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Film & Kino aktuell

Film

“Only God Forgives” – Die trügerische Poesie des Bösen

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Geschrieben von: Anna Grillet - Freitag, 12. Juli 2013 um 09:55 Uhr
Only God Forgives

Sein elegischer Action-Thriller “Drive” wurde zum Hype, Kult, dem Synonym für Erfolg. Doch nun lockt Regisseur Nicolas Winding Refn die Zuschauer in ein infernalisches Labyrinth aus Gewalt und Käuflichkeit. Horrortrip oder Meisterwerk?
Euphorische Begeisterung, eisige Ablehnung: die Reaktionen auf “Only God Forgives” bei den Filmfestspielen in Cannes waren radikal wie das Rache-Epos selbst. Protagonist ist wieder Ryan Gosling. Er spielt Julian, einen Amerikaner, der nach Thailand flüchtete, um sich dem Zugriff der Justiz zu entziehen. Im verrufenen Rotlichtdistrikt von Bangkok betreibt er zusammen mit seinem Bruder Billy (Tom Burke) einen Thai Box Club, Fassade für ihre Drogengeschäfte.

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Film

„The Place beyond the Pines” – ein Vater-Sohn-Drama

Details
Geschrieben von: Mirjam Kappes - Freitag, 28. Juni 2013 um 10:19 Uhr
„The Place beyond the Pines”

Ryan Gosling als Bankräuber, Bradley Cooper als Polizist: Im neuen Film von Regisseur Derek Cianfrance geht es um die schicksalhafte Kreuzung zweier Lebenswege, um Kriminalität und Moral, und darum was es heißt, eine Familie zu sein.
Fröhliche Jahrmarktsmusik dringt gedämpft durch die Tür. Ein tiefes, stoßartiges Ausatmen ist zu hören, und dann: die raschen Schnappgeräusche eines Klappmessers, auf und zu, auf und zu. Schon die ersten paar Sekunden von „The Place beyond the Pines“ sind akustischer Nervenkitzel, die spürbar in der Luft liegende Gefahr, das Adrenalin, das durch die Adern rauscht.

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Film

"The Grandmaster" – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

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Geschrieben von: Anna Grillet - Montag, 17. Juni 2013 um 13:54 Uhr

Gesamtkunstwerk oder Blockbuster: Wong Kar-Wais melancholisches Martial-Arts-Epos verwirrt, fasziniert, bleibt unvergesslich.

Der Film erzählt vom Leben zweier Kung-Fu-Meister im China der 1930er-Jahre, von Verrat, Ehre, Liebe und Krieg. Inspiriert wurde Wong Kar-Wai zu “The Grandmaster” durch den legendären Wing Chun Lehrer Yip Man, der als Mentor von Bruce Lee gilt. Den Protagonisten spielt wie in “2046” und “In the Mood for Love” wieder Tony Leung Chiu-Wai. Als Yip Man ist er Erzähler und Chronist zugleich. “Kung Fu – zwei Worte, waagerecht und senkrecht. Nur der gewinnt, der stehenbleibt. Stimmst Du mir zu?” Der Zuschauer wird direkt angesprochen und am Ende der 123 Minuten soll er eine Entscheidung treffen. Regisseur Wong Kar-Wai, ein Virtuose der Abstraktion, geht es weniger um Körperbeherrschung oder Selbstverteidigung, sondern um die Philosophie und Ethik der Kampfkunst.

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Film

„Woodstock in Timbuktu – die Kunst des Widerstands”

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Geschrieben von: Claus Friede - Dienstag, 21. Mai 2013 um 10:25 Uhr
„Woodstock in Timbuktu – die Kunst des Widerstands”

Das internationale 'Festival au Désert', gegründet im Jahr 2000, steht für eine Kultur, die in unseren Breitengraden so gut wie unbekannt ist.
In den Dünen von Timbuktu in Mali treffen sich jährlich Musiker, Künstler und Kulturvertreter der nomadischen Tuareg, die sich selbst Kel Tamaschek nennen, um gemeinsam ihrer bedrohten Kultur ein Forum zu geben. Durch die politischen Unruhen und den Krieg mit islamischen Fundamentalisten im Norden Malis sind die Macher und Künstler allerdings seit vergangenem Jahr in alle Sahara-Winde verstreut und das Festival ist "in exile".
Es findet in diesem Jahr quasi auch in Deutschland zumindest auf der Leinwand statt, denn die in München lebende Autorin und Filmemacherin Désirée von Trotha präsentierte soeben ihren Dokumentarfilm „Woodstock in Timbuktu", der mittlerweile seit April in mehreren Städten in den Kinos läuft.

