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Hamburger Architektur Sommer 2019

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Elena Chouzouri: „Die lügnerische Sonne der Kinder“

Denken wir an Griechenland: Wirtschaftskrise, Sommerurlaub, Antike, Gastarbeiter, „griechischer Wein...“.
Und neben diesen plakativen gibt es manche Assoziation mehr in den Vorstellungen von Griechenland. Doch wer im Hier und Heute denkt an den Bürgerkrieg? Und wer an die Menschen, die Griechenland verlassen mussten, Unterschlupf in Usbekistan fanden und doch immer nur in ihre idealisierte Heimat wollten? Die schlicht ausgelöscht wurden in ihrer Heimat und erst Jahrzehnte später zurückkehren, sich repatriieren durften?

 
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Günter Grass – Rückblick über 60 Jahre Werkstattbericht

Es ist ein im Wortsinne gewichtiges Buch geworden. Und wer sich mit dem Leben und Werk des im lauenburgischen Behlendorf lebenden Nobelpreisträgers Günter Grass (88) eingehend beschäftigen will, muss viel Zeit mit bringen.
Fortsetzend auf drei früher erschienen autobiografischen Darstellungen aus den Jahren 1991, 2001 und 2004 ist jetzt im Göttinger Steidl-Verlag ein umfassender Bericht zurück in die ersten Anfänge bildhauerischer und dichterischer Arbeit Ende der Fünfziger und Anfang der Sechziger Jahre herausgekommen – viele Seiten voller Entwürfe, Manuskripte, Zeichnungen und Abbildungen.

 
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Horst Rückert Das Blendwerk. Von der ‚Colonia Dignidad´ zur ‚Villa Baviera'

Wer greift sich da nicht an den Kopf: Es gibt Menschen, die sich bewusst verkrüppeln lassen, geistig und moralisch.
Sie fügen sich einer einzigen Person, die im Namen Gottes die Außenwelt, die Liebe, die Ehe, das Individuelle als Teufelswerk bezeichnet und zum Verzicht auf materielle Gaben und auf ein solidarisches Miteinander aufruft. Was Wunder, wenn z.B. ein Ehepaar nebeneinander im Bett liegt und – ohne sich zu berühren – wochenlang auf ein Kind wartet. Als Frau und Mann nach Wochen erfahren, was zu tun sei, schreien sie auf und beschimpfen den schönsten und menschlichsten Akt als Teufelswerk.

 
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Kenzaburō Ōe: Licht scheint auf mein Dach. Die Geschichte meiner Familie

Manche Bücher irritieren. Manche durch ihre Sprache. Manche durch ihre Erzählung. Manche durch Bilder. Und manche dadurch, dass man nicht weiß, was man in den Händen hält.
So geht es mir mit der jüngsten Veröffentlichung des S. Fischer Verlages des japanischen Autors Kenzaburō Ōe, mit dem lyrischen Titel „Licht scheint auf mein Dach“.

 
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Juergen Neffe

Das ist ein Roman, über den man reden muss! Beim Lesen. Nach dem Lesen. Beim Denken. Und wieder Lesen.
Mit Freunden vielleicht sogar zusammen lesen. Denn Jürgen Neffes „Mehr als wir sind“ zielt in all seinen vielen Schichten aufs Wesentliche. Und es muss ein Heidenspaß sein, gemeinsam den Wirklichkeiten der Erzählung zu folgen. Schon allein ist es ein Genuss.
Den Inhalt gibt der Klappentext an mit der Lebensgeschichte eines Chemielaboranten, der ein Elixier entdeckt, das Schlaf überflüssig und die Konsumenten statt dessen kreativer, ausdauernder und attraktiver macht. Erzählt werde aus einer fernen Zukunft durch einen Biographen. Und die Welt gerate zusehends aus den Fugen.

 
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Kurt Pätzold: „Zweiter Weltkrieg

Es ist ein Geschenk für alle, die Geschichte ernst nehmen und ernsthaft nach den Ursachen von Kriegen, speziell der Deutschen Schuld am zweiten Weltkrieg, fragen.
Kein Geringerer als Kurt Pätzold hat nunmehr im PapyRossa Verlag auf 143 Seiten einen Abriss über die Geschichte des Zweiten Weltkrieges vorgelegt. Ein Geschenk deshalb, weil die Ursachen sowohl des Ersten als auch des Zweiten Weltkrieges weitgehend umgangen werden. Der Autor kommt damit, wie er schreibt, dem „Bedürfnis nach gedrängter erste Orientierung ermöglichender Literatur“ der jüngsten Generation entgegen. Das umso mehr, da es „noch immer unterschiedliche, teils konträre Sichten auf den Krieg, namentlich auf seine Vorgeschichte gibt.“

 
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Friedensnacht

Lene hört man gern zu. Obwohl man doch liest. Und das ist die große Kunst, die Dagmar Seiferts „Friedensnacht“ so lesenswert macht!
Die 16-jährige Lene ist die Erzählerin der Novelle – sie erzählt in reinstem hamburgischen Hochdeutsch wie ihr der Schnabel gewachsen ist. Sie zitiert Freunde, ihren Bruder und die ungeliebte Stiefmutter. Dabei trifft sie offenbar den Ton sehr genau: Die Charaktere schärfen sich vor allem durch ihre Sprache. Der „plietsche“, klare Johnny Behrens, der Arbeiterjunge, der Dank großer Unterstützung aufs Gymnasium durfte – man meint ihn sofort zu kennen. Auch wenn sie nicht beschrieben sind, der Junge hat Ecken und Kanten. Die Figuren haben Tiefe, die auch hinter einem kurzen Auftritt spürbar ist.

