Kultur Blog
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- Geschrieben von: Dirk C. Fleck -

Rajani Bala wohnte bei Maeva im Gästehaus. Maeva war überrascht, wie problemlos die ältere Freundin auf ihr tätowiertes Gesicht reagierte. Rajani schob die irritierende Fassade wie einen Vorhang beiseite und schaute direkt in ihre Seele. Das war noch niemandem so gut gelungen. Rauura vielleicht, dem solche Zeichnungen nicht die Sicht versperren konnten.
Die Frauen plauderten und lachten bis spät in die Nacht. Am nächsten Morgen, beim Frühstück auf der Terrasse, äußerte Rajani die Bitte, das Elternhaus sehen zu dürfen, in dem die „regierenden Geschwister”, wie sie Maeva und Omai nannte, aufgewachsen waren. „Außerdem, sagte sie, „hätte ich gerne deinen Lieblingsplatz auf der Insel kennengelernt. Jeder Mensch hat doch einen Lieblingsplatz…”
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- Geschrieben von: Thomas Janssen -

Eine verträumt dasitzende junge Frau, deren Begleiter dabei ist, aufzustehen. Ein anderes Paar, dass sich zum gehen wendet – sie schaut zurück. Weitere Paare, die ein Boot besteigen. Das Boot, das sie nach Cythère bringen soll, dem antiken Kythera. „Auf seinem Bild“, schreibt der Soziologe Norbert Elias in seiner Monographie über Antoine Watteaus Gemälde „L'embarquement pour l'isle de Cythère“, „sieht man den Zug der Liebespaare, der sich gerade zu ordnen beginnt auf dem Weg zum Wasser hinunter.“ Zur „Pilgerfahrt zur Insel der Liebe“, so der Titel von Elias' Text über das Gemälde, von dessen drei Fassungen eine im Schloss Charlottenburg hängt.
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- Geschrieben von: Mirjam Kappes -

Das diesjährige Hamburger „CineFest“ betrachtet das Hotel als filmischen Erzählraum: An so einem Transit-Ort, wo verschiedenste Menschen temporär zusammentreffen, ist längst nicht immer alles, wie es scheint. Gezeigt werden Filme aus den Anfängen des Kinos bis hin zur Gegenwart.
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- Geschrieben von: Dirk C. Fleck -

Eric Becher las das Schreiben des tahitianischen Präsidenten Omai aufmerksam durch. Er rief bei seinem Freund und Kollegen Max Malin in Berlin an, um ihn zu fragen, ob er ebenfalls Post aus Polynesien erhalten habe. Malin war nicht da, also nahm er den Brief erneut zur Hand:
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Genie oder Tyrann? Offensichtlich beides. Der Film „Steve Jobs” ist wie sein Protagonist: brillant, frappierend, suggestiv. Grandios Michael Fassbender als kühner Visionär, Apple-Ikone aber auch unerträgliches Ekel.
Regisseur Danny Boyle und Drehbuchautor Aaron Sorkin stilisieren den Blick hinter die Kulisse zum aberwitzigen Kunstwerk. Eine Absage an das traditionelle Geschichtenerzählen.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Das Hamburger Messegelände ist derzeit ein Ort, an dem Welten aufeinanderprallen. Noch ist in der Halle A3 Hamburgs größte Kleiderkammer für Flüchtlinge untergebracht. Mitte November mutiert sie dann für drei Tage zum Treffpunkt der Hamburger Kunstschickeria: Zum vierten Mal eröffnet am 19. November 2015 die Affordable Art Fair, eine Kunstmesse, deren Namen Programm ist: Die Preisgrenze liegt bei 7.500 Euro und mit etwas Glück ist auch schon eine Zeichnung für 100 Euro zu erstehen.
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- Geschrieben von: Dirk C. Fleck -

Mike Kühling hatte Cording dazu bewegen können, ihn zu einem Interview mit dem japanischen Dissidenten Akiyama Kobayashi zu begleiten, das dem EMERGENCY-Magazin nach monatelangen Bemühungen endlich gewährt worden war. Aber nur dessen Chefredakteur, darauf hatte der Japaner bestanden. Kobayashi wohnte im Engadin, im Städtchen Maloja, nahe der italienischen Grenze. Ein Interview mit diesem Mann, der als eine der zentralen Gestalten jener Wissenschaftsclique galt, die Japan vor drei Jahren durch einen elektronischen Staatsstreich von der Zivilisation abgekoppelt hatte, wäre, so spekulierte Kühling, die ideale Fingerübung, um Cordings fatale Schreibblockade aufzuheben.
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- Geschrieben von: Christel Busch -

Schafe sind die Stars des isländischen Eröffnungsfilms „Sture Böcke" von Grímur Hákonarson. Dass Hund und Herrchen sich äußerlich angleichen, ist ein bekanntes Phänomen. Aber Schafe und ihre Züchter?
Stark vertreten waren wie jedes Jahr wieder die skandinavischen Länder und Island, Filme des Filmforums und der norddeutschen Sektion. Hinzu kamen Produktionen der baltischen Länder Estland, Lettland und Litauen. Insgesamt standen einhundertachtzig Filme auf dem Programm der 57. Nordischen Filmtage Lübeck: Spielfilme und Dokumentationen, Retrospektiven, Kurzfilme, Kinder- und Jugendfilme. Ein Mammutprogramm. Das Publikum hatte – wie immer – die Qual der Wahl.
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- Geschrieben von: Dirk C. Fleck -

Hintergründe, Bezüge und Wissenswertes zur Arbeitsweise und zu den Informationsquellen des Autors lesen Sie bitte am Ende jeder Folge:
Der Schamane Rauura hatte Tahitis Präsidenten Omai in sein Fare auf den Te Pari bestellt, jener unwegsamen Gebirgslandschaft im äußersten Osten Tahiti Itis, die einer zivilisierten Erschließung bis heute getrotzt hatte. Das Haus lag oberhalb einer verfallenen Tempelanlage der Arioi direkt an der Steilküste über dem Trou du Diable, dem „Teufelsloch”, aus dem sich das gurgelnde Geräusch der Brandung permanent bemerkbar machte.
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- Geschrieben von: Marion Hinz -

Die Nordischen Filmtage Lübeck (NFL), die noch bis zum 8. November andauern und 180 Filme im Programm haben, beschreiten mit der „Crisis Cuisine" im 57. Jahr ihres Bestehens neue Wege. An drei Tagen wird im Altstadtbad Krähenteich zur Mittagszeit zum gemeinsamen Essen aus Krisengebieten eingeladen. Die "Krisenküche" bietet auf täglich wechselnder Speisekarte Suppen aus Rumänien, Afghanistan und Eritrea.