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Kultur Kolumne

Meinung

Facetten des Verschwundenseins

Details
Geschrieben von: Frank-Peter Hansen - Freitag, 07. Januar 2022 um 08:04 Uhr

Imperfekt, Perfekt, Präsens, Futur I und II. Diese unterschiedlichen Zeitformen impliziert das Wort Verschwundensein. Und sie alle sind mit angedacht und thematisiert in dem 2016 in die Kinos gekommenen Film „Paula – Mein Leben soll ein Fest sein".
Die schweizerische Schauspielerin Carla Juri verkörpert in diesem emotional grandios auslotenden Film die im Alter von 31 Jahren verstorbene expressionistisch-naiv-naturalistische (ich charakterisiere sie auf diese kunsthistorisch etwas aus dem Rahmen fallende Weise) Malerin Paula Modersohn-Becker.

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CDs JazzMe

Divanhana: Zavrzlama

Details
Geschrieben von: Claus Friede - Dienstag, 04. Januar 2022 um 08:12 Uhr

Es sind von Deutschland aus gerade einmal 1.200 km Entfernung: Bosnien-Herzegowina. Dorther kommt das Quintett Divanhana.

In ihrer Heimat spielt die Band schon seit mehr als zehn Jahren vor ausverkauften Häusern. Höchste Zeit, dass das Ensemble auch im deutschsprachigen Raum im Feld der Weltmusik-Fans neue Interessierte findet.

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Meinung

Der unbekannte Schopenhauer. Teil 2

Details
Geschrieben von: Frank-Peter Hansen - Donnerstag, 30. Dezember 2021 um 08:13 Uhr

Gemeinhin wird ein Genie dafür angesehen, dass es sich weit über ein wie auch immer festzulegendes Normalmaß hinausbegeben hat. Genauer: Es ist das zum Grenzübertritt willenlos Getriebene, dem sich zu widersetzen ausgeschlossen ist.

Etwas Monströses und ungebunden Halsbrecherisches, grade so wie eine unkontrolliert hereinbrechende Naturgewalt, scheinen die unverzichtbaren Ingredienzien eines von der Mitwelt mit Ehrfurcht angestaunten Ausnahmemenschen zu sein. So dass dem Genie das dynamische Erhaben-Sein wesentlich zuzurechnen ist.

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CDs JazzMe

Santa Driver: Blue Horizon

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Geschrieben von: Redaktion - Montag, 27. Dezember 2021 um 08:40 Uhr

Santa Diver wurde 2006 vom Jazz-Geiger Luca Kézdy und dem Komponisten und Multiinstrumentalisten David Szesztay gegründet. Das dritte Mitglied des ungarischen Jazz-Trios, der Schlagzeuger David Szegő, kam 2015 hinzu.

Die drei Instrumente und die Persönlichkeit bewahren eine einzigartige und originelle musikalische Dimension, die irgendwo in der Kreuzung von Jazz, Welt und freier Musik liegt.

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Meinung

Der unbekannte Schopenhauer. Teil 1

Details
Geschrieben von: Frank-Peter Hansen - Dienstag, 21. Dezember 2021 um 08:00 Uhr

Schopenhauer und unbekannt?! Das passt, denken der Kenner und der gebildete Laie (generisches masculinum), nicht zusammen. Jedenfalls nicht für dieses und das letzte Jahrhundert. Denn zu Lebzeiten ist es um den Bekanntheitsgrad des pessimistischen Querdenkers nicht wirklich gut bestellt gewesen.

Der Quengler, Miesepeter und Misanthrop lebte über Jahrzehnte hinweg in geistig-intellektueller Isolation. Beherrschte das Unbeherrschtsein – die frustrierte Reaktion eines in seiner Bedeutsamkeit nicht erkannten philosophischen Bahnbrechers – wie kein zweiter seiner Zeitgenossen.

