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Rache ist keine Gerechtigkeit

C.A.R.: Bäckerei 2000

„How to Feel Real. Art, Technology and Us“. Das ZKM Karlsruhe im MO Museum Vilnius

Justin Caguiat: „Change Ringing“

Venske & Spänle: „Helotrophe“

Jaroslav Rudiš: „Wo die Toten sprechen“

Stonehenge. Uralte Geheimnisse, neue Entdeckungen

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Kolumne – Meinung und Widerspruch

Meinung

Wie human sind die Humanities?

Details
Geschrieben von: Dagmar Reichardt - Samstag, 18. August 2012 um 09:42 Uhr
Wie human sind die Humanities? Erasmus von Rotterdam

Ein Gespenst geht um an Europas Universitäten – leider kein „Geist“. Denn die „Geisteswissenschaften“, Neudeutsch „Humanities“, erfahren auf dem Alten Kontinent derzeit einen institutionellen und intellektuellen Kahlschlag, der sich mit einer chinesischen Kulturrevolution messen lassen könnte.
Nur ohne Ideologie bzw. inhaltliche Vision. Es sei denn, politischer Sparkurs, schnelle Bedürfnisbefriedigung im Angebot-Nachfrage-Modus, hedonistischer Opportunismus und neoliberale Marktanbindung würden in einem posthumanitären Zeitalter als solche gelten.

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Meinung

KlassikKompass: Musikalisches Sommerfestival (Teil 3)

Details
Geschrieben von: Herby Neubacher - Samstag, 04. August 2012 um 08:21 Uhr
KlassikKompass: Musikalisches Sommerfestival (Teil 3) Tage Alter Musik Regensburg

Bachfest Leipzig und Tage Alter Musik Regensburg.

Motetten und die Gliedmaßen des HERRN: Das Bachfest Leipzig.
Das Bachfest Leipzig fand in der Stadt Leipzig zum ersten Mal im Jahre 1908 statt. Bereits 1904 hatte es das zweite deutsche Bachfest der Neuen Bachgesellschaft in der Messestadt gegeben. Das Bachfest fand in der Folgezeit in unregelmäßigen Abständen, zum Teil als Bachwochen oder Bach-Tage bezeichnet, statt.
Seit dem Jahre 1999 wird das Festival jedes Jahr vom Bach-Archiv im Auftrag der Stadt Leipzig organisiert, jedes Mal unter einem anderen Motto.

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Meinung

KlassikKompass: Musikalisches Sommerfestival (Teil 2)

Details
Geschrieben von: Herby Neubacher - Freitag, 03. August 2012 um 09:22 Uhr
KlassikKompass: Musikalisches Sommerfestival (Teil 2) - Georg Friedrich Händel

Händelfestspiele - eine bestrickende Zauberin Damals wie Heute.
Für Georg Friedrich Händel (1685-1759) gibt es viele internationale Festspiele die sich mit seiner Musik beschäftigen. Die beiden größten im deutschsprachigen Raum sind einmal die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, das weltweit älteste Festival für Alte Musik und die Händelfestspiele in Halle, Saale.
Die Händel-Festspiele Göttingen finden seit 1920 jährlich statt, dauern zwölf Tage und hatten 2010 rund 22.000 Gäste. Die Werke Georg Friedrich Händels waren in Vergessenheit geraten, als die Inszenierung seiner Oper Rodelinda am 26. Juni 1920 in Göttingen nicht nur der Beginn der Festspiele war, sondern viele Aufführungen seiner Werke in ganz Deutschland auslöste.

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Meinung

KlassikKompass: Musikalisches Sommerfestival (Teil 1)

Details
Geschrieben von: Herby Neubacher - Donnerstag, 02. August 2012 um 13:12 Uhr
Musikalisches Sommerfestival (Teil 1) - Familie Mozart

Mit dieser weiteren Ausgabe von „KlassikKompass“ führt Kultur-Port.De eine Kolumne weiter, die sich mit empfehlenswerten CDs und DVDs aus dem Bereich Klassik beschäftigten soll.
Ich habe jede der in ihr empfohlenen Aufnahmen selber gehört und die Textbeilagen gelesen und nehme davon Abstand, allgemeine Neuheiten anzukündigen, die ich nicht kenne. Ich denke es ist für jeden Leser möglich, Websites der Schallplattenindustrie nach Novitäten zu durchsuchen – ich möchte lieber meine persönliche Auswahl von Highlights auf CD und DVD vorstellen. Soviel vorweg zum Prinzip.

