Kultur Blog
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Sein Historienepos „Die Gärtnerin von Versailles” inszeniert Alan Rickmann, als wäre es ein melancholisch philosophisches Märchen ohne Anspruch auf geschichtliche Akkuratesse. Regisseur wie Protagonistin setzen auf die Freiheit in der Kunst, nicht auf mathematische Präzision.
Der Stolz Frankreichs soll es sein mit Gärten von unvergleichlicher, einmaliger Schönheit, der Himmel auf Erden. So und nicht anders stellt sich der Sonnenkönig Louis XIV (Alan Rickman) das Schloss von Versailles vor.
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- Geschrieben von: Claus Friede -

Unter dem mehrsinnigen Titel „Über die Verhältnisse“ lädt zwischen Mai und Juli die Initiative Hamburger Architektur Sommer e.V. gemeinsam mit 120 Museen, Verbänden, Vereinen, Galerien, Architekturbüros, Fotografen, Künstlern und weiteren Institutionen zu mehr als 200 Veranstaltung im gesamten Hamburger Stadtgebiet ein.
Am 4. Mai wird zum achten Mal das Architekturfestival in Hamburg, das alle drei Jahre stattfindet, in der Universität für Baukunst und Metropolenentwicklung, der HafenCity Universität (HCU) eröffnet.
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- Geschrieben von: Hans-Juergen Fink, fotografiert von Michael Zapf -

Vor knapp einem Jahr besuchte KulturPort.De die Großbaustelle der Elbphilharmonie. Inzwischen sind die Baumeister ein gutes Stück weiter gekommen, sogar der Termin für das Eröffnungskonzert wurde schon bekannt gegeben: Der 11. Januar 2017 soll es werden.
Fotograf Michael Zapf ist auf verschlungenen Pfaden durch den Neubau geklettert und hat eingefangen, wie es aktuell dort aussieht – Momentaufnahmen 21 Monate vor dem großen Ereignis.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Seine surreale Roboter-Romanze „Ex_Machina” inszeniert Alex Garland vor atemberaubender Naturkulisse ästhetisch virtuos als minimalistischen Thriller mit großem Anspruch. Ein wahrlich geniales Regiedebüt. Unwiderstehlich: Alicia Vikander.
Der junge schüchterne Programmierer Caleb (Domhnall Gleeson) hat in einem internen Wettbewerb des Konzerns das große Los gezogen. Er darf für sieben Tage seinen öffentlichkeitsscheuen Chef auf dessen Hightech-Anwesen besuchen. Den legendären Milliardär und IT-Guru kriegt angeblich noch nicht mal der Präsident ans Telefon.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Er war ein Gigant. Einzigartig, überragend, stilprägend.
Eine Ausnahmeerscheinung, allein schon durch seine Schaffenskraft von rund 50.000 Artefakten. Ohne Picasso (1881-1973), den genialen Spanier, wäre die Kunst des 20. Jahrhunderts einfach undenkbar. Ihren 25-jährigen Geburtstag feiern die Hamburger Deichtorhallen nun mit einer außerordentlichen Hommage an den Übervater der klassischen Moderne: „Picasso in der Kunst der Gegenwart“.
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- Geschrieben von: Isabelle Hofmann -

Zum ersten Mal zeigt ein Theaterstück die Welt aus der Sicht eines Demenzkranken. Volker Lechtenbrink ist „Der Vater“ und feiert am St. Pauli-Theater Triumphe.
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- Geschrieben von: Frauke Stroh -

Eine stürmische Kreuzfahrt mit Tiefgang. Die Premierenfeier hatte Orkanstärke.
Kaum hebt sich der Vorhang, schon braust der Applaus. Berechtigt, für das, was Kathrin Reimers und das Ohnsorg-Team auf die Bühne gebracht haben. Wir befinden uns auf einem luxuriösen Kreuzfahrtschiff mit Panoramablick über blaues Meer und leuchtende Sonne.
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- Geschrieben von: Christel Busch -

Das Ernst Barlach Museum in Ratzeburg widmet der deutsch-jüdischen Literatin Else Lasker-Schüler eine Ausstellung, die sie gleichermaßen als Wortkünstlerin und Bildkünstlerin, als Malerin und Zeichnerin würdigt.
Fotografien, Zeitdokumente, Gedichte und Texte sowie Illustrationen zeichnen den literarisch-künstlerischen Lebensweg von Else Lasker-Schüler nach. Vor siebzig Jahren im Exil in Jerusalem verstorben, gilt sie heute als bedeutende Vertreterin expressionistischer Literatur und der avantgardistischen Moderne. Ihr bildnerisches Œuvre ist dagegen weitgehend in Vergessenheit geraten. Mit ihrem extravaganten Lebensstil sorgt sie im Berlin der wilhelminischen Kaiserzeit und der Weimarer Republik für Skandale. Wer ist diese Frau, die die traditionelle Frauenrolle der bürgerlichen Gesellschaft ablehnt und sich für freie Liebe, Verhütungsmittel und die Abschaffung des Abtreibungsparagrafen 218 einsetzt?
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- Geschrieben von: Kerstin Schüssler-Bach -

Der neue Black Box-Abend verbindet gallige Texte von Thomas Bernhard mit schrägen Kabarettchansons von Friedrich Cerha und Kurt Schwertsik.
“A schöne Leich“, wie der Wiener sagt. Morbides und Makabres gehen in der Donaumetropole eine ganz besondere Melange ein. Österreichs bestgehasster Dichter Thomas Bernhard spießte diese Wienerische Liaison in boshaft funkelnden Sottisen auf. Zwischen Kunsthistorischem Museum, Kaffeehaus und Musikvereinssaal suchen seine Figuren ihr Refugium vor den Zudringlichkeiten des Lebens – um dann doch auf dem Friedhof am glücklichsten zu sein. Objekte der Bernhard’schen Hassliebe und Ekelbegierde sind die servilen Schlitzohrigkeiten und jovialen Verdrängungsmechanismen, die pompösen Rituale und infernalischen Heiterkeiten.
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- Geschrieben von: Anna Grillet -

Die Bombe, die am Abend des 8. November 1939 im Münchner Bürgerbräukeller explodierte, sollte Adolf Hitler töten und mit ihm die gesamte Führungsriege der Nazis.
In dem packenden Spielfilm „Elser – Er hätte die Welt verändert” erzählt Regisseur Oliver Hirschbiegel von Mördern, Mitläufern und einem gescheiterten Widerstandskämpfer. Der glücklose Held verfügt über Weitblick und Mut, der anderen Deutschen völlig fehlt. Auf Befehl des Führers wird er am 9. April 1945 im KZ Dachau durch einen Genickschuss hingerichtet- 20 Tage vor der Befreiung des Lagers durch die US Armee.
