Kultur Magazin KulturPort      
Open menu
  • Home
  • Blog
    • Übersicht
    • Architektur
    • Bildende Kunst
    • Film
    • Fotografie
    • Literatur
    • Musik
    • Theater & Tanz
    • Grafik & Design
    • Festivals, Medien & TV
    • Kultur & Management
  • Kolumne
    • Übersicht
    • Meinung
    • Klartext
    • WebTV
    • CDs JazzMe
    • CDs KlassikKompass
    • art&weise
    • Follow Book
  • Reisen
  • NewsPort
  • Live


Live - Kulturtipps

  • Berlin | 24.09.2026 | Tbilisi Youth Orchestra auf die Museumsinsel Berlin
  • Altdöbern | 9. – 17.10.2026 | Günter Grass Kulturtage
  • Münster | 24. + 25.09.2026 | Fachtagung "Echt jetzt? Künstliche Intelligenz im Bereich Fotografie und Film"
  • Köln | 16.–18.10.2026 | 26. Edimotion Filmfestival
  • Wien | 12.–24.10.2026 | My Old Lady
Werbung

Neue Kommentare

  • Peter D. Schmidt zu Brahms-Institut erwirbt Originalbrief von Johannes Brahms
    Beim Thema Brahms und Hamburg kommt manche...
  • Reinhart Hammerschmi... zu Ende einer Ära: Das internationale Festival TANZ Bremen wird eingestellt
    Diese absolute Fehlentscheidung der Bremer...
  • Galerie Watson zu Kunst am Rothenbaum
    Schöner Artikel! Danke sehr!
  • Peter D. Schmidt zu Das Ende des Bücherjournals beim NDR?
    Nun ist dieser NDR-Intendant nach 5 Jahren...
  • Kerstin Neitzel zu Das schräge Haus – ein Roman von Susanne Bohne
    Mein Buchhändlerinnenherz hat Purzelbäume des...

Gewinnspiele

  • Weinpaket "Leichtigkeit des Seins"

Film Blog

  • Wer weiß schon, was ein Leben ist
  • Mujah Maraini-Melehi: „Haiku on a Plum Tree”
  • 5. Internationale US-Konferenz über Kino und Medien in Italien
  • „Alpha“. Julia Ducournau und die dystopische Grenzerfahrung einer Mutter-Tochter-Beziehung
  • „La Grazia“. Paolo Sorrentino und die Wiederentdeckung des Zweifels
  • „White Snail“. Die zaghafte Annäherung zweier Außenseiter als genreübergreifendes Experiment
  • „Nie Allein“. Eine Geschichte über Standhaftigkeit
  • „Silent Friend“. Drei Leben, drei Epochen, ein Baum: Über die Sehnsucht nach Verbundenheit
  • „Die, My Love“. Jennifer Lawrence und die Dechiffrierung weiblicher Selbstzerstörung
  • „Sirāt“. Kino als Grenzerfahrung – roh, intensiv und zutiefst menschlich

Kunst & Kultur Aktuell

  • Kunstförderpreise 2026 in der Sparte „Bildende Kunst“ für vier Künstlerinnen und Künstler aus Bayern
  • Städelscher Museums-Verein verleigt erstmals Margret-Stuffmann-Preis
  • UNESCO-Weltbildungsbericht: Bildungsgerechtigkeit bleibt zentrale Herausforderung
  • Preisverleihung an Pianisten Igor Levit in der Philharmonie Mercatorhalle Duisburg
  • Ausschreibung: 7. Mauricio Kagel Kompositionswettbewerb
  • Barrierefreiheit in der Kultur – 100.000 Euro für Investitionen
  • Weimer: „Stärken das Bauhaus von allen Seiten“ – Vier Millionen Euro jährlich für Berliner Bauhaus-Archiv und große Unterstützung für Bauhaus-Manifest
  • Künstlerhaus Ahrenshoop e. V.: Stellenausschreibung
  • Protest der freien Produktionshäuser und Spielstätten für die Darstellenden Künste in Sachsen zu den Kürzungen bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen von bis zu 50%
  • Hessischer Staatspreis für das Deutsche Kunsthandwerk 2027. Ausschreibung und Einladung zur Wettbewerbsteilnahme

Meist gelesen

Saisonstart des Philharmonischen Orchesters Lübeck: Schade, Vladar und die „Unvollendete“ von Schubert