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Follow Book

Louise Glück: „Winterrezepte aus dem Kollektiv“

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Geschrieben von: Marion Hinz - Montag, 20. Dezember 2021 um 08:07 Uhr

Schöne Gedichte vom Segen und Fluch des Alters

Louise Glück hat bisher dreizehn Gedichtbände und zwei Essaysammlungen veröffentlicht. 2020 wurde sie mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Nur wenige ihrer Bücher sind bisher auf Deutsch erschienen, genauer gesagt, sind es zwei, „Wilde Iris“ und „Averno“ (Übersetzung: Ulrike Draesner). Nun ist Louise Glücks jüngstes Buch mit dem Titel „Winterrezepte aus dem Kollektiv“ wie die beiden Vorgängerinnen im Verlag Luchterhand erschienen. Dieser neue Lyrikband ist ein denkwürdiges lyrisches Alterswerk voll sprachlicher Schönheit. Er enthält 15 Gedichte, längere und kürzere. Original und Übersetzung (Uta Gosmann) befinden sich auf gegenüberliegenden Seiten. Das Buch nimmt uns Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit, auf eine Reise ins Innerste und lässt uns tief in die Gedankenwelt der amerikanischen, vielfach preisgekrönten Autorin eintauchen. Eindringen möchte man an dieser Stelle nicht sagen, wohl aber dies: es sind eindringliche Gedichte, die wir aufblättern.

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CDs JazzMe

Art Blakey And The Jazz Messengers: First Flight To Tokyo (The Lost 1961 Recordings)

Details
Geschrieben von: Willy Theobald - Freitag, 17. Dezember 2021 um 07:56 Uhr

Die Rolls fließen traumhaft locker, werden von kraftvollen Kantenschlägen auf der Snare und rhythmischem Beckenzischen zur machtvollen Demonstration eines dynamischen, aber auch sensiblen Schlagwerkers, bei dem jeder Akzent sitzt.

Fünf Minuten lang ergießt sich ein magisches Donnerwetter aus Wirbeln, Fills, Patterns und polyrhythmischen Figuren: Mit dieser Intensität beherrschen nur wenige Drummer ihr Arbeitsgerät.

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Meinung

Einstein liest Nietzsche (Teil 2)

Details
Geschrieben von: Frank-Peter Hansen - Dienstag, 30. November 2021 um 08:36 Uhr

So auch, wenn auch ganz anders, in der Mathematik. Der Physik. Oder der Chemie.

Kurz, in allen naturwissenschaftlichen Fächern. Gut. Grundlagenkenntnisse sind hier wie sonst unverzichtbar. Axiomatik, Dimensionenlehre, Protonen- und Neu­tronenzahlen, Kernbausteine, Anzahl der diversen Elektronen auf den Scha­len.

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Follow Book

Die „Amsterdamer Novelle“ erzählt von Wahrheit, Täuschung und Lüge

Details
Geschrieben von: Marion Hinz - Donnerstag, 25. November 2021 um 08:51 Uhr

Heinrich Steinfest hat bisher mehr als 20 Romane veröffentlicht. Zweimal schon wurde der Autor für den Deutschen Buchpreises nominiert – davon einmal für die Shortlist – und mehrfach mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet.

Dass er Kriminalromane schreiben kann, hat Romanautor Steinfest also hinlänglich bewiesen. Nun spielt er erstmals in einer Novelle, in der „Amsterdamer Novelle“, mit kriminalistischen Motiven. In Lübeck stellte der Autor dieses vergnügliche und zugleich spannende, kurze und kurzweilige Buch in der Buchhandlung Hugendubel vor. So geschehen im Rahmen der diesjährigen LiteraTour Nord in Kooperation mit dem Buddenbrookhaus.

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Meinung

Einstein liest Nietzsche (Teil 1)

Details
Geschrieben von: Frank-Peter Hansen - Dienstag, 23. November 2021 um 08:05 Uhr

Einstein liest Nietzsche… Bitte?! Die Nietzschephilologen und -forscher greifen sich an den Kopf. „Worauf soll das hier hinaus?“, mögen sie sich fragen. Das Inkommensurable kommensurabel zu machen, mag in der Mathematik ja noch hingehen.

