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Theater & Tanz in und um Hamburg

Theater - Tanz

Wien: Heldenplatz. Cerha - Schwertsik - Bernhard

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Geschrieben von: Kerstin Schüssler-Bach - Freitag, 10. April 2015 um 11:03 Uhr
Wien Burgtheater um 1900

Der neue Black Box-Abend verbindet gallige Texte von Thomas Bernhard mit schrägen Kabarettchansons von Friedrich Cerha und Kurt Schwertsik.

“A schöne Leich“, wie der Wiener sagt. Morbides und Makabres gehen in der Donaumetropole eine ganz besondere Melange ein. Österreichs bestgehasster Dichter Thomas Bernhard spießte diese Wienerische Liaison in boshaft funkelnden Sottisen auf. Zwischen Kunsthistorischem Museum, Kaffeehaus und Musikvereinssaal suchen seine Figuren ihr Refugium vor den Zudringlichkeiten des Lebens – um dann doch auf dem Friedhof am glücklichsten zu sein. Objekte der Bernhard’schen Hassliebe und Ekelbegierde sind die servilen Schlitzohrigkeiten und jovialen Verdrängungsmechanismen, die pompösen Rituale und infernalischen Heiterkeiten.

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Theater - Tanz

„Eine Stunde Ruhe“ – Herbert Knaup im St. Pauli Theater

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Montag, 19. Januar 2015 um 10:37 Uhr
„Eine Stunde Ruhe“ – Herbert Knaup, St. Pauli Theater

Als polternder TV-Kommissar Kluftinger ist Herbert Knaup längst Kult.
Kluftinger ist die Hauptfigur einer erfolgreichen Kriminalromanreihe der deutschen Schriftsteller Michael Kobr und Volker Klüpfel, auch bekannt als Allgäu-Krimis. Die BR-Verfilmung ist eine eigenständige Filmreihe. Jetzt kämpft der vielseitige Schauspieler im St. Pauli Theater in Hamburg um „Eine Stunde Ruhe“.

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Theater - Tanz

Andreas Schmidt in der Komödie Winterhuder Fährhaus: „Mittendrin“

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Montag, 29. Dezember 2014 um 10:14 Uhr
Andreas Schmidt in der Komödie Winterhuder Fährhaus: „Mittendrin“

Er trägt einen Allerweltsnamen, doch seine Ausstrahlung ist unverwechselbar und markant: Kein Schauspieler in Film und Fernsehen erscheint so verletzlich wie Andreas Schmidt.
Jetzt steht der Berliner in Hamburg auf der Bühne: In der Komödie Winterhuder Fährhaus.

Isabelle Hofmann traf den sympathischen Schauspieler zum Interview in Hamburg-Winterhude.

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Theater - Tanz

Lloyd Riggins mit dem rekonstruierten Ballett „Napoli“ in Hamburg gefeiert

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Geschrieben von: Hans-Juergen Fink - Dienstag, 09. Dezember 2014 um 11:03 Uhr
Lloyd Riggins „Napoli“ Hamburg

Zwei Teile von August Bournonvilles lebensfrohem „Napoli“ sind erhalten, den dramatischen Mittelteil, der in der märchenhaften Blauen Grotte spielt, hat Lloyd Riggins für das Hamburg Ballett neu choreographiert.

Applaus-Stürme für die Solisten, und nochmal gesteigert für den Mann, der „Napoli“ auf die Bühne der Hamburgischen Staatsoper gebracht hat: für den designierten Stellvertreter und vielleicht auch Nachfolger von Ballettintendant John Neumeier – für Lloyd Riggins. Der holte das Ballett des königlich-dänischen „Ballettmesters“ August Bournonville, das in Dänemark fast einen solchen Kultstatus genießt wie „Die kleine Meerjungfrau“, 171 Jahre nach seiner ersten und einzigen Aufführung in Hamburg wieder an die Elbe. Riggins hatte es während seiner Zeit beim Königlich Dänischen Ballett kennen gelernt. Seine rekonstruierende Fassung von „Napoli“ ist ein Tanzfest der besonderen Art.

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Theater - Tanz

Alain Platel: „Tauberbach“

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Dienstag, 02. Dezember 2014 um 09:57 Uhr
Alain Platel: „Tauberbach“

Was heißt normal, was heißt behindert?
In Alain Platels Stück „Tauberbach“ sind wir alle beschädigt – und Teil einer Wahnsinnswelt, die der belgische Choreograph und seine Compagnie „Les ballets C de la B“ als einzige große Müllhalde zeigen. Mit Platels furiosem apokalyptischem Abgesang auf Humanismus und Zivilisation endete am Wochenende auf Kampnagel das Hamburger Theaterfestival.