„Felix Krull“. Kurzweilig, anregend und überzeugend

Min Yoon: A Pronoun of B

10 Jahre Elbphilharmonie. Der Beginn einer Jubiläumssaison

„Grünes Geheimnis“. Das neue Lübecker Kolumbarium

Achim Seifert Project: Woven Strings

„Elevation“ – ein Instrument erhebt Anspruch

„I.Lettres“: Sechzig Briefe – sechzig Geschichten

Social Media

  • KulturPort.De @ Twitter X
  • KulturPort.De @ Facebook
  • KulturPort.De @ Instagram
  • KulturPort.De @ Youtube

Sonstiges

  • Impressum
  • Archivierte Artikel
  • Datenschutz
RSS abonnieren

Film & Kino aktuell

Film

„Detroit” – Kathryn Bigelows Blick zurück im Zorn

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Montag, 20. November 2017 um 09:33 Uhr
Detroit Kathryn Bigelows

Furioser Politthriller als Chronik staatlich autorisierter Gewalt.
Detroit, 25. Juli 1967. Hinter der Bühne des legendären Fox-Theatres fiebern Leadsinger Larry Reed (Algee Smith) und die anderen Bandmitglieder der ‚Dramatics’ ungeduldig ihrem Auftritt entgegen, dieser Abend soll für die afroamerikanische Soul-Gruppe den Durchbruch bringen. Draußen auf den Boulevards aber rollen Panzer, die gewalttätigen Proteste dauern an, noch immer gehen Häuser in Flammen auf, Schüsse fallen, die Nationalgarde kontrolliert die Stadt, Polizeitrupps überall. Selbstzerstörung als höchste Form der Hoffnungslosigkeit: Jahrzehnte schon leidet die schwarze Bevölkerung unter Diskriminierung, Arbeitslosigkeit und Willkür. Jene so lang unterdrückte Wut eskaliert nach der Razzia in einer After-Hour-Bar. Was mit zerschlagenen Schaufensterscheiben und Molotowcocktails beginnt, entwickelt sich zu einer der größten Rassenunruhen in den USA. Sie fordert 43 Tote, 1.189 Verletzte. Mehr als 7.000 Menschen werden verhaftet.

Weiterlesen …

 
Film

„Human Flow”. Ai Weiwei und die Grenzenlosigkeit des Elends

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Donnerstag, 09. November 2017 um 09:22 Uhr
Human Flow Ai Weiwei

65 Millionen Menschen sind in diesem Moment auf der Flucht. Zwölf Monate lang hat der chinesische Konzeptkünstler und Regimekritiker Ai Weiwei mit 200 Teammitgliedern in 23 Ländern der Welt gedreht. Entstanden ist eine bildgewaltige aufrüttelnde Dokumentation über Vertreibung, Tyrannei, Armut, Ausbeutung und Heimatlosigkeit.
Doch die Schönheit trotzt dem erschütternden Ausmaß des Schreckens, ist kein innerer Widerspruch sondern eine Form des Begreifens, des Aufbegehrens, die vielschichtige visuelle Umsetzung von Empathie, von Solidarität: Ai Weiwei löst in der ästhetisch oft atemberaubenden globalen Komposition Distanz und Nähe auf, versucht so das fremde Schicksal zum eigenen zu machen, für ihn sind Flüchtlinge „die Helden unserer Zeit”, er zeigt ihren Schmerz, ihren Stolz und ihre Würde.

Weiterlesen …

 
Film

„The Secret Man”. Oder der Mythos von „Deep Throat“

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Donnerstag, 02. November 2017 um 09:15 Uhr
The Secret Man

Watergate ist seit 45 Jahren der Inbegriff von Amtsmissbrauch, aber auch von der Kraft des Investigativen Journalismus.
Alan J. Pakulas Kinoklassiker „Die Unbestechlichen” von 1976 prägte unser Bild des Polit-Skandals: Die Recherchen der von Dustin Hoffmann und Robert Redford gespielten Reporter und ihre Treffen mit dem Informanten „Deep Throat” führten zum ersten Mal in der US-Geschichte zum Rücktritt eines Präsidenten. Jetzt schildert Regisseur Peter Landesman in „The Secret Man” die Ereignisse jener Zeit aus der Perspektive des mysteriösen Whistleblowers, der seine Identität erst 2005, kurz vor dem Tod offenbarte: Mark Felt (Liam Neeson). Ein hinreißender, skeptisch düsterer Neo-Noir, dessen skrupellose Machtkämpfe zwischen Weißem Haus und FBI aktueller nicht sein könnten.