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Film

Star Trek Into Darkness

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Geschrieben von: Sam Geller - Donnerstag, 09. Mai 2013 um 10:07 Uhr
Star Trek Into Darkness

Als Anfang des Jahres bekannt gegeben wurde, dass „Star Trek“-Regisseur J.J. Abrams, auch noch die Regie für den kommenden „Star Wars“ Film übernehmen würde, ging ein Aufschrei durch das „Star Trek“-Universum.
Werden „Star Wars“ und „Star Trek“-Fans doch seit jeher als Kontrahenten angesehen. Es wird als eine Art Glaubensfrage gehandhabt. So wie die alles entscheidende Frage ob Beatles ODER Rolling Stones. Beides geht angeblich nicht…

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Film

Kon-Tiki – Meere sind Wege, keine Barrieren

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Geschrieben von: Claus Friede - Mittwoch, 20. März 2013 um 09:35 Uhr
Kon-Tiki – Meere sind Wege, keine Barrieren

Abenteurer ist eine Berufsbezeichnung, die in der heutigen Zeit recht selten vorkommt.
Sie stellt eine Kategorie dar, die seit spätestens Ende der 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts so gut wie ausgestorben scheint. Briten und besonders Skandinavier hatten ein gutes Jahrhundert die Abenteurer-Nase vorn: Roald Amundsen (Arktis), Sven Hedin (Tibet) und Thor Heyerdahl (Kon-Tiki), um nur einige zu nennen. Sie waren gleichwohl im Dienst der Wissenschaft unterwegs, als auch als Forscher, Entdecker, Filmer und Autoren.

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Film

¡NO! - Die Revolution muss sexy sein

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Geschrieben von: Daniel Hirsch - Donnerstag, 21. Februar 2013 um 10:35 Uhr
¡NO! - Die Revolution muss sexy sein

Pablo Larraíns „¡NO!“ ist nicht nur ein bewegender Film über den friedlichen Sturz des chilenischen Diktators Pinochet, sondern auch eine tiefe Verneigung vor der Werbeästhetik der 1980er-Jahre.
Verschleppung, Folter und tausendfache Hinrichtungen in den Reihen der Opposition sind auf immer mit dem grausamen Kapitel der Militärdiktatur Augusto Pinochets verbunden, der Chile nach dem Putsch gegen den sozialistischen Präsidenten Salvador Allende 17 Jahre lang autokratisch regierte. Die jüngere Geschichte des südamerikanischen Landes, der sich Pablo Larraín schon in seinen letzten beiden Filmen (Tony Manero und Post Mortem) widmete, ist gewiss kein einfacher historischer Stoff. Mit „¡NO!“ gelingt ihm dennoch ein wunderbar leichter Abschluss seiner Trilogie, der die alltägliche Repression der Diktatur bei allem Schmunzeln eindrücklich nachempfinden lässt.

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Film

Gerrit Gronau macht Filme

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Geschrieben von: Dagmar Seifert - Mittwoch, 06. Februar 2013 um 10:06 Uhr
Gerrit Gronau macht Filme - Uetersen

Die ‚Rosenstadt‘ Uetersen ist ein adretter kleiner Ort in Schleswig-Holstein, nicht weit von Hamburg.
Hier gibt es ein Heimatmuseum, einen kleinen Marktplatz, eine gar nicht mal so kleine, wunderschöne Barockkirche und überall massenhaft Rosen, was daran liegt, dass die Gegend von Rosenzüchtern umzingelt ist.
Uetersen hat sogar noch ein eigenes Kino, das „Burgtheater“. Im letzten Herbst genossen dort 24 Besucher, die zur Premiere vom neuen Bond, „Skyfall“, erschienen waren, in ihren Sesseln maximale Ellenbogenfreiheit.

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Film

„Anna Karenina“ – Bloß nicht mitleiden, das ist nur eine Illusion

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Geschrieben von: Peggy Neidel - Dienstag, 20. November 2012 um 09:01 Uhr
Anna Karenina - Universal Pictures International

Joe Wrights Anna Karenina-Adaption entlarvt den Film als das, was er ist: eine Inszenierung.
In diesem Fall eine opulente und gelungene.

Drehbuchautor Tom Stoppard und Regisseur Joe Wright fügen den bisher zehn Verfilmungen eine elfte hinzu: Kühn, berauschend und fantastisch beleben sie Leo Tolstois Romanklassiker „Anna Karenina“ von 1887. Der Inhalt dürfte bekannt sein. Es geht um das Schicksal dreier adeliger Familien, insbesondere um Anna Karenina, die sich, verheiratet mit dem biederen Staatsbeamten Karenin, auf eine leidenschaftliche Affäre mit dem attraktiven Grafen Wronskij einlässt und am Ende Selbstmord begeht.

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Film

50 Jahre Viennale - Was war. Was ist.

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Geschrieben von: Thomas Mießgang - Mittwoch, 31. Oktober 2012 um 10:40 Uhr
50 Jahre Viennale - Wien - Filmfestival - Was war. Was ist.