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Theater - Tanz

Varieté-Theater – oder die Aufhebung der Schwerkraft

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Geschrieben von: Hans-Juergen Fink - Donnerstag, 16. Oktober 2014 um 10:34 Uhr
Varieté-Theater – oder die Aufhebung der Schwerkraft

Ist der Zirkus die große Oper im Bereich der unterhaltenden Bühnenkunst, dann ist das Varieté heute so etwas wie das Kammerspiel dieser Sparte.
Es spielt sich in einem deutlich kleineren Rahmen ab, Artisten und Zuschauer sitzen näher beieinander, man kann genauer hinschauen. So wie im Hamburger Hansa-Theater. Das Haus am Steindamm, 1878 als Concert-Saal errichtet, wurde 1893 zum Varieté-Theater umgebaut – damals ein gewaltiges Haus mit 1.500 Sitzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, teilweise zerbombt, öffnete es mit 330 Plätzen – Erlebnisgastronomie im liebenswert erhaltenen historischen Plüschrahmen bis heute, bei der man immer noch die Bedienung per Klingelschalter zum Minitischchen rufen kann.

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Theater - Tanz

Internationales Sommerfestival auf Kampnagel: erst mittelmäßig dann stark

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Freitag, 22. August 2014 um 09:55 Uhr
Internationales Sommerfestival auf Kampnagel

Nach einem denkbar enttäuschenden Start mit Chilly Gonzales‘ naiv-läppischem Schattenspiel „Shadow“ und einer Reihe weiterer mittelmäßiger Aufführungen gab es nun mit Mariano Pensottis „Cineastas“ aus Argentinien den ersten Höhepunkt des Internationalen Sommerfestivals auf Kampnagel.

Eine Guckkastenbühne mit zwei Ebenen. Eine Art geteilter Bildschirm, oben ein Zimmer, unten ein Zimmer. Oben weitestgehend Leere, unten ein voll ausgestattetes Büro und Wohnzimmer. In diesen beiden Stockwerken entspinnt der argentinische Regisseur Mariano Pensotti die Lebensgeschichten von vier Filmemachern in Buenos Aires, zwei Männern und zwei Frauen. Alle vier stecken in Projekten und alle vier haben mit enormen Problemen zu kämpfen: Gabriel erfährt, dass er todkrank ist und entwickelt seinen Film nach und nach zu einem persönlichen Vermächtnis für seine kleine Tochter.

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Theater - Tanz

Krieg auf der Bühne: „1864 Tagebuch einer Katastrophe“

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Donnerstag, 14. August 2014 um 09:50 Uhr
Krieg auf der Bühne: „Tagebuch einer Katastrophe“

„Klarer, schimmernder Frosttag, in der Morgenstunde zehn Grad Kälte“, notierte Hans Christian Andersen am 1. Januar 1864 in seinem Tagebuch.
„Unsere armen Soldaten liegen drüben in den Baracken; der Frost baut dem Feind Brücken über die Wasser; ein ganzer Völkerstrom wälzt sich auf uns zu, was wird nur geschehen!“ Wenige Tage später war auch dem Dichter klar, was passiert: Krieg! Österreich und Preußen vereint gegen Dänemark.

Mit ihrem Stück „1864 Tagebuch einer Katastrophe“ auf Schloss Gottorf erinnert nun das Kieler Factory Theater an den in Deutschland so gut wie vergessenen Deutsch-Dänischen-Bruderkrieg, der im nördlichen Nachbarland immer noch nationales Trauma ist. Zum 150. Jahrestag der Schlacht bei Düppel gab es im April zahlreiche Zeremonien und im dänischen Fernsehen wird mit „1864“ im Herbst die „teuerste dänische TV-Serie aller Zeiten“ anlaufen.

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Theater - Tanz

Dokumentartheater – „Um uns herum nur nichts“

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Samstag, 19. Juli 2014 um 09:15 Uhr
Dokumentartheater auf hoher See – „Um uns herum nur nichts“

„Deine Heimat ist das Meer, deine Freunde sind die Sterne“, sang Freddy Quinn.
Von wegen! Das norddeutsche Dokumentartheater „Das letzte Kleinod“ zeigt, wie knallhart der Seemanns-Job heute ist.
„Um uns herum nur nichts“ heißt das neue Stück des Dokumentartheaters über den Arbeitsalltag auf See. Als Zuschauer auf der Open-Air-Tribüne vor Schuppen 52 im Hamburger Freihafen bekommt man bereits vor Beginn der Aufführung eine leise Ahnung von der Tragweite dieses Titels. Der Freihafen ist hier so trostlos, wie muss es erst auf hoher See sein? Und wie kalt bläst dort wohl der Wind? Das bisschen, das an diesem lauen Sommerabend über die Tribüne weht, ist für verweichlichte Stadtmenschen ja schon eine Zumutung. Nur gut, dass ausreichend warme Schlafsäcke bereitliegen.

