Kultur Blog
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
1926 wurden mit einem großen Festzug die 700 Jahre „Reichsfreiheit“ der Stadt Lübeck gefeiert, die nur noch wenige Jahre andauern sollten – bis 1937. Und heute? In einer interessanten Ausstellung wird nicht an die verlorene Reichsfreiheit, sondern allein an den Festzug gedacht.
Und seines Regisseurs. Inszeniert worden war der Festzug von Alfred Mahlau (1894–1967), der bis zu diesem Zeitpunkt am Theater in Breslau beschäftigt war. Er war in Lübeck bekannt, nachdem er schon 1921 für die Stadt gearbeitet hatte, und durfte deshalb den Festzug planen, der in eindrücklichen Bildern und mit Hilfe von mehr als 1000 Teilnehmern, die zumindest anfänglich prachtvolle und bis zum Schluss anekdotenreiche Geschichte der Stadt darstellten. Geplant oder entworfen wurde der Festzug von ihm in Form von Aquarellen auf 36 Papierbögen, die zusammengeklebt eine Rolle von 18 Metern ergaben, die jetzt erstmals im Obergeschoss des Behnhauses präsentiert wird.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
L’École, School of Jewelry Arts, präsentiert seit einigen Tagen in Paris eine Ausstellung, die dem amerikanischen Künstler Daniel Brush (1947–2022) gewidmet ist.
Daniel Brush, die Kunst der Linie und des Lichts (französischer Originaltitel: „Daniel Brush, l’art de la ligne et de la lumière“) zeigt mehr als 75 Schmuckstücke, Gemälde und Skulpturen des Künstlers, von denen einige zum ersten Mal sein New Yorker Atelier verlassen.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Olevano ist ein italienisches Städtchen östlich von Rom, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts große Anziehungskraft auf deutsche Künstler ausübte. Golo Maurer erzählt die Geschichte dieser ersten deutschen Künstlerkolonie.
Es treten zwar auch einige der Großen im Buch auf, etwa Ludwig Richter (1803–1884) oder Julius Schnorr von Carolsfeld (1794–1872), aber im Zentrum der Erzählung steht ein nur Fachleuten und Kennern geläufiger Name. Denn vor allem geht es um den Zeichner und Maler Franz Theobald Horny (1798–1826) und damit um einen zweifellos sehr begabten Künstler, der jedoch bereits als Mittzwanziger starb, viel zu jung, um sein Talent voll zu entwickeln.
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- Geschrieben von: Redaktion -
Seit 25 Jahren zählt das MuseumsQuartier (MQ) zu den größten Kulturarealen Europas. Die früheren kaiserlichen Hofstallungen sind zum Open-Air-Wohnzimmer der Stadt geworden.
Die Mischung aus großen Museen, kleinen Kulturinitiativen und trendigen Lokalen ist eine Erfolgsgeschichte, die 2026 im Jubiläumsjahr groß gefeiert wird.
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- Geschrieben von: Stefan Diebitz -
Mit deutlich mehr als einhundert Arbeiten wird das Gesamtwerk des dänischen Künstlerpaares Carl-Henning Pedersen und Else Alfelt in der Lübecker Kunsthalle vorgestellt.
Alfelt (1910–1974) und Pedersen (1913–2007) zählen in ihrer Heimat zu den Großen der Kunst, sind aber hierzulande nur wenig prominent. Eine schöne Ausstellung in der Lübecker Kunsthalle kann jetzt vielleicht etwas daran ändern.
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- Geschrieben von: Ruth Asseyer -
Das Einfache ist nicht immer das Beste, aber das Beste ist immer einfach – mit diesem Credo ist der Reformarchitekt Heinrich Tessenow (1876–1950) berühmt geworden.
In einer Zeit knapper Ressourcen und eines großen Bedarfs an bezahlbaren Wohnungen gewinnt dieser Satz für das Bauen wieder an Aktualität.
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- Geschrieben von: Marion und Ernst-Günter Hinz -
Der vollständige Titel dieses Theaterstücks über Glauben, Zweifel und die Zerbrechlichkeit unserer Überzeugungen lautet: „MASS: A Theatre Piece for Singers, Players and Dancers“.
Eigentlich ist es ein Bühnenweihfestspiel, bei dem Leonard Bernstein (1918–1990) in einer bewusst vollzogenen Stilmischung, in musikalisch gefasster Festlichkeit, eine Gemeinschaft herstellt. Und das gelingt Omer Meir Wellber und seinen Mitstreitern an diesem Pfingstsonntag in beeindruckender Weise.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Die dialogische Ausstellung von zwei recht unterschiedlichen Werken, die im Lechner Museum Ingolstadt zu erleben ist, verbindet erstmals in einer Gegenüberstellung die gemauerten Skulpturen, grafischen Wandarbeiten und farbigen „Landing Hoops“-Siebdrucke der in Berlin lebenden und an der Kunstakademie in Dresden lehrenden Judith Hopf mit den Massivstahlskulpturen und den auf Büttenpapier collagierten und in Stahlrahmen gefassten klaren Formbildern von Alf Lechner (1925–2017).
Kuratorischer Leiter Dominik Bais lässt die Künstler – aus zwei sehr unterschiedlichen Generationen stammend – auf den beiden Museumsstockwerken mit achtunddreißig Werken in klarer und minimalistischer Sprache miteinander kommunizieren.
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- Geschrieben von: Claus Friede -
Während der New York Design Week 2026 präsentiert das Designerduo „Dualde & Cornelsen“ (Lucas Jimeno Dualde und Pali Xisto Cornelsen) die erste Ausstellung bei Espasso in New York.
Die Ausstellung konzentriert sich auf Werke von Lucas Jimeno Dualde und Pali Xisto Cornelsen sowie auf Arbeiten von Pali in Zusammenarbeit mit seinem Vater, dem Künstler und Skulpturenmacher Jejo Cornelsen.
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- Geschrieben von: Gabriele Haefs -
Die Rede ist vom Roman „Der Mord an Maschinenführer Roolfsen“ des norwegischen Autors Maurits Christopher Hansen (1794–1842) aus dem Jahre 1839/40.
Wobei sich die Gelehrten streiten: Ist es wirklich der erste Kriminalroman oder vielleicht eher der erste Detektivroman? Der Streit erscheint müßig zu einem Zeitpunkt, zu dem sich das Genre gerade erst herausbildete, und im Buch begegnen uns weder Kriminalpolizei noch Detektive, einfach, weil es das alles noch nicht gab, als Hansen seinen Roman schrieb.