Es war eine bleierne Zeit: An einer geopolitischen Nahtstelle des Kalten Krieges versuchte sich ein nur oberflächlich entnazifiziertes Österreich als «Geisteskontinent» (Friedrich Heer) und Kulturgroßmacht neu zu erfinden.
Die «langen 1950er-Jahre» erstreckten sich bis weit ins nächste Jahrzehnt, in der Kulturpolitik dominierte, getragen vom Missionierungswillen des ÖVP-Unterrichtsministers Felix Hurdes, ein konservativer, rechtskatholischer Kulturalismus, der nahezu nahtlos an die Zeit vor 1938 anschloss.
Im Sinne einer offiziellen Staatskulturdoktrin war vor allem wichtig, was Burg und Oper an Sinn- und Bedeutungsproduktion lieferten, und auch ein gewisses Schwelgen im Habsburgermythos verband sich gut mit einem Kulturbegriff, der im erhabenen Überzeitlichen die Rettung vor der unmittelbaren Vergangenheit suchte.

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Film

Das Bourne Vermächtnis

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Geschrieben von: Daniel Hirsch - Dienstag, 11. September 2012 um 08:01 Uhr
Das Bourne Vermächtnis

Tony Gilroy (links), Autor der Drehbücher zur erfolgreichen Jason-Bourne-Trilogie, hat mit seinem neuen Film "Das Bourne Vermächtnis" nicht nur seine erste Regiearbeit in der Reihe vorgelegt.
Mit dem packenden Action-Thriller um den neuen Protagonisten Aaron Cross ist ihm auch eine würdige Fortsetzung der Bourne-Reihe ohne den bisherigen Hauptdarsteller Matt Damon gelungen – weitere Fortsetzungen in der Zukunft dürften garantiert sein.

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Film

23. Filmfest Emden-Norderney: Schuld sind immer die Anderen

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Geschrieben von: Claus Friede - Montag, 11. Juni 2012 um 10:15 Uhr
Schuld sind immer die Anderen - Lars-Gunnar Lotz

Sie sind gerade auf Festivaltour – waren beim Filmfestival Max Ophüls in Saarbrücken, sind zur Zeit beim Filmfest Emden-Norderney und ziehen auf Einladung weiter zum Festival des deutschen Films nach Ludwigshafen und danach zum Filmfestival ins kanadische Montreal.
Regisseur Lars-Gunnar Lotz präsentiert gemeinsam mit Schauspielerin Julia Brendler, ihrem Kollegen Edin Hasanovic und der Produzentin Franziska Specht in Emden seinen Debütfilm: „Schuld sind immer die Anderen“. Nicht zu unrecht wurde der im österreichischen Bad Ischl geborene Pfarrerssohn Ende Mai in Hamburg mit dem Nachwuchspreis „Regie“ des Studio Hamburg ausgezeichnet und erntete soeben beim Filmfest Emden-Norderney den Bernhard Wicki Preis, den NDR Filmpreis für den Nachwuchs und den DGB Filmpreis.

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Film

Das Suchen und Finden von "Glücksritterinnen"

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Geschrieben von: Mila Corlateanu - Freitag, 27. April 2012 um 18:02 Uhr
Glücksritterinnen

"Ich dachte, ich muss in Deutschland besser sein als jede Einheimische, flexibler sein als jeder, der sich hier mit beruflichen Werten beschäftigt. Ich muss immer zeigen, dass ich noch zäher, noch belastbarer bin, noch professioneller, damit ich nicht untergehe - und das hat gefruchtet."
So klingt die Lebensphilosophie der 36-jährigen russischen Filmregisseurin Katja Fedulova. Sie kam 1994 nach Deutschland und studierte an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Die Preisträgerin des Festivals „Achtung Berlin 2011“ in der Katagorie „Bester Dokumentarfilm“ stellt in ihrem aktuellen Film fünf Geschichten fünf junger Frauen aus Russland vor: Ilona, Tatjana, Zhenja, Alesja und Katja. Sie wurden von ihren Müttern zum Studium nach Deutschland geschickt.

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Film

„Der Lorax“ – Eine kleine Kreatur mit großen Ambitionen

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Geschrieben von: Lilian Tietjen - Donnerstag, 05. April 2012 um 09:12 Uhr
Der Lorax

Für den neuen 3D-Animationsfilm, „Der Lorax“, lieh Danny DeVito der Titelfigur seine Stimme, einem orangefarbenen, erdnussförmigen Waldhüter, der hartnäckig um seine Umwelt kämpft.
In Berlin sprach DeVito mit Kultur-Port.De-Redakteurin Lilian Tietjen über sein Elektroauto, das Potential von Kindergeschichten und warum er sich dem „Wahnsinn“ hingab, den Film ebenfalls in deutscher Sprache zu synchronisieren.

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