 
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Dave Eggers Circle

Der Begriff „Pageturner“ kann sich zukünftig auf eine neue KulturPort.De-Rubrik anwenden lassen.
In diesem November startet ein neues Format namens „Follow Book“: In regelmäßigen Abständen werden Neuerscheinungen des Buchmarkts, „vergessene“ Bücher oder die persönlichen Highlights der KulturPort.De-Autoren vorgestellt. Beginnen wir mit Dave Eggers Roman „Der Circle“, der seit Ende August in den Buchläden zu finden ist.

 
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Emil Carlebach. Widerstandskämpfer und ehemaliger Häftling des Konzentrationslagers Buchenwald

Ein dünnes Heftchen von 54 Seiten bringt es fertig, Hirn und Herz neuerlich auf Trab und die Seele ins Schwingen zu bringen:
„Emil Carlebach. Widerstandskämpfer und ehemaliger Häftling des Konzentrationslagers Buchenwald.“ Das ist eine Dokumentation zum 100. Geburtstag dieses unbeugsamen Kommunisten, herausgegeben von der Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora / Freundeskreis e.V., zusammengestellt und geschrieben von Christoph Leclaire und Ulrich Schneider.

 
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Der stille Putsch von Jürgen Roth

Eine Hymne singen die Portugiesen, die „Grândola".
In Erinnerung an die 1975 vollzogene und 1976 durch einen gezielten Boykott der Reaktion unter Mithilfe der deutschen SPD niedergeschlagene „Nelkenrevolution", bei der sie den demokratischen Sozialismus mit dem Ausruf „Wir sind das Volk“ ins Visier gefasst hatten und heutzutage landesweit von sich hören lassen: „Que se lixe a Troika“. Das heißt „Zur Hölle mit der Troika.“

 
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Der Crash ist die Lösung von Matthias Weik und Marc Friedrich

So freudig laut hört man „hungrige Hunde“ selten jaulen: Aus einem Buch der Ökonomen Matthias Weik und Marc Friedrich mit dem Titel „Der Crash ist die Lösung.
Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten“ lesen Sie bei oberflächlicher Betrachtung eine tolle Nachricht für sich heraus. Dass nämlich die „Hundegesellschaft“ im Geld schwimmt, denn „das Geldvermögen der privaten Haushalte war 2013 auf über 5 Billionen Euro angewachsen.“ Anfang 2014 seien es bereits 6,3 Billionen gewesen.

 
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„Fahr zur Hölle“ – Operation Taubenhaus, ein Kriminalroman von CarlOtto

Wir schreiben August 1947.
„Fahr zur Hölle“, schmettert ein sowjetischer Offizier einer Frau hinterher. Sein wütender Ausruf gilt einer Bestie, die im II. Weltkrieg als SS-Aufseherin im Konzentrationslager Belizi (Außenlager des Frauen-KZs Ravensbrück) Mitschuld trägt am Tod von 256 Häftlingsfrauen. Eben noch sollte sie erschossen werden, da kommt der Befehl von ganz oben: Stopp, Sibirien statt Tod! Sie verbüßte zehn Jahre Haft in sowjetischen Lagern und Gefängnissen der Staatssicherheit.

 
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Uri Avnery: „Israel im arabischen Frühling“

Wer ernsthaft um Frieden ringt, sei stets unser Gast.
In diesem Fall geht es um den Friedensprozess zwischen Israel und Palästina. Jahrzehntelang hat sich Uri Avnery, geboren am 10. September 1923 in Deutschland – er emigrierte 1933 nach Palästina – als israelischer Journalist und Schriftsteller in diesem Prozess engagiert. Er war in drei Legislaturperioden für insgesamt zehn Jahre Parlamentsabgeordneter in der Knesset. An der Seite Palästinas steht er gegen die israelische Besatzung. Seine Friedensorganisation „Gush Shalom”, („Block des Friedens”), besteht aus Palästinensern und Israelis, die gemeinsam endlich Frieden wollen im Nahen Osten. In eigenen Zeitungen und Zeitschriften deckte er politische Skandale in Israel auf und geißelte die Rechte mit scharfen und polemischen Artikeln.

 
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Dirk C. Fleck: GO! Die Ökodiktatur

Der Autor und Journalist Dirk C. Fleck gilt als der Vater des deutschen Öko-Thrillers.
Nach 20 Jahren gibt es jetzt sein visionäres Buch „GO! – Die Ökodiktatur" in einer Neuauflage. Ein Gespräch mit einem Pessimisten am Rande des Abgrunds.

"Niemand setzt sich vorsätzlich in einer geschlossenen Garage ins Auto und lässt den Motor laufen. Weil er weiß, was hinten rauskommt. Unsere Erde mit ihrer Atmosphäre ist aber auch so eine Garage, nur will das niemand sehen. Wir begehen globalen Ökozid und diskutieren derweil über Mindestlohn und Riesterrente." Dirk C. Fleck, Jahrgang 1943, findet klare Worte, wenn er über die globalen Umweltzerstörungen redet. Er beschäftigt sich seit seiner Zeit als Journalist (er schrieb u. a. für „Stern", „Spiegel", „Geo", „Berliner Morgenpost", „Welt", „Tempo" und „Merian") wieder und wieder mit den globalen Umweltzerstörungen, die immer umfassender die Lebensgrundlagen der Menschheit bedrohen.

 

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