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Ein neuer Konzertsaal im lettischen Ventspils – ein Erlebnisbericht Foto Ivbulis

Ein Ort für Musik, Kunst und Bildung
Auch wenn der Name des Konzerthauses mit integrierter Musikschule und Musikbibliothek lakonisch Koncertzāle „Latvija“ (dt. Konzertsaal „Lettland“) heißt, verbirgt sich dahinter ein spannendes, umfangreiches und internationales Bauprojekt des Architekturbüros „haas cook zemmrich – Studio2050“ aus Stuttgart in Zusammenarbeit mit anderen lettischen und deutschen Firmen, u.a. dem Architekturbüro Studio MSV aus Riga.

 
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Muralismo Die Wandkunst Argentiniens

Volkstümliche Kunst? Was soll das denn sein? Kunst, die in der Tradition eines Landes wurzelt und alte oder sogar älteste Motive aufnimmt, ohne peinlich zu werden? Eine nationale Kunst, die sich von der Kunst anderer Länder unterscheidet, weil die Arbeiten verschiedener Künstler einen ähnlichen Stil aufweisen? Geht das heute überhaupt noch?
Auch in Argentinien gibt es so etwas wie wilhelminische Denkmäler, die an den Freiheitskampf Anfang des 19. Jahrhunderts und an Generäle erinnern, deren Namen sonst noch auf Straßenschildern auftauchen. Es sind Brunnen oder feierliche Bronzestatuen, wie sie auch in Deutschland herumstehen; und wie in Deutschland gehören sie irgendwie dazu, ohne dass man sich großartig um sie kümmert. Sie sind nichts, das den Leuten wirklich nahegeht.

 
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Yellow Pumpkin Foto marcard pro arte

Seit dem Frühjahr steht die Region Setouchi im Südwesten Japans ganz im Zeichen der Kunst Triennale 2019. In drei Sessions von März bis Oktober verwandeln sich zwei Häfen und zwölf Inseln im Seto Binnenmeer in Freiluftgalerien für großartige Kunstinstallationen.
Museen wie das Benesse House, das Lee Ufan Museum oder das Art House Project zeigen wechselnde Ausstellungen. Die Herbstsession von 28. September bis 4. November bietet Kunstfans noch einmal die Chance zum Inselhopping zu aufregenden Kunstwerken in bezaubernden Landschaften mit Meerblick.

 
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Vilnius Die italienische Seele Nordeuropas

Kürzlich erst haben am 23. August die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen an den 30. Jahrestag des „Baltischen Wegs“ erinnert. 1989 – gut zwei Monate bevor in der Nacht von Donnerstag, dem 9. November, auf Freitag, den 10. November 1989, die Berliner Mauer nach über 28 Jahren ihrer Existenz geöffnet wurde – hatten schon rund zwei Millionen Esten, Letten und Litauer eine 600 Kilometer lange Menschenkette von Tallinn (Estland) über Riga (Lettland) bis nach Vilnius (Litauen) als Zeichen ihrer Unabhängigkeitsbestrebung durch die damaligen drei Sowjetrepubliken gebildet. Doch nur wenigen ist wirklich bewusst, wie weit ihre geschichtlichen Wurzeln in die europäische Kultur zurückreichen: Etwa in Vilnius – einer europäischen Hauptstadt, deren Stadtbild von italienisch inspirierter Architektur geprägt ist.

 
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For Forest im Woerthersee Stadion Klagenfurt

In Brasilien und Sibirien brennen die Wälder. Ebenso in Australien, Afrika und Indonesien. Die Website Global Forest Watch Fires hat rund 750.000 Brandherde weltweit ausgemacht. Aktuell, wohlgemerkt!
Seit Anfang des Jahres sind es bereits 16 Millionen! Es wird also nicht mehr lange dauern, bis die Installation „For Forest“, die am 8. September 2019 im Wörthersee Stadion in Klagenfurt/Kärnten eröffnet, kein spektakuläres Kunstprojekt mehr sein wird, sondern trauriger Alltag: Ein Wald als Ausstellungsstück. Bitte nicht berühren, nur ansehen – und einmal tief Luft holen.