Weiterlesen …

 
Film

„God’s Own Country”. Das unerwartete Ende der Einsamkeit

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Montag, 23. Oktober 2017 um 09:12 Uhr
Gods Own Country

„Eine innige, aber zugleich schroffe Liebesgeschichte” nennt Francis Lee seinen Film. „God’s Own Country”, das sind große gewaltige Gefühle in Nahaufnahme, ein furioses packendes Drama.
Die stürmischen Hochmoore im nordenglischen Yorkshire waren schon Schauplatz von Emily Brontës „Wuthering Heights”. Jene zerklüftete raue Felslandschaft prägt die Menschen, wird Spiegel ihrer heimlichen Hoffnungen und Ängste. Der britische Regisseur ist hier aufgewachsen, er drehte nur zehn Minuten von der elterlichen Farm entfernt. In seiner Jugend schien er sich der archaischen wilden Schönheit der Gegend noch nicht bewusst, empfand sie als erdrückend, brutal und ging nach London, um Schauspieler zu werden.

Weiterlesen …

 
Film

„The Square”. Oder das Zeitalter des Misstrauens

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Montag, 16. Oktober 2017 um 10:34 Uhr
The Square

Ein Museum ist der perfekte Tatort, doch in Ruben Östlunds Film „The Square” steht weniger der Kulturbetrieb als Jahrmarkt der Eitelkeiten am Pranger sondern der moderne Mensch – also wir. Und zum eigenen Erstaunen genießt es der Zuschauer – leicht verwirrt, etwas verängstigt, aber begierig auf so viele intelligente, höchst amüsante Pointen, Wendungen, diese unbequeme Art von Gesellschaftskritik.
Es ist das Ende jeglichen Heldentums, der schwedische Regisseur kreiert eine moralische Versuchsanordnung, entlarvt ästhetisch bravourös die Oberflächlichkeit und Abgründe unseres Handelns. Eine schillernde opulente Satire mit reichlich Spielraum für Tragik und schwarzen Humor, das wurde in Cannes mit der Goldenen Palme belohnt.

Weiterlesen …

 
Film

„Happy End” – Eine Chronik solider Lieblosigkeit

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Donnerstag, 05. Oktober 2017 um 09:34 Uhr
Happy End

Vom Töten, dem Wunsch zu sterben und meist unsichtbaren Flüchtlingen erzählt Michael Haneke in seinem Oeuvre „Happy End” mit lakonisch kühler Raffinesse.
Es ist die Geschichte der Familie Laurent, reiche Bauunternehmer aus dem französischen Calais. Der Film, mehr Farce als Drama, beginnt im Hochformat des Smartphones. Konzentration bitte, Kommentare mitlesen, jene ersten Einstelllungen sind entscheidend: Die 12-jährige Ève (Fantine Harduin) dokumentiert / inszeniert am unendlich fernen Ende eines Flurs ihr Zähneputzen, Pipi vorm Schlafengehen, dann wird der Hamster (Nahaufnahme) als Testversuch mit Mamas Antidepressiva ins Jenseits befördert.

Weiterlesen …

 
Film

„Die Nile Hilton Affäre”. Oder das Herz der Finsternis

Details
Geschrieben von: Annna Grillet - Montag, 02. Oktober 2017 um 09:58 Uhr
Die Nile Hilton Affäre

Kairo, Januar 2011 am Vorabend der Revolution, eine Stadt voller Widersprüche, hier herrschen die Reichen, die Mächtigen. Korruption, Willkür, Gewalt und die Gier nach Geld bestimmen den Alltag, jene Extreme von Luxus und Armut.
„Die Nile Hilton Affäre” inszeniert Tarik Saleh atemberaubend virtuos als melancholisch düsteren Neo-Noir. Weder Moral noch Fernsehapparat funktionieren, Kommissar Noredin (grandios Fares Fares) erträgt es mit scheinbar stoischer Gleichgültigkeit. Nach dem Tod seiner Frau will er nur vergessen, flieht in die Routine der Arbeit, betäubt daheim die Trauer, den Schmerz, mit Alkohol und Tabletten. Lässig, ohne Skrupel kassiert der eher wortkarge Polizeibeamte Schmiergelder, gibt sich tough, kalt, unnahbar. Nie hat er die Machtstrukturen seines Landes hinterfragt, doch dann geschieht ein Mord, der alles verändert.

