grandios Mélissa Boros) kommt von einer nächtlich wilden Party heim, auf ihrem Arm ein selbst geritztes Tattoo – der Buchstabe A. Sie erinnert kaum etwas, zu viel Alkohol, zu viel Rebellion. Ihre Mutter (Golshifteh Farahani), Ärztin und alleinerziehend, packt kaltes Entsetzen; sie fürchtet, die Tochter könnte sich durch die schmutzige Nadel einer Spritze mit dem überall grassierenden tödlichen Virus infiziert haben.