 
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Vilnius Loftas

In den letzten Jahren haben viele osteuropäische Städte Projekte gestartet, um ehemalige Industriegebäude und bislang ungenutzte Flächen in Zentren städtischer Kultur und des Nachtlebens zu verwandeln. Indem die Stadt Vilnius Kultur und Nachtleben in Industriegebäuden aus Sowjetzeiten fördert, folgt sie dem Beispiel anderer Städte mit einer ähnlichen Vergangenheit, wie z.B. Berlin, Budapest und Warschau.
Nach einem Besuch in Vilnius lobt Lutz Leichsenring, Sprecher der Clubcommission Berlin und Gründer der globalen Nachtlebensinitiative VibeLab, die litauische Hauptstadt für ihre „faszinierende und kreative" Verwandlung ehemaliger Industriegebäude in alternative Zentren der Kultur und des Nachtlebens. Und der Nachtbürgermeister der litauischen Hauptstadt fügt hinzu, dass ausländische Besucher „immer beeindruckt" von den umgestalteten Flächen seien, die zum Kulturleben von Vilnius beitragen.

 
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Der oeffentliche Raum und seine Nutzungen Plaetze in San Fernando del Valle de Catamarca, Argentinien

Wie sieht es in anderen Ländern mit dem öffentlichen Raum aus? Bei uns gibt es ihn kaum noch, denn jeder freie Quadratmeter wird dem Auto gewidmet. Können wir von anderen Ländern lernen? Von Argentinien zum Beispiel?
Wenn ich etwas in Deutschland vermisse, dann ist das ein öffentlicher Raum, in dem man einander treffen und sich zwanglos unterhalten kann. In meiner Vorstadt begegnet mir kaum noch jemand, der irgendwohin geht – sie fahren allenfalls an mir vorbei und grüßen durch die Windschutzscheibe –, in der Stadt übertönt der Lärm der Autos jeden Gesprächsversuch, und wenn sich irgendwo ein freier Raum auftut, dann wird aus ihm ein Parkplatz gemacht. Sieht es in anderen Ländern besser aus? Vielleicht im argentinischen Catamarca?

 
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www.govilnius.lt

Das vielfältige historische und architektonische Erbe, die lokale Küche, Aktivitäten im Freien und eine aufstrebende Kulturszene sind die Hauptgründe für die wachsende Zahl deutscher Touristen in der litauischen Hauptstadt.

Deutsche Touristen fühlen sich zunehmend von Vilnius angezogen. Laut letztjähriger Statistik ist die Zahl der deutschen Touristen in Vilnius gegenüber dem Vorjahr um fast 40 Prozent auf 100.000 gestiegen. Laut Go Vilnius, dem offiziellen Tourismusverband, spielen viele Gründe für diese beträchtliche Zunahme der Besucherzahlen eine Rolle: die regionale Küche, die vielschichtige Geschichte und Architektur der Stadt, eine wachsende Anzahl kultureller Ereignisse und diverse Möglichkeiten, an zahlreichen Aktivitäten teilzunehmen.

 
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Kaum ist Renzo Pianos neuer Architekturfilm „Architekt des Lichts“ (Regie: Carlos Saura) in den deutschen Kinos angelaufen und die Tragödie der teileingestürzten Autobahnbrücke des Ponte Morandi – deren Bilder im August 2018 um die Welt gingen – wenn noch längst nicht verarbeitet, so doch zunächst mühsam überlebt, da gibt sich die norditalienische Stadt Genua alle Mühe, um mit unerwarteten kulturellen Glanzlichtern von sich reden zu machen und andersartige Akzente zu setzen: Die „Rolli Days“ locken vom 3. bis 5. Mai 2019 drei Tage lang Besucherströme in die geschichtsträchtige ehemalige Seerepublik – die „superbe“ oder durchlauchtigste „Repubblica di Genova“ – an die ligurische Riviera.

 
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Das Chimei ein Museum für eine einmalige Privatsammlung in Taiwan

Ein Reisebericht über ein ungewöhnliches Museum in Taiwan.

Es ist eine Geschichte, die filmreif wäre, nach der Devise: vom „Tellerwäscher zum Milliardär“.

Im Pazifik tobt der Krieg, Taiwan (damals: Formosa) ist japanische Kolonie seit 1895 und unter vollständiger Kontrolle. In diesen Kriegszeiten wuchs Wen-Long Shi in einer armen Familie mit zehn Geschwistern in Tainan auf. Der Vater ist fast zwei Jahrzehnte lang arbeitslos und kann die Familie nur schwer durchbringen. Der kleine Junge vertreibt sich die Zeit in einem nahegelegenen kleinen Museum – der Eintritt ist frei.
Damals sagte er sich: ein Museum möchte er auch einmal haben. Und Shi arbeite an seinem Traum...

 

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