Weiterlesen …

 
Film

„Tom of Finland” – Revolutionär schwuler Ästhetik

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Donnerstag, 21. September 2017 um 09:41 Uhr
Tom of Finland

Er inspirierte Künstler wie Andy Warhol, Robert Mapplethorpe und die Village People, seine markanten erotischen Zeichnungen veränderten radikal das Selbstverständnis homosexueller Männer: Tom of Finland, mit bürgerlichem Namen Touko Laaksonen.
Er starb 1991. Sein wechselhaftes Leben und den Aufstieg zur legendären Kultfigur schildert Regisseur Dome Karukoski in dem berührenden Film-Porträt „Tom of Finland”. Es ist die Geschichte hinter den Bildern, sie verrät aus welchen Albträumen, Geheimnissen und Fantasien jene muskulösen aufreizenden Biker, Polizisten oder Holzfäller entstanden und welche subversive Message ihr überdimensionaler Phallus signalisiert.

Weiterlesen …

 
Film

„Logan Lucky”. Das Aus für glamouröse Gentleman-Gangster

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Montag, 11. September 2017 um 09:32 Uhr
Logan Lucky

Wundervoll skurriles Heist-Movie, der herbe Südstaaten-Charme begeistert Kritiker wie Publikum.
Mit „Logan Lucky” stellt US-Regisseur Steven Soderbergh seine „Ocean’s”-Trilogie auf den Kopf: Autorennen statt Casino, Prekariat statt High Society. Der neue Held heißt Jimmy Logan (Channing Tatum), hinkt und wurde gerade gefeuert, angeblich erhöhtes Haftungsrisiko wegen einer alten Sportverletzung. Die fristlose Kündigung ist für den eigenwilligen Bulldozer-Fahrer eine Katastrophe. Jobs sind in rar in West Virginia, einem der ärmsten Bundesstaaten Amerikas. Schon jetzt fehlt ihm das Geld, seine Handyrechnungen zu bezahlen. Abgesehen davon hasst der geschiedene Ex-Football-Spieler es, kontrolliert zu werden genau wie Oscar-Preisträger Soderbergh, der beharrte auf absoluter kreativer Freiheit und rebelliert mit seiner unabhängig produzierten Hillbilly-Komödie erfolgreich gegen die Allmacht Hollywoods.

Weiterlesen …

 
Film

„Mr. Long”. Oder die wundersame Verwandlung eines Auftragskillers

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Montag, 04. September 2017 um 09:22 Uhr
Mr Long

Melancholisches Gangsterdrama zwischen Poesie und Splatter, Utopie und knallhartem Realismus.
Mit artistischer Bravour zieht Mr. Long (Chang Chen) seinen Opfern die geschliffene Klinge durch die Kehle. Er ist ein Meister seines Fachs, furchtlos, kühn, elegant und schweigsam. Nicht die Lust am Töten treibt ihn an, sondern das Pflichtgefühl. SABU nennt sich der japanische Regisseur und Schauspieler Hiroyuki Tanaka, seit er auf der Leinwand einen Yakuza dieses Namens verkörperte. Seinen neuen Film inszeniert er ästhetisch virtuos als chaplineske Fabel, brutal, komisch, traurig, rührend und auf seltsame Weise ungeheuer tröstlich. SABUs Außenseiter-Ballade ist ein verstörendes wie betörendes Labyrinth, sich darin zu verlieren ein Genuss, nur der unbarmherzige Stilwillen des Künstlers hält den wilden Genre-Mix zusammen.

Weiterlesen …

 
Film

„Dalida”. Oder die Angst vor der Dunkelheit

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Mittwoch, 16. August 2017 um 09:12 Uhr
Dalida

Wie viel Tragik verkraftet ein Film in Zeiten von „Wonder Woman” oder „Atomic Blonde”? Tough ist angesagt, und viele Kritiker reagierten eher störrisch auf das melancholische berührende Porträt eines Megastars, dessen Traum von bürgerlicher Idylle sich nie erfüllen sollte.
Dalida beging am 3. Mai 1987 Selbstmord, 54 Jahre war sie alt und eine der berühmtesten Chansonsängerinnen Frankreichs. Über 2.000 Lieder in 15 Sprachen hat sie aufgenommen, produzierte einen Hit nach dem anderen: „Ciao, ciao bambina", „J’attendrai”, „Besame mucho", „Gigi l'amoroso" oder das Duett mit Alain Delon: „Paroles, paroles”.