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Meinung

Meine 12. Lange Nacht der Museen in Hamburg

Details
Geschrieben von: Claus Friede - Montag, 30. April 2012 um 12:57 Uhr
12. Lange Nacht der Museen in Hamburg

Es war im Jahr 2004 als die damalige Kultursenatorin den Wunsch äußerte, mit einem Sonderbus und Gästen ihrer Wahl, durch die Lange Nacht der Museen zu reisen.
Die Senatorinnen haben inzwischen mehrmals gewechselt, die Tradition der Sonderfahrt nicht. Zum ersten Mal bin ich eingeladen, an dieser Fahrt teilzunehmen. Neben der Zweiten Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft und Forschung, Dorothee Stapelfeldt sind Sponsoren, Förderer und Journalisten mit an Bord sowie einige Mitarbeiter der Kulturbehörde.
Bei herrlichem Sonnenwetter treffen wir uns auf dem Deichtorplatz. Vor der nördlichen Deichtorhalle steht eine lange Menschenschlange. Alle wollen das gerade eröffnete Kunstwerk des britischen Künstlers Anthony Gormley sehen und "Horizon Field Hamburg" betreten.

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Meinung

KlassikKompass: Russen statt Ratten

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Geschrieben von: Herby Neubacher - Mittwoch, 18. April 2012 um 09:57 Uhr
Richard Wagner - Lohengrin cd

Es gibt einen hochspannenden Lohengrin für die Ohren. Der kommt von den „neuen“ Wagner-Russen wie dem Dirigenten Seymon Bychkov aus St. Petersburg – von 1997 bis 2010 war er Leiter des WDR Sinfonie-Orchesters in Köln.
Sozusagen zum Abschied seiner Tätigkeit dort und im Anschluss an drei Live Konzerte, spielte er Wagners Lohengrin als CD neu ein.

Russland hat eine unterbrochene große Wagner-Tradition aus dem 19. Jahrhundert die künstlerisch heute wieder spannend aufflammt. Das lässt sich an nindestens zwei Gegebenheiten festmachen:
- Seymon Bychkov nimmt Wagner dramaturgisch ernst und geht zurück an dessen Quelle.
- Bei dieser Neueinspielung ist der Lohengrin als persönliches und psychologisches hochmodernes Drama wörtlich genommen.

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Meinung

Der KlassikKompass: Ritter der Ratten – Ein gründliches Missverständnis

Details
Geschrieben von: Herby Neubacher - Montag, 16. April 2012 um 18:01 Uhr
KlassikKompass: Der Ritter der Ratten - ein gründliches Missverständnis

Ein Rück- und ein Ausblick – Umstrittener Neuenfels-Lohengrin auch 2012 wieder in Bayreuth.
Die Menschen sind eigentlich Laborratten und nur wenn sie sich befreien, dann haben sie die Chance, wirkliche Menschen zu werden. Nach diesem simpel gestrickten Dramaturgie-Konzept verursacht Hans Neuenfels in seiner Lohengrin-Inszenierung von 2011 einen mittleren Wagner-Skandal der eigentlich gar keiner ist. Denn Hans Neuenfels – der diese viel diskutierte Neuinszenierung der Oper vom Schwanenritter ablieferte und die in diesem Jahr Wiederaufnahme in Bayreuth findet, hat das Epos leider, aber gründlich missverstanden. Der Ritter der Ratten ist nichts weiter als eine dummhafte Verballhornung die künstlerisch nicht einmal sticht, wie der Rückblick auf die Inszenierung zeigt.