Wenngleich…

 

Doch das steht auf einem anderen Blatt. Aber wenn behauptet wird, der Genius der theoretischen Physik habe den unzeitgemäßen Kultur- und Geschichtskritiker auch nur flüchtig zur Kenntnis genommen, sich gar ernsthaft mit ihm beschäftigt… Also nein! Wir lassen uns doch nicht verhohnepipeln, und das geht entschieden zu weit! Unwilliges Kopf- und selbst Fäusteschütteln macht sich breit. Unverhohlen ärgerliches Gemurmel erfüllt den Raum. Der Sturm der Entrüstung ist kurz davor loszubrechen.

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CDs JazzMe

A Choir Of Ghosts: „Do You Remember?“

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Geschrieben von: Redaktion - Montag, 22. November 2021 um 08:24 Uhr

Der Alt-Folk Musiker James Auger a.k.a. „A Choir of Ghosts“ (UK/SE) veröffentlicht am 19. November 2021 seine neue Single „Do You Remember?“.

 

„Der Song handelt im Wesentlichen von meiner seltsamen Angst, alt zu werden oder zu sterben, bevor ich das Gefühl hatte, mein Leben gelebt zu haben“, beschreibt James Auger seine Gefühle. „Es ist auch eine kleine Geschichte darüber, was meine Frau und ich in den letzten 8 Jahren durchgemacht haben.“

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Meinung

„Die innere Schönheit des Universums“. Ankunft im Sehnsuchtsland

Details
Geschrieben von: Frank-Peter Hansen - Mittwoch, 17. November 2021 um 08:27 Uhr

Die Geschichte ist schnell erzählt. Eine junge Frau aus einem Vorstadtwohnghetto in Stockholm, eine dem Alkohol verfallene Mutter und ein Freund, der in seiner treuherzigen Liebe und unbeholfenen Zuneigung zu der unter Aggressionsschüben leidenden 20jährigen anrührend wirkt – stets bemüht und stets überfordert – bilden den Lebenshintergrund eines Dahinvegetierens ohne jede vertretbare Perspektive.

 

Das ganz normale Leben in der Tristesse des städtebaulichen Verfalls und der Verwahrlosung, wie es heute am Rand der Ballungszentren weltweit längst Standard ist. Die typische No-Future-Generation. Zu der auch diese Katarina gehört.

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CDs JazzMe

Mats Up feat. Mbuso Khoza: Ivovo

Details
Geschrieben von: Sabine Meinert - Montag, 15. November 2021 um 08:15 Uhr

Traditionelles Afrika und moderner Jazz? Das mutet zunächst wie eine verquere Mischung an.

Matthias Spillmann und Band haben mit Mbuso Khoza jedoch einen Musiker gefunden, der farbgebendes und verbindendes Element in der ungewöhnlichen Mixtur ist. Der Vokalartist aus Südafrika bringt die Werke königlicher Lobsänger aus seiner Heimat mit, die sogenannten „imbongi“. Speziell die Gesänge der Prinzessin Makogo kaDinzulu hat er sich ausgesucht.

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Follow Book

„Vierunddreißigster September“ ist Angelika Klüssendorfs Meisterwerk

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Geschrieben von: Marion Hinz - Freitag, 05. November 2021 um 08:17 Uhr

Was bleibt von einem Menschen nach seinem Tod? Dieser Frage geht der neue Roman von Angelika Klüssendorf nach.

Schon ihre Roman-Trilogie „Das Mädchen“, „April“ und „Jahre später“ begeisterte Kritik und Lesepublikum. Das könnte auch ihrem neuen Roman „Vierunddreißigster September“ so ergehen. Das tragikomische Buch stellte die Autorin dem Lübecker Publikum im Rahmen der LiteraTour Nord in der Buchhandlung Hugendubel vor. Die dortigen Zuhörer waren jedenfalls hingerissen. Dies zeigte sich am Applaus und an den interessierten Fragen, die von der Autorin im Anschluss an die Lesung überzeugend wahrhaftig beantwortet wurden.

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