Weiterlesen …

 
Film

„Final Portrait”. Die Selbstzweifel des Alberto Giacometti

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Donnerstag, 03. August 2017 um 09:41 Uhr
Final Portrait Alberto Giacometti

Hinreißend wie Regisseur Stanley Tucci Kreativität als permanenten Ausnahmezustand inszeniert.
Paris 1964. Zwei Stunden nur, vielleicht drei, allerhöchstens ein Nachmittag, länger werde es auf keinen Fall dauern, ihn zu porträtieren, versichert Alberto Giacometti (Geoffrey Rush) seinem amerikanischen Freund James Lord (Armie Hammer). Der Schriftsteller fühlt sich geschmeichelt, sein Rückflug nach New York geht schon übermorgen, er ahnt nicht, auf welches Abenteuer er sich einlässt. Der damals 63jährige Schweizer Bildhauer, Maler und Grafiker war zu jener Zeit bereits eine Legende, die Werke erzielten Rekordpreise. Doch grade der eigene Erfolg macht den Künstler noch misstrauischer gegenüber der Qualität seiner Arbeit. Nach wenigen Pinselstrichen schreit er die Leinwand an, flucht, bricht abrupt ab und verschiebt alles auf den nächsten Tag.

Weiterlesen …

 
Film

„Paradies”. Oder die Unmöglichkeit der Liebe in Zeiten des Terrors

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Donnerstag, 27. Juli 2017 um 09:45 Uhr
Paradies

Als obszön hätte es Andrei Konchalovsky empfunden, seinen Film „Paradies” in Farbe zu drehen. Der 79-jährige russische Regisseur entdeckt für uns radikale neue Wege der Annäherung an eine Vergangenheit, die unfassbar scheint.
Das ästhetisch virtuose, schwermütige Drama vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs entwickelt sich zur zeitlosen Parabel über das menschliche Versagen und jene unstillbare Sehnsucht nach Erlösung. Die Protagonisten: Ein Franzose, eine Russin, ein Deutscher, alle drei Darsteller spielen in ihrer jeweiligen Muttersprache. Schon das ist spektakulär, dieser Mix aus dokumentarischer Authentizität und ungewohntem metaphysischem Selbstverständnis. Es wird ein Abschied von der herkömmlichen Feindfigur. Ob Widerstandskämpferin, Nazi-Kollaborateur oder SS-Offizier, jede Person offenbart große innere Stärke, erliegt aber ihren Schwächen und fanatischen Überzeugungen.

Weiterlesen …

 
Film

„The Party”. Apokalypse statt Canapés

Details
Geschrieben von: Anna Grillet - Donnerstag, 20. Juli 2017 um 09:57 Uhr
The Party

Sally Potter besitzt ein untrügliches Gespür für die Absurdität menschlichen Leidens. Sie präsentiert „The Party” als hintergründige Farce über den Verlust von Wahrheit in der Politik wie in der Liebe. Skrupellos und künstlerisch brillant seziert die britische Regisseurin eine linksliberale Elite mit Upperclass Gehabe, erlaubt sich selbst weder Schlupfloch noch Alibi, niemand kommt hier ungeschoren davon.
Das klassische Format des Kammerspiels eignet sich perfekt zum ästhetisch virtuosen Untergang von Ideologien, gedreht in Schwarzweiß und Echtzeit. „Ginger & Rosa”, ihre Sechzigerjahre-Rebellinnen mögen sich später verdingt haben an das Establishment, die experimentelle Filmemacherin bleibt eine Provokateurin par excellence. Bösartiger und hinreißender können Dialoge kaum sein.

Weiterlesen …

 
  • Start
  • Zurück
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • Weiter
  • Ende
  • Home >
  • Blog >
  • Film >
  • „Mr. Long”. Oder die wundersame Verwandlu...