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Theater - Tanz

Seele seziert: „Tatjana“ zum Auftakt der 40. Hamburger Ballett-Tage

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Freitag, 04. Juli 2014 um 10:00 Uhr
tatjana

Vielleicht war es dem Respekt gegenüber seinem Lehrmeister John Cranko geschuldet, vielleicht wollte John Neumeier auch nur deutlich machen, etwas völlig Eigenständiges kreiert zu haben.
Seine Neufassung von „Eugen Onegin“, Puschkins Versroman und Vorlage von Crankos Ballettklassiker von 1965, trägt jedenfalls einen anderen Namen: "Tatjana", nach der traurigen Heldin, deren Liebe Onegin verschmäht – bis er zu spät seinen Irrtum erkennt. Mit der Uraufführung und einer hinreißenden Hélène Bouchet in der Titelrolle starteten nun die 40. Hamburger Ballett-Tage. John Neumeier, der mittlerweile wohl Dienst älteste Ballettchef der Republik, stellte sich einmal mehr als Spezialist des psychologisch ausgeleuchteten Handlungsballetts und Schöpfer grandioser Pas-de-Deux unter Beweis.

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Theater - Tanz

„momentum mobile“ – Der Mythos des Sisyphos am Ernst Deutsch Theater in Hamburg

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Geschrieben von: Fee Isabelle Lingnau - Montag, 05. Mai 2014 um 09:44 Uhr
momentum mobile – Der Mythos des Sisyphos am Ernst Deutsch Theater in Hamburg

Was ist mein Stein? Theatrales Philosophieren mit dem rebellischen Proletarier der Götter
Glück ist das Thema. Nichts Geringeres. Mit der Frage nach Glück befasst sich die aktuelle Spielzeit des Ernst Deutsch Theaters – und mit dem erstaunlichsten glücklichen Menschen befasst sich eine Produktion der plattform-Bühne: mit Sisyphos.
Sisyphos' Stein rollt wieder und wieder den Berg hinunter. Sisyphos steigt hinab und wälzt ihn wieder hinauf in dem Wissen, dass es unendlich so weiter gehen wird. So wollen es die Götter als Strafe dafür, dass er dem Reiz der Erde nicht widerstehen wollte und sich weit mehr Lebenszeit genommen hat, als ihm zugedacht war. Es gibt für Sisyphos also kein Ziel mehr, es gibt nur noch die Phasen von Stein oder Nicht-Stein.

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Theater - Tanz

Tanzplattform Deutschland: „Der zeitgenössische Tanz gehört zu den innovativsten aller Kunstsparten“

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Geschrieben von: Mirjam Kappes - Samstag, 01. März 2014 um 10:15 Uhr
The Forsythe Company: Sider Foto: Dominik Mentzos

Sie versteht sich als das biennale Schaufenster des zeitgenössischen Tanzes, und dieses Jahr kommt die Tanzplattform Deutschland endlich wieder nach Hamburg.
Gezeigt wird die Jury-Auswahl der zwölf interessantesten Produktionen der letzten zwei Jahre. Am 27. Februar wurde das viertägige Tanzfestival auf Kampnagel feierlich eröffnet – mit hochkarätigen Gästen und viel internationalem Publikum.

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Theater - Tanz

„Waisen“ von Dennis Kelly im St. Pauli Theater

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Freitag, 28. Februar 2014 um 09:51 Uhr
„Waisen“ von Dennis Kelly im St. Pauli Theater. Foto: Oliver Fantitsch

Harte Kost. So hart, dass mancher Zuschauer nach einer Stunde und 45 Minuten förmlich aus der Schockstarre zu erwachen schien.
So dauerte es eine Weile bis das Publikum das großartige Trio, Judith Rosmair, Uwe Bohm und Johann von Bülow, gebührend zu feiern begann: „Waisen“ von Dennis Kelly (Deutsch von John Birke), das Wilfried Minks jetzt im Hamburger St. Pauli Theater inszenierte, ist ein psychodramatisches Kammerspiel vom Feinsten. Ein Stück, das den Zuschauer mit seinen überraschenden Wendungen fast unerträglich auf die Folter spannt.

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Theater - Tanz

Gilla Cremer: "Die Dinge meiner Eltern"

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Geschrieben von: Hans-Juergen Fink - Mittwoch, 05. Februar 2014 um 17:47 Uhr
Gilla Cremer Foto: Bo Lahola

Die Eltern sind gestorben, das Haus ist verkauft. Nun muss es nur noch ausgeräumt werden, komplett. Eine Woche hat Tochter Agnes dafür.
"Die Dinge meiner Eltern" nehmen sie mit auf eine Zeitreise, sie öffnen den Blick hinter die Fassade der Familie, auf die ungelebten Träume ihrer Mutter, auf Verborgenes, Vergessenes, Verdrängtes. Und stellen die Frage: Was ist das eigentlich - u­nser eigenes Leben? Gilla Cremers neue Produktion, die in den Hamburger Kammerspielen Premiere hatte, zieht die Zuschauer in ihren Bann mit und lässt ihnen gleichzeitig Raum für die Suche nach ihren eigenen Wahrheiten.

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