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Meinung

Burghausen - you jazz me

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Geschrieben von: Claus Friede - Dienstag, 27. März 2012 um 08:41 Uhr
Burghausen

Auf Einladung bin ich nach Burghausen gefahren. Die größte Stadt im oberbayerischen Landkreis Altötting zählt etwas mehr als 18.000 Einwohner und ist jeden Kilometer Reise wert.
Burghausen ist in der glücklichen Lage nicht nur eine der reichsten Gemeinden Bayerns zu sein, denn es gibt viel Industrie, sie kann auch mit dem Guinness-Bucheintrag „längste Burg Europas“ aufwarten und touristisch nutzen. Über einen Kilometer erstreckt sich auf einem Höhenzug das Bauwerk aus Burgen, Höfen, Kirchen und Kapellen, Zwischentoren, Zeughaus, Waffen- und Pulverturm.
Die Hauptburg ist gerade gesperrt: Dreharbeiten zu „Der Baron von Münchhausen“ mit Jan Josef Liefers, Katja Riemann und Jessica Schwarz.

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Meinung

Eine verpasste Chance: Kein Neubau des Munch Museums in Oslo

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Samstag, 25. Februar 2012 um 16:18 Uhr
Munch Museum Oslo

„Ohne Worte“ titelte jüngst das Hamburger Abendblatt mit Verweis auf die peinlichen Presse-Interventionen des Bundespräsidenten.
„Ohne Worte“ – das kam mir auch in den Sinn, als ich die Nachricht vom Stopp des geplanten Munch-Museums in Oslo las. Nicht wegen der mehr als 11 Millionen Euro, die das Projekt bereits schluckte. Oslo boomt wie keine zweite Stadt in Europa, insbesondere kulturell. Mit einem Sparstrumpf von 1.500 Milliarden Euro ist das auch keine große Kunst. Da erscheinen die 11 Millionen wie Peanuts, sogar die 500 Millionen Euro, die für den Siegerentwurf von Juan Herreros veranschlagt waren.

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Meinung

Trennung auf Wunsch - Jürgen Fitschen verließ Schloss Gottorf

Details
Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Donnerstag, 19. Januar 2012 um 15:55 Uhr
Trennung auf Wunsch - Jürgen Fitschen verlässt Schloss Gottorf

Die Pressemeldung war mehr als dürftig: „Die Wege von Dr. Jürgen Fitschen und dem Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte haben sich getrennt“, ließ Peter Harry Carstensen, Schleswig-Holsteins Ministerpräsident und Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf am 23. November 2011 mitteilen – mit dem Zusatz, dass dies „auf Wunsch von Dr. Fitschen“ geschah.

Seitdem scheinen die Mauern auf der Schleswiger Museumsinsel noch dicker geworden zu sein, als sie ohnehin schon waren. Kein Kommentar, nirgendwo. Im Auflösungsvertrag wurde offenbar Stillschweigen vereinbart und das wiederrum legt nahe, dass Fitschens „fluchtartiger Abgang“ nach knapp zwei (von vertraglich auf fünf befristeten) Jahren doch nicht ganz so freiwillig war, wie allseits beteuert. Dafür spricht zum Beispiel, dass es seitens Fitschens keinerlei Vorwarnung gab.

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Meinung

Die Hamburger Clubstiftung – die Selbsthilfe der etwas anderen Art

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Geschrieben von: Heiko Langanke - Donnerstag, 10. November 2011 um 12:39 Uhr
Die Hamburger Clubstiftung – die Selbsthilfe der etwas anderen Art

Live-Musik-Clubs – jeder kennt sie, hat sie besucht und gar einen Teil seiner Jugend in ihnen verbracht, sich die Nacht und die Musik um die Ohren geschlagen und später manch Legende um sie gesponnen.
Musik in Clubs, egal ob Metal, Punk, Rock, Reggae, Jazz oder Folk, sind heute Teil einer jeden Sozialisation und Hörkultur zugleich. Sie mögen klein, schmuddelig, stickig, zu laut und vielleicht auch zu eng sein, aber genau das ist auch zugleich das Pendant zur großen, platznehmenden Hochkultur. In Clubs tobt sich im wahrsten Sinne des Wortes der Nachwuchs aus, experimentiert, setzt den Trend von Morgen und befriedigt ein Lebensgefühl, das sich aus Rock´n´Roll, Neugierde, Toleranz und Spontaneität speist. Unter anderen hat Autor Christoph Twickel diesen Spirit in seinem Buch „Läden, Schuppen und Kaschemmen“ eindrucksvoll dokumentiert.

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Meinung

Theater und Kunst im Shopping-Alltag

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Geschrieben von: Carolin Peiseler - Sonntag, 06. November 2011 um 23:15 Uhr
Theater und Kunst im Shopping-Alltag _ HSH-Bank Shopping Passage

Wir befinden uns Ende 2011 nach Zeitrechnung. Ganz Hamburg scheint am verkaufsoffenen Sonntag nur der Wunsch nach Shopping zu bewegen. Ganz Hamburg? Nein!
Ein von unbeugsamen Kulturschaffenden bevölkerter Info-Stand in der HSH Nordbank Shopping Passage hört nicht auf, für Theater und Kunst zu werben und versucht wacker, aus den Konsumenten von heute die Kulturinteressierten von morgen zu machen. Alexandra Ucke und Audrey Rina Sachse stehen seit 13.00 Uhr im Erdgeschoss der Einkaufspassage an ihrem Tischchen mit Prospekten der Hamburger Kammerspiele. Zur „Halbzeit“, so gegen 15.30 Uhr, haben sie ihrer Schätzung nach etwa 50 Personen in ein Gespräch verwickeln können. Immerhin! Auf Nachfrage zu den Stücken, die derzeit auf dem Spielplan stehen (z.B. „Das kunstseidene Mädchen“ bis 22. November 2011 und „Ein bisschen Ruhe vor dem Sturm“ bis 24. Januar 2012) kommt auf den Punkt die Kurzfassung der Story gefolgt von dem Flyer mit den weiteren Informationen. Das macht neugierig auf mehr!

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Meinung

Inkompetenz, Mutlosigkeit, Kungeleien

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Geschrieben von: Isabelle Hofmann - Dienstag, 18. Oktober 2011 um 10:03 Uhr
Inkompetenz, Mutlosigkeit, Kungeleien - Stiftung Historische Museen Hamburg

Was sich in und um die Stiftung Historische Museen Hamburg derzeit abspielt, ist so grotesk, dass man es kaum glauben mag.
Der Reihe nach: Im November 2010 erhielt Stiftungs-Vorstand Kirsten Baumann von der Kulturbehörde den Auftrag, ein Konzept zur Weiterentwicklung des Museumsverbundes (Altonaer Museum, Museum für hamburgische Geschichte, Museum der Arbeit, Helms-Museum Harburg) auszuarbeiten. Am 20. September 2011 wurde es im Kulturausschuss der Bürgerschaft mit Vertretern aller Parteien diskutiert und von Kultursenatorin Barbara Kisseler ausdrücklich gelobt und bekräftigt.

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Meinung

Meine 11. Lange Nacht der Museen in Hamburg

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Geschrieben von: Claus Friede - Sonntag, 17. April 2011 um 23:00 Uhr
Meine 11. Lange Nacht der Museen in Hamburg

Viel habe ich mir vorgenommen – wie immer zu viel. Und schließlich komme ich aus einem ein Quadratkilometer großen Umfeld gar nicht hinaus.
Meine Stationen, sechs an der Zahl, sind kurzweilig, spannend, faszinierend und die Lange Nacht verfliegt auf wundersame und wunderbare Weise.
Es ist sonnig, der Samstagabend angenehm mild und die Innenstadt ist voller Menschen. Zwischen Fußballfans aus Hamburg (dunkelblau) und Hannover (grün/rot) immer wieder ein Pulk von Menschen mit kleinen Heften (hellblau) in den Händen. Magisch angezogen scheinen die Kulturlemminge gen Deichtorhallen zuzustreben. Ich bewege mich in Gegenrichtung und komme mir vor wie ein Gegen-den-Strom-Marschierer.

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