Mehr auf KulturPort.De

Lisz Hirn: „Gehorchen. Über das Wesen der Autorität

Lisz Hirn: „Gehorchen. Über das Wesen der Autorität"

Angesichts des Erfolges rechtspopulistischer Bewegungen und Führungsfiguren wirkt das neue Buch der österreichischen Philosophin, Publizistin und Künstlerin Lisz...

„I.Lettres“: Sechzig Briefe – sechzig Geschichten

„I.Lettres“: Sechzig Briefe – sechzig Geschichten

Was für ein außergewöhnliches Buch ist „I. Lettres“? Hier sind sechzig authentische Briefe aus den Jahren 1716–1899 versammelt. Herausgeber Michal Neruda hat sie...

„Elevation“ – ein Instrument erhebt Anspruch

„Elevation“ – ein Instrument erhebt Anspruch

Im September 2026 erscheint das neue Album des Mundharmonika-Virtuosen Konstantin Reinfeld und des Pianisten und Komponisten Benyamin Nuss beim Label Berlin...

Gustav Mahler und Hegel. Ein Nachtrag

Gustav Mahler und Hegel. Ein Nachtrag

Gesetzt den Fall, Gustav Mahlers Sicht auf und sein Verständnis der Weltbegebenheiten hatte, und dafür spricht Vieles, in etwa folgende Gestalt: Der Weltzustand...

„Grünes Geheimnis“. Das neue Lübecker Kolumbarium

„Grünes Geheimnis“. Das neue Lübecker Kolumbarium

Kolumbarium meint eine Urnenwand. Meist befinden sich solche Wände in Gebäuden, etwa unterhalb einer Kirche oder auf einem Friedhof. In Südeuropa sind Urnenwände...

Achim Seifert Project: Woven Strings

Achim Seifert Project: Woven Strings

Der Wahl-Hamburger Achim Seifert grundiert als Sideman bei Trilok Gurtu oder dem norwegischen Trompeter Mathias Eick variabel die Grooves oder sorgt bei Udo...

WEITERE AKTUELLE MAGAZIN ARTIKEL
  • „Felix Krull“. Kurzweilig, anregend und überzeugendFreitag, 18 September 2026 08:00
  • 10 Jahre Elbphilharmonie. Der Beginn einer JubiläumssaisonDonnerstag, 17 September 2026 08:00
  • Min Yoon: A Pronoun of B Mittwoch, 16 September 2026 08:00
  • Saisonstart des Philharmonischen Orchesters Lübeck: Schade, Vladar und die „Unvollendete“ von SchubertDienstag, 15 September 2026 08:00
  • Matti Bye. Im BewusstseinsstromMontag, 14 September 2026 08:00
  • Kerstin Campbell: In den Wolken schwimmenFreitag, 11 September 2026 08:00
  • Dem Marsch den Marsch geblasenDonnerstag, 10 September 2026 08:00
  • Survival Kit 17: Kunst als heilende WundertüteMittwoch, 09 September 2026 08:00
  • Red Orkestra: Letters From Afar Dienstag, 08 September 2026 08:00
  • Simply the Best. Die Tina Turner-ShowMontag, 07 September 2026 08:00
  • Francesco Piemontesi: Brahms – die nächste RundeSamstag, 05 September 2026 08:00
  • Kerstin Preiwuß: „Wir alle“Freitag, 04 September 2026 08:00
  • Eva Besnyö: The Liberated CameraDonnerstag, 03 September 2026 08:00
  • Martín Iaies: PEOPLE. PLACES. Mittwoch, 02 September 2026 08:00
  • Marek Torčík: Was die Zeit nicht nimmtDienstag, 01 September 2026 08:00
  • Eleganz und Dramatik ohne Show-Attitüde. André Cluytens und LuzernMontag, 31 August 2026 08:00
  • 2. Internationale Konferenz über Transkulturelle Studien in Riga: „Geben“ und „Nehmen“Freitag, 28 August 2026 08:00
  • Hanka Meves: Der Künstlerinnen-KlubDonnerstag, 27 August 2026 08:00
  • Nikhil Krishnan: Rebellen des Geistes. Oxford, die Philosophie und eine Revolution des DenkensMittwoch, 26 August 2026 08:00

Home     Blog     Kolumne     Reisen     NewsPort     Live

Copyright © 2026 KulturPort.De — Follow Arts Magazin Ι Wicked Newmedia Ι *Datenschutz